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Montag, 28 Jul 2008
Amerikas Non-Farm Payrolls stehen bevor - machen Sie sich gefasst.
Die vergangene Handelswoche stellte sich für den USD als solide heraus. Gegenüber den meisten seiner Währungsgegner konnte er seinen Wert steigern. Zu Wochebeginn wurde dabei ein bedeutender Aufwärtstrend des USD aufgrund weiterhin fallender Rohölpreise sowie einer Reihe zinsbullischer Ansprachen seitens der US-Regierung deutlich.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.5795 | 1.9970 | 108.55 | 1.0435 | 0.9645 | 0.7980 |
| 1.5775 | 1.9950 | 108.35 | 1.0415 | 0.9615 | 0.7960 | |
| 1.5745 | 1.9920 | 108.05 | 1.0385 | 0.9585 | 0.7930 | |
| Support | 1.5685 | 1.9860 | 107.45 | 1.0325 | 0.9525 | 0.7870 |
| 1.5655 | 1.9830 | 107.15 | 1.0295 | 0.9495 | 0.7840 | |
| 1.5635 | 1.9810 | 106.95 | 1.0275 | 0.9475 | 0.7820 |
Wirtschafts News
USD - Nach wie vor richtungslos.
Der USD hatte vergangene Woche eine solide Handelswoche zu verzeichnen, als er gegenüber den meisten seiner Währungsgegner seinen Wert steigern konnte. Dabei wurde zu Wochebeginn ein bedeutender Aufwärtstrend des USD deutlich. Sowohl weiterhin fallende Rohölpreise als auch eine Reihe zinsbullischer Ansprachen seitens der US-Regierung waren Mitauslöser dieses wachsenden Dollartrends. Dabei konnte das Rohöl als Hauptbeweggrund für die Marktentwicklungen der letzten Woche angesehen werden, da es bereits in die zweite Woche seines gesetzmäßigen Abwärtstrends eintrat und bis unter die $125-Marke pro Barrel fiel. Bis Dienstag, infolge gehaltener Ansprachen von Finanzminister Paulson und FOMC-Mitglied Plosser vor dem Bankenausschuss des US-Abgeordnetenhaus, gewann der Dollar 250 Punkte gegenüber dem EUR dazu und kletterte auf ein Rekordhoch von 1,5627 innerhalb der letzten zwei Wochen. Letzten Endes unterlag der Dollar bis zum Ende der Woche Kursschwankungen, bevor er am Ende der vergangenen Handelswoche bei 1,5696 gegenüber seinem europäischen Währungsgegner schloss.
Diese Woche sollte für den Dollar von hoher Volatilität geprägt sein, da viele entscheidende Veröffentlichungen anstehen: Das Verbrauchervertrauen, die Änderungen der Arbeitsmarktzahlen ADP NonFarm Employment Change, die Rohölbestände, das Bruttoinlandsprodukt sowie die Arbeitslosenanträge werden dabei die Schlaglichter der US-Nachrichten vor kommendem Freitag bilden, an dem zusätzlich die neugeschaffenen Arbeitsplätze ohne Agrarsektor (Non Farm Payrolls), die Arbeitslosenquote und der ISM Manufacturing Index (vergleichbar mit dem deutschen Ifo) erwartet werden. Bei der Vielzahl der zu erwartetenden Prognosen, sollten Forex-Händler außerdem ihr Augenmerk auf die Entwicklungen der Rohölpreise richten, um die Gangart des Dollars zu bestimmen.
Anleger sollten nicht vergessen, dass diese Woche eine frische Welle an Börsengängen an den US-Aktienmärkten bevorsteht, die die Märkte voraussichtlich in die Höhe treiben werden. Die Wechselwirkung zwischen den Hauptaktienmärkten und dem Dollar ist in den letzten Wochen gestiegen und könnte sich als entscheidend bei der Einschätzung der Wochenentwicklungen erweisen.
Für heute wird US-Notenbankgouverneurs Frederic Mishkin erwartungsgemäß eine Rede in Washington D.C. halten. Da dies das einzige Ereignis ist, das auf dem US-Wirtschaftsplan für heute steht und auch aus dem Rest der Welt wenig Veröffentlichungen erwartet werden, können Anleger davon ausgehen, dass es auf den Märkten heute eher ruhig bleiben wird.
EUR - Zwingen die Grundrechte der Europäischen Union die EZB zur Zinssatzsenkung?
Der EUR erfuhr in den vergangenen zwei Wochen eine große Kehrtwendung, nachdem er gegenüber dem USD und dem JPY Rekordhöhen verzeichnet hatte. Seit Erreichen dieser Rekordmarken hat die Währung der Eurozone an Boden verloren und war bisher nicht in der Lage, diesen Trend umzukehren. Der EUR verlor nahezu 250 Punkte gegenüber dem USD und ca. 100 Punkte gegenüber dem GBP, bevor er bis zum Ende der Woche Kursschwankungen unterlag. Wie bereits vergangene Woche erwartet, trugen die Wirtschaftsveröffentlichungen aus der Eurozone zum Abwärtstrend bei: Frankreichs Verbraucherausgaben, der deutsche Ifo Geschäftserwartungsindex sowie Manufacturing PMI. Diese beiden Nationen, insbesondere Deutschland, spiegeln einen Richtwert für die zu erwartenden Entwicklungen der gesamten Eurozone wieder.
Diese Woche könnten Veröffentlichungen aus der Eurozone Anleger überraschen und die derzeitige Abwärtstendenz des EUR umdrehen. In der anstehenden, von deutschen Nachrichten dominierten Wirtschaftswoche, werden das deutsche Verbrauchervertrauen, der vorläufige deutsche Verbraucherpreisindex, die deutschen Einzelhandelsumsätze sowie die deutschen Arbeitslosenänderungen erwartet. Sollten die Prognosen mit den positiven Erwartungen übereinstimmen, wird es schwer sein, sich vorzustellen, dass der EUR keinen Boden gutmachen wird, es sei denn die Rohölpreise fallen weiterhin. Aus Frankreich und Italien werden ebenfalls für die bevorstehende Woche wichtige Daten erwartet, die dazu beitragen könnten, dass sich die europäischen Wirtschaftnachrichten im Allgemeinen verfestigen.
Für heute steht auf dem europäischen Wirtschaftskalender ein Ereignis an. Das deutsche Verbrauchervertrauen fiel in diesem Monat und brachte ein Ergebnis von 2,1 hervor, das schlechter als erwartet ausfiel. Abgesehen von diesem Indikator sollten Anleger auf die Aktienmärkte und insbesondere auf die Ölpreise achten, da diese sich zur Zeit als passendste Anzeige für die Entwicklung der europäischen Währung herausstellen.
JPY - Es dreht sich nach wie vor um “Carry Trades“.
Der Yen beendete die vergangene Handelswoche mit gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Die japanische Währung verlor gegenüber dem USD nahezu 100 Punkte und schloss in der letzten Handelswoche bei 107,87. Genenüber dem GBP verlor er ca. 110 Punkte als das Paar bei 214,73 notierte. In der letzten Woche waren die Erwartungen hoch, dass einige Indikatoren, darunter der Tokio-Kern-Verbraucherpreisindex, der Nationale Kern- Verbraucherpreisindex sowie der CSPI dem JPY verhelfen würden, sich von selbst zu entwickeln, doch eine Reihe unveränderter Ergebnisse übergab die Preisentwicklungen des Yen in die Obhut außenstehender Quellen.
In dieser Woche werden aus Japan um so mehr Indikatoren auf dem Wirtschaftskalender erwartet, die wahrscheinlich zur Volatilität des Yen beitragen werden. Die Einzelhandelsumsätze, die vorläufigen Industrieproduktionen und die durchschnittlichen Cash-Earnings werden alle erwartungsgemäß leichte Verluste verzeichnen. Einhergehend mit zinsbullischen USD- bzw. EUR-Nachrichten, könnten die dringend benötigten Yen-Punkte weiterhin reduzieren.
Heute könnten lokale Nachrichten zu Kursschwankungen des JPY beitragen. Erwartet werden die Gesamthaushaltausgaben, die Arbeitslosenquote und die Einzelhandelsumsätze. Die Zahlen werden voraussichtlich negativ ausfallen und den JPY weiter in Richtung Abwärtstrend lenken. Forex-Anleger sollten in Erwägung ziehen, den JPY heute zu verkaufen.
Rohöl - Wann wird das 2-Monatstief gebrochen werden?
Das Rohöl wird augenblicklich unweit eines Rekordtiefs von sieben Wochen bei $123,50 pro Barrel gehandelt. Der Hauptgrund für das Fortbestehen des Abwärtstrends ist höchstwahrscheinlich der OPEC-Entscheid, die Ölfördermenge um 200.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Die Organisation erdölexportierender Länder, die etwa 40% der weltweiten Ölproduktion fördert, hat es geschafft, die Rohölpreiserhöhung zu stoppen.
Eine weiterer Grund, der zu den rutschenden Ölpreisen führte, war ein anscheinender Umbruch in der US-Außenpolitik. Die US-amerikanische Haltung wird mittlerweile als weniger aggressiv gegenüber dem Iran angesehen, mit der Absicht, eine militärische Auseinandersetzung zu vermeiden. Dies führte ebenso dazu bei, Anleger in Hinsicht auf einen weiteren gewaltsamen Abschnitt im Nahen Osten, zu beruhigen.
Nachdem die Ölpreise um ca. $24 pro Barrel innerhalb zwei Wochen gefallen sind, werden keine Zeichen einer grundlegende Änderung erkennbar. Es wird weitgehend erwartet, dass die Ölpreise weiterhin fallen werden.
Technische News
EUR/USD
Nach dem letzten Abwärtstrend hat sich dieses Paar bereits seit einer ganzen Weile um die 1,5700-Marke konsolidiert. Die Stunden-Charts zeigen rückwärtige Signale und deuten darauf hin, dass die Wiederherstellung eines Mometum mit Tendenz fallend, fällig ist. Hier scheint Kaufen die richtige Strategie für heute zu sein.
GBP/USD
Dieses Paar unterliegt seit einiger Zeit Kursschwankungen, die in keine eindeutige Richtung weisen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemsichte Signale aus. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen ebenfalls keine deutliche Richtung erkennen. Anleger sollten vorzugsweise auf eindeutigere Signale auf den Stunden-Charts warten.
USD/JPY
Auf der Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche zinsbullische Handelsspanne heraus und dieses Paar schwankt nun an deren oberen Grenze. Dennoch hatte der RSI der Stunden-Chart seinen Höhepunkt im „überkauften“ Bereich erreicht, bevor er seither fällt und darauf hindeutet, dass ein Abwärtstrend bevorsteht. Ein rückwärtiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Entwicklung. Eine gute Strategie könnte hier lauten: Mit eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/CHF
Während der letzten Tage schwankte dieses Paar um die 1,0350, ohne sichtbaren Durchbruch. Mittlerweile zeichnen sich jedoch neue Signale für einen Abwärtstrend, inform eines rückläufigen Kreuzes des Slow Stochastic, sowohl auf der Tages- als auch auf der 4-Stunden-Chart, ab. Anleger sollten eventuell auf einen Durchbruch warten, um dann einzusteigen.
Die Wild-Card
EUR/AUD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Aufwärtstrends. Nachdem sich auf der 4-Stunden-Chart eine „w-förmige“ Entwicklung herausgebildet hat, wird erkennbar, dass diese Aufwärtstendenz noch Potential in sich trägt. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, in einen viel versprechenden Trend einzusteigen
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | 39.1 | ![]() | |
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | -47B | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() | |
| 12:00 | CAD | Employment Change | -70.6K | -21.0K | - | ![]() | ||
| 12:00 | CAD | Unemployment Rate | 6.3% | 6.5% | - | ![]() | ||
| 13:15 | CAD | Housing Starts | 172K | 175K | - | ![]() |


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