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Wednesday, 6 Oct 2010

ADP-Arbeitsmarktbericht privater Sektor auf heutiger Agenda

Der heute um 14:15 Uhr zur Veröffentlichung ausstehende ADP-Arbeitsmarktbericht (September) zur Beschäftigung im privaten Sektor gibt Händlern einen Vorgeschmack auf die am Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für September. Experten prognostizieren einen Zuwachs von 23.000 geschaffenen Stellen. Sollte dies der Fall sein, könnten vorausgegangene Kursverluste des USD womöglich ausgeglichen werden. Anderenfalls könnte sich der Dollar den Hauptwährungen gegenüber wieder auf Talfahrt begeben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdowndowndownupup
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.39271.599083.920.97300.97950.8781
1.39051.597283.710.97090.97760.8762
1.38761.594183.400.96810.97450.8730
Support1.38151.588082.810.96310.96840.8670
1.37841.585182.500.96020.96520.8641
1.37651.583282.310.95800.96310.8622

Wirtschafts News

USD - ADP-Daten können USD heute Verschnaufpause bringen

Nach leichten Höhernotierungen begibt sich der US-Dollar gegenüber den Hauptwährungen wieder auf Talfahrt. Das Währungspaar EUR/USD rutschte in den frühen Morgenstunden zunächst bis auf 1,3624 ab, handelt mittlerweile wieder knapp unter der Marke von 1,3850 und markierte dabei ein neues 8-Monatshoch. USD/JPY testet erneut die Marke um 83,00, dem 15-Jahrestief und das trotz Intervention und Lockerung der Geldpolitik seitens der Japanischen Notenbank, Bank of Japan (BoJ).

Investoren gehen weiterhin von geldpolitischen Lockerungen der US-Notenbank Federal Reserve aus. Der gestern aus den Staaten gemeldete ISM-Dienstleistungsindex lag zwar mit den ausgegebenen 53,2 Zählern im September über den Erwartungen von 52,0 Punkten, konnte die Händler jedoch nicht überzeugen. Der Dollar bleibt also aufgrund der jüngsten Konjunkturdaten weiter unter Druck.

Der heute um 14:15 Uhr zur Veröffentlichung ausstehende ADP-Arbeitsmarktbericht (September) zur Beschäftigung im privaten Sektor gibt Händlern einen Vorgeschmack auf die am Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für September. Experten prognostizieren einen Zuwachs von 23.000 geschaffenen Stellen. Sollte dies der Fall sein, könnten vorausgegangene Kursverluste des USD womöglich ausgeglichen werden. Anderenfalls könnte sich der Dollar den Hauptwährungen gegenüber wieder auf Talfahrt begeben.

EUR - EUR klettert auf 8-Monatshoch gegen USD und 7-Monatshoch gegen CAD

Der Euro sei wieder gegenüber dem Dollar gestärkt, erklärten Händler gestern. EUR/USD nahm seinen Aufwärtstrend am Dienstag wieder auf und stieg bis 1,3858 in der Spitze. Dabei markierte das Paar EUR/USD bei knapp unter 1,3850, einem 8-Monatshoch, während EUR/JPY und EUR/GBP bis auf ihr höchstes Niveau in 5 Monaten kletterten. Auch EUR/CAD ist kaum aufzuhalten und erreicht mittlerweile ein neues 7-Monatshoch um 1,4060.

Die geplanten zusätzlichen quantitativen Maßnahmen der US- und Japanischen Notenbank schwächen sowohl JPY als auch USD gegenüber Risikowährungen und gewinnbringenden Anlagen, wie unter anderem Aktien. Analysten erwarten heute für die Gemeinschaftswährung eine Handelsspanne zwischen $1,3790 und $1,3900.

Trotz jüngster Euro-Stärke sollten Anleger die nächsten Entwicklungen zum Thema europäische Kreditkrise weiterhin aufmerksam beobachten, die in den vergangenen Monaten als Haupttriebfeder für die dramatische Euro-Schwäche galt. Aus Deutschland veröffentlicht das Bundeswirtschaftsministerium heute um 12:00 Uhr Zahlen zum Auftragseingang für August (saisonbereinigt). Die Prognosen belaufen sich auf einen Anstieg um 1,1% im Vergleich zum Vormonat. Ein positives Ergebnis kann den Euro in seinem Aufwärtstrend weiter stützen.

JPY - BoJ Leitzinssenkung und USD/JPY weiter am Fallen

Die gestern überraschend angekündigte Leitzinssenkung der Bank of Japan (BoJ) unter die Rekordmarke von 0,10% konnte dem JPY bislang kaum Unterstützung verleihen. Ganz im Gegensatz zur ersten Marktreaktion, bleibt der Japanische Yen seinen bisherigen Aufwärtstendenzen treu. USD/JPY bewegt sich wiederholt um die Marke von 83,00, bei der die BoJ vor zwei Wochen intervenierte. GBP/JPY bleibt ebenfalls auf Talfahrt bei einer aktuellen Notierung um 132,33.

Während Händler weitere Interventionen seitens der Japanischen Zentralbank erwarten, veröffentlichen die USA heute um 14:15 Uhr mit dem ADP-Arbeitsmarktbericht zur Beschäftigung im privaten Sektor (September) erste Hinweise auf den bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Auf den gestern verkündeten Beschluss der BoJ, ihre Geldpolitik zu lockern und über die Senkung der Leitzinsen hinaus, den Aufkauf von Anleihen für bis zu 35 Billionen Yen zu beabsichtigen, reagierte der JPY zunächst mit kräftigen Kursverlusten, während es am Aktien- und Anleihenmarkt in Tokio zu Kursgewinnen kam. Diese Schwäche hielt jedoch nur kurzfristig an, was Anleger wiederum auf die gegenwärtige Schwäche des USD zurückführen.

Rohöl - Rohöl klettert über $82 pro Barrel

Wieder kletterten die Ölpreise am Dienstag auf neue Höchststände um die Marke von über $82 pro Barrel. Am Mittwoch notierten die Preise etwas leichter, dennoch auf hohem Niveau. Ein Fass WTI-Öl zur Auslieferung im November kostete im asiatischen Handel mit $82,87 $0,05 weniger als zu Handelsschluss Dienstag. Nordsee-Brent gab heute Morgen um $0,04 auf $84,88 nach. Als Beweggründe für die jüngsten Entwicklungen am Ölmarkt führten Händler den anhaltend schwachen US-Dollar und die Lockerung der japanischen Geldpolitik an.

Während die gute Stimmung an den Aktienmärkten die Ölpreise beflügelt, präsentiert sich Rohöl also stabil auf erhöhtem Niveau. Der Branchenverband der Ölindustrie in den USA, American Petroleum Institut, meldete dennoch am Dienstag, dass die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche unerwartet stark um 4,4 Mio. Barrel gestiegen seien, was die Erwartungen der Experten bei weitem übertraf. Abzuwarten bleibt, ob der heute um 16:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehende Bericht zum Rohöllagerbestand des Department of Energy, die Daten bestätigt. Analysten rechnen mit einem Rückgang um -0,10 Mio. Barrel.

Technische News

EUR/USD

Aktuell bewegt sich dieses Paar im überkauften Bereich des RSI auf der Wochen-Chart. In den kommenden Handelstagen kann sich hier ein langfristiger Abwärtsdruck aufbauen. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich der Preis für EUR/USD innerhalb des überkauften Bereiches abwärts bewegt, was eine bevorstehende Abwärtsausrichtung bestätigt. Insgesamt behält der gegenwärtige Aufwärtstrend dieses Paares seine Gültigkeit. Gegentendenzen zeichnen sich jedoch ab, so dass Händler ihre Stopp-Orders etwas enger platzieren könnten.

GBP/USD

Der MACD kreuzt bei diesem Paar sowohl auf der Tages- als auch auf der Wochen-Chart einstimmig abwärts. Aktuell schwankt der Preis dieses Paares im überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Insgesamt werden die Anzeichen einer bevorstehenden Abwärtsbewegung deutlicher. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.

USD/JPY

Für dieses Paar scheint sich der langfristige Abwärtstrend fortzusetzen. Dabei bewegt sich USD/JPY mittlerweile auf die 83,00-Marke zu. Die technischen Indikatoren sprechen für eine Kurskorrektur aufwärts. Der Preis hat in den überverkauften Bereich des RSI auf der Tages- und Wochen-Chart gedreht. Auf der Tages-Chart ist das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic nicht zu übersehen, während der Wochen-MACD kurz davor zu sein scheint, aufwärts zu kreuzen. Auf steigende Kurse zu setzen, könnte bis zum Ende der Woche eine gute Entscheidung sein.

USD/CHF

Der anhaltende Abwärtstrend dieses Paares hat nahezu jeden Indikator inzwischen in den überverkauften Bereich gedrückt. Auf der Tages- und Wochen-Chart kreuzen Slow Stochastic und MACD bereits aufwärts oder lassen vermuten, dass hier ein Aufwärtskreuzen in Kürze zu beobachten sein wird. Darüber hinaus scheint sich der Preis innerhalb des überverkauften Bereichs des Tages- und Wochen-RSI aufwärts zu bewegen. Eine Kurskorrektur nach oben könnte schon bald einsetzen, jedoch sind Long-Positionen aufgrund des Langzeit-Abwärtstrends dieses Paares mit Vorsicht zu genießen.

Die Wild-Card

AUD/USD

Jüngste Aufwärtsbewegungen haben AUD/USD bis in den oberen Widerstandsbereich des Preises gedrückt, der dem höchsten Kursniveau seit Juli 2008 entspricht. Seit Erreichen dieser psychologisch wichtigen Marke deutet nahezu jeder technische Indikator auf eine sich ankündigende Kurskorrektur. Der Tages- und Wochen-MACD scheint in Kürze abwärts zu kreuzen. Dies gilt ebenfalls für den Slow Stochastic der Wochen-Chart. Der Preis des Paares bewegt sich außerdem im überkauften Bereich des RSI auf der Wochen-Chart, was künftige Abwärtsbewegungen signalisiert. Forex -Anleger könnten sich diese Chart-Informationen zunutze machen, indem sie jetzt auf eine Trendwende und somit auf fallende Kurse setzen, um jetzt solide Gewinne abzugreifen.

Aktuelle Zeit: 05/25 06:57 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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