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Thursday, 19 May 2011
Affäre Strauss-Kahn überschattet das Treffen der europäischen Finanzminister
Das derzeit in Brüssel, Belgien, stattfindende ECOFIN Treffen wird von der Festnahme Dominique Strauss-Kahns (von den Medien auch DSK genannt) überschattet, der beschuldigt wird, sich in einem New Yorker Hotel an einem Zimmermädchen vergangen zu haben. Strauss-Kahn ist Geschäftsführer des IWF und Mitglied der Sozialistischen Partei Frankreichs. Viele Devisenhändler hatten sich von dem Treffen der Finanzminister Perspektiven hinsichtlich der Schuldenlage der Eurozone erwartet. Der Medien-Hype lenkte jedoch so sehr von dem Thema ab, dass Investoren eher nach Sicherheit als nach höhere Erträge erzielenden Anlagen strebten, was Range-Trading beim EUR zur Folge hatte.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4370 | 1.6250 | 82.40 | 0.8860 | 1.0725 | 0.8915 |
| 1.4350 | 1.6230 | 82.20 | 0.8840 | 1.0705 | 0.8895 | |
| 1.4320 | 1.6200 | 81.90 | 0.8810 | 1.0675 | 0.8865 | |
| Support | 1.4260 | 1.6140 | 81.30 | 0.8750 | 1.0615 | 0.8805 |
| 1.4230 | 1.6110 | 81.00 | 0.8720 | 1.0585 | 0.8775 | |
| 1.4210 | 1.6090 | 80.80 | 0.8700 | 1.0565 | 0.8755 |
Wirtschafts News
USD - US Dollar mit gemischten Ergebnissen während Händler auf Konjunktur- und Immobilienbericht warten
Der US Dollar verzeichnete gestern unterschiedliche Ergebnisse, während Händler angesichts des Wirtschaftsnachrichten-Vakuums in der Eurozone anfingen ihre Euro-Positionen abzusichern. Die Affäre Strauss-Kahn überschattete viele positive Äußerungen vom ECOFIN Treffen und so waren Händler zwischen den Sorgen über die europäische Schuldenlage und den unterschiedlichen Leitzinssätzen hin und her gerissen. Das führte zu verstärktem Range-Trading für diverse Haupt-Währungen, einschließlich des Dollars.
An dieser Entwicklung waren auch zum Teil die Wirtschaftsdaten aus den USA beteiligt. Die Daten des Berichts zu den TIC-Langzeit-Anschaffungen vom Montag sowie die Immobiliendaten vom Dienstag lagen weit unter den Erwartungen. Der gestrige leichte Rückgang bei den US Rohöllagerbeständen könnte dem Dollarkurs einen kleinen Impuls verliehen haben, da Händler von gestiegenem Industriebedarf ausgegangen sind. Der jüngste Bericht der US Notenbank wies gesundes Wirtschaftswachstum aus und enthielt kämpferische Statements hinsichtlich des Leitzinssatzes.
Aufgrund des ECOFIN Treffen wird die Eurozone heute weiterhin auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten sein, wohingegen aus den USA eine ganze Reihe von Wirtschaftspublikationen erwartet wird. Den Anfang machen um 13:30 MGZ die Arbeitslosendaten des US Arbeitsministeriums, die weniger Anträge auf Arbeitslosenunterstützung aufzeigen könnten, als das noch vergangene Woche der Fall war.
Kurz darauf werden wichtige Immobiliendaten veröffentlicht, gefolgt von Konjunkturbericht des Fed-Distrikts Philadelphia und den Bericht der Mortgage Banker Association über Hypothekenvergehen. Alles in allem dürfte dem USD heute erhebliche Volatilität bevorstehen. Falls allerdings Händler sich weiterhin absichern, während sie auf Nachrichten aus Europa warten, könnte der Dollar wieder unterschiedliche Ergebnisse verzeichnen.
EUR - EUR im Range-Trading während Investoren auf Wirtschaftsnachrichten warten
Der Kursanstieg des Euro war diese Woche relativ flach, da die geringen Wirtschaftsnachrichten, gemischt mit politischem Skandal, dafür sorgten, dass Investoren zwischen den Sorgen über die europäische Schuldenlage und den unterschiedlichen Leitzinssätzen hin und her gerissen waren. Die schwachen amerikanischen Wirtschaftsdaten dieser Woche machten viele Händler misstrauisch was die Sicherheit des Dollar betrifft, wohingegen andere, aufgrund der Abwesenheit europäischer Wirtschaftsnachrichten, eher skeptisch sind, dass man die derzeitige Schuldenkrise in den Griff kriegen könne. So ergaben sich diese Woche die merkwürdigen Range-Trading Muster für die EUR-Paarungen.
Das derzeit in Brüssel, Belgien, stattfindende ECOFIN Treffen wird von der Festnahme Dominique Strauss-Kahns (von den Medien auch DSK genannt) überschattet, der beschuldigt wird, sich in einem New Yorker Hotel an einem Zimmermädchen vergangen zu haben. Strauss-Kahn ist Geschäftsführer des IWF und Mitglied der Sozialistischen Partei Frankreichs. Viele Devisenhändler hatten sich von dem Treffen der Finanzminister Perspektiven hinsichtlich der Schuldenlage der Eurozone erwartet. Der Medien-Hype lenkte jedoch so sehr von dem Thema ab, dass Investoren eher nach Sicherheit als nach höhere Erträge erzielenden Anlagen strebten, was Range-Trading beim EUR zur Folge hatte.
Wegen des andauernden ECOFIN Treffens wird die Eurozone heute wieder nicht auf dem Wirtschaftskalender vertreten sein. Kämpferische Statements könnten auf eine Verschärfung der Geldmarktpolitik in nächster Zeit hinweisen, jedoch sollten Händler sich bewusst sein, dass es wieder zu Risikovermeidung kommen dürfte, sollte die Statements nicht so stark ausfallen. Die heutigen Immobilien- und Konjunkturdaten aus den USA könnten den ansonsten schwachen Wirtschaftsdaten ein wenig unter die Arme greifen, allerdings könnte fortgesetzte Schwäche den Dollar auch weiterhin der Warteschleife halten.
JPY - JPY rückläufig nachdem Bruttoinlandsprodukt um 0,9% sinkt
Der japanische Yen (JPY) begann den gestrigen Handel rückläufig zu den meisten seiner Währungsrivalen, nachdem die Bank of Japan (BOJ) Daten veröffentlichte, die aufwiesen, dass die japanische Wirtschaft bislang in diesem Quartal einen Rückgang um 0,9% verzeichnete. Nach dem Auf und Nieder der letzten Woche scheint der japanische Yen jetzt in einer schwächeren Position zu sein und wurde von Händlern beim frühen heutigen Handel entsprechend abgestraft. Die vorherrschende Grundhaltung zur Risikovermeidung überschattete den Handel der vergangenen und dieser Woche, da sich viele Händler dem Yen zuwandten. Jetzt scheint sich diese Grundhaltung allerdings in Richtung anderer Safe-Hafen-Währungen, wie dem Schweizer Franken und in einigen Fällen der skandinavischen Krone, zu ändern.
Bis heute Morgen ist die USD/JPY-Paarung um über 50 Pips von 80,00 auf 80,53 angestiegen. Der japanische Index of Tertiary Industry Activity, der die Entwicklung im Dienstleistungssektor beschreibt, wurde gestern Morgen veröffentlicht und zeigte einen kräftigen Einbruch um rund 6,0%. Die Zahlen des Bruttoinlandsprodukts wirkten sich ebenfalls auf die Rückläufigkeit der Währung aus, und folglich zogen sich Händler von ihren JPY Investments zurück. Für den Rest dieser Woche werden die bestimmenden Faktoren für den Kurs des JPY heute eher die Wirtschaftsnachrichten aus den USA sein, obwohl Händler auch bedenken sollten welchen Einfluss die Zahlen des Bruttoinlandsprodukts auf die japanische Währung haben werden.
Rohöl - Rohölpreis steigt nachdem US Rohöllagerbestände keinen Anstieg aufweisen
Der Rohölpreis stieg heute Morgen auf über $ 100 pro Barrel nachdem die US Rohöllagerbestände gestern keinen Anstieg aufwiesen. Die US Lagerbestände waren vergangene Woche die zweite Woche in Folge um 3 Mio. Barrel gestiegen. Der plötzliche Halt dieser Zunahme wirkte sich kräftig auf den Rohölpreis aus und er stieg auf über $ 100 pro Barrel kurz nachdem der Bericht veröffentlicht wurde.
Ob Ölhändler versuchen werden den Ölpreis nach dem jüngsten Einbruch wieder anzuheben, bleibt abzuwarten, insbesondere wenn man die gestrige merkwürdige reziproke Beziehung zum USD bedenkt. Der Kursrückgang des Dollar könnte allerdings heute verspätete Wirkung zeigen was den Rohölpreis sogar noch weiter ansteigen lassen dürfte. Die Strauss-Kahn Affäre in den USA trägt ebenfalls zur Instabilität des Handels bei, da sie Kommentare von derzeitigen ECOFIN Treffen überlagert. Die Rohstoffpreise könnten folglich im Verbleib der Woche einen Einbruch erleiden, falls den Gerüchten nicht ein Ende gesetzt wird.
Technische News
EUR/USD
Beim Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart ist diese Paarung in den überkauften Bereich eingetreten, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine Abwärtskorrektur erfolgen dürfte. Diese Annahme wird vom Slow Stochastic auf dem gleichen Chart bestätigt, bei dem sich ein rückläufiger Cross gebildet hat. Händler dürften zu verkaufen heute in Erwägung ziehen.
GBP/USD
Der Relative Strength Index auf dem Tages-Chart ist in den überverkauften Bereich eingetreten, was ein typischen Zeichen für eine bevorstehende Aufwärtskorrektur ist. Zudem bewegt sich der Williams Percent Range auf dem gleichen Chart derzeit unterhalb des -80 Werts, was die Annahme einer bevorstehenden Aufwärtsbewegung ebenfalls bestätigt. Händlern wird empfohlen sich bei dieser Paarung heute zum Kauf zu entscheiden.
USD/JPY
Das typische Range-Trading auf dem Stunden-Chart setzt sich fort. Der RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich im neutralen Bereich. Allerdings bildet sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein neuerlicher rückläufiger Cross, was auf eine rückläufige Korrektur in nächster Zeit schließen lässt. Zu verkaufen könnte eine kluge Wahl sein.
USD/CHF
Die USD//CHF-Paarung hat sich in den vergangenen Tagen zunehmend rückläufig verhalten und steht derzeit beim Wert von 0,87670. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart lässt die Annahme zu, dass sich diese Rückläufigkeit heute fortsetzen dürfte. Allerdings signalisiert der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart, dass heute eine zinsbullische Umkehr erfolgen wird. Bei dieser Paarung erst dann einzusteigen wenn die Signale eindeutiger sind dürfte heute eine kluge Entscheidung sein.
Die Wild-Card
EUR/GBP
Die anhaltende Aufwärtsbewegung hat den Kurs dieser Paarung beim Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart letztlich in den überkauften Bereich gedrückt. Nicht nur das, beim Slow Stochastic hat sich aktuell ein rückläufiger Cross gebildet, was auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur hinweist. Forex Händlern bietet sich die Gelegenheit abzuwarten bis auf dem Stunden-Chart die untere Grenze der Handelsspanne erreicht ist, um dann zu verkaufen und so von der bevorstehenden Bewegung zu profitieren.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | - | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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