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Monday, 27 Apr 2009
Angst vor mexikanischer Schweinegrippe belastet US-Dollar
Der USD fiel am Montag Morgen auf ein Monatstief gegen den Yen. Aus Furcht vor einer Ausbreitung der sich verbreitenden Schweinegrippe aus Mexiko investierten Anleger in Währungen wie den japanischen Yen und den Schweizer Franken, die momentan als vergleichsweise sicher angesehen werden. Die Rohölpreise wurden bis nahe der $50 Barrel-Marke gedrückt. Händler befürchten, dass sich die Schweinegrippe als Epidemie entpuppen und der globalen Wirtschaft erneut einen heftigen Schlag versetzen könnte.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3230 | 1.4670 | 97.35 | 1.1492 | 0.7183 | 0.9060 |
| 1.3210 | 1.4644 | 97.10 | 1.1478 | 0.7165 | 0.9043 | |
| 1.3185 | 1.4628 | 96.82 | 1.1455 | 0.7142 | 0.9027 | |
| Support | 1.3154 | 1.4588 | 96.60 | 1.1420 | 0.7126 | 0.9005 |
| 1.3132 | 1.4569 | 96.45 | 1.1408 | 0.7115 | 0.8978 | |
| 1.3115 | 1.4547 | 96.28 | 1.1389 | 0.7100 | 0.8954 |
Wirtschafts News
USD - Schweinegrippe übt Druck auf USD und die Tourismusbranche aus
Zum Ende der vergangenen Handelswoche verlor der US-Dollar gegenüber den übrigen Hauptwährungen an Boden. Dabei erreichte die US-amerikanische Währung ein neues Wochentief und rutschte am letzten Freitag bis auf 1,3300 gegen den EUR, auf 1,4750 zum Britischen Pfund sowie bis auf 96,65 gegenüber dem JPY ab. Allem Anschein nach nahm in der vergangenen Woche eine Reihe von Ereignissen, die nicht unmittelbar konjunkturell in Beziehung standen, ihren Einfluss auf den Wert des USD.
Nachdem Ekuador jedoch verkündete, dass das Land den USD weiterhin als Währung verwenden will, holte der USD im Handelsverlauf wieder deutlich auf. Diese Unterstützung ergab sich für die US-amerikanische Währung nach der ersten Lateinamerika-Reise von US-Präsident Barack Obama nicht.
Größten Einfluss auf den USD nahm jedoch die Sorge vor einem Ausbruch der Schweinegrippe. Die US-Börse steht leicht unter Druck und Händler mutmaßen, dass der Tourismus in die USA als Ergebnis dessen in den kommenden Monaten nachlassen könnte. Somit lagerten die Marktteilnehmer ihre Dollar-Investitionen zunächst auf sichere Alternativen um.
Insgesamt brachte der Auftakt zur letzten Runde der Tagungen der G7 sowie des IMF den Börsen weltweit eine positive Bewegung. Die sieben größten Industrienationen sähen erste Anzeichen von Stabilität für die Weltwirtschaft, hieß es.
Seit den frühen Handelsstunden holte der USD im weiteren Tagesverlauf wieder deutlich auf. Dies lässt sich unter anderem auf die jüngsten Angaben des Autokonzerns Chrysler zurückzuführen, der im Kampf gegen eine drohende Insolvenz, eine vorläufige Einigung mit der kanadischen Autogewerkschaft CAW erzielte und sich auf Einschnitte bei den Löhnen einigte. Dies brachte US-Händlern wieder Zuversicht. In der bevorstehenden Woche, die erwartungsgemäß von Wirtschaftveröffentlichungen aus Europa und Asien geprägt sein wird, wird der USD überwiegend von seinen Währungspaaren EUR und JPY beeinflusst werden. Nur wenige Berichte aus den USA stehen auf der Agenda, für die es jedoch bereits negative Prognosen gibt. Somit könnte der USD zurück bis auf die 1,3000-Marke gegen den EUR und auf 97,50 gegen den Yen klettern.
EUR - EUR gestärkt nach positiven Einkaufsmanagerindex- und ifo-Ergebnissen
Der EUR erreichte in der vergangenen Woche ein beständiges Momentum gegenüber einem Großteil seiner Währungsrivalen. Bei neuen Höchstständen erreichte der EUR bis über 1,3300 gegenüber dem Dollar und nahe der 0,9100-Marke zum Pfund Sterling. Es wird sich jedoch zeigen, ob sich die Währung der 16 Nationen auch in dieser Woche durchsetzen kann.
Überraschende Nachrichten aus der Eurozone traten in Erscheinung als verkündet wurde, dass Island auf den EU-Beitritt zusteuert. Erst im vergangenen Oktober befand sich das Land nahe dem Staatsbankrott und benötigte einen Kredit des Internationalen Währungsfond.
Erstaunlich gute Ergebnisse für den deutschen Einkaufsmangerindex brachten dem EUR zum Wochenende einen deutlichen Aufschwung und trugen einen Großteil zum zinsbullischen Trend des EUR bei. Darüber hinaus stützte ein über den Erwartungen stehender ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland das Aufwärtsmomentum und signalisierte, dass die Eurozone tatsächlich am Anfang ihrer Erholung stehen könnte.
Sollte sich der positive Datentrend innerhalb der Eurozone auch in dieser Woche fortsetzen, bleibt der EUR voraussichtlich stark. Dennoch ist dieser Optimismus mit Vorsicht zu genießen. Der Kampf gegen den globalen Wirtschaftabschwung bleibt vorerst Hauptaufgabe der Wirtschaftsnationen. Dies könnte dem EUR den Wind aus den Segeln nehmen. EUR-Anleger sollte in dieser Woche auf eine eventuelle Abwärtskorrektur der europäischen Währung achten.
JPY - Jüngste Kursgewinne des JPY wieder rückläufig
Allen Prognosen nach sollte Japans Yen seinen Aufwärtstrend in dieser Woche fortsetzen, nachdem die asiatische Währung gegenüber einem Großteil ihrer Währungsgegner, insbesondere zum USD, in der vergangenen Woche kontinuierlich Boden gutmachte. Nachdem der Nikkei Index jedoch nach anfänglichen Gewinnen zum Wochenstart ins Minus rutschte, beendeten Anleger ihre angeblich so "sicheren" JPY-Investitionen abrupt. Angesichts deutlich gesenkter Konjunkturprognosen seitens Japans Regierung und eines durchwachsenen japanischen Aktienmarkts, kletterte der JPY gegen den USD bis auf 96,65 sowie auf 127,50 zum EUR. JPY-Anleger sollten die Entwicklungen des JPY am heutigen Handelstag nicht aus den Augen verlieren.
Zunächst schichteten die Marktteilnehmer ihre USD-Anlagen zwar infolge der Nachricht über die Schweinegrippe aus Mexiko in JPY um. Dennoch scheint der JPY seine erst kürzlich erreichten Kursgewinne wieder einzubüßen. Japans Aktienmärkte weisen deutlich auf einen Mangel an Zuversicht in die japanische Währung hin. In den nächsten Tagen werden JPY-Händler einen eventuellen Wertrückgang des Yen gegenüber seinen Kurspaaren beobachten, der sich insbesondere in Erwartung einiger wichtiger Wirtschaftsdaten in dieser Woche einstellen und ein Licht auf die noch vorherrschende Wirtschaftsschwäche des Inselstaates werfen könnte.
Rohöl - Plant die OPEC weitere Produktionskürzungen?
Nachdem die Rohölpreise die Widerstandsmarke von $52 pro Barrel in der vergangenen Woche nicht überwinden konnten, scheint sich ein Abwärtstrend für den Rohstoff eingestellt zu haben. Einige Ölminister der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatten zuvor geäußert, dass sich die jüngsten Preisschwankungen negativ auf die Ölindustrie auswirkten. Volatile Preise wie in den vergangenen 8 Monaten zu beobachten, könnten in einer Industrie, die Auslandsinvestitionen stark benötige, Schäden ausrichten, die nicht wieder gutzumachen wären.
Die Mitglieder der OPEC sind der Ansicht, dass ein internationaler Ölpreis in Höhe von $70 pro Barrel verhältnismäßig rational sei. Dadurch könnten die Förderländer entsprechende Einnahmen erhalten und diese in die Erdölgewinnung und in die Förderung investieren. Sollten die Rohölpreise in den kommenden Wochen keine Unterstützung finden, könnte sich das Ölkartell erneut gezwungen sehen, Produktionskürzungen vorzunehmen, um die Preise anzutreiben. Anleger sollten Stellungnahmen der OPEC in dieser Woche gut im Auge behalten. Sollte die Fördermenge ein weiteres Mal herabgesetzt werden, werden die Rohölpreise voraussichtlich steigen.
Technische News
EUR/USD
Slow Stochastic und RSI der Tages-Chart deuten auf ein Fortbestehen der derzeitigen Abwärtskorrektur hin. Gleichzeitig bildet sich eine deutlich erkennbare rückläufige Handelsspanne auf der Stunden-Chart. Außerdem sind alle Indikatoren der 4-Stunden-Chart derzeit abwärts gerichtet. Verkaufen könnte die richtige Strategie für heute sein.
GBP/USD
Nachdem für GBP/USD am Donnerstag eine leicht zinsbullische Korrektur zu beobachten war, hat sich der generelle Abwärtstrend dieses Paares wieder eingestellt. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich nun um die 50-Marke und verdeutlicht somit, dass das Abwärtsmomentum weiteres Potenzial in sich trägt. Eine gute Entscheidung für heute könnte lauten: Verkaufen.
USD/JPY
Der heftige Abwärtstrend, der in den letzten Tagen zu beobachten war, scheint weiteres Potenzial in sich zu tragen. Der RSI der Stunden-Chart hat die 40-Marke überwunden, was bedeuten könnte, dass USD/JPY weiter fallen wird. Auch die rückläufige Bewegung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Der nächste Richtpreis könnte bei 96,20 liegen.
USD/CHF
Unsere Empfehlung lautet: Kaufen Sie bei 1,139 mit Fokus auf 1,1475 und 1,15 Erweiterung. Alternatives Szenario: Bei einem Preis unter 1,1385 mit Fokus auf 1,135 und 1,1305 setzen. Derzeit ist der RSI zinsbullisch und das Kurspaar bewegt sich bei zinsbullischen Tendenzen auf den Charts. Die nächsten Widerstandslevel könnten überwunden werden. Pivot: 1,1385.
Die Wild-Card
Rohöl
Das Momentum, das sich nach dem Durchbruch des unteren Handelsbereichs auf der Stunden-Chart ergeben hat, gewinnt an Intensität. Auch die 4-Stunden-Chart bestätigt eine anhaltende rückläufige Neigung, was
Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten könnte, bei diesem Trend einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | - | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



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