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Freitag, 22 Aug 2008
Hält USD-Abwärtstrend heute weiter an?
Starke Abwärtstendenzen des USD gegenüber seinen Währungsgegnern, nach gestrigem USD-Höchststand in den letzten acht Monaten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.4955 | 1.8830 | 109.70 | 1.0970 | 0.8865 | 0.8010 |
| 1.4935 | 1.8810 | 109.50 | 1.0950 | 0.8845 | 0.7990 | |
| 1.4905 | 1.8780 | 109.20 | 1.0920 | 0.8815 | 0.7960 | |
| Support | 1.4845 | 1.8720 | 108.60 | 1.0860 | 0.8755 | 0.7900 |
| 1.4815 | 1.8690 | 108.30 | 1.0830 | 0.8725 | 0.7870 | |
| 1.4795 | 1.8670 | 108.10 | 1.0810 | 0.8705 | 0.7850 |
Wirtschafts News
USD - Schwächster Tag für USD in fünf Monaten
Der Dollar musste am gestrigen Handelstag gegen seine Währungsgegner starke Abwärtstendenzen verzeichnen, nachdem die amerikanische Währung in dieser Woche bereits einen Höchststand der letzten acht Monate erzielt hatte. Dieser Rückgang ist auf den unerwarteten Anstieg der Rohölpreise und die anhaltende Sorge um den US-Finanzsektor zurückzuführen, die den Dollar abstürzen ließen. Dies war der größte Rückgang innerhalb eines Tages in den letzten fünf Monaten. Dabei fiel der USD gegen den JPY bis auf 104,14.
Gegen den EUR ging der Dollar von 1,4742 am Mittwoch auf 1,4906 zurück.
Zu Handelsbeginn stieg der USD zunächst gegen EUR und JPY an, nachdem die Zahlen der Arbeitslosenerstanträge seit letzter Woche um 432.000 Anträge zurückgegangen waren und sich der August-Index des Philadelphia Federal Reserve von -16,3 im Vormonat Juli auf -12,7 verbessert hatte. Wieder aufkommende Sorgen um die beiden Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac lösten am Donnerstag jedoch eine Rallye der Hypothekenpreise aus, was den USD wiederum schwächte. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit zurzeit auf die Entwicklung dieser beiden Unternehmen. Mutmaßungen bestehen nach wie vor, dass die US-Regierung gezwungen sei, beide Immobilienfinanzierer vor dem Aus zu retten. Jedoch sind sich die Experten über den Erfolg dieses Eingreifens nicht einig.
Für heute stehen keine bedeutenden Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft an. Allerdings wird US-Notenbank-Chef Ben Bernanke eine Ansprache halten. Bernanke wird sich zum Thema finanzielle Stabilität auf einem Wirtschaftssymposium der Federal Reserve Bank of Kansas City äußern. Für dieses Ereignis rechnen Analysten mit aufkommenden hohen Kursschwankungen. Bernankes Rede wird voraussichtlich wieder zinsbullisch in Bezug auf die bestehenden Inflationssorgen ausfallen.
EUR - EUR - lahmendes Wirtschaftswachstum oder vollständiger Konjunkturabschwung?
Der EUR beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Gegenüber dem USD konnte die 15-Nationen-Währung an Boden gewinnen und verbesserte sich um 1,0% auf 1,4888. Gegen den JPY wiederum verschlechterte sich der EUR um 0,2% und wurde bei 161,55 gehandelt. Experten sagen voraus, dass der EUR die 1,50 gegen den USD wieder erreichen wird, nachdem die EZB erklärte, dass die jüngsten Wirtschaftsdaten verdeutlichten, dass vielmehr eine verlangsamte Wachstumsrate für die Eurozone zu erwarten sei als der befürchtete Konjunkturrückgang.
Betrachtet man die veröffentlichten Zahlen des gestrigen Tages genauer, so weisen die sich verschlechterten Zahlen des französischen und deutschen Einkaufsmangerindex Flash Manufacturing PMI bei 45,1 bzw. 49,9 einen deutlichen Rückgang in diesem Sektor aus, was wiederum im Widerspruch zur EZB-Erklärung steht. Veröffentlicht wurden ebenfalls die Daten zum Einkaufsmangerindex im Dienstleistungsbereich Flash Services PMI, wobei der deutsche Indikator bei 50,6 und der französische mit leichter Steigerung bei 48,5 ausgegeben wurden. Schlussendlich wurde der europäische Flash Manufacturing PMI bei 47,5 gemessen. Der Euro Services PMI wiederum fiel von 48,3 im Vormonat auf 48,2, was den tiefsten Stand seit Juni 2003 darstellt. Diese Ergebnisse waren schlechter als erwartet und halten die Befürchtung um einen bevorstehenden Konjunkturabschwung der EUR-Wirtschaft noch in diesem Jahr aufrecht.
Für heute stehen einige wenige Wirtschaftsindikatoren auf der Eurozonen-Agenda. Um 8 GMT wird das Leistungsbilanzdefizit der Eurozone veröffentlicht, das die Differenz zwischen Exporten und Importen misst und sich dabei aus der Handels- und Dienstleistungsbilanz zusammensetzt. Eine Stunde später stehen die neuen Auftragseingänge im Industriesektor auf dem Wirtschaftskalender. Dieser Indikator misst den Wert der neuen Aufträge inländischer Hersteller für lang- und kurzlebige Wirtschaftsgüter. Anleger sollten mit hohen Kursschwankungen für den EUR-Handel nach den veröffentlichten Daten rechnen.
JPY - JPY-Käufe als Abwehrstrategie gegen USD-Abwärtstrend
Gegenüber den meisten seiner Währungsgegner konnte der JPY gestern Aufwärtstendenzen verzeichnen. Dieser Trend wurde von einer neu entfachten Besorgnis um den US-Finanzsektor unterstützt, die zu einer Lawine von Carry Trades führte. Der JPY-Kurs stieg deutlich an, nachdem eine erhöhte Alarmbereitschaft im US-amerikanischen Finanzsektor die Devisenhändler dazu brachte, ihre Dollar-Anlagen zu verkaufen. Während des morgendlichen New Yorker Handels, fiel der USD gegen den JPY um 1,3% auf 108,35, während der EUR sich um 0,5% verschlechterte und bei 161,08 gegen den JPY gehandelt wurde.
Zum gestrigen Monetary Policy Meeting Minutes warnte die Bank of Japan vor einer weiteren Inflation der globalen Märkte, die auf einem Anstieg der internationalen Rohstoffpreise basiere. Darüber hinaus wies Japan auf die lahmende US-Wirtschaft sowie eine Zerrüttung der globalen Finanzmärkte hin. Die BoJ zeigte sich des Weiteren besorgt über die Verlangsamung des Exportes, der in den vergangenen Jahren stets eine Erholung der japanischen Wirtschaft bewirkt hatte.
Für heute bleibt Japan fern vom Wirtschaftskalender. Ein aktiver JPY-Handel sollte sich als Antwort auf Wirtschaftsdaten aus den USA und der Eurozone ergeben. Die Tendenzen des JPY bleiben vorerst recht zinsbullisch, da eine Rettung der US-amerikanischen Wirtschaft in naher Zukunft eher unwahrscheinlich ist. Anleger sollten die heutigen US- und Eurozonen-Veröffentlichungen jedoch aufmerksam verfolgen, um die JPY-Entwicklungen tatsächlich einschätzen zu können.
Rohöl - Spannungen zwischen NATO und Russland lassen Rohölpreis in die Höhe schnellen
Für die Rohölpreise ergab sich gestern ein äußerst zinsbullischer Handel. Der Preis pro Barrel stieg bis über $121 an. Dies stellte eine Erhöhung von über $5 dar. Anleger befürchten, dass die Spannungen zwischen NATO und Russland die Ölversorgung der westlichen Industrieländer stören könnten. Das gespannte Verhältnis erreichte seinen Höhepunkt, nachdem die USA und Polen am Mittwoch ein Abkommen zur Stationierung einer US-amerikanischen Raketenabwehr unterzeichneten, die auf polnischem Territorium, nur 180 km von der russischen Grenze aufgebaut werden soll, während sich die russischen Truppen weit entfernt in Georgien aufhalten.
Die Auswirkungen des Georgienkonflikts zeigen sich mittlerweile deutlich, nachdem die BP PLC die Baku-Supsa-Pipeline aus Sicherheitsgründen geschlossen hatte. Diese führt mitten durch Georgien, von der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku bis nach Supsa, an der georgischen Küste des Schwarzen Meeres. Der Öltransit der Erdölleitung wurde bereits in der vergangenen Woche stark eingeschränkt. Anstelle der möglichen 150.000 Barrel pro Tag, wurden aufgrund der gegebenen Lage lediglich 90.000 pro Tag gepumpt. Anleger sollten ihr Augenmerk auf die Ansprache von US-Notenbank-Präsident Bernanke richten, da USD-Kursschwankungen sich auf die Rohölpreise auswirken könnten. Darüber hinaus spielen internationale Nachrichten natürlich zurzeit eine große Rolle bei den Rohöltendenzen.
Technische News
EUR/USD
Slow Stochastic und RSI der Tages-Chart weisen ein Fortbestehen der derzeitigen zinsbullischen Korrigierung aus. Während dessen bildet sich eine deutlich erkennbare zinsbullische Handelsspanne auf der 4-Stunden-Chart aus. Darüber hinaus sind alle Indikatoren der Stunden-Chart aufwärts gerichtet. Eine gute Entscheidung für heute könnte Kaufen lauten.
GBP/USD
Nach dem jüngst vollzogenen Abwärtstrend hat sich dieses Paar mittlerweile um die 1,870-Marke konsolidiert. Dennoch deutet das zinsbullische Momentum des Slow Stochastic auf der Tages-Chart auf eine Wiederaufnahme der allgemein zinsbullischen Korrigierung hin. Auch der Slow Stochastic der Stunden-Chart bildet ein zinsbullisches Kreuz. Ein Aufwärtstrend steht bevor. Kaufen könnte die richtige Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Der heftige Abwärtstrend, der sich in den letzten Tagen ereignet hatte, scheint weiteres Potential in sich zu tragen. Der RSI der Tages-Chart hat die 50-Marke bereits überquert, was eventuell bedeutet, dass USD/JPY weiter fallen könnten. Auch die rückläufige Bewegung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestärkt diese Entwicklung. Der nächste Richtpreis könnte somit bei 108,50 liegen.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass dieses Paar in der bisherigen Woche Kursschwankungen unterlag. Dennoch verdeutlicht ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart einen bevorstehenden Aufwärtstrend. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Aufwärtstrend, der sich in dieser Woche entwickelte scheint in vollem Umfang fortzuschreiten. Alle Oszillatoren weisen mittlerweile auf eine Fortsetzung des zinsbullischen Momentums hin. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, einem äußerst viel versprechenden Trend beizutreten.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | -47B | ![]() | |
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() | |
| 12:00 | CAD | Employment Change | -70.6K | -21.0K | - | ![]() | ||
| 12:00 | CAD | Unemployment Rate | 6.3% | 6.5% | - | ![]() | ||
| 13:15 | CAD | Housing Starts | 172K | 175K | - | ![]() | ||
| 13:30 | CAD | Building Permits | m/m | -15.7% | -3.7% | - | ![]() |


Natural Gas Storage


















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