close
| |

Thursday, 23 Apr 2009

Anleger erwarten einen Tag bedeutsamer Nachrichten für den Devisenhandel

Im Vorfeld des heutigen Handelstages mit einer ungewöhnlich hohen Zahl an Veröffentlichungen aus Großbritannien, der Eurozone und den USA, gerieten Händler in einen regelrechten Investitionsrausch. Viele Marktteilnehmer wissen, dass sich ihre Handelsbilanz an einem solch geschäftsträchtigen Tag nahezu verdoppeln kann. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Menge von Daten aus dem Produktionsgewerbe in Frankreich und Deutschland geschenkt werden, die zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr WEZ veröffentlicht werden. Nicht zu vergessen sei ebenfalls der Bericht der Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung aus den USA um 14:30 Uhr WEZ. Werden auch Sie für sich einen Vorteil aus der bevorstehenden Volatilität der Märkte nutzen können?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupdown
Wochentendenznodowndownnodownup
Resistance1.31001.462598.751.17000.71500.9050
1.30751.460098.501.16750.71250.9025
1.30501.457598.251.16500.71000.8990
Support1.29901.450097.751.16000.70500.8925
1.29701.447597.501.15750.70250.8900
1.29351.445097.251.15500.70000.8875

Wirtschafts News

USD - US-Dollarkurs schwankt aufgrund Sorge um US-Banken

Am Mittwoch erlebte der Dollar einen volatilen Handelstag. Verschiedene Faktoren nahmen dabei Einfluss auf den Schlusssatz des Dollars gegenüber seinen Währungspaaren. Größter Einflussfaktor war dabei wieder einmal die Sorge um US-Großbank Morgan Stanley und die Ergebnisse der Konkurrenz Wells Fargo. Zunächst wurden die Aktienmärkte der Bank von einem unerwartet hohen Quartalsverlust im Handelsverlauf zeitweilig ins Minus gedrückt. Die Marktteilnehmer reagierten vorerst bestürzt. Noch im vergangenen Quartal schrieb Morgan Stanley positive Zahlen. Der US-Immobilienmarkt veröffentlichte am Mittwoch erneut beeindruckende Zahlen.

Der Dollar stieg um solide 160 Punkte gegenüber dem Britischen Pfund, nachdem sich Investoren umorientierten und ihr Geld vorzugsweise in Aktien anlegten, als auf das Pfund Sterling zu setzen. Das Währungspaar beendete den Handelstag bei 144,60. Zum JPY rutschte der USD um 50 Punkte auf 97,62 ab. Diese Entwicklung konnte beobachtet werden, nachdem Händler die Nachricht ereilte, dass der japanische Finanzsektor von der Wirtschaftskrise schlussendlich nur begrenzt betroffen und der Konjunkturrückgang bereits größtenteils überwunden sei. Gegenüber dem EUR stürzte der Dollar um 40 Punkte. In Europa holten die Finanzwerte gestern auf. Dies kennzeichnete den Ausklang der Verlustphase des EUR gegenüber dem USD.

Für den heutigen Handelstag ist ein starker US-Dollar zu erwarten, da Großbritannien und Europa nach wie vor durch die wiedergekehrte Unsicherheit im US-Bankensektor unter Druck sind. Beide Länder zeigten sich bereits seit Beginn der Finanzkrise äußerst anfällig für negative Finanzdaten aus den USA. Weitere wichtige Ergebnisse werden heute im Tagesverlauf veröffentlicht, die den Kurs des USD mitbestimmen werden. Die bedeutendsten unter ihnen sind die bereits erwähnten wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 14:30 Uhr WEZ sowie der Verkauf bestehender Häuser in den USA des Monats März um 16:00 Uhr WEZ. Sollten die Wirtschaftsdaten weiterhin negativ ausfallen, könnte sich der USD dementsprechend anpassen.

EUR - Pfund geht stark zurück, während Aktienindizes steigen

Während des gestrigen Handelstages schwächte sich das Pfund Sterling stark ab, während die Aktien wichtiger Großbanken in Großbritannien und der Eurozone stiegen. Die Gewinne des Londoner FTSE, des DAX sowie des Pariser CAC 40 wurden von den Entwicklungen der Geldinstitute gelenkt. Dies war am deutlichsten bei britischen und europäischen Großbanken wie HSBC, Barclays, Lloyds und die Deutsche Bank zu erkennen. Auch die Aussage des US-Finanzministers Timothy Geithner stützte die Finanzwerte. Gleichzeitig stellte Finanzminister Alistair Darling Großbritanniens Haushalt vor. Das Vereinigte Königreich will die schwere Rezession mit einer historischen Neuverschuldung bekämpfen. Dabei sagte Darling für 2009 ein negatives Wachstum voraus. Der Haushalt sieht eine massive Neuverschuldung von annährend 200 Milliarden Euro vor.

Anleger haben dem Pfund Sterling infolge dessen bereits den Rücken zugewandt. Dies konnte gestern deutlich beobachtet werden, als die britische Währung heftige Verluste verbuchen musste. Sie fiel beispielsweise um gewaltige 230 Punkte gegenüber dem japanischen Yen und schloss letztendlich bei 141,26. Gegenüber dem EUR stürzte das Pfund um 150 Punkte. EUR/GBP erholte sich jedoch wieder, nachdem die Eurozone einige positive Daten veröffentlichen konnte. Das Paar GBP/USD rutschte bis Handelsschluss um über 230 Punkte auf 141,21 ab. Ganz offensichtlich fürchten Marktteilnehmer die zunehmende Neuverschuldung der britischen Wirtschaft und verlagern ihre Investitionen derzeit auf den sicheren US-Dollar.

Für heute erwarten die Experten eine Fortsetzung der Kursverluste für das Pfund Sterling. Wichtigste Veröffentlichung aus Großbritannien ist die Umfrage zur Industrieproduktion des Monats April (Confederation of British Industry - CBI) um 12:00 Uhr. Ferner wird der Kurswert des Pfund Sterling von Daten aus der Eurozone und den USA beeinflusst werden - darunter unterschiedliche Zahlen aus der Herstellungsindustrie Frankreichs und Deutschlands sowie der Verkauf bestehender Häuser in den USA am späteren Nachmittag. Zu weiteren Einflussfaktoren könnten ebenso überraschende Aussagen von US-Finanzministers Timothy Geithner und Großbritanniens Premierminister Gordon Brown werden.

JPY - Yen weiterhin auf aufsteigendem Ast

Während des gestrigen Handelstages verbuchte der Yen Gewinne gegenüber einem Großteil seiner Währungspaare. JPY gilt derzeit als sichere Anlage. Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar zu später Handelsstunde am Mittwoch waren überwiegend auf die voller Spannung erwarteten Ergebnisse des Stresstests zurückzuführen. Anleger befürchten, dass die Obama-Regierung große Verluste für den US-Bankensektor veröffentlichen könnte. USD/JPY verlor rund 50 Punkte und erreichte die 97,62-Marke. Gegenüber dem Pfund legte der JPY beeindruckend zu und notierte mit plus 230 Punkten bei 141,21. Dies war zu beobachten, nachdem Berichten zufolge deutlich wurde, dass Großbritanniens Wirtschaft zum dritten Quartal infolge geschrumpft sei. Zum EUR jedoch rutschte der Yen um 10 Punkte auf 126,91 ab.

Insgesamt scheint sich der Yen auf wackligen Füßen zu befinden. Auch Japans Währung leidet unter der aktuellen Ungewissheit der Finanzwelt. Gerade als sich die Wogen zu glätten scheinen, legt die Obama-Reigerung den US-Banken neue Steine in den Weg, die neue Verluste ans Tageslicht bringen könnten. Hier könnte sich in Japan neuer Pessimismus entfalten. Auf die Devisenmärkte bezogen, kann der Yen jedoch im Regelfall nur von seinem Safe-Haven-Status profitieren. Dies widerspricht allerdings den Vorstellungen der japanischen Regierung sowie der Bank of Japan (BoJ), die einen schwachen Yen bevorzugen, um die Erholung Japans Wirtschaft durch einen gesteigerten Export vorantreiben wollen.

Rohöl - Rohölpreise pendeln sich um $48,50 ein

Die Rohölpreise rutschen gestern leicht ab, nachdem die Zahl der Rohöllagerbestände in den USA unerwartet gestiegen war. Der Preis für das schwarze Gold verlor nahezu 30 Punkte und schloss bei $48,43 pro Barrel. Die Marktteilnehmer hatten stärkere Verluste für Rohöl erwartet. Da die Aktienmärkte jedoch gestern fester schlossen, profitierten auch die Rohstoffe letzten Endes. Rohöl scheint seine Balance derzeit gefunden zu haben: die Preise sind bereits seit 3 Wochen nicht mehr unter die $48-Marke gefallen.

Die Rohölpreise könnten in den kommenden Wochen lediglich steigen, sollte eine ganze Reihe positiver Wirtschaftsdaten der größten Wirtschaftsnationen veröffentlichte werden. Ein Großteil der Marktteilnehmer ist sich jedoch darüber im Klaren, dass eine vollständige Erholung des globalen Wirtschaftsmarktes vor Mitte 2010 nicht einsetzen wird. Mittel- und kurzfristig bleibt für die Rohölpreise zunächst Spielraum, die, in Abhängigkeit vom Bedarf, bis auf $60 pro Barrel klettern könnten.

Technische News

EUR/USD

Nachdem dieses Paar aus seinem jüngsten Schwankungsbereich ausbrechen konnte, könnte sich endlich eine neue Handelsspanne für EUR/USD ergeben. Nach dem gestrigen Aufwärtstrend, ist das Paar wieder etwas abgeschwächt. Die Oszillatoren geben neutrale Signale aus. Dennoch ist ein leicht zinsbullisches Cross auf der Tages-Chart zu erkennen, das auf eine weitere Aufwärtsbewegung hindeutet. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart, dass ein Abwärtstrend unmittelbar bevorstehen könnte. Auf der anderen Seite deutet ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart darauf hin, dass sich langfristig ein zinsbullischer Trend durchsetzen könnte. Wir empfehlen: Warten Sie, bis die Abwärtskorrektion beendet ist. Anschließend zu kaufen, könnte hier die richtige Entscheidung sein.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt aktuell hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich dieses Paar kürzlich im "überkauftem" Bereich bewegte. Dies könnte ein Zeichen für eine Aufwärtskorrigierung im weiteren Tagesverlauf bedeuten. Eine gute Strategie könnte heute lauten: innerhalb der Kursspanne handeln, bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen.

USD/CHF

Die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Dennoch befinden sich alle Oszillatoren derzeit im neutralen Bereich, während die Tages-Chart verdeutlicht, dass sich für USD/CHF Kursschwankungen innerhalb einer zinsbullischen Handelsspanne einstellen könnten. Eine gute Wahl für heute könnte auch hier lauten: bei Niedrigständen zu kaufen, bei Höchstständen zu verkaufen und das innerhalb der Handelsspanne.

Die Wild-Card

USD/SEK

Aktuell bewegt sich der Kurs dieses Paares im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine Aufwärtsausrichtung gedeutet werden. Auch das jüngste rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Forex -Anleger könnten von diesem bevorstehenden Aufwärtstrend profitieren, indem sie bis zum Ende dieser Tendenz frühzeitig auf steigende Kurse setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 07:08 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen