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Dienstag, 26 Aug 2008

USD scheint seinen Aufwärtstrend heute bei bevorstehenden Veröffentlichungen fortzusetzen

Nach wie vor ist die Aufmerksamkeit der Investoren, aufgrund nachhaltiger Sorgen um die beiden Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac, in dieser Woche an erster Stelle auf den Immobiliensektor gerichtet. Die Zahlen der Neubauverkäufe im Monat Juli sowie zwei weitere Erhebungen zu den landesweiten Immobilienpreisen werden für heute erwartet.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdowndowndowndown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Widerstandskraft1.47901.8535110.501.10750.86750.8050
1.47701.8515110.301.10550.86550.8030
1.47401.8485110.001.10250.86250.8000
Support1.46801.8425109.401.09650.85650.7940
1.46501.8395109.101.09350.85350.7910
1.46301.8375108.901.09150.85150.7890

Wirtschafts News

USD - US-Eigenheimverkäufe stehen an - werden EUR/USD die 1,4550-Marke antesten?

Nachdem die gestern veröffentlichten Zahlen der US-Eigenheimverkäufe aus dem Bestand (Existing Home Sales) besser als erwartet ausgefallenen waren, stellten sich im Tagesverlauf Gewinne für den USD ein, die jedoch eher von kurzer Dauer waren. Dies war etwas überraschend, da der Index der Existing Home Sales als entscheidender Faktor bei der Beruhigung der angespannten US-Wirtschaftlage gilt. Der USD beendete den gestrigen Handel gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern bei gemischten Ergebnissen, veränderte sich dabei kaum gegenüber dem EUR und schloss letztendlich bei 1,4709.


Nach wie vor ist die Aufmerksamkeit der Investoren, aufgrund nachhaltiger Sorgen um die beiden Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac, in dieser Woche an erster Stelle auf den Immobiliensektor gerichtet. Die Zahlen der Neubauverkäufe im Monat Juli sowie zwei weitere Erhebungen zu den landesweiten Immobilienpreisen werden für heute erwartet.


Indes hat US-Notenbank-Präsident Ben Bernanke eine Ansprache über die finanzielle Stabilität auf dem alljährlichen Wirtschaftssymposium der Federal Reserve Bank of Kansas City in Jackson Hole gehalten. Seine Worte ergaben zwar keine neuen Erkenntnisse, doch betonte Bernanke, dass der jüngste Rückgang der Rohstoffpreise, sowie die sich verstärkende Stabilität des USD neue Hoffnungen bringen. Die derzeitigen Entwicklungen in der US-Wirtschaft, gekoppelt mit einem sich steigernden Wirtschaftswachstum, sollten die Inflationsrate in den USA bis zum Ende des Jahres auf ein moderates Maß bringen. Experten schätzen, dass langfristige Aussichten auf einen stärkeren Dollar nach wie vor ihre Richtigkeit haben, so dass das lahmende Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten schneller überwunden werden könnte als in anderen Nationen. Die allgemeine Einstellung in den USA gegenüber einem niedrigeren Zinssatz sowie der Glaube an die Regierung, die globale Krise früher als andere Wirtschaftssysteme überwinden zu können, wird den Dollar voraussichtlich in den nächsten Monaten stärken.


Für heute stellt sich die Frage, ob die anstehenden Daten des Immobiliensektors Anlegern tatsächlich Anhaltspunkte darüber geben werden, ob sich der angeschlagene Grundstücksmarkt mittlerweile stabilisiert hat. Dies würde sowohl für die Wirtschaft als auch für schwer betroffenen US-Hypothekenfinanzierer eine große Entlastung bedeuten.


Im weiteren Tagesverlauf werden heute die Ergebnisse (Protokoll „Minutes“) des FOMC Offenmarktausschusstreffens der US-Notenbank im August erwartet. Dieses Protokoll könnte einen guten Einblick in die momentane wirtschaftliche Lage bieten, laut derer die stimmberechtigten Mitglieder über den Leitzinssatz abgestimmt haben. Eventuell ergeben sich Hinweise auch auf zukünftige Abstimmungen.

EUR - EUR fällt aufgrund mutmaßlicher Eurozonen-Probleme

Der EUR ist gegenüber dem USD gestern auf einen neuen Tiefstand innerhalb der letzten sechs Monate gefallen. Dies geschah noch vor der heutigen Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindexes, aus dem Anleger unter anderem ersehen können, ob die Wirtschaft der Eurozone so stark getroffen ist, dass eine Kürzung der Zinssätze vonnöten sei. Bei einem schwachen gestrigen Handel, begleitet von einem gesetzlichen Feiertag in Großbritannien, sank der EUR gegenüber dem USD um 0,3% bis auf $1,4709 und gegenüber dem JPY sogar um 0,7% auf 161,68.


Anzeichen einer sich ausbreitenden globalen Konjunkturflaute, brachten dem USD im Laufe der letzten Monate einen Aufschwung, während Anleger ihren Glauben in rückläufige Währungen wie EUR und GBP verloren haben. Das Britische Pfund erreichte am Montag sogar ein neues Rekordtief innerhalb der letzten zwei Jahre. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche verdeutlichten, dass die Wirtschaft Großbritanniens im zweiten Quartal stark ins Lahmen geraten ist und die schlechtesten Ergebnisse seit 1992 lieferte. Diese Zahlen lenken die Aufmerksamkeit der Experten auf einen drohenden Konjunkturrückgang im Vereinigten Königreich sowie auf eine mögliche Senkung der UK-Zinsrate im weiteren Jahresverlauf. Insgesamt ist das Britische Pfund in 2008 bislang um 6,6% gegen den Dollar zurückgegangen, was den größten Sturz einer der bedeutenderen Währungen, den New Zealand Dollar ausgenommen, bedeutet. Der USD konnte gegenüber seinen Währungskontrahenten, einschließlich dem EUR, wieder einmal an Boden gutmachen, wobei ihm das ins Stocken geratene UK-Wirtschaftswachstum, ein weiteres Beispiel für die wachsende wirtschaftliche Besorgnis außerhalb der USA, stark unter die Arme griff.


Für heute stehen einige wichtige Indikatoren auf dem Wirtschaftskalender. Darunter befinden sich der Deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex sowie die Ifo-Geschäftserwartungen. Beide Indizes könnten kurzzeitige Kursschwankungen hervorrufen.

JPY - Japans Wirtschaft kämpft wieder einmal mit Konjunkturschwächen

Am gestrigen Handelstag stieg der JPY weitgehend aufgrund sich auflösender Carry Trades an, wobei Anleger feststellen mussten, dass die japanische Währung längst nicht mehr so stark auf die Bewegungen der Aktienmärkte reagierte, wie das zu Beginn des Jahres der Fall war. Zu diesem Zeitpunkt ließen jegliche größere Talfahrten der Aktien den JPY in die Höhe schießen.
Zum Ende des gestrigen Handels konnte sich der JPY gegenüber dem USD um 0,6% verbessern und schloss bei 109,41. Dabei stellt sich die Frage, ob es sich hierbei um den Anfang einer sich entspannenden Carry Trade-Welle und damit um eine Trendumkehr für Japans Währung handelt, oder sich derzeit lediglich eine weitere, begrenzte Korrigierung einstellt.


Bis gestern konnte der JPY gegenüber dem USD Boden gutmachen, da die Aktienmärkte nach wie vor unter der besorgniserregenden Situation der US-Kreditmärkte leiden, in deren Konsequenz Anleger ihr finanzielles Risiko auf ein Mindestmaß reduzieren. Die Abnahme der Attraktivität von USD-Anlagen veranlasst Investoren weiterhin dazu, ihre USD-Käufe zurückzuhalten und sich in Richtung weniger risikobehafteter Währungen, wie dem JPY, zu orientieren.


Wie gewohnt, haben die Entwicklungen des Yen auch diesmal wenig mit landeseigenen Wirtschaftsdaten zu tun. Der JPY steht momentan unter dem Einfluss seiner Währungsgegner und ist von der Risikobereitschaft der Anleger abhängig. Diese Tendenz sollte sich bis zum Ende der Woche fortsetzen - trotz bevorstehender Veröffentlichungen.


Für heute jedoch bleibt die japanische Währung fern von Wirtschaftskalender. Dafür werden am Donnerstag der Verbraucherpreisindex, die Arbeitslosenquote sowie die Einzelhandelsumsätze erwartet. Dabei sollte der Verbraucherpreisindex wenig Einfluss auf die Preisbewegung nehmen. Anlegern sei allerdings geraten, diesen Index im Auge zu behalten, da er voraussichtlich neue Höchststände erreichen wird, die auf die derzeitigen Energie- und Lebensmittelkosten zurückzuführen sind. Dennoch wird die Kernrate wohl kaum eine positive Preisentwicklung darstellen.


Im Grunde wird die japanische Wirtschaft wieder einmal mit einer konjunkturellen Dämpfung zu kämpfen haben, sobald die Rohstoffpreise zurückgehen werden. Sowohl in den USA als auch in Japan bleibt die Angst um ein Ausfallrisiko groß. Angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche warten Anleger zurzeit auf Hinweise, die eine Senkung der Zinsrate durch die BoJ, erkennen lassen.

Rohöl - Baku-Tbilisi-Pipeline könnte ihren Betrieb bereits in wenigen Tagen wieder vollständig aufnehmen

Die Rohölpreise stiegen im gestrigen Handel leicht bis auf $115,40 pro Barrel an, nachdem der Tropensturm Gustav, der zurzeit in der Karibik wütet, die Besorgnis um eine Bedrohung der Erdölvorkommen am Golf von Mexiko erregte. Diese decken ungefähr 20% der US-Ölproduktion ab. Darüber hinaus ist der Preisanstieg auf die Entwicklungen im Kaukasuskonflikt zurückzuführen. Russlands Gesetzgeber stimmten über die Anerkennung der Unabhängigkeit zweier georgischer Provinzen -Südossetien und Abchasien- ab, was weitere Spannungen in der Region auslösen könnte. Dahingegen stehen die Aussichten gut, dass die Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline, die Öl aus Aserbaidschan durch Georgien bis zum türkischen Mittelmeerküste pumpt, in nur wenigen Tagen ihren Betrieb wieder vollständig aufnehmen könnte. Dies wiederum sollte die Rohölpreise schlussendlich erneut zu Fall bringen.


US-Light Crude zog gestern um 29 Cent auf $115,40 leicht an, wobei es nach wie vor $30 unter den noch vor einem Monat erreichten Rekordpreisen lag.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar befindet sich inmitten eines Abwärtstrends, während erneute Versuche bestehen, das 1,4620-Level zu durchbrechen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart deutet allerdings darauf hin, dass das rückläufige Momentum nach wie vor Potential in sich trägt und ein Durchbruch eher unwahrscheinlich ist. Verkaufen könnte heute die richtige Entscheidung für dieses Paar sein.

GBP/USD

Dieses Paar testet mittlerweile die Fibonacci-Schlüsselmarke von 1,8400 an und befindet sich ebenfalls inmitten einer starken Abwärtstendenz. Ein Überwinden dieses Levels könnte einen noch heftigeren Abwärtstrend auslösen, der das Paar bis auf die 1,8350 bringen könnte. Auch hier lauten die richtige Entscheidung für heute möglicherweise: Verkaufen.

USD/JPY

Die zinsbullische Handelsspanne baut sich in vollem Umfang weiter aus, nachdem auf der 4-Stunden-Chart deutlich zu erkennen ist, dass der bestehende Aufwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Die Tages-Chart weist eine Double-Doji-Formation mit rückläufigem Kreuz des Slow Stochastic aus, was eine gemäßigte Korrigierung bedeuten könnte, bevor der zinsbullische Trend wieder einsetzt. Dips zu kaufen (während eines Kursanstiegs, kleine Rückschläge zum Kauf nutzen) könnte sich als gute Strategie für heute herausstellen.

USD/CHF

Der Aufwärtstrend dieses Paares breitet sich weiter aus. USD/CHF scheinen nicht aufzuhalten zu sein. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart lässt eine positive Neigung erkennen, während der RSI um die 50 schwankt, was auf ein zusätzliches zinsbullisches Momentum hindeutet. Da keine aufkommende Korrigierung dieses Levels deutlich wird, scheint Kaufen eine gute Entscheidung für heute zu sein.

Die Wild-Card

Silber

Nachdem dieser Rohstoff in den letzten vier Tagen starken Kursschwankungen unterlag, wird sich voraussichtlich wieder ein Abwärtstrend einstellen. Mittlerweile bildet sich ein äußerst starkes umkehrendes Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart heraus, was ebenfalls darauf hindeutet, dass eine Abwärtstendenz in naher Zukunft und in vollem Umfang einsetzen könnte. Hier bietet sich Forex -Anlegern eventuell eine großartige Gelegenheit, dem Markt mit einer Long-Position und bei einem günstigen Einstiegspreis beizutreten.

Aktuelle Zeit: 11/20 14:36 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
11/2013:30CAD+Wholesale Sales m/m-1.5%0.5%1.5%1
13:30CAD+Corporate Profitsq/q2.5%-7.6%1
13:30USD+Unemployment Claims 515K508K542K3
15:00USD+Philly Fed Manufacturing Index-37.5-35.0-3
15:00USD+CB Leading Index m/m0.3%-0.6%-1
15:30CAD+BOC Season Review***1
15:35USD+Natural Gas Storage62B-1B-1
USD+Treasury Sec Paulson Speaks***3
21:45NZD+Visitor Arrivals m/m-6.0%--1
11/21JPY+Monetary Policy Statement***3
JPY+Overnight Call Rate0.30%0.30%-3
JPY+BOJ Press Conference***5
02:00NZD+Credit Card Spendingy/y2.6%--1
07:45EUR+French Consumer Spending m/m0.6%-0.5%-3
08:00EUR+French Flash Manufacturing PMI40.640.0-3
08:00EUR+French Flash Services PMI47.546.8-1
08:30EUR+German Flash Manufacturing PMI42.942.0-3
08:30EUR+German Flash Services PMI48.347.6-3
09:00EUR+Flash Manufacturing PMI41.140.5-3
09:00EUR+Flash Services PMI46.945.0-3

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