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Monday, 9 Aug 2010
Arbeitsmarktdaten NFP schwächen Dollar gegen Hauptwährungen
Nach einer verhältnismäßig ruhigen letzten Handelswoche brachte das Ergebnis zu den US-Arbeitsmarktdaten NFP den Märkten am Freitag neuen Schwung. Infolgedessen gab der US-Dollar kräftig nach. Dabei fiel die US-Währung bis auf ein neues 8-Monatstief gegen den Japanischen Yen und erreichte ihren niedrigsten Stand seit Mai gegenüber dem Euro. Die Frage, die sich mittlerweile alle Anleger stellen, lautet: Wird der USD zukünftig weiter gegen den EUR nachgeben oder kann der Greenback die bisherigen Verluste korrigieren?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3360 | 1.6051 | 86.28 | 1.0466 | 0.9264 | 0.8396 |
| 1.3341 | 1.6030 | 86.06 | 1.0445 | 0.9245 | 0.8375 | |
| 1.3312 | 1.5999 | 85.78 | 1.0413 | 0.9212 | 0.8344 | |
| Support | 1.3251 | 1.5938 | 85.15 | 1.0352 | 0.9151 | 0.8285 |
| 1.3220 | 1.5907 | 84.84 | 1.0321 | 0.9120 | 0.8254 | |
| 1.3199 | 1.5885 | 84.62 | 1.0300 | 0.9098 | 0.8231 |
Wirtschafts News
USD - Dollar fällt aufgrund enttäuschender Arbeitsmarktdaten
In der letzten Handelswoche verzeichnete der USD gegen einige Hauptwährungen Kursverluste. Dabei wertete der USD um nahezu 300 Punkte gegen den EUR und um 400 Punkte gegen das Pfund Sterling ab. Eine ähnliche Entwicklung konnte ebenfalls gegenüber dem Yen beobachtet werden.
Die negative Konjunkturstimmung in den USA sowie enttäuschende Arbeitsmarktdaten hatten den USD in der vergangenen Woche wiederholt belastet. Insbesondere die US-amerikanische Immobilienbranche, die als einer der Katalysatoren der Finanzkrise gilt, löste mit dem Bericht zu den Ausstehenden US-Hausverkäufen einen neuen Konjunkturpessimismus in den Staaten aus. Der Index der Pending Home Sales war im Juni, laut National Association of Realtors, wider Erwarten gefallen. Anstelle einer von Experten erwarteten Stagnation zum Vormonat ging der entsprechende Index um 2,6% zurück.
Zum Abschluss der Woche am Freitag verstärkte der bedeutende Arbeitsmarktbericht NFP die negative Stimmung am Markt. Laut US-Arbeitsministerium sind in den USA im Juli 131.000 Stellen gestrichen worden, während Experten mit einem Abbau von lediglich 65.000 Jobs gerechnet hatten. Die Marktteilnehmer spekulieren folglich über mögliche weitere konjunkturunterstützende Maßnahmen seitens der US-Notenbank Federal Reserve schon in der kommenden Woche.
In dieser stehen darüber hinaus wieder einige wichtige Konjunkturindikatoren aus den USA auf der Agenda. Wichtigste Veröffentlichung dabei, die voraussichtlich den größten Einfluss auf die Märkte nehmen wird, ist der Leitzinsentscheid des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank am Dienstag. Die so genannte Federal Funds Rate ist der Leitzins der US-Notenbank, der morgen für den Monat August bekannt gegeben wird. Anleger sollten ihr Augenmerk im weiteren Wochenverlauf außerdem auf die US-Handelsbilanz, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie auf den Verbraucherpreisindex richten.
EUR - Euro gewinnt gegenüber Dollar und schließt uneinheitlich gegen Pfund und Yen
In der letzten Handelswoche ergab sich für den Euro ein uneinheitlicher Handel. Die europäische Gemeinschaftswährung wertete um über 300 Punkte gegen den US-Dollar auf. EUR/USD erreichte ein neues Rekordhoch seit Mai. Gegenüber Pfund Sterling und Japans Yen war der EUR-Handel überwiegend von Höhen und Tiefen geprägt.
Hauptursache für den EUR-Aufwärtstrend scheint derzeit der negative Verlauf der Konjunkturerholung in den USA zu sein. Eine Reihe enttäuschender US-Konjunkturdaten, inklusive überraschend negativ ausgefallener US-Arbeitsmarktdaten (NFP) für den Monat Juli am Freitag, galten in der letzten Woche als Ursache für den deutlichen Abwärtstrend des Greenback.
Gegen andere Hauptwährungen wie GBP und JPY konnte sich Europas Einheitswährung jedoch nicht behaupten, denn auch die Konjunkturlage in der Eurozone bleibt weiterhin instabil. Trotz der verbesserten Stimmung im Euroraum verliert die Konjunktur in der Eurozone entsprechend den jüngsten Konjunkturdaten an Schwung. Die EZB hält weiterhin an ihrer Niedrigzinspolitik fest und belässt den Leitzins für die Eurozone auf seinem historischen Tief von 1,00%. Experten rechnen mit einer Zinsanhebung seitens der Währungshüter um EZB-Chef Jean-Claude Trichet frühestens im kommenden Jahr. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Trichet einen weiteren, wenn auch moderaten Konjunkturaufschwung.
In der anstehenden Woche sollten EUR-Händler Veröffentlichungen von Fundamentaldaten insbesondere aus Deutschland und Frankreich gut im Auge behalten. Dabei sind erste Zahlen zu Deutschlands BIP von Bedeutung, die am Freitag veröffentlicht werden. Hier wird der Wert aller Güter und Dienstleistungen, die von Personen innerhalb Deutschlands erbracht worden sind, gemessen. Dieser Indikator nimmt stets seinen Einfluss auf den EUR-Kurs.
JPY - Yen erreicht 8-Monatshoch gegen USD
Zum USD kletterte der japanische Yen am vergangenen Freitag bis auf ein neues 8-Monatshoch. Im Laufe der Handelswoche wertete der JPY um insgesamt 200 Punkte zum Dollar auf. USD/JPY rutschte bis auf die Marke von 85,00 ab. Zum Euro und Pfund Sterling konnte ein wechselhafter Handel beobachtet werden.
Wieder enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA belasteten den US-Dollar, der wiederholt gegen übrige Hauptwährungen abwertete. Die am Freitag ausgegebenen Arbeitsmarktdaten NFP verdeutlichten eine enttäuschende Entwicklung der Beschäftigung außerhalb des Agrarbereichs. Marktteilnehmer hatten auf einen Indikator für eine sich stabilisierende Beschäftigungslage gehofft. Händler befürchten, dass das gedämpfte Erholungstempo der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten, nun auch den konjunkturellen Aufschwung weltweit in die Ferne rückt.
In dieser Woche steht gleich eine ganze Reihe wichtiger Indizes auf dem japanischen Wirtschaftskalender. Die wichtigste Veröffentlichung stellt dabei die maßgebliche Overnight Call Rate dar. Die Overnight Call Rate ist der wichtigste Leitzins der Bank of Japan (BoJ). Analysten zufolge soll die BoJ ihren Zinssatz für August unverändert bei 0,10% belassen, was die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen darstellt. Sollte die BoJ jedoch mit einer Zinsanhebung überraschen, könnte dies großen Einfluss auf den Yen-Kurs nehmen.
Rohöl - Ölpreise rutschen zunächst auf $80 pro Barrel ab
Für Rohöl ergab sich in der vergangenen Woche ein äußerst volatiler Handel. Zu Wochenstart bewegte sich der Kurs des Rohstoffs noch um die $79-Marke pro Barrel. Bis zur Wochenmitte kletterten die Ölpreise jedoch bereits bis auf $83 pro Barrel. Kurz vor dem Wochenende gab Rohöl die zuvor erreichten Kursgewinne wieder ab und wurde schlussendlich um die Marke von $80,00 gehandelt.
Mit dem Start in die neue Handelswoche sind die Ölpreise im asiatischen Handel gestiegen. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im September kostete am Montagmorgen $81,11 und somit $0,41 mehr als zu Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte um $0,36 Cent auf $80,52. Händler verweisen auf den schwachen USD als Beweggrund für die nun steigenden Ölpreise. Ein niedriger Dollarkurs stützt den Kurs für Rohöl, da der Rohstoff für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger wird. Steigende Rohölpreise könnten solange Bestandteil der kommenden Handelstage bleiben, bis die Zeichen für eine Konjunkturerholung in den USA deutlicher werden, so Investoren.
In den nächsten Tagen sollten Händler ihr Augenmerk insbesondere auf Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone richten. Der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch, der sich oft unmittelbar auf den Rohölhandel auswirkt, hat hier wie immer eine vorrangige Stellung.
Technische News
EUR/USD
Der Slow Stochastic der Tages-Chart kreuzt aufwärts und gibt damit einen Hinweis auf eine sich ankündigende Kurskorrektur nach unten. Der RSI der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Theorie. Händler sollten bei diesem Währungspaar heute vorzugsweise auf fallende Kurse setzen.
GBP/USD
Dieses Paar lässt keine eindeutigen Tendenzen erkennen. Die technischen Indikatoren für GBP/USD geben unterschiedliche Signale aus. Während der RSI der Tages-Chart sich mittlerweile im überkauften Bereich eingefunden hat, kreuzt der Slow Stochastic auf der 8-Stunden-Chart bereits abwärts. Anleger sollten hier weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
USD/JPY
Ein Großteil der technischen Indikatoren zeigt das Paar im überverkauften Bereich an. Entsprechend werden für USD/JPY heute keine größeren Bewegungen erwartet. Gleichzeitig scheint der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart abwärts zu kreuzen. Händler aufgepasst, möglicherweise ergibt sich hier im Laufe des Nachmittags eine Kurskorrektur nach oben.
USD/CHF
Die technischen Indikatoren für USD/CHF verdeutlichen, dass das Paar in neutralen Bereichen schwankt. Auch für USD/CHF sind daher keine größeren Preisbewegungen zu erwarten. In welche Richtung es überhaupt geht, ist nicht eindeutig zu erkennen. Händler könnten hier ebenfalls weiterhin beobachten, bevor sie ihre Handelsstrategien für USD/CHF bestimmen.
Die Wild-Card
Gold
Der RSI der 8-Stunden-Chart bestätigt, dass Gold derzeit in den überkauften Bereich gedreht hat. Demnach ist hier eine Kurskorrektur nach unten jederzeit möglich. Die Bewegungen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigen diese Annahme. Für Forex -Händler könnte es heute von Vorteil sein, bei Gold mit eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | - | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



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