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Friday, 23 Jan 2009

Alle Augen auf den Dollar gerichtet während sich Obama-Optimismus fortsetzt

Die steigende Tendenz des Dollar-Kurs wird sich heute voraussichtlich fortsetzen, da die europäischen Wirtschaften sich weiter im Abschwung befinden. Die Stärke des Dollar wird wahrscheinlich solange anhalten, solange Händler mit Obamas Plänen für eine weltweite wirtschaftliche Erholung zufrieden sind. Die Frage die sich stellt ist, kann der Dollar seinen Safe-Hafen-Status langfristig wiedererlangen?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznoupdowndownnodown
Wochentendenzdowndowndownupdownup
Resistance1.30601.389089.751.16900.65800.9465
1.30201.385089.351.16500.65600.9445
1.29801.381088.951.16150.65400.9425
Support1.29001.372588.101.15300.64950.9380
1.28601.368587.801.15000.64750.9360
1.28201.364587.501.14750.64550.9340

Wirtschafts News

USD - Dollar bleibt im Aufwind trotz Veröffentlichung negativer Wirtschaftsdaten

Trotz der immer schwächer werdenden US-Wirtschaft zeigte sich der Dollar am Donnerstag stark im Vergleich zu den meisten seiner Währungspartner. Als wurde er die schlechten Wirtschaftsdaten aus den USA ignorieren legte er gegenüber EUR und GBP zu. Das statistische Bundesamt der USA berichtete gestern, dass die Erteilung neuer Baugenehmigungen niedriger ausfiel als von Analysten angenommen. Außerdem stiegen die Arbeitslosenzahlen um 44.000 mehr als vorhergesagt.

Der EUR/USD Kurs schloss gestern bei 1,2940 und der GBP/USD Kurs fiel auf 1,3752 ab. Seit Beginn des Jahres hat das GBP mehr als 5% im Vergleich zum USD an Wert verloren, beim EUR waren es sogar rund 10%. Der Wertverlust des GBO begann erst kürzlich als die britische Regierung ein zweites Finanz-Rettungspaket bekannt gab, nachdem sich herausstellte, dass UK-Banken große Anlageabschreibungen vornehmen mussten. Ein Großteil der Gewinne des Dollar werden der Annahme zugeschrieben, dass er einen Safe-Hafen von dem Leiden der britischen und europäischen Wirtschaft darstellt.

Dem Dollar wurde gestern zusätzliche Unterstützung zuteil als bekannt wurde, dass der Präsident der New Yorker Federal Reserve Bank, Timothy Geithner, kurz vor der Ernennung zum US-Finanzminister steht. Geithner bestätigte in einer Rede am Donnerstag, dass ein starker Dollar durchaus im Interesse der USA läge. Dieses führte unter Investoren zu der Annahme, dass Barack Obamas Wirtschaftspolitik sich zu einem großen Teil darauf stützen werde den Dollar zu einer starken Safe-Hafen-Währung zu machen.

Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass der Dollar sich auch weiterhin im Vergleich zu seinen Haupt-Währungs-Kreuzen um Aufwind befinden wird. So könnten beispielsweise für heute erwartete wichtige Wirtschaftdaten aus Großbritannien den Aufwärtsschwung des Dollar in dieser Woche weiter unterstützen. Die wichtigsten dieser Daten sind das vorläufige britische Bruttoinlandsprodukt und die Einzelhandelsumsätze, deren Veröffentlichung für 9:30 MGZ erwartet werden. Diese Daten werden sehr wahrscheinlich die Richtungsentwicklung des GBP/USD Kursverhalten für die nächste Woche beeinflussen.

EUR - Herabsetzung der Ratings schadet dem EUR

Die Kämpfe, die die Wirtschaft der Eurozone derzeit bestehen muss, setzen den EUR weiterhin unter Druck. Enttäuschende Wirtschaftsindikatoren haben dazu beigetragen, dass der EUR niedriger bewertet wird als der USD, da Investoren den EUR als die risikobehaftetere Währung betrachten. Demzufolge beginnt, aus Sicht der Händler, der EUR seinen Status als Safe-Hafen-Währung zu verlieren. Mehr noch, falls der EUR im Vergleich zum USD weiter an Wert abnimmt, könnte mittelfristig dieser Safe-Hafen-Status an den US-Dollar zurückgehen.

Einige der jüngsten Rückgänge des EUR können den Herabsetzungen der Debt-Ratings für den EUR zugeschrieben werden. Sowohl Griechenland als auch Spanien waren die Haupt-Schuldigen, da ihre Ratings von Standard & Poor (S&P) herabgesetzt wurden. Diese Herabsetzung der beiden Länder mit der Einheitswährung durch das Rating-Unternehmen fand innerhalb einer Woche statt. Dieses wird die erneut die Ängste über eine notleidende Eurozonen-Wirtschaft anfachen, und es ist sehr wahrscheinlich, dass sich dadurch die Kosten für Kreditaufnahmen für diese beiden Mitglieder der Europäischen Union erhöhen werden.

Die Herabsetzung der Ratings wird sich auch bis in die kommende Woche auf den Kurs des EUR auswirken. Darüber hinaus wird eine verlängerte wirtschaftliche Talfahrt auch anderen europäischen Nationen Schaden zufügen und demzufolge zu einem weiteren Kursverlust des EUR im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern beitragen. Händler sollten heute die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten sehr genau verfolgen. Schlechte Wirtschaftsdaten aus der Eurozone könnten bis Tagesende den EUR/USD Kurs bis auf 1,2850 sinken lassen. Hinsichtlich der EUR/GBP-Entwicklung wird Händlern empfohlen die Bekanntgabe des britischen Bruttoinlandsprodukts um 9:30 MGZ zu beachten, da dieser Wert die Kursentwicklung EUR/GBP bis in die nächste Woche hinein beeinflussen könnte.

JPY - Yen erholt sich aufgrund neuer Wirtschaftsdaten und Risikovermeidung

Der Yen setzte gestern seine Aufwärtsfahrt im Vergleich zu EUR und USD fort, da schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA und der Eurozone den krisengeschüttelten Zustand der Weltwirtschaft veranschaulichen, was Händler in ihrem Verhalten der Risikovermeidung nur bestätigt. Der Yen verzeichnete große Gewinne, da Händler sich von höhere Erträge erzielenden Währungen abwandten und sich auf den Yen konzentrierten. Man sollte dabei bedenken, dass japanische Banken von der Finanzkrise nicht so stark gebeutelt wurden wie amerikanische und europäische und dass ein großer Betrag der Devisenreserven der Regierung dem Yen ebenfalls geholfen haben. Einige Gewinne des Yen wurden erst spät am Donnerstag erzielt, als Händler noch an den Worten des ernannten US-Finanzminister Timothy Geithner zu schlucken hatten. Er sprach zu unterschiedlichen Themen den weltweiten Abschwung betreffend. Dieses führte jedoch dazu, dass Investoren weniger Vertrauen in den USD als in den JPY zeigten.

Gestern schloss der USD/JPY Kurs 46 Pips niedriger bei 88,60. Dieses zeigt, dass sich der Abschwung des Dollar im Vergleich zum Yen höchstwahrscheinlich fortsetzen wird. Der Kursverfall liegt für diese Paarung in diesem Jahr schon bei fast 2%. Eine noch weitergehende Stärkung des Yen könnte zu einem Einschreiten seitens der japanischen Regierung führen, um den Wert des Yen zu schwächen. Ein starker Yen ist nicht gut für die Exporte des Landes und die Regierung droht damit Yen auf dem offenen Markt zu verkaufen um den Wert dieser Währung zu senken. Falls sich die gezeigte Tendenz und Risikovermeidung fortsetzen könnten Händler eine weitere Schwächung der USD/JPY-Paarung bis etwa 88,00 zum Wochenende erwarten.

Rohöl - Rohölpreis fällt während weltweite Rezession sich verstärkt

Gestern fiel der Preis des Rohöls, da Investoren immer noch an den schlechten Wirtschaftdaten zu knabbern hatten und man darauf wartete, dass das neue US-amerikanische Konjunkturpaket den Rohölpreis stützen würde. Die US-Energiebehörde gab bekannt, dass die Rohölreserven 6mal höher seinen als von Analysten vorausgesagt. Später am Tag zeigte der Rohölpreis Zeichen leichter Erholung, als Händler in der Kurzfassung von Präsident Obamas Konjunkturpaket kleine Lichtblicke entdeckten.

Rohöl schloss gestern 57 Cents niedriger bei $43,01. Der Rohölpreis wird wahrscheinlich auch in den nächsten Tagen weiter sinken. Das liegt an der Annahme, dass die Nachfrage nach Rohöl abnehmen und das Angebot mittelfristig steigen wird, wie die Bestandszahlen belegen. Man erwartet, dass sich dieser Trend mindestens für die kommenden sechs Monate so fortsetzt. Die Nachfrage wird nur dann steigen wenn sich die führenden Wirtschaftsmächte von der weltweiten Rezession erholen. Es steht zu erwarten, dass der Rohölpreis zum Wochenausklang gar bis auf $41,00 pro Barrel fällt.

Technische News

EUR/USD

Das Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI des Tages-Chart bereits im überkauften Bereich, was bedeutet, dass sich bereits in unmittelbarer Zukunft eine Aufwärtskorrektur einstellen könnte. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Als Ergebnis der gestrigen kräftigen Aufwärtsbewegung ist dieses Paar in den überkauften Bereich auf dem RSI des Tages-Chart gedrängt worden, was zeigt, dass später am Tag eine Aufwärts-Umkehr stattfinden könnte. Diese Annahme wird unterstützt dadurch, dass auch die Slow Stochastic des Stunden-Chart ein bevorstehendes zinsbullisches Cross anzuzeigen scheinen. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen scheint für heute die richtige Wahl zu sein.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic des Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren des 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

USD/CHF

Enges Range Trading setzt sich fort, da diese Paarung sich in keinerlei Richtung auffällig bewegt und gegenwärtig um den 1,15 Wert handelt. Jedoch bewegt sich der RSI des Tages-Chart bereits im überkauften Bereich. Es scheint, als könne die nächste Bewegung eine Abwärtsbewegung sein. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine bevorzugte Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

Die Wild-Card

Gold

Nach einer moderaten zinsbullischen Korrektur bewegt sich der Goldpreis in Richtung $857,08 pro Feinunze. Das Tages-Chart zeigt ein rückläufiges Momentum. Hier könnte sich für
Forex -Händler eine gute Gelegenheit bieten sich diesem potentiell starken Aufwärtstrend anzuschließen, der hohe Erträge abwerfen könnte.

Aktuelle Zeit: 05/25 06:59 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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