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Friday, 15 May 2009

Ölpreis aufgrund des schwachen Dollars im Aufwind

Der Rohölpreis stieg gestern auf über $49,50 pro Barrel, ein kolossaler Anstieg um 4%. Es scheint, als hätten die Förderungsdrosselungen der OPEC ihren Zweck erfüllt. Händler sollten allerdings auch in Betracht ziehen, dass der Rohölpreisanstieg auch durch den gestärkten Aktienmarkt und den schwachen Dollar mit verursacht wurde. Der Ölpreis dürfte auch heute weiter ansteigen, falls sich die USA und die Eurozone weiterhin so optimistisch zeigen und der Dollar seine rückläufige Tendenz fortsetzt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodownnonono
Wochentendenznonodownnodownno
Resistance1.37551.536097.151.11750.76500.9010
1.37151.532096.751.11350.76300.8990
1.36751.528096.351.10950.76100.8970
Support1.35951.519095.551.10150.75700.8930
1.35551.515095.151.09750.75500.8910
1.35051.511094.751.09350.75300.8890

Wirtschafts News

USD - US-Arbeitslosendaten verursachen Talfahrt des Dollar

Der US-Dollar stürzte am Donnerstag in Vergleich zu seinen Haupt-Währungsrivalen kräftig ab. Dieses geschah inmitten der Unsicherheit über die wirtschaftlichen Aussichten und wurde durch Sicherheitsdenken noch verstärkt. Der Dollar fiel zum EUR kräftig ab, nachdem ein Bericht belegte, dass die US-Arbeitslosenzahlen in der vergangenen Woche weit mehr angestiegen waren als ursprünglich von Experten angenommen. Die US- und weltweiten Aktienmärkte verzeichneten gestern allerdings leichte Gewinne.

Der USD fiel gestern im Vergleich zum EUR um über 80 Pips auf 1,3634 nachdem er zuvor mit $1,3531 den höchsten Wert seit dem 8. Mai erreicht hatte. Auch zum GBP verlor der Dollar 110 Pips und schloss bei 1,5229. Verglichen zum JPY stieg die US-Währung jedoch auf 95,99 gegenüber dem Eröffnungskurs von 95,47. Der Dollar hat in den zurückliegenden 3 Wochen ständig an Wert verloren und fiel, verglichen zum EUR, auf $1,3634 gegenüber $1,2886 am 22. April, dieweil der Standard & Poor's 500 Index den höchsten Stand in diesem Jahr erzielte und Staatserträge bei gestiegener Risikofreudigkeit unter Investoren anwuchsen.

Der US-Dollar könnte jedoch zum EUR an Wert zulegen, nachdem die 16-Nationen-Währung trotz der Zunahmen am US-Aktienmarkt nicht in der Lage war den Wert von $1,3700 zu durchbrechen. Die Aktienmärkte sind nach wie vor die Triebfeder für den Kurs der Währungen und laut Ansicht von Experten schlägt sich ihr gestriger Aufschwung eindeutig in der Rückläufigkeit des Dollar nieder. Marktteilnehmer können am heutigen Freitag einige wichtige US-Wirtschaftsdaten erwarten, darunter die Verbraucherpreis-Inflationszahlen für April und den Index des Verbrauchervertrauens der University of Michigan.

EUR - Bedenken über die Richtlinien der EZB führen zu defensivem Verhalten in der Eurozone

Der EUR hielt die am Donnerstag erzielten Gewinne verglichen zum Dollar und bewegt sich nahe dem jüngsten Höchststand, da sich der Optimismus verstärkt, dass das Schlimmste der weltweiten Krise vorbei sei. Die europäische Währung, die mit $1,3722 in dieser Woche den höchsten Wert seit 7 Wochen erzielte, lag beim frühen heutigen Handel mit $1,3624 nur geringfügig darunter.

Spekulationen die Europäische Zentralbank (EZB) werde zusätzliche Schritte einleiten um die Kreditkosten niedrig zu halten, was möglicherweise die Nachfrage nach dieser Währung erhöhen könnte, ließen den EUR im Vergleich zum Yen zum ersten Mal seit 3 Tagen Gewinne verzeichnen. Die EUR/JPY Währungspaarung schloss den Handel bei 130,92 Yen gegenüber 129,42 Yen am Vortag. Händler fragen sich nun ob dieser 1-Tagesgewinn wohl nur eine Eintagsfliege war.

Am Markt gab es nur geringe Reaktionen auf Bemerkungen von Mitgliedern des EZB-Rats, welche am Donnerstag verlauten ließen, der Leitzinssatz der EZB könne sich gegebenenfalls der Null-Prozent-Marke annähern. Einige Experten sind der Ansicht, dass aufgrund jüngster Äußerungen bei den Entscheidungsträgern der EZB unterschiedliche Auffassungen bestehen, wie weit der Leitzinssatz noch gesenkt werden könne, und dass, falls diese Meinungsverschiedenheiten noch länger anhalten, es mittelfristig zu einem rückläufigen Verhalten beim EUR führen könnte.

Das britische Pfund Sterling bleibt weiter unter Druck, nachdem die Bank of England (BoE) am Mittwoch bekannt gab, sie erwarte, dass sich Inflation und Wirtschaft in Großbritannien doch langsamer erholen werde als ursprünglich prognostiziert. Das Pfund Sterling verzeichnete verglichen zum Dollar am Donnerstag erhebliche Gewinne und schloss um über 100 Pips höher bei 1,5229. Heute sollten Händler ein Auge auf die für 6:00 MGZ vorgesehene Bekanntgabe des vorläufigen deutschen Bruttoinlandsprodukts halten, da diese wahrscheinlich zu Volatilität bei der EUR/GBP-Paarung führen wird.

JPY - Erholung an den Aktienmärkten führt zu Kursrückgang des Yen verglichen zum Dollar

Der Yen fiel verglichen zum EUR zum ersten Mal seit 4 Tagen, nachdem Gewinne an den Aktienmärkten Investoren dazu veranlasste höhere Erträge abwerfende Anlagen zu kaufen, die auf der japanischen Währung basieren. Der JPY fiel verglichen zum EUR um über 1% auf 130,92 gegenüber 129,42 am Vortag. Auch zum Dollar fiel der Yen um etwa 1% auf 95,99. Das lag nach Meinung von Experten daran, dass Schutzverkäufe auf Optionen getätigt wurden, die wertlos würden, sollte die japanische Währung weiter an Wert zulegen.

Der Yen könnte den diesjährigen Rückgang zum Dollar umkehren, da die japanische Währung auf dem besten Wege ist den Dollar als bestmögliche Zuflucht in der gegenwärtigen Finanzkrise zu überflügeln. Die japanische Währung könnte bis zum Jahresende bis auf 92 Yen steigen, da die Verflechtung von Dollar und Risikovermeidung abnimmt. Heute sollten Forex-Händler unbedingt die für 12:30 MGZ vorgesehene Bekanntgabe der Kernrate den US- Verbraucherpreisindexes (CPI) beachten, da das Ergebnis sehr wahrscheinlich den USD/JPY-Handel bis in die nächste Woche hinein bestimmen wird.

Rohöl - Rohölpreis steigt auf über $59 pro Barrel

Der Erholung an der Wall Street folgend stieg der Rohölpreis am Donnerstag, obwohl trübe Nachfragevorhersagen seitens der International Energy Agency (IEA) den Zugewinn begrenzten. Der Rohölpreis stieg um $2 oder 4% und schloss bei $59,53 pro Barrel. Der Rohölpreis folgt damit der Entwicklung an den Aktienmärkten, da Händler dort nach Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung suchen, die dem weltweit schwächelndem Energiebedarf wieder auf die Beine helfen könnte. Der andere Faktor der dem Ölpreis gestern zu Hilfe kam war der schwache Dollar, der direkt zu einem Anstieg beim Rohölpreis führte.

Die 11 Mitglieder der Organisation der Erdölexportierenden Länder (OPEC) die sich zu Produktionsdrosselungen verpflichtet hatten führten im April 77% der geplanten Drosselungen von 4,2 Mio. Barrel pro Tag durch, gegenüber den revidierten 82% im März. Wie der irakische Ölminister am Donnerstag verlauten ließ, wird das Kartell bei seinem nächsten Treffen am 28. Mai die Produktionsbeschränkungen nicht ändern, sollte der Preis weiterhin stark bleiben. Der Rohölpreis könnte bis zum Monatsende sogar bis auf $65 ansteigen, falls sich weitere Anzeichen einer früher als erwarteter wirtschaftlicher Erholung abzeichnen.

Technische News

EUR/USD

Der Zinsbullische Trend verliert an Kraft, und die Paarung scheint sich um den Wert von 1,3630 zu konsolidieren. Beim RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich die Paarung derzeit am oberen Limit, was auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur hindeuten könnte. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps verkaufen.

GBP/USD

Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart bildet sich ein rückläufiges Cross, was darauf hindeutet, dass in nächster Zukunft eine rückläufige Korrektur erfolgen könnte. Die Abwärtsrichtung der Momentum Oszillatoren auf den Stunden-Charts bestätigt diese Annahme. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps verkaufen.

USD/JPY

Das Stunden-Chart vermittelt gemischte Signale und sein Slow Stochastic fluktuiert im neutralen Bereich. Die Bildung eines zinsbullischen Cross beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart legt jedoch die Vermutung nahe, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur stattfinden könnte. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps kaufen.

USD/CHF

Das typische Range Trading auf dem Stunden-Chart setzt sich fort. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich im neutralen Bereich. Beim RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich die Paarung jedoch nahe dem unteren Grenzwert, was bedeuten könnte, dass eine Aufwärtskorrektur bevorsteht. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps kaufen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis stieg in der vergangenen Woche erheblich an und erreichte bei $59,50 pro Barrel seinen Spitzenwert. Der RSI beim Tages-Chart bewegt sich jedoch im überkauften Bereich, was vermuten lässt, dass die Aufwärtsbewegung an Kraft verliert und dass eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Händlern eine gute Gelegenheit bieten sich diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 06:48 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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