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Tuesday, 23 Dec 2008

Ölpreis fällt deutlich zum Jahresende

Der Ölpreis verhält sich in den vergangenen 24 Stunden äußerst volatil. Dies kann momentan auf eine begrenzte Marktliquidität sowie eine geringe Marktteilnahme zurückgeführt werden. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen ist der Preis aktuell um über 8% gefallen. Hier bietet sich Händlern eine ausgezeichnete Gelegenheit, dem Markt bei einem hohen Preisausschlag beizutreten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnonononoup
Wochentendenzupdownupdownnoup
Resistance1.41001.494091.501.10600.68950.9510
1.40601.490091.101.10200.68750.9490
1.40201.486090.701.09800.68550.9470
Support1.39401.477089.901.09000.68050.9420
1.39001.473089.501.08600.67850.9400
1.38601.469089.101.08200.67650.9380

Wirtschafts News

USD - Begrenzter Handel bringt dem Dollar Volatilität

Der zum Jahresende typische Rückgang der Handelsaktivität, nimmt seinen Einfluss auf die Tendenzen des Dollar. Wegen eines Feiertags bleiben die Börsen in Japan heute geschlossen und die Liquidität am Währungsmarkt deutlich eingeschränkt. In Anbetracht der sich nähernden Weihnachtsfeiertage läuft der Handel unter Notbesetzung. Demnach unterliegt das Kurspaar EUR/USD jüngst hohen Preisschwankungen. Eine begrenzte Anzahl von Marktteilnehmern verstärkt die Volatilität des Kurspaares.

Während des gestrigen Handels wurde der Dollar kurzfristig bei nur 1,3923 gehandelt. Trotz schwieriger Marktbedingungen beendete der Dollar seinen Börsengang anschließend fast unverändert bei 1,3978. Gegenüber dem GBP, schloss der USD zu Handelsschluss ebenfalls nahezu geichbleibend bei 1,4829. Wenig Bewegung war außerdem in Hinsicht auf das Kurspaar USD/JPY zu beobachten, das zum Ende des Tages bei 90,23 schloss. Experten gehen davon aus, dass große Bewegungen dieser Kurspaare bis zum Ende der Feiertagssaison eher unwahrscheinlich bleiben.

Heute sollten Anleger ihr Augenmerk auf einige wichtige US-Wirtschaftsdaten richten, die den Dollar schwächen könnten. Aus den USA werden um 15:00 Uhr MGZ die Eigenheimverkäufe aus Bestand sowie die Verkäufe von Hausneubauten erwartet. Die Zahlen werden den armseligen Trend des US-Immobilienmarktes voraussichtlich fortsetzen. Achten Sie auf das Kurspaar EUR/USD, das bis auf 1,4150 klettern könnte.

EUR - EUR setzt Aufwärtstrend gegenüber Dollar fort

Gerade zum Ende des Jahres findet eine Rückführung von Kapitalvermögen an den europäischen Märkten statt. Das Deleveraging durch US-Investoren in den Monaten September und Oktober hatte einen starken Einfluss auf kurzfristige Tendenzen an den Rohstoff- und Währungsmärkten. Möglich ist, dass die Kapitalrückführung des EUR zum bevorstehenden Jahreswechsel von großen europäischen Investoren unternommen wird. Auch die vielen kurzzeitigen Preissteigerungen der vergangenen Woche könnten sich somit erklären lassen.

Der zurückführende EUR ist möglicherweise in der Lage, den Aufwärtstrend des Kurspaars EUR/USD der letzten Woche zu festigen, das bis auf die 1,4600-Marke gesprungen war. Seit vergangenem Donnerstag wurde das Paar jedoch wieder zwischen 1,39-1,40 gehandelt. Gegenüber dem GBP erreichte der EUR in den letzten Wochen neue Rekordstände. Für die nächsten Tendenzen ist zu erwarten, dass EUR/GBP sein Level bei 0,94-0,95 halten wird, während der EUR an seinem jüngsten Gewinnzuwachs festhalten wird.

Im weiteren Tagesverlauf wird der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, eine Rede zur aktuellen Wirtschaftssituation in Europa halten. Experten gehen nicht davon aus, dass Trichets Worte, wie so oft, starke Marktbewegungen auslösen werden. Der EUR könnte seine Wertzunahme der letzten Woche möglicherweise bis zum Ende der Woche sowie bis nach der bevorstehenden Feiertagspause verstärken.

JPY - Yen bleibt trotz trostlosem Konjunkturausblick stark

Der Yen scheint seinen aktuellen Aufwärtstrend zum Dollar umgekehrt zu haben. Das Kurspaar zeigte gestern nahezu keine Bewegung. In der Vorwoche war Japans Währung bis auf einen neues Rekordhoch innerhalb der letzten 13 Jahre zum Dollar geklettert. Gestern beendete USD/JPY den Börsengang mit leichten Abwärtstendenzen bei 90,23. Die Börsen in Tokio bleiben heute Dienstag wegen des Feiertages "Geburtstag des Kaisers" geschlossen.

In der vergangenen Woche beobachteten die Marktteilnehmer, wie zwei deutliche Zinsratenreduzierungen die Märkte beeinflussten. Zum einen setzten die USA ihren Leitzins auf eine fluktuierende Rate im Bereich zwischen null und 0,25%. Ergebnis dessen war eine erneut deutliche Wertsteigerung des Yen zum USD. Im weiteren Wochenverlauf antwortete die Bank of Japan mit einer Leitzinssenkung ihrerseits auf 0,10%. Diese Maßnahme erwirkte nur eine vorübergehende Kursänderung. Schlussendlich notierte der Yen wieder bei der 90-Yen-Marke.

Der kontinuierliche Wertzuwachs des Yen beunruhigt die japanischen Wirtschaftsexperten weiterhin. Japans Regierung äußerte ihr Missfallen am starken Yen. Jüngsten Berichten zufolge, erklärten Regierungssprecher, dass die schlechten Konjunkturaussichten bis weit in das Jahr 2009 anhalten könnten. Japans Sorge um eine tiefe Rezession steigt mit der zunehmend schlechten Wirtschaftslage weltweit. Möglicherweise kann lediglich ein sehr viel schwächerer Yen, Japans Wirtschaft in den kommenden Monaten retten.

Rohöl - Ölpreis stürzt auf $40 pro Barrel

Der Ölpreis fiel gestern erneut und nähert sich einem Rekordtiefstand innerhalb der letzten viereinhalb Jahre. Die Produktionsdrosselung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) blieb erfolglos und konnte eine Erholung der Ölpreise in der vergangenen Woche nicht bewirken. Gestern beendete der Ölpreis den Handelstag bei 39,71 und scheint sich weiterhin unter der $40-Marke zu bewegen, die eine äußert wichtige psychologische Grenze bildet. Hier wird ein Rückgang von nahezu $4,50 pro Barrel deutlich.

Anleger haben mittlerweile, angesichts der sich verstärkenden globalen Rezession, jede Art von Unterstützung des Ölmarktes aufgegeben. Demnach ist der Ölpreis nur noch weiter in den Keller gerutscht. Zwei große Produktionsdrosselungen seitens der OPEC, volatile Aktienmärkte sowie negative Wirtschaftsdaten haben es nicht geschafft, die Preise in den vergangenen Tagen anzukurbeln. Experten gehen von einem Ölpreis unter der $40-Marke pro Barrel bis zum Ende der US-Feiertagssaison aus.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar wurde gestern um die 1,40-Marke gehandelt, ohne einen bedeutenden Durchbruch zu verzeichnen. Das rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart könnte jedoch bedeuten, dass ein Abwärtstrend bevorsteht. Der Slow Stochastic der Tages-Chart ist ebenfalls negativ geneigt und bestätigt diese Tendenz. Verkaufen könnte heute die richtige Entscheidung sein.

GBP/USD

Dieses Paar unterlag in den vergangenen Wochen hohen Kursschwankungen und scheint unbeständig zu bleiben. Die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart erweitern sich, während der Slow Stochastic im neutralen Bereich bleibt. Forex-Anleger sollten deutlichere Signale abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Anleger sollten weitere Entwicklungen auf der Stunden-Chart vorerst beobachten, bevor sie eine Entscheidung treffen.

USD/CHF

Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der 4-Stunden-Chart setzen sich fort. Sowohl RSI als auch Slow Stochastic der Stunden-Chart schwanken im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits auf "überkauftem" Territorium. Allem Anschein nach könnte sich hier als nächstes ein Aufwärtstrend einstellen. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

Die Wild-Card

Rohöl

Die Ölpreise sind wieder einmal am Fallen. Das Barrel Rohöl wird derzeit um die $39-Marke gehandelt. Inzwischen geben alle Oszillatoren der Stunden-Chart zinsbullische Signale aus, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass der Ölpreis unter Umständen steigt. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bieten, einem äußerst beliebten Trend beizutreten.

Aktuelle Zeit: 05/25 06:48 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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