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Friday, 1 Apr 2011

Arbeitsmarktbericht wird voraussichtlich verbesserte US Konjunkturlage aufzeigen

Es wird erwartet, dass der heutige Arbeitsmarktbericht sowie der ISM Einkaufsmangerindex des verarbeitenden Gewerbes eine weitere Verbesserung der US Konjunkturlage aufzeigen werden. Mit zunehmender Risikofreudigkeit sind die Rohstoffpreise kräftig angestiegen, was besonders der australischen und kanadischen Währung zugute kam.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnoupupupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.44081.633984.310.93091.04630.8975
1.42911.620483.640.92381.04000.8898
1.42321.612283.410.92091.03650.8866
Support1.41151.598682.750.91381.03020.8789
1.40561.593382.320.90961.02740.8743
1.39391.579881.660.90251.02110.8666

Wirtschafts News

USD - Arbeitsmarktbericht wird voraussichtlich verbesserte US Konjunkturlage aufzeigen

Nach der Veröffentlichung von schlechter als erwarteten Wirtschaftsdaten glich der Dollar beim New Yorker Börsengang seine Kursverluste aus. Nach einer ganzen Reihe negativer Berichte verzeichnete der Dollar gestern unterschiedliche Ergebnisse zu den Haupt-Währungen.

Die US Industrie-Auftragseingänge fielen im letzten Monat auf -0,1%, gegenüber Erwartungen für einen Anstieg um 0,5%. Jedoch wurden die Zahlen für den Vormonat von 3,1 auf 3,3% nach oben revidiert, was dem Bericht eine klein wenig positivere Note verleiht. Die wöchentlichen Neuansprüche auf Arbeitslosenunterstützung lagen mit 388.000 höher als die von Experten vorhergesagten 379.000. Die Zahlen der Vorwoche wurden von 382.000 auf 394.000 nach oben revidiert, was den negativen Ton des Berichts unterstreicht. Der Einkaufsmanagerindex des Fed-Distrikts Chicago fiel im März auf 70,6 gegenüber 71,2 im Februar. Die meisten Experten hatten einen Rückgang auf 69,9 prognostiziert. Dieses ist der beste Wert für diesen Bericht seit Juli 2009.

Der Dollar verzeichnete unterschiedliche Ergebnisse da die steigenden Rohstoffpreise die Rohstoffgebundenen Währungen ankurbelten, während der Dollar seine morgendlichen Verluste zum Euro und zum Pfund Sterling ausglich. Die AUD/USD-Paarung handelte bei einem neuen Rekord-Hoch von 1,0373 und schloss den Handel bei 1,0335. Die USD/CAD-Paarung drückte weiter abwärts und schloss knapp unter dem Wert von 0,9700. Die EUR/USD-Paarung war wieder einmal über den Wert von 1,4200 angestiegen, konnte diesen jedoch nicht halten und schloss den Handel bei 1,4163. Die GBP/USD-Paarung stieg bis auf 1,6152 gegenüber dem Eröffnungskurs von 1,6070, fiel jedoch später auf den Tiefstwert von 1,6016 und schloss den Handel bei 1,6030.

Heute sind alle Augen auf zwei Haupt-Wirtschaftspublikationen gerichtet: den US Arbeitsmarktbericht und den ISM Einkaufsmangerindex des verarbeitenden Gewerbes. Von beiden Berichten wird erwartet, dass sie eine weitere Verbesserung der US Konjunkturlage aufweisen. Dem Arbeitsmarktbericht fällt dabei mehr Bedeutung zu, da für die US Notenbank bei der Festlegung der Geldmarktpolitik die Beschäftigungsdaten von großer Bedeutung sind. Angesichts der Befürwortung einer Verschärfung der US Geldmarktpolitik, die von Offiziellen der US Notenbank jüngst geäußert wurde, dürfte der Bericht nicht unerheblichen Einfluss darauf haben, ob die Notenbank an ihrer lockeren Geldmarktpolitik festhält, oder wie sie zukünftig vorgehen wird.

Positive Arbeitsmarktdaten könnten sich negativ auf den Dollarkurs auswirken, da das den Trend zunehmender Risikofreudigkeit an den Märkten fortsetzen dürfte, der nach den geopolitischen Ereignissen in Afrika und dem Erdbeben in Japan eingesetzt hatte.

Widerstand für die EUR/USD-Paarung findet sich beim Hoch der vergangenen Woche von 1,4250, gefolgt vom November-Hoch von 1,4280. Ein Durchbruch dieses Werts könnte als Ziel das Januar-Hoch aus 2010 mit 1,4580 haben. Gegenteilig findet sich Unterstützung bei 1,4060 von der steigenden Trendlinie aus Januar. Dieser Wert entspricht auch dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Das Wochen-Tief von 1,4020 könnte sich auch unterstützend erweisen. Eine 31,8% Rückführung von Januar-Tief könnte bei 1,3935 ins Spiel kommen.

EUR - Eurokurs steigt zum Yen und zum Schweizer Franken

Unterstützt von Erwartungen auf eine Leitzinsanhebung durch die EZB in der kommenden Woche, setzt der Euro seinen Kursanstieg weiter fort. Die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinsanhebung ist durch die neuesten deutschen Arbeitsmarktzahlen noch gestiegen. Der Bericht zeigt einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 55.000 auf 3,01 Mio. Arbeitsmarktexperten hatten einen Rückgang von lediglich 24.000 vorhergesagt. Der Bericht weist auch eine Berichtigung der Rückgangszahlen des Vormonats von 52.000 auf 54.000 auf. Die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation ist überraschend, angesichts der geopolitischen Ereignisse in Afrika und der Naturkatastrophen in Japan, die deutsche Arbeitgeber nicht davon abhielten neue Mitarbeiter einzustellen.

Nachdem die Inflationszahlen höher als erwartet ausgefallen waren machten Händler erhebliche Gebote für den Euro. Das CPI Flash Estimate liegt aufs Jahr gerechnet bei 2,6%. Experten hatten einen Anstieg um 2,4% vorhergesagt. Die steigenden Inflationszahlen verstärken die am Markt vertretene Ansicht, dass die EZB den Leitzinssatz auf ihrem nächsten Treffen am 7. April anheben wird, was weitere Gebote für den Euro mit sich bringen dürfte.

Die EUR/JPY-Paarung setzte seinen kräftigen Anstieg fort und schloss den Handel bei 118,60 gegenüber dem Eröffnungskurs von 116,82. Die Paarung nähert sich rapide seinem kurzfristigen Ziel von 119,60 mit einer möglichen Erweiterung auf 128,00. Unterstützung findet sich bei 116,00.

Die EUR/CHF-Paarung schloss bei 1,0344, oberhalb des früheren Widerstandswerts von 1,3038. Die Paarung dürfte auch beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt, der bei 1,3070 liegt, verkaufen. Heftiger Widerstand findet sich beim Februar-Hoch von 1,3200. Ein Durchbruch hier dürfte als nächstes Ziel 1,3670 und 1,3830 haben. Gegenteilig findet sich Unterstützung bei 1,2820, gefolgt von 1,2730.

JPY - Yen schwächelt weiter

Der JPY verzeichnet Kursverluste zum Dollar und zum Euro und wird zunehmend schwächer, aufgrund des Eingreifens der G7-Staaten und der Wiederaufnahme von Carry Trades. Während Risikofreudigkeit zunahm, verkauften Händler den Dollar und den Yen als Gründungswährung für Carry Trades, was wiederum den Kurs des Yen drückte.

Gestern schloss die USD/JPY-Paarung den Handel bei 83,71 gegenüber dem Eröffnungskurs von 82,56. Dieser Schlusskurs wirkte sich erheblich auf die Charts aus, denn er lag oberhalb des ersten Widerstandswerts von 83,30 über der fallenden Trendlinie von dem September-Hoch.

Das Momentum schwang nach oben, da sich auf dem Monats-Chart ein steigender Stochastic und zunehmendes Momentum zeigen. Der monatliche Candlestick schloss mit einem Hammer-Muster, was heißen kann, dass der Paarung noch weitere Kursgewinne bevorstehen können. Widerstand findet sich bei 84,00. Ein Durchbruch dieses Werts hat 84,60 als Zielsetzung, gefolgt von 85,90. Gegenteilig wirkt die vorherige Trendlinie unterstützend bei 83,35, gefolgt von 82,55 und 82,00.

Rohöl - Inmitten Unruhen im Mittleren Osten erzielt der Rohölpreis den höchsten Stand seit 2 ½ Jahren

Kampfhandlungen in Libyen gepaart mit den Folgen des verheerenden Erdbebens in Japan sorgen für einen weiteren Anstieg beim Rohölpreis. Am Donnerstag erreichte der Rohölpreis mit $ 107,62 pro Barrel den höchsten Stand seit 2 ½ Jahren, um dann eine leichte Abwärtskorrektur zu erfahren. Derzeit handelt Öl um den Preis von $ 106, 85.

Analysten sind allerdings der Ansicht, dass der Rohölpreis in nächster Zeit nicht sinken dürfte, sondern im Gegenteil, sogar noch weiter steigen könnte. Heute ist nach der Veröffentlichung des US Arbeitsmarktberichts mit heftigen Bewegungen zu rechnen. Die Arbeitsmarktdaten gelten als einer der wichtigsten Wirtschafts-Indikatoren und verursachen regelmäßig heftige Volatilität. Die heute erwartete zahl liegt bei 191.000, etwas weniger als im vergangenen Monat. Sollte sich die Zahl bewahrheiten, deutet das auf weiteres Wachstum auf dem US-Beschäftigungssektor hin, was auch sich auch preissteigernd auf das Rohöl auswirken könnte.

Technische News

EUR/USD

Die EUR/USD-Paarung stieg in den vergangenen10 Wochen um etwa 1.300 Pips, und wie es aussieht hat das zinsbullische Momentum das Potential sich noch fortzusetzen. Derzeit scheint sich ein rundendes Bottom-Muster auf dem 4-Stunden-Chart zu bilden, was besagt, dass die Paarung noch vor dem Wochenende den Wert von 1,4250 erreichen könnte. Zu kaufen scheint heute die richtige Wahl zu sein.

GBP/USD

Das Rang-Trading-Muster dieser Paarung setzt sich fort und das Paar handelt nahe dem Wert von 1,6050. Derzeit bildet sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden- und dem Tages-Chart ein zinsbullischer Cross. Es scheint also, als würde sich der Aufwärtstrend heute fortsetzen. Zu kaufen könnte sich heute als die richtige Vorgehensweise herausstellen.

USD/CHF

Auf dem 4-Stunden-Chart hat sich ein sehr ausgeprägter zinsbullischer Channel gebildet, in dessen Mitte diese Paarung derzeit handelt. Da jedoch Slow Stochastic und RSI auf dem Tages-Chart rückläufige Signale vermitteln, sieht es so aus, als würde heute eine rückläufige Korrektur erfolgen, mit dem Potential den Wert von 0,9100 zu erreichen.

USD/JPY

Das Momentum schwang nach oben, da sich auf dem Monats-Chart ein steigender Stochastic und zunehmendes Momentum zeigen. Der monatliche Candlestick schloss mit einem Hammer-Muster, was heißen kann, dass der Paarung noch weitere Kursgewinne bevorstehen können. Widerstand findet sich bei 84,00. Ein Durchbruch dieses Werts hat 84,60 als Zielsetzung, gefolgt von 85,90. Gegenteilig wirkt die vorherige Trendlinie unterstützend bei 83,35, gefolgt von 82,55 und 82,00.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Aufwärtstrend beim Rohölpreis scheint nicht aufzuhalten zu sein und der Preis stieg gestern bis auf $ 107,60 pro Barrel. Da zudem alle technischen Oszillatoren auf dem 8-Stunden-Chart Aufwärtssignale vermitteln dürfte eine weiter zinsbullische Session bevorstehen. Hier könnte sich Forex Händlern die großartige Gelegenheit bieten sich einem äußerst beliebten Trend anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 07:15 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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