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Mittwoch, 15 Okt 2008

Amerikanischer und Europäischer Rettungsplan stärken die Märkte

Nach der Bekanntgabe der US-Regierung am Dienstag, ihren Bankensektor mit $250 Milliarden zu stärken, folgten die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands diesem Beispiel. Genau auf eine solche direkte Kapitalinfusion hatten die Anleger ihre Hoffnung gesetzt. Den Konditionen für eine Kreditvergabe wird schlussendlich wieder Spielraum gelassen. Trotz jüngster Entwicklungen, bleibt die Sorge um eine bevorstehende Rezession groß. Anleger werden erst mit der Zeit erkennen, ob die ergriffenen Maßnahmen, die erhoffte Erleichterung bringen werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdownupdowndown
Wochentendenzupupupupdowndown
Widerstandskraft1.36901.7560102.701.15000.71350.7900
1.36511.7530102.351.14600.71000.7860
1.36201.7500102.001.14250.70600.7820
Support1.35501.7400101.401.13200.69750.7740
1.35101.7380101.001.12900.69500.7700
1.34801.7360100.701.12500.69100.7668

Wirtschafts News

USD - US-Einzelhandelsumsätze und Erzeugerpreisindex auf der Agenda

Nach Bekanntgabe des US-Finanzministeriums, ihre Banken mit Hilfsgeldern in Höhe von $250 Milliarden zu unterstützen, konnte der Dollar seinen bereits seit drei Tagen anhaltenden Abwärtstrend gegenüber den Hauptwährungen durchbrechen. Gegen den EUR notierte der USD zum gestrigen Handelsschluss bei $1,3575, nachdem die amerikanische Währung in den vergangenen Tagen kontinuierlich bis auf $1.3767 geklettert war. Der vorausgegangene Wertzuwachs des USD konnte größtenteils der mangelnden Bereitschaft seitens der Banken zur Hilfestellung untereinander zugeordnet werden, die einen Nachfrageanstieg des USD auf den globalen Geldmärkten auslöste. Allerdings hatte die US-Notenbank verkündet, dass sie europäischen Banken benötigten Dollar-Summen zu einem festen Zinssatz anbieten würde, was wiederum dazu führte, dass der Dollar in den letzten Börsengängen gegenüber den Hauptwährungen an Wert verlor, da ein erhöhtes Angebot, die Nachfrage senkte.

Infolge der aggressiven Maßnahmen zur Kassenaufstockung krisengeschüttelter Banken, lösten Anleger "sichere" Anlagen auf, um in USD zu investieren, was ebenfalls zur jüngsten Aufwärtskorrigierung der US-Währung führte. Dennoch werden auch die jüngsten Maßnahmen der Regierungen weltweit, ihre Not leidenden Banken zu unterstützen, nicht allzu schnell dazu beitragen, die Zinssätze der zu senken. Nach wie vor ist es zu früh, um einschätzen zu können, in welchem Umfang die getroffenen Entscheidungen, dem USD helfen werden, ob sie langfristig gesehen einen Abwärtstrend der amerikanischen Währung auslösen oder das Wirtschaftssystem stabilisieren werden.


Anlegern steht heute ein äußerst wichtiger Handelstag bevor. Beginnend um 12:30 GMT werden eine Reihe wichtiger Bekanntgaben gemacht sowie Wirtschaftsindikatoren veröffentlicht. Darüber hinaus werden US-Notenbankchef Ben Bernanke sowie FOCM-Mitglied Donald Kohn ihre Ansprachen zur Lage der US-Wirtschaft halten. Bei ausgesprochen wichtigen Indizes wie den Einzelhandelsumsätzen und dem Erzeugerpreisindex können Anleger von hohen USD-Kursschwankungen im Laufe des gesamten Handelstags ausgehen.

EUR - Eurozonen-Rettungsplan fördert Investitionen

Zuletzt erfuhr der EUR einen recht positiven Trend gegenüber den Hauptwährungen. Anleger vermuten, dass sowohl der europäische als auch der US-Rettungsplan, die krisengeplagten Banken mit Hilfsgeldern zu versorgen, den Märkten dabei helfen wird, aus der Finanzkrise herauszufinden. Der europäische Rettungsplan brachte den verschiedenen europäischen Währungen und insbesondere dem EUR einen bedeutenden Aufschwung. Der EUR konnte sich aus dem Tief der vergangenen Woche, in das die europäische Währung angesichts des starken USD-Aufwärtstrends gelangt war, befreien.

Nach Bekanntgabe der US-Regierung am Dienstag, ihren Bankensektor mit $250 Milliarden zu stärken, folgten die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands diesem Beispiel. Genau auf eine solche direkte Kapitalinfusion hatten Anleger ihre Hoffnung gesetzt. Den Konditionen für eine Kreditvergabe wird schlussendlich wieder Spielraum gelassen. Trotz jüngster Entwicklungen, bleibt die Sorge um eine bevorstehende Rezession groß. Anleger werden erst mit der Zeit erkennen, ob die ergriffenen Maßnahmen, die erhoffte Erleichterung bringen werden.

Trotz der Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 0,5% in der vergangenen Woche, die im Einvernehmen mit den Zinssenkungen weiterer Nationen weltweit stattfand, stehen die Märkte in Erwartung einer erneuten Zinssenkung bis zum Ende des Jahres. Heute sollten EUR-Anleger ihr Augenmerk nicht nur auf die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes richten, sondern ebenso die Bekanntgaben äußerst wichtiger Daten aus den USA verfolgen, die die Entwicklungen der Märkte vornehmlich bestimmen werden.

JPY - Experten erwarten JPY-Anstieg

Jüngsten Spekulationen zufolge, dass der US-Rettungsplan in Höhe von $250 Milliarden eine Rezession des weltweit größten Wirtschaftssystems nicht verhindern könnte, konnte der JPY zum ersten Mal in fünf Tagen gegenüber der amerikanischen Währung an Boden gewinnen. Die bevorstehenden Daten der US-Wirtschaft prognostizieren einen Rückgang der Einzelhandelsumsätze, der um einiges stärker ausfallen soll, als erwartet. Darüber hinaus lassen Stellenverluste und Hypothekenkrise den JPY gegenüber dem USD in seinem Wert zunehmen. Japans Währung profitiert derzeit ebenfalls von fallenden Aktienmärkten, da Anleger nach wie vor wenig Risikobereitschaft zeigen. Insbesondere die stark betroffenen US- und asiatischen Aktienmärkte dämpften das Anlegervertrauen in Vermögenswerte, die höhere Erträge abwerfen.

Der Yen wird derzeit bei 101,35 gehandelt, nachdem er gestern bei 102,07 schloss. Da Japan nicht in dem gleichen Ausmaß wie die USA und Europa unter der Finanzkrise leidet, gilt der JPY derzeit als "sichere" Währung und wird voraussichtlich auch während des heutigen Börsengangs vermehrt gekauft werden. Allein in diesem Monat verbesserte sich die japanische Währung gegenüber dem EUR um 9%. Insgesamt führen die sich verstärkenden Sorgen der Anleger um eine US-Rezession zu vermehrten Yen-Anlagen.

Rohöl - Werden die Rohölpreise auch im Winter weiterhin fallen?

Während die Rohölpreise die Marke von $77,80 nach wie vor nicht durchbrechen konnten, bewegt sich Light Sweet Crude weiterhin innerhalb seiner Tiefstände. Wie lange dieser Trend noch anhalten wird, bleibt ungewiss. Bekanntermaßen spielen USD und US-Wirtschaft hier eine tragende Rolle. Während die Sorge mancher Anleger um eine nicht abzuwendende Rezession auf die Hoffnung der Rettung durch die jüngsten Finanzspritzen trifft, lässt sich eine eindeutige Ausrichtung der Märkte nicht erkennen. Einzige Gewissheit bleibt, dass die aktuelle Marktanspannung, die Nachfrage nach Rohöl gesenkt hat, was im kontinuierlichen Fall des Preises pro Barrel -unabhängig vom Angebot- im Laufe der letzten zwei Wochen zu erkennen ist.
Während sich die Winterjahreszeit der nördlichen Halbkugel nähert, sagen Experten einen typischen Anstieg der Rohölpreise voraus, da die Industrienationen Europas und Nordamerikas damit beginnen, Heizöl für ihre Bevölkerung anzulagern. Angesichts des derzeitigen Nachfragerückgangs, könnten die Rohölpreise jedoch, trotz bevorstehender Wintersaison, weiterhin sinken. Anleger sollten heute verstärkt auf die Veröffentlichung von Wirtschaftsindikatoren aus den USA achten, die die Markttendenzen bestimmen werden.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar unterlag in den vergangenen Tagen Kursschwankungen und wird mittlerweile um die 1,3620-Marke gehandelt. Derzeit verengen sich die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart, was bedeuten könnte, dass eine starke Bewegung bevorsteht. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind abwärts gerichtet, so dass die nächste Bewegung ein Abwärtstrend sein könnte. Anleger sollten einen Durchbruch abwarten, um anschließend dem Markt beizutreten.

GBP/USD

Das Paar wird derzeit innerhalb einer relativ breiten Spanne gehandelt. Die Doji-Formation auf der 4-Stunden-Chart könnte bedeuten, dass eine heftige Entwicklung bevorsteht. Ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic weist darauf hin, dass sich als nächstes eine Abwärtstendenz einstellen könnte. Auch hier sollten Anleger auf den Durchbruch warten und sich danach dem Trend anschließen.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Eine gute Strategie könnte heute sein, deutlichere Signale auf der Stunden-Chart abzuwarten.

USD/CHF

Nachdem dieses Paar die 1,1485-Marke erreicht hat, ist es kontinuierlich gefallen und wird mittlerweile um die 1,1370-Marke gehandelt. Momentan sind alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet. Voraussichtlich wird der Abwärtstrend anhalten. Für heute könnte es richtig sein, zu verkaufen.

Die Wild-Card

EUR/AUD

Auf der Tages-Chart ist nach wie vor eine rückläufige Anordnung zu erkennen. Dies deutet darauf hin, dass das Momentum nach unten gerichtet ist. Der Slow Stochastic ist hoch und bestätigt die Annahme, dass der Trend noch nicht beendet ist. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens lässt sich ein zinsbullisches Kreuz auf der Stunden-Chart erkennen, was wiederum auf eine leichte Korrigierung hindeutet, die vor der Wiederaufnahme des Abwärtstrends stattfinden könnte. Forex -Anleger könnten ihre Gewinne maximieren, indem sie bei Höchstständen verkaufen und sich den aktuellen Abwärtstrend zu Nutze machen.

Aktuelle Zeit: 01/08 12:58 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0812:00GBP+Official Bank Rate2.00%1.50%1.50% 5
13:30USD+Unemployment Claims 492K545K-5
15:00CAD+Ivey PMI40.237.5-4
15:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3

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JapanJapanJPY0.10%
EuropeEuropeEUR2.50%
SwitzerlandSwitzerlandCHF0.50%
GBGreat BritainGBP1.50%
CanadaCanadaCAD1.50%
AustraliaAustraliaAUD4.25%
New ZealandNew ZealandNZD5.00%
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