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Montag, 25 Aug 2008
USD kommt wieder auf die Füße - Rohöl auf dem Abwärtstrend
Die vergangene Woche war für den USD eher unbeständig. Insgesamt ergaben sich für die US-amerikanische Währung gemischte Ergebnisse mit Gewinnen gegenüber den meisten Währungsgegnern, den EUR jedoch ausgenommen. Diese Woche wird voraussichtlich sogleich mit einigen Kursschwankungen für den USD beginnen, da heute der maßgebende Existing Home Sales Index (Eigenheimverkäufe aus dem Bestand) auf dem Wirtschaftskalender steht.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.4800 | 1.8520 | 111.00 | 1.1085 | 0.8720 | 0.8057 |
| 1.4780 | 1.8490 | 110.70 | 1.1064 | 0.8690 | 0.8030 | |
| 1.4755 | 1.8460 | 110.35 | 1.1032 | 0.8665 | 0.8000 | |
| Support | 1.4690 | 1.8400 | 119.74 | 1.0970 | 0.8600 | 0.7950 |
| 1.4655 | 1.8375 | 119.48 | 1.0945 | 0.8575 | 0.7920 | |
| 1.4615 | 1.8350 | 119.13 | 1.0910 | 0.8542 | 0.7890 |
Wirtschafts News
USD - Neubauverkäufe stehen an
Die vergangene Woche war für den USD eher unbeständig. Insgesamt ergaben sich für die US-amerikanische Währung gemischte Ergebnisse mit Gewinnen gegenüber den meisten Währungsgegnern, den EUR jedoch ausgenommen. Gegen diesen stellte sich ein leichter Verlust ein, während sich der Dollar äußerst zinsbullisch gegenüber dem GBP verhielt, insbesondere zum Ende der Handelswoche. Bei schwach ausgegebenen Wirtschaftsdaten des Sterlings, einschließlich eines Rückgangs des BIP, im Vergleich zu seinen Vorzahlen, brachte der USD das Währungskreuz bis auf die1,85-Marke. Aus der US-Wirtschaft wurden mehr positive als negative Daten veröffentlicht. Besonders positiv fielen dabei der Erzeugerpreisindex, die Arbeitslosenquote und die am Freitag gehaltene Ansprache von US-Notenbank-Präsident Bernanke aus. Bernanke betonte, dass die US-Notenbank weiterhin, mithilfe der zuletzt rückläufigen Öl- und Rohstoffnotierungen, in der Lage sein sollte, an dem derzeit niedrigen Leitzinsniveau festzuhalten, um die nach wie vor existierenden Inflationsgefahren zu reduzieren. Anleger sollten jedoch beachten, dass die konjunkturelle Perspektive laut Bernanke noch immer „äußerst ungewiss“ sei.
Diese Woche wird voraussichtlich sogleich mit einigen Kursschwankungen für den USD beginnen, da heute der maßgebende Existing Home Sales Index (Eigenheimverkäufe aus dem Bestand) auf dem Wirtschaftskalender steht. Dieser wird erwartungsgemäß, verglichen mit dem Vormonat, ansteigen. Außerdem steht noch eine Reihe weiterer Indizes aus den Vereinigten Staaten in dieser Woche bevor. Die wichtigsten werden dabei sein: die Neubauverkäufe, die Kernrate der Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter, das vorläufige BIP und die „Personal Spending“ der amerikanischen Haushalte. Im Vergleich zu ihren Vorzahlen, werden diese Indikatoren gemischt ausfallen. Zu erwarten ist dabei, dass die Neubauverkäufe unverändert bleiben und das vorläufige BIP sich verbessern soll. Die beiden anderen Indizes werden erwartungsgemäß zurückgehen.
Tageshändlern wird geraten, die Wirtschaftsdaten aus den USA aufmerksam zu beobachten, da der USD-Handel in dieser Woche äußerst schwankend ausfallen könnte.
Für heute steht, wie bereits erwähnt, zunächst eine Veröffentlichung aus den USA an. Die Neubauverkäufe könnten dabei dem Dollar einen leichten Aufwärtstrend bescheren. Dieser Index wird den heutigen Handel jedoch maßgeblich bestimmen, da sowohl USD, EUR als auch GBP heute keine weiteren Veröffentlichungen hervorbringen werden.
EUR - Schwache Beschäftigungszahlen und nachlassender Preisdruck bestimmen weiterhin das EUR-Tempo
In der vergangenen Woche konnte der EUR zinsbullische Ergebnisse gegenüber all seinen Kreuzwährungen verzeichnen. Dabei stieg der EUR insbesondere gegenüber dem GBP und CHF an. Auch gegen den USD erholte sich der EUR von seinem Abwärtstrend im Laufe der letzten Woche, verlor dieser jedoch am Freitag wieder an Kursgewinnen, nachdem ein Rückgang der Leistungsbilanz deutlich wurde und US-Notenbank-Präsident Bernanke erneut seine zinsbullisch geprägte Rede hielt. EUR/USD beendeten den Handel zum Ende der Woche unter 1,48.
Obwohl eine ganze Reihe an Wirtschaftsdatenveröffentlichungen für diese Woche anstehen, befinden sich darunter keine wesentlichen Indikatoren. Die meisten Daten werden dabei aus Deutschland, Europas größter Wirtschaftlichkeit stammen. Dabei werden das Deutsche Verbrauchervertrauen, der Deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex sowie der vorläufige Deutsche Verbraucherpreisindex alle drei schlechter als ihre vorherigen Ergebnisse erwartet. Allgemeine EUR-Veröffentlichungen umfassen diese Woche die jährliche erste Einschätzung (Flash Estimate) des Verbraucherpreisindexes, das Verbrauchervertrauen sowie die Arbeitslosenquote. Diese Indikatoren werden am Freitag ausgegeben und voraussichtlich unverändert bleiben. Allem Anschein nach werden die meisten Indikatoren, die Einfluss auf die Märkte nehmen werden, in dieser Woche aus den USA kommen. Es sei mit hoher Volatilität, hervorgerufen durch den Dollar, zu rechnen.
Für heute bleibt der EUR fern vom Wirtschaftskalender und insgesamt wird ein eher ruhiger Handel auch für die übrigen Währungen erwartet. Einzig bestimmender Faktor für den heutigen Handelstag werden die US- Neubauverkäufe darstellen. Anleger sollten beobachten, ob der prognostizierte Anstieg dieses Indexes den EUR tatsächlich empfindlich treffen wird.
Die EZB wird sich voraussichtlich weiterhin im Hintergrund zeigen, da die eingetretene Kombination aus schwachen Beschäftigungszahlen und nachgebendem Preisdruck keine Überraschung darstellte. Diese Entwicklung wird sich erwartungsgemäß auch für die kommenden Quartale einstellen. Die EZB wird folglich umso mehr unter Druck geraten, ihren Leitzins herabzusetzen.
JPY - Japans ausbleibendes Wirtschaftswachstum treibt USD-Investitionen als Alternative an
Auch der Yen beendete die vergangene Handelswoche mit gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Währungsgegnern. Gegen den USD schwankte der JPY erheblich. Dabei stieg die japanische Währung zu Wochenbeginn zunächst an, beendete die Handelswoche wiederum bei 110, dem gleichen Stand, zu dem der Währungskreuzkurs zu Wochenanfang startete. Gegen den EUR verzeichnete der Yen leichte Abwärtstendenzen, während er gegenüber dem GBP und CHF Gewinne erzielte. Das GBP/JPY-Paar schloss fast um die 203-Marke, was einen Tiefstand (einen Höchststand für den JPY) seit vergangenem Mai bedeutete.
Für diese Woche stehen lediglich am heutigen Handelstag und am kommenden Donnerstag neue Wirtschaftsereignisse an. Am Morgen wird BoJ-Präsident Shirakawa eine Ansprache halten, während der heutige Tag mit dem jährlichen CSPI (Corporate Services Price Index) abgeschlossen wird. Dieser Index soll sich geringfügig verbessern, verglichen mit seinen Vorjahreszahlen. Am Donnerstag wird sich für den Yen ein voraussichtlich zinsbullischer Handelstag ergeben, da eine Reihe positiver Wirtschaftsdaten erwartet werden. Zu den wichtigsten Veröffentlichungen am Donnerstag zählen die Kernrate des Tokio CPI (Verbraucherpreisindex), die vorläufigen Zahlen der Industrieproduktion sowie die Jahres-Einzelhandelsumsätze. Alle drei Indikatoren werden voraussichtlich erheblich ansteigen, verglichen mir den zuvor ausgegebenen Zahlen. Auch auf den JPY werden die US-Wirtschaftsdaten dieser Woche ihren Einfluss nehmen. Anleger sollten ihr Augenmerk auf sich eventuell dadurch ergebende Kursschwankungen richten.
Wie zuvor erwähnt, sollte sich für den JPY heute Volatilität aus den landeseigenen Veröffentlichungen ergeben, wobei sich durch die positiven Nachrichten ein zinsbullischer Tag für den Yen einstellen sollte. Mit dem erwarteten Anstieg der US- Neubauverkäufe wird sich voraussichtlich ein Aufwärtstrend für den USD abzeichnen, der darüber hinaus auch den JPY gegenüber seinen Währungsgegnern unterstützen wird. Anleger sollten außerdem ihr Augenmerk auf die Auswirkungen von Shirakawas Ansprache richten sowie die anstehenden US-Indizes im Auge behalten.
Rohöl - Rückgang der Rohölpreise nach Beruhigung im Kaukasuskonflikt
Die Rohölpreise in den USA blieben am Freitag unter $120 pro Barrel. Im Laufe der vergangenen Woche stiegen diese jedoch erneut stark an, so dass sie am Donnerstag wieder bei über $121 pro Barrel, erstmalig innerhalb der letzten zwei Wochen, notiert wurden.
Dennoch fielen die Preise am Freitag in New York, was den größten Tagessturz seit dem 17. Januar 1991 darstellte, als US-Truppen irakische Einheiten aus Kuwait vertrieben. Der heftige Rückgang des Rohöls am Freitag wurde außerdem durch Berichte über eine Höhernotierung der OPEC-Rohölausgabe sowie einen Abwärtstrend des US-Reiseverhaltens für das am 1. September anstehende US-Feiertagswochenende des „Labor Day“ verursacht. Die hohen Ölpreise lassen die Konsumenten vor ihrem gewohnten Verbrauch zurückschrecken. Auch am gestrigen Tag gingen die Preise für Light Crude zurück und lagen knapp über $114 pro Barrel. Diese Entwicklung war sowohl auf die Entwarnung für den Tropensturm Fay als auch auf die sich beruhigende Situation im Kaukasuskonflikt zurückzuführen, nachdem Russland einen Großteil seiner Truppen aus georgischem Gebiet zurückgezogen hatte.
Anleger sollten die Entwicklungen des USD weiterhin aufmerksam verfolgen, da dessen Anstieg am Freitag die Rohölpreise wieder einmal nach unten drückte. Ein Aufwärtstrend des Dollars scheint nach wie vor Investoren darin zu bestärken, ihre Rohölanlagen sowie weitere Rohstoffe als Absicherung gegen Inflation und Schwäche der US-Währung zu verkaufen.
Technische News
EUR/USD
Die 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass dieses Paar in den vergangenen Wochen hohen Kursschwankungen ausgesetzt war und dabei keinen bedeutenden Durchbruch erzielen konnte. Im frühen Tagesverlauf hatte das Paar heute die 1,4700-Marke angetestet. Sollten EUR/USD unter dieses Level fallen, werden sich voraussichtlich weitere Abwärtstendenzen einstellen, wobei der nächste Richtwert bei 1,4650 liegen könnte.
GBP/USD
Für dieses Paar ergab sich während des letzten Wochenendes ein starker Abwärtstrend. GBP/USD werden mittlerweile bei 1,8430 notiert. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind abwärts gerichtet und das Paar scheint kurz vor einem neuen Tiefstand bei einem Richtpreis von 1,8385 zu stehen.
USD/JPY
Dieses Paar konnte seit letzter Woche über 150 Pips gutmachen und wird nun um die 110,00-Marke gehandelt. Ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic deutet auf ein Fortbestehen dieses Aufwärtstrends hin. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Kaufen.
USD/CHF
Dieses Paar befindet sich inmitten eines starken Aufwärtstrends, nachdem es die 1,1010-Marke mittlerweile durchbrechen konnte. Nach einigen erfolglosen Versuchen, die 1,1040 zu überqueren, scheint das Paar nun in der Lage zu sein, dieses Level zu erreichen. Sollte das Paar dabei erfolg haben, werden sich voraussichtlich weitere Aufwärtstendenzen einstellen.
Die Wild-Card
Gold
Nach einer gemäßigten zinsbullischen Korrigierung, lässt das abwärts gerichtete Kreuz des Slow Stochastic auf der Tages-Chart erkennen, dass sich das Gold gerade auf der Schwelle zu seinem allgemein bestehenden Abwärtstrend befindet. Hier könnte sich für Forex -Anleger eine gute Handelsgelegenheit ergeben, diesem Markt zu einem günstigen Einstiegspreis beizutreten.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | 39.1 | ![]() | |
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | -47B | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() | |
| 12:00 | CAD | Employment Change | -70.6K | -21.0K | - | ![]() | ||
| 12:00 | CAD | Unemployment Rate | 6.3% | 6.5% | - | ![]() | ||
| 13:15 | CAD | Housing Starts | 172K | 175K | - | ![]() |



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