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Mittwoch, 16 Jul 2008

Wird sich Talfahrt des Rohöls fortsetzen?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdowndownupdown
Wochentendenzdownupdowndownupdown
Widerstandskraft1.59802.0080105.40100.900.99460.8020
1.59602.0060105.20100.700.99260.8000
1.59302.0030104.90100.400.98960.7970
Support1.58701.9970104.30100.800.97360.7910
1.58401.9940104.00100.500.97060.7880
1.58201.9920103.80100.300.96860.7860

Wirtschafts News

USD -

Der US-Dollar beendete den gestrigen Handelstag im Vergleich zu den Hauptwährungen mit gemischten Ergebnissen. Nachrichten der ersten Tageshälfte drehen sich um das oft gehandelte Paar EUR/USD, das seine neue Rekordhöhe bei 1,6035 erreichte, bevor es sich wieder knapp um die 1,60-Marke einpendelte. Im Verlauf des Tages verstärkte sich der US-Dollar bis zur Ansprache des Präsidenten der US-Notenbank Ben Bernanke um 14:00 GMT. Bernanke und Finanzminister Henry Paulson machten ihre Aussagen vor den Ausschüssen für Bankwesen, Wohnungswesen und Stadtentwicklung des US-Senats und trieben damit die Marktvolatilität fast unverzüglich an. Bernanke warnte, dass die hohen Energiepreise die Kaufkraft der US-Verbraucher einschränke. Er wiederholte, dass die hohen Rohölpreise voraussichtlich die Belastung der Wirtschaft bis Ende des Fiskaljahres verstärken würden. Dies führte zum größten Preissturz des Light Sweet Crude seit der Präsidentschaft von George Bush Senior, vor fast 17 Jahren, als der hochgehandelte Rohstoff sich knapp über $138 pro Barrel hielt. Kurz nach Bernankes Rede erholte sich der US-Dollar wieder und notierte bei 1,5910 mit über 100 Pips über dem vorangegangenen Tageshoch.


Gestern war auch ein wichtiger Handelstag, in Bezug auf Veröffentlichungen und einige konfliktbeladene Indikatoren traten ans Licht. Einzelhandelsumsätze und Kern-Einzelhandelsumsätze stiegen um 0,1 bzw. 0,8% und lagen weit entfernt von allen Erwartungen. Der Erzeugerpreisindex (PPI) erhöhte sich um 1,8% und der Kern-PPI verzeichnete denselben Zuwachs von 0,2% innerhalb von zwei Monaten. Der Empire State Manufacturing Index stieg von vorhergehenden -8,7 auf -4,9, Business Inventories (Lagerbestände) gingen mit einem Unterschied von 0,3% ein und das IBD/TIPP-Verbrauchervertrauen blieb unverändert bei 37,4. Diese vorgenannten Zahlen hatten überraschenderweise wenig Einfluss auf die Tendenzen des US-Dollar, da sich das Augenmerk im Wesentlichen auf Bernanke und die Rohölpreise richtete.


Für heute steht wieder ein wichtiger Tag für den US-Dollar voller Veröffentlichungen an. Für den Kern-Verbraucherpreisindex wird vorausgesagt, dass er, ähnlich wie im letzten Monat, um 0,2% und der Verbraucherpreisindex um 0,7% steigen wird. Der Index der TIC Net Long-Term Transactions wird sich voraussichtlich auf 70 Mrd. erhöhen und die Industrieproduktionen werden erwartungsgemäß unverändert bleiben. Volatilität ist zum einen von der Veröffentlichung der Daten zu den Rohölbeständen zu erwarten, deren Zahl voraussichtlich steigen wird, sowie einer weiteren Rede von Bernanke und seinem "Bekanntenkreis" vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Die Deutung der heutigen Indikatoren, bietet jedoch kein deutliches Bild für die zukünftigen Marktentwicklungen des US-Dollars.

EUR -

Der EUR hat gegenüber seinen Hauptwährungsrivalen und auch gegenüber dem Dollar etwas an Boden verloren. Im Vergleich zum US-Dollar erreichte der Kurs des EUR beim frühen europäischen Handel einen neuen Höchstwert von 1,6035. Letztlich schloss der Kurs jedoch bei 1,5910 aufgrund ungünstiger Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und Markt-Spekulationen. In der europäischen Wirtschaftszone macht sich Pessimismus breit, was der Grund für den gestrigen Trend des EUR sein dürfte. Es wurden gestern nur zwei Indikatoren für Europa veröffentlicht. So verschlechterten sich die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen auf -63,9 und der europäische ZEW fiel auf -63,7.


Für heute wird eine Reihe von Indikatoren für die Eurozone erwartet. Der deutsche Verbraucherpreisindex wird bei 0,3% erwartet, und der französische Verbraucherpreisindex dürfte von 0,5% auf 0,4% abfallen. Die wichtigste Nachricht des Tages für Europa dürfte also die Veröffentlichung der Verbraucherpreisindizes (CPI) sein, die für diesen Monat wiederum einen Zuwachs von 4% vorhersagen, was dazu beitragen könnte, dass der EUR wieder ein wenig an Boden gewinnen könnte, den er in den letzten Tagen verloren hatte. Mit den erwarteten Anstiegen der Verbraucherpreisindizes in Deutschland und Frankreich sowie in der gesamten Eurozone ist es sehr wahrscheinlich, dass wir heute einen Tag der Stärke für den EUR sehen werden.

JPY -

Der Yen legte gestern gegenüber den anderen Hauptwährungen an Stärke zu. Der größte Zuwachs für den JPY war gegenüber dem EUR auf den er 179 Punkte zulegte, und das nur einen Tag nachdem der EUR/JPY-Kurs schon einen absoluten Höchstwert erreicht hatte. Ein Grund für diese Aufwertung kann in den positiven Wirtschaftsdaten des asiatischen Wirtschaftsriesen gefunden werden. Denn gestern war mit der Veröffentlichung einiger ausschlaggebender Indikatoren ein wichtiger Tag für die japanische Wirtschaft. Die Overnight Call Rate wurde, wie schon vorausgesagt, bei 0,5% festgesetzt, und der Tertiary Industry Activity Index (Entwicklungen im Dienstleistungssektor) erwies sich mit -0,2% niedriger als erwartet. Im Monatsbericht der BoJ steht: „Japans Wirtschaftswachstum verringert sich, hauptsächlich aufgrund der hohen Energie- und Rohstoffpreise“. Der Präsident der Bank of Japan (BoJ), Masaaki Shirakawa, erklärte jedoch, dass die japanische Wirtschaft nicht in Stagflation abrutschen würde, obwohl er auch betonte, die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise müsse, angesichts der Unsicherheiten in der Wirtschaft, genauestens beobachtet werden. Diese Aussage kam als angenehme Überraschung für Investoren, die dafür offenbar mit der Stärkung des Yen denkten.


Im Gegensatz zu gestern wird Japan heute auf dem wirtschaftlichen Kalender nicht vertreten sein. Demzufolge sollten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die Währungspartner des JPY richten, bevor sie in den Handel einsteigen. Zusätzlich kann eine genaue Beobachtung der weltweiten Aktienmärkte Aufschluss über die Entwicklung dieser gefragten Währung geben.

Rohöl -

Das Rohöl erfuhr gestern, laut US-Notenbankchef Ben Bernanke einen starken Sturz. Steigende Produktionszahlen bestimmten ebenso den Rohölpreis, der um fast $10 von Preishöhen um die $146 bis auf $136 abstürzte und letztendlich bei über $138 pro Barrel schloss. Seit 1991 gab es keinen vergleichlichen Abwärtstrend der Ölpreise, als der damalige Präsident George H.W. Bush die Maßnahme der Strategischen Ölreserve der USA durchsetzte.
Der jüngste Veränderung der irakischen Öl-Zahlen hat ebenso dazu beigetragen. Im Jahre 2003 sank die Ölproduktion bis auf nahezu 0 Barrel pro Tag. In der letzten Zeit stieg die Ölproduktion im Irak auf den vorhergehenden Stand von 2,5 Mio. Barrel am Tag. Des weiteren stehen die großen Ölkonzerne kurz davor, in den irakischen Markt einzutreten, was einen weiteren Anstieg der Ölproduktion bewirken sollte. Auf diese Weise könnte es gelingen, die Ölpreise in näherer Zukunft wieder zu normalisieren, was wiederum die Infaltionsrate in den USA drücken und dementsprechend den US-Dollar stärken könnte.

Technische News

EUR/USD

Nachdem dieses Paar am gestrigen Handelstag die 1,6000-Marke durchbrach, fiel der Preis des EUR/USD stark. Die Stunden-Chart zeigt eine eindeutige fallende Handelsspanne, in deren Mitte das Paar schwankt. Das Momentum ist stark und der nachste Richtpreis konnte bei 1,5800 liegen. Die 4-Stunden- sowie die Tages-Chart verdeutlichen ein neu entstandenes fallendes Momentum. Alle Oszillatoren weisen darauf hin, das weiteres Potenzial besteht. Verkaufen könnte für heute die beste Strategie sein.

GBP/USD

Nach einem heftigen Durchbruch des 2,0100 Widerstands-Levels gestern, scheint es, als wenn dieses Paar beginnt, einen ziemlich starken Abwartstrend zu entwickeln. Die Stunden- und die 4-Stunden-Chart bestatigen ebenso, dass diese fallende Formation unberuhrt bleibt. Auch eine negative Tendenz des Slow Stochastic untermalt diesen Trend. Verkaufen könnte auch hier der richtige Schritt sein.

USD/JPY

In Anbetracht der Stunden-Charts befindet sich dieses Paar nach wie vor im Abwartstrend. Dennoch zeichnet sich aktuell auf der 4-Stunden-Chart ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic ab, das eine Umkehr des derzeitigen Abwärtstrend möglich machen könnte. Der RSI (Relative Strength Index) der 4-Stunden-Chart schwankt niedrig und unterstützt die bestehende Möglichkeit eines Trendumschwungs. Händler sollten allerdings auf deutlichere Signale warten, bevor sie in diesen zinsbullischen Trend eintreten.

USD/CHF

Dieses Paar zeigt bereits eine Weile ein konsistentes fallendes Momentum. Auch am heutigen Handelstag tritt keine Änderung diesbezüglich ein. Auch wenn die Zeichen nicht eindeutig sind, könnte für das Paar lokales Ziel bei 1,000 entstehen, was es für Forex-Händler möglich machen könnte, mit engen Stopps zu verkaufen.

Die Wild-Card

Gold

Nachdem das Gold gestern seinen Höhepunkt bei einem Rekorpreis von 988 erreichte, scheint sich dieser Rohstoff nun bei einer Marke um die 975 zu konsolidieren. Das bevorstehende Kreuz des Slow Stochastic auf der Tages-Chart verdeutlicht dennoch, dass sich ein Abwärtstrend wieder einstellen wird. An dieser Stelle könnten Forex -Händer die Gelgenheit nutzen, Stellung zu beziehen, bevor die technischen Zeichen sich vollständig auftrennen.

Aktuelle Zeit: 11/20 14:12 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
11/2013:30CAD+Wholesale Sales m/m-1.5%0.5%-1
13:30CAD+Corporate Profitsq/q2.5%--1
13:30USD+Unemployment Claims 516K508K-3
15:00USD+Philly Fed Manufacturing Index-37.5-35.0-3
15:00USD+CB Leading Index m/m0.3%-0.6%-1
15:30CAD+BOC Season Review***1
15:35USD+Natural Gas Storage62B-1B-1
USD+Treasury Sec Paulson Speaks***3
21:45NZD+Visitor Arrivals m/m-6.0%--1
11/21JPY+Monetary Policy Statement***3
JPY+Overnight Call Rate0.30%0.30%-3
JPY+BOJ Press Conference***5
02:00NZD+Credit Card Spendingy/y2.6%--1
07:45EUR+French Consumer Spending m/m0.6%-0.5%-3
08:00EUR+French Flash Manufacturing PMI40.640.0-3
08:00EUR+French Flash Services PMI47.546.8-1
08:30EUR+German Flash Manufacturing PMI42.942.0-3
08:30EUR+German Flash Services PMI48.347.6-3
09:00EUR+Flash Manufacturing PMI41.140.5-3
09:00EUR+Flash Services PMI46.945.0-3

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JapanJapanJPY0.30%
EuropeEuropeEUR3.25%
SwitzerlandSwitzerlandCHF2.25%
GBGreat BritainGBP3.00%
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AustraliaAustraliaAUD5.25%
New ZealandNew ZealandNZD6.50%
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