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Friday, 29 Apr 2011
Abwärtsdruck auf US Dollar wächst
Devisenhändler, die noch vergangene Woche aus vielerlei Gründen zögerten den Dollar zu verkaufen, holten das in den letzten beiden Tagen verstärkt nach. Die EUR/USD-Paarung erreichte ein 3-Jahres-Hoch und stieg bis nahe 1,4900. Die AUD/USD-Paarung verzeichnete einen ähnlichen zinsbullischen Lauf und notierte mit 1,0920 den höchsten Stand in 29 Jahren. Auch die USD/JPY-Paarung reihte sich ein und sank gestern, trotz der schwachen Grundlagen in Japan, von 81,52 auf 82,17.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4940 | 1.6760 | 82.40 | 0.8825 | 1.1000 | 0.9000 |
| 1.4910 | 1.6740 | 82.20 | 0.8800 | 1.0970 | 0.8975 | |
| 1.4880 | 1.6715 | 81.90 | 0.8770 | 1.0940 | 0.8945 | |
| Support | 1.4800 | 1.6615 | 81.10 | 0.8700 | 1.0865 | 0.8860 |
| 1.4765 | 1.6580 | 80.80 | 0.8665 | 1.0830 | 0.8830 | |
| 1.4745 | 1.6550 | 80.60 | 0.8640 | 1.0800 | 0.8810 |
Wirtschafts News
USD - US Dollar-Kurs fällt rasch, während Verkäufe zunehmen
Der US Dollar setzte gestern seinen Kursabschwung fort nachdem der Offenmarktausschuss (FOMC) jegliche Zweifel daran beseitigte, dass die US Geldmarktpolitik unverändert bleiben wird. Dem FOMC-Bericht und nachfolgendem Statement zufolge wird der rekordtiefe Leitzinssatz auf absehbare Zeit Bestand haben. Jetzt bekommen die Marktteilnehmer die Nachwirkungen dieser Entscheidung zu spüren.
Devisenhändler, die noch vergangene Woche aus vielerlei Gründen zögerten den Dollar zu verkaufen, holten das in den letzten beiden Tagen verstärkt nach. Die EUR/USD-Paarung erreichte ein 3-Jahres-Hoch und stieg bis nahe 1,4900. Die AUD/USD-Paarung verzeichnete einen ähnlichen zinsbullischen Lauf und notierte mit 1,0920 den höchsten Stand in 29 Jahren. Auch die USD/JPY-Paarung reihte sich ein und sank gestern, trotz der schwachen Grundlagen in Japan, von 81,52 auf 82,17.
Das gestern veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt trug ebenfalls zur Rückläufigkeit des Dollar bei. Es lag mit 1,8% zwar nur knapp unter den erwarteten 1,9%, jedoch erheblich unter dem bereinigten Wert für das vergangene Quartal von 3,1%. Es gibt keinerlei Gründe anzunehmen, dass sich für den Rest dieser Woche an dem rückläufigen Trend des USD etwas ändern werde. Dollar-Händler werden wohl den Dollar zugunsten all seiner Währungsrivalen verkaufen bis der Abwärtstrend ein wenig von seinem derzeitigen Momentum verliert.
EUR - EUR notiert erhebliche Kursgewinne zum USD
Der Euro profitierte am meisten zum US Dollar nachdem das Statement des US Offenmarktausschuss (FOMC) hinsichtlich der US Geldmarktpolitik die Disparität bei den Geldmarktpolitiken zwischen den atlantischen Rivalen bestätigte. Es wurde nochmals beteuert, dass die US Notenbank auf absehbare Zeit an ihrem rekordtiefen Leitzinssatz festhalten werde, was Händler dazu veranlasste sich in Scharen vom Dollar ab- und höhere Erträge erzielenden Anlagen zuzuwenden.
Da Europa und Großbritannien in den Startlöchern stehen, ihre jeweiligen Geldmarktpolitiken zu straffen, ließen Händler ihre Investitionen in die Region fließen, in Erwartung entsprechender Kursanstiege in den kommenden Wochen. Obwohl nach wie vor die Sorgen hinsichtlich der Schuldenlage über der Eurozone schweben und weltweit die Industrieproduktion schwächelt, scheinen trotz schwacher Grundlagen die höhere Erträge erzielenden Währungen wie GBP und EUR für Kursgewinne positioniert zu sein. Diesem Trend scheint der Dollar nichts entgegensetzen zu können, da Händler erhebliches Kapital in andere Anlagen fließen lassen.
Am heutigen Freitag sieht es so aus, als würde der Euro weitere Kursgewinne zum Dollar verzeichnen können, da Händler noch zusätzliche Gründe finden sich von ihren Dollar-Positionen zu verabschieden. Zusammen mit der Arbeitslosenquote der Eurozone wird Deutschland heute seinen Bericht über die Einzelhandelsumsätze bekannt geben. Diese Faktoren werden jedoch überwogen von den Veränderungen beim Dollar nach dem gestrigen FOMC Statement. Händler sollten sich darauf einrichten, dass bis in die kommende Woche hinein der EUR gekauft werden wird.
JPY - USD/JPY rückläufig da Japan Leitzinssatz und Wertpapier-Aufkaufprogramm unverändert belässt
Die USD/JPY-Paarung handelte rückläufig, da Investoren sich nach dem geldmarktpolitischen Statement der US Notenbank vom Dollar abwandten. Nachdem der Kurs am Dienstag bis auf 82,75 angestiegen war, fiel er am Mittwoch rasch auf 81,61 und sank am Donnerstag sogar noch weiter nachdem die Bank of Japan (BOJ) bekannt gab, dass sie den Leitzinssatz und das Wertpapier-Aufkaufprogramm unverändert belassen wird.
Während der Yen unter den eigenen wirtschaftlichen Sorgen leidet, trug eine Verlagerung der Verbraucherstimmung dazu bei, dass der Kurs des Yen zu einer Anzahl seiner Währungsrivalen anstieg. Angesichts der massiven Abwendung vom US Dollar sieht es so aus, als könne diese Paarung die gegenwärtige Bewegung auf absehbare Zeit aufrechterhalten. Da sich die Woche dem Ende neigt dürften Händler heute kaum große Änderungen beim JPY-Kurs sehen. Während weltweit Investoren noch die Auswirkungen der jüngsten Dollar-Verkäufe auf ihre Portfolios bewerten, können wir uns auf etwas Stabilität und Konsolidierung kurz vor Börsenschluss zum Wochenende einstellen.
Rohöl - Trotz schwacher Industriedaten steigt der Rohölpreis
Der Rohölpreis schloss den gestrigen Handel leicht im Plus da Händler sich vom US Dollar abwandten, was die Rohstoffpreise ansteigen ließ. Da Investoren sich von ihren Long-Positionen beim USD verabschiedeten fand der Rohölpreis Unterstützung und der Preis für den Rohstoff stieg bis nahe $ 113 pro Barrel und schloss gestern bei $ 112,86.
Heute sollten Rohölhändler bedenken, dass Rohstoffe, die Dollar gebunden sind, sehr wahrscheinlich für die nächste Zeit, aufgrund des jüngsten geldmarktpolitischen Statements aus den USA, einen weiteren Anschub erhalten werden. Kraftvolle Statements hinsichtlich des Wirtschaftswachstums dürften ausreichend sein den Rohölpreis stabil zwischen $ 112 und $ 115 zu halten, doch erwarten viele Spekulanten bereits einen neuerlichen Anstieg bei den Rohstoffpreisen. Händler sind gut beraten weitere Preisbewegungen sehr genau zu beobachten.
Technische News
EUR/USD
Nachdem sie in den letzten zwei Wochen um rund 700 Pips gestiegen war, wurde der zinsbullische Trend dieser Paarung gestern leicht aufgehalten. Da auch der RSI auf dem 4-Stunden-Chart unter die 70-Linie gesunken ist, scheint es als könne heute eine rückläufige Korrektur einsetzen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich heute als richtige Vorgehensweise herausstellen.
GBP/USD
Diese Paarung erfuhr gestern eine geringfügige rückläufige Korrektur und sank von 1,6740 auf 1,6625. Da sich nichtsdestotrotz beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein zinsbullischer Cross gebildet hat, scheint es als könne sich der zinsbullische Trend heute fortsetzen, mit dem Potential den Wert von 1,6750 zu erreichen.
USD/JPY
Die USD/JPY-Paarung verzeichnete gestern einen relativ ruhigen Handel um den Wert von 81,60. Da heute der MACD auf dem Tages-Chart weiterhin abwärts deutet, scheint es als könne der Paarung weitere Rückläufigkeit bevorstehen. Zu verkaufen könnte sich heute als richtige Wahl erweisen.
USD/CHF
Nachdem sie bei 0,8690 einen Tiefstwert erreicht hatte, erfuhr diese Paarung gestern eine leichte Aufwärtskorrektur und handelt derzeit nahe dem Wert von 0,8730. Jedoch deutet ein rückläufiger Cross beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart darauf hin, dass heute weitere Rückläufigkeit erwartet werden kann, mit einer Zielsetzung bei 0,8650.
Die Wild-Card
Gold
Der Goldpreis stieg gestern weiterhin kräftig an, legte um rund 1.400 Pips zu und stieg auf $ 1.538 pro Feinunze. Da derzeit alle Oszillatoren auf dem Wochen-Chart zinsbullische Anzeichen vermitteln, scheint es als könne der Goldpreis innerhalb der nächsten Tage ein neues Rekord-Hoch erzielen. Hier bietet sich Forex-Händlern die großartige Gelegenheit sich diesem sehr beliebten Trend anzuschließen. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | - | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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