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Monday, 19 Dec 2011

Arbeitsame Weihnachtsfeiertage

Während die Weihnachtsfeiertage näher rücken verringert sich normalerweise die Liquidität, weil Trading Desks dann für gewöhnlich nur mit einer Notbesetzung operieren. Da sich die europäische Schuldenkrise jedoch immer mehr zuspitzt werden sich Händler kaum von ihren Trading Terminals fortbewegen. Der Kursrückgang der EUR/USD-Paarung der vergangenen Woche unter einige wichtige technische Werte dürfte ausschlaggebend gewesen sein.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupnodown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.32751.5890 80.201.11651.04500.8660
1.31401.577579.50 1.00601.03400.8620
1.30801.555078.300.97401.00500.8450
Support1.28701.541077.50 0.93400.97800.8400
1.26651.527076.550.9065 0.96600.8355
1.25801.510075.560.87600.93850.8300

Wirtschafts News

USD - Arbeitsame Weihnachtsfeiertage

Während die Weihnachtsfeiertage näher rücken verringert sich normalerweise die Liquidität an den Devisenmärkten, weil Trading Desks dann für gewöhnlich nur mit einer Notbesetzung operieren. Dieses Jahr fällt Weihnachten auf einen Sonntag, was viele Händler davon abhalten dürfte ihre Trading Terminals zu verlassen um Zeit mit ihren Familien zu verbringen. Da sich die europäische Schuldenkrise immer mehr zuspitzt werden sich Händler in den letzten beiden Wochen dieses Jahres kaum von ihren Trading Terminals fortbewegen.

In den kommenden zwei Wochen sind kaum nennenswerte US Wirtschaftspublikationen zu erwarten. Das dürfte sich negative auf die Stimmungslage an den Märkten auswirken, da es in den letzten beiden Monaten zu einem positiven Umschwung bei den US Wirtschaftsdaten gekommen ist. Das war einer der wenigen Lichtblicke bei den finanziellen Schlagzeilen. Der starke Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia verdeutlicht diesen Umschwung bei den Wirtschaftsdaten, da er sich nun auf dem höchsten Stand seit April zeigt.

Das Statement des Offenmarktausschuss hob zwar diese positiven Daten hervor, dennoch blieb er bei seinem Standard-Statement hinsichtlich weiterer Lockerungen der Geldmarktpolitik: „Der Ausschuss wird regelmäßig Umfang und Zusammensetzung der Wertpapierbestände überprüfen und diese, falls nötig, auch anpassen.“

Die verringerte Liquidität an den Märkten könnte zur Folge haben, dass sich die gegenwärtigen Devisentrends weiter fortsetzen. Da die EUR/USD-Paarung unterhalb des Oktober-Tiefs, wie auch unter der 61% Rückführung vom Tief in 2010 zum Hoch in 2011 eingekommen ist, könnte das Paar weitere Verkäufe in Richtung des Tiefs von 2011 bei 1,2870 erfahren.

EUR - Der EUR müht sich ab, wird aber noch unterstützt

Trotz des allgemeinen Rückgangs in der ersten Hälfte der vergangenen Woche gewinnt der EUR weiterhin an Unterstützung. Allerdings dürfte sich diese Unterstützung als kurzlebig erweisen. Die europäische Wirtschaft lässt nach, wie sich an den schwachen Industrieproduktionsdaten zeigt, wie auch an den Einkaufsmanagerindexen unter dem Wert von 50. Es sollte jedoch bedacht werden, dass die deutschen Einkaufsmanagerindex-Daten immer noch recht robust sind. Eingedenk der Tatsache, dass europäische Führungskräfte verschärfte Sparmaßnahmen umzusetzen gedenken um der Schuldenkrise zu begegnen (Italien diskutiert derzeit Einsparungen in der Größenordnung von EUR 33 Mrd.), könnte das Wachstum weiter nachlassen, während die Wirtschaft Europas mehr und mehr in eine Rezession abrutscht. Das dürfte wahrscheinlich den Druck auf die EZB erhöhen kurzfristig geldmarktpolitsche Erleichterungen vorzunehmen, was sich negativ auf den EUR auswirken wird.

Die EUR/GBP-Paarung hatte einen kräftigen Rückgang zu verzeichnen und versucht sich derzeit an der Trendlinie der Tiefs in 2008 und 2010. Bei einem Abfall unter diese Unterstützung könnte sich weitere Unterstützung beim Tief von 2010 bei 0,8285 finden.

JPY - Keine Erleichterung für den JPY

Seit der letzten Regierungs-Intervention handelte die USD/JPY-Paarung in einer sehr begrenzten Handelsspanne, während die EUR/JPY-Paarung sich weniger kooperativ zeigte. Da sich für die europäische Schuldenkrise kein Ende abzeichnet dürfte der JPY sehr wahrscheinlich seinen Safe-Hafen-Status erhöhen können. Da der Goldpreis vergangene Woche um 7% gesunken ist, sind in diesen Tagen die einzigen echten Safe-Hafen-Anlagen der USD und der JPY. Folglich könnte der JPY weiterhin Stärke beweisen, da es auch um die Risikofreudigkeit schwach bestellt ist. Während die USD/JPY-Paarung auf Kosten der Stärke des USD sich weiterhin aufwärts in Richtung der abfallenden Trendlinie in 2007 bewegt, nähert sich die EUR/JPY-Paarung langsam dem Oktober-Tief von 100,75.

Gold - Goldpreis sinkt unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt

Zum ersten Mal seit Anfang 2009 sank der Goldpreis unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt wird von vielen Chartisten als wichtiger technischer Indikator erachtet. Nicht wenige haben ein Ende des langzeitigen Aufwärtstrends erhofft, fanden dann aber ihre Hoffnung aufgrund der neuerlichen Schwäche des USD zurückgewiesen. Während der kurzzeitige Trend zum Stillstand gekommen ist werden weiter Anleihen-Aufkäufe durch die US Notenbank (QE3) sehr wahrscheinlich die Nachfrage nach Gold erhöhen und die nach dem USD senken.


Technische News

EUR/USD

Auf Wochenbasis hat die EUR/USD-Paarung einige wichtige technische Grenzen überschritten und kam unterhalb der steigenden Trendlinie von den Januar- und Oktober-Tiefs zum Börsenschluss. Der wöchentliche Schlusskurs von 1,3045 entsprach auch der 61% Fibonacci Rückführung des Aufwärtstrends in 2010 - 2011. Da die Paarung beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich derzeit im überverkauften Bereich bewegt, besteht auf dem Monats-Chart noch Spielraum für einen Abschwung. Kurzfristige Unterstützung findet sich beim Januar-Tief von 1,2870, mit zusätzlicher Unterstützung bei 1,2665 von den Tiefs in 2008 und 2010. Widerstand findet sich wieder bei 1,3145 und dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3275, gefolgt vom Dezember-Hoch von 1,3550.

GBP/USD

Das Pfund Sterling wurde durchweg zu früheren Widerstandswerten verkauft, und bei sinkendem Slow Stochastic auf den Wochen- und Monats-Charts könnte diese Strategie auch weiterhin bestehen. Erster Widerstand findet sich beim Freitags-Hoch von 1,5560 und die Paarung dürfte noch Spielraum in der Spanne zwischen dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,5470 und dem Tief von Ende November bei 1,5775 finden. Ein jeglicher Aufschwung könnte bei 1,5890, der von den August- und Oktober-Hochs abfallenden Trendlinie, gedeckelt werden. Der Test für Sterling-Shorts findet sich beim Oktober-Tief von 1,5270. Bei einem Durchbruch hier findet sich Unterstützung bei der von der vom Januar-Tief in 2009 abstammenden Trendlinie von 1,5100.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung greift über ihre Trendlinie des Hochs in 2007, welches bei 78,30 liegt. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und Monats-Chart weist aufwärts, und ein Durchbruch oberhalb der Trendlinie dürfte das Post-Interventions-Hoch von 79,50 und das August-Hoch von 80,20 freilegen. Sollte es zu keinem Börsenschluss kommen, der erheblich über der Trendlinie liegt, dürfte die USD/JPY-Paarung sich am Dezember-Tief von 77,50 und dem November-Tief von 76,55 versuchen.


USD/CHF


Der Durchbruch der vergangenen Woche über dem Widerstandswert von 0,9330 öffnet die Tür zum diesjährigen Jahres-Hoch von 0,9782 sowie dem Dezember-Hoch von 1,0065. Die von der Trendlinie in 2003 abfallende Trendlinie liegt bei 1,1165 und dürfte ein langfristiger Widerstandswert sein. Andererseits findet sich jetzt Unterstützung bei 0,9330, gefolgt vom Tief von Ende November bei 0,9065 und dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8925.

Die Wild-Card

AUD/NZD

Nach mehreren Fehlversuchen oberhalb von 1,3265, der 61% Fibonacci Rückführung der März-August-Bewegung, zum Börsenschluss zu kommen verzeichnete die AUD/NZD-Paarung zu Wochenbeginn einen Kurseinbruch. Forex-Händler sollten beachten, dass sich erste wichtige Unterstützung beim November-Tief von 1,2930 findet, gefolgt vom September-Hoch von 1,2830. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:14 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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