| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Monday, 3 May 2010
110 Mrd. Euro für Griechenland-Rettung bringen Märkte in Bewegung
Nach einer zinsbullisch geprägten Handelswoche für den US-Dollar sowie kontinuierlichen Kursverlusten der europäischen Gemeinschaftswährung, bringt der neueste Beschluss aus Brüssel zur Rettung der Griechen vor einer Staatspleite dem Euro wieder Auftrieb. Die Einheitswährung korrigierte einen Teil der zuvor verbuchten Kursverluste, seitdem sich die Euro-Staaten am Sonntag einigen konnten und den Rettungsplan für Athen konkretisierten. Die Märkte reagieren zunächst mit Erleichterung, Euro und Aktienkurse steigen wieder. Aktuell ist ein guter Einstiegszeitpunkt mit einzigartigen Handelsgelegenheiten zur Gewinnmaximierung in der anstehenden Handelswoche. Stellen Sie sich auf hohe Volatilität ein und machen Sie sich die kommenden Bewegungen am Markt zu Nutze.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3315 | 1.5350 | 94.90 | 1.0930 | 0.9330 | 0.8760 |
| 1.3285 | 1.5320 | 94.60 | 1.0900 | 0.9300 | 0.8730 | |
| 1.3255 | 1.5290 | 94.30 | 1.0865 | 0.9270 | 0.8700 | |
| Support | 1.3190 | 1.5220 | 93.60 | 1.0800 | 0.9200 | 0.8635 |
| 1.3160 | 1.5190 | 93.30 | 1.0770 | 0.9170 | 0.8600 | |
| 1.3130 | 1.5160 | 93.00 | 1.0740 | 0.9140 | 0.8570 |
Wirtschafts News
USD - ADP-Arbeitmarktbericht für Freitag erwartet
Die letzte Handelswoche begann mit einer deutlichen Aufwertung des US-Dollar. Gegen den EUR wertete der USD um nahezu 280 Punkte, gegen das Pfund Sterling um 450 Punkte auf. Im weiteren Wochenverlauf gab der Dollar einen Großteil der Kursgewinne gegen die Hauptwährungen wieder ab.
Der zinsbullische USD-Trend wurde überwiegend von positiven US-Konjunkturdaten ausgelöst. Beispielsweise war der Index des US-Verbrauchervertrauens im April deutlich gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit September 2008. Dies scheint wiederum in Zusammenhang mit den besseren US-Arbeitsmarktdaten zu stehen, die im Laufe der vergangenen zwei Monate veröffentlicht wurden. Die wachsende Zuversicht in die US-Konjunktur brachte dem US-Dollar starken Auftrieb, der deutlich fester gegen die Hauptwährungen schloss. Zum Ende der Handelwoche wurden die Anleger von weniger Optimismus versprechenden Indikatoren verunsichert. In der Folge setzte eine Kurskorrektur ein. Ersten Schätzungen zufolge legte das Bruttoinlandsprodukt der US-Wirtschaft im 1. Quartal um 3,2% zu, enttäuschte jedoch die Erwartungen der Analysten, die ein 3,4%iges Wachstum voraussagten. Der Prozentsatz lag zwar unter den Prognosen, dennoch wurde das Ergebnis als positive eingestuft und resultierte somit in einer lediglich leichten technischen Korrektur für den USD.
Wichtigster Indikator aus den Vereinigten Staaten in dieser Woche sind die für Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten. Diese Arbeitsmarktdaten, auch bekannt als die „Non-Farm Payrolls“ (NFP) oder der „Beschäftigungsbericht“, ist ein monatlicher Index, der den Wechsel der Anzahl neuer Arbeitsplätze, exklusive der Landwirtschaft, in den USA während des vorangegangenen Monats misst. Analysten zufolge soll die Beschäftigung im letzten Monat um 183.000 Stellen zugenommen haben. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, könnte dies dem USD zusätzliche Stärke verleihen.
EUR - Griechenland-Hilfspaket bringt Euro Auftrieb
Für den EUR ergab sich in der vergangenen Woche ein extrem volatiler Handel. Zum Wochenstart verzeichnete die Gemeinschaftswährung heftige Kursverluste gegen die Hauptwährungen. Der größte Kursabfall konnte mit 350 Punkten gegen den japanischen Yen beobachtet werden. Kurz vor dem Wochenende wurde ein Großteil dieser Verluste jedoch wieder ausgeglichen.
Die anhaltende Unsicherheit der Anleger in Bezug auf die griechische Konjunkturlage und eine mögliche Auswirkungen auf die Eurozone nahmen den größten Einfluss auf den EUR-Handel. Während sich die Euro-Länder bis zum Wochenende auf keinen konkreten Rettungsplan einigen konnten, reduzierte sich die Risikobereitschaft der Anleger auf ein Minimum und Händler orientierten sich verstärkt an „sicheren“ Anlagen wie USD und JPY. Am Sonntag verständigten sich die Finanzminister der Euro-Staaten schließlich auf ein Rettungspaket im Volumen von 110 Mrd. Euro für die Griechen. Direkte Reaktion der Märkte auf den verabschiedeten Rettungsplan war ein kräftiger Kursanstieg des Euro, insbesondere gegen den USD. Dennoch warten Investoren zunächst weitere Entwicklungen rund um das Sorgenkind Griechenland ab. Welchen Einfluss die Maßnahmen zur Abwendung des drohenden Staatsbankrotts der Griechen auf die Eurozone nehmen werden, bleibt zu diesem Zeitpunkt offen.
Händler sollten ihr Augenmerk in dieser Handelswoche bevorzugt auf die folgenden beiden Themen legen. Zum einen bleiben die nächsten Reaktionen auf die griechische Rettung von wesentlicher Bedeutung für die kommenden Tendenzen an den Finanzmärkten. Darüber hinaus sollten Händler den am Donnerstag zur Veröffentlichung ausstehenden EZB-Entscheid zur europäischen Leitzinsrate nicht aus den Augen verlieren. Dabei wird der EZB-Mindestbietungssatz für den Monat Mai ausgegeben. Aktuellen Prognosen zufolge soll die EZB ihren Leitzins unverändert auf dem aktuellen Stand von 1,00% belassen. Sollte der Beschluss der Zentralbank alternativ ausfallen, könnte dies gewaltigen Einfluss auf die Währung der Eurozone nehmen.
JPY - Leichte JPY-Aufwertung gegen die Hauptwährungen
In der vergangenen Woche ergab sich für den japanischen Yen ein äußerst sprunghafter Handel. Dabei startete der JPY bei zinsbullischen Tendenzen gegen einen Großteil der Hauptwährungen in die Handelswoche. Der Trend kehrte sich im weiteren Wochenverlauf um. Dennoch konnte sich der Yen gegen einige Hauptwährungen weiterhin behaupten.
Der Kursanstieg ergab sich überwiegend aus positiven Konjunkturdaten aus Japan, die in der letzten Woche veröffentlicht wurden. Die Einzelhandelsumsätze waren im März um 4,7% gestiegen und übertrafen damit die Prognosen von einem Zuwachs um 3,7%. Der Umsatz des Einzelhandels gilt als grundlegendes Maß für Konsumverhalten, auf das die Märkte in der Regel umgehend reagieren. Darüber hinaus kletterte der Index der Haushaltsausgaben, ein weiterer Indikator für das Verbraucherverhalten, im Monat März um 4,4% in die Höhe. Analysten hatten einen Anstieg von lediglich 0,7% erwartet. Beide Indizes bestätigen, dass sich die Japaner dem Konsumptionsniveau des letzten Jahres langsam annähern und sich angesichts der Anzeichen einer Erholung der japanischen Wirtschaft optimistischer zeigen. Der Aufwärtstrend des Yen fand jedoch sein Ende, als die Spekulationen um einen EU-Notfallplan gegen eine Staatspleite Griechenlands konkreter wurden. Der am Sonntag verabschiedete Rettungsplan löst mittlerweile eine gesteigerte Risikobereitschaft am Markt aus. Händler halten wieder nach Risikowährungen wie dem EUR Ausschau.
Anleger sollten weitere Entwicklung rund um Rettungsaktionen für das hoch verschuldete Griechenland aufmerksam beobachten. Dieses Thema scheint aktuell den größten Einfluss auf die Bewegungen am Markt zu haben. Im Hinterkopf ist zu behalten, dass der Risikoappetit der Investoren in der Regel eine Abwertung des Yen zur Folge hat.
Rohöl - Rohöl klettert über $86-Marke pro Barrel
Die Ölpreise sind in der vergangenen Woche deutlich gestiegen und erreichten bei $86,75 pro Barrel ein neues 3-Wochenhoch. Der Aufwärtstrend setzte am Mittwoch ein. Rohöl handelte zur Wochenmitte noch bei $81,20 pro Barrel und wertete anschließend an den drei folgenden Handelstagen auf.
Anleger berichten, die Ölpreise seien infolge eines sich verbreitenden Optimismus gestiegen, nach dem sich die Ölnachfrage angesichts der globalen Konjunkturerholung erhöhe. Insbesondere in den USA, der größten Energie verbrauchenden Nation weltweit, werden die Anzeichen einer Erholung immer deutlicher. Ferner gilt das griechische Rettungspaket als Haupttriebfeder für die zinsbullischen Tendenzen an den Ölmärkten. Händler betrachten Griechenlands Finanzkrise als Quelle der hohen Marktunsicherheit der letzten Handelwochen. Mit Verabschiedung des Rettungsplans durch die Euro-Staaten am Sonntag in Brüssel, erhält der Ölpreis neue Unterstützung.
In der anstehenden Woche sollten Rohöl-Händler ihr Augenmerk auf weitere Entwicklungen rund um die Krise der Griechen richten. Das Hilfspaket der EU-Länder für das schuldengeplagte Griechenland nimmt gegenwärtig den größten Einfluss auf die Märkte. Dies wird sich in naher Zukunft so schnell nicht ändern - Händler sollten über die nächsten Ereignisse in diesem Zusammenhang informiert bleiben. Darüber hinaus sollten Händler ihre Aufmerksamkeit US-Fundamentaldaten, insbesondere dem Arbeitsmarktbericht NFP am Freitag schenken, der in der Regel eine direkte Wirkung auf die Rohstoffpreise hat.
Technische News
EUR/USD
Während ein Großteil der Indikatoren aktuell im neutralen Bereich schwankt, gibt der Slow Stochastic der Stunden-Chart ein neues zinsbullisches Cross aus. Der RSI schwankt bewegt sich auf den „überverkauften“ Bereich zu. Bei EUR/USD könnte es heute eine gute Strategie sein, auf steigende Kurse zu setzen.
GBP/USD
Dieses Währungspaar handelt aktuell zwischen 1,5235 und 1,5270. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich dabei im neutralen Bereich. Eindeutigere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Entscheidung sein.
USD/JPY
Auch bei USD/JPY bewegt sich ein Großteil der Indikatoren gegenwärtig im neutralen Bereich. Auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart gibt der Slow Stochastic jeweils ein zinsbullisches Cross aus. Bei diesem Währungspaar heute zu kaufen, könnte sich als vorteilhaft herausstellen.
USD/CHF
Auf der Stunden-Chart zeigt der Slow Stochastic ein rückläufiges Cross an. Der RSI der Stunden- und Tages-Chart hat sich im „überkauften“ Bereich eingefunden. Verkaufen könnte hier heute eine gute Entscheidung sein.
Die Wild-Card
Russell 2000
Zum jüngsten drastischen Kursabfall könnten sich im Laufe des heutigen Handelstages Kurskorrekturen ergeben. Hinweise dafür geben der RSI auf der Stunden- und 2-StundenChart, der sich in beiden Fällen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat sowie das zinsbullischen Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart. CDF- Forex -Anleger könnten heute auf steigende Kurse setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/25 | ||||||||
| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | - | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Employment Level







