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Mittwoch, 27 Aug 2008

USD auf richtigem Weg zu finanztechnischer Verbesserung

Die Situation am gestrigen Handelstag kann durchaus als globale Gabelung in finanztechnischer Hinsicht betrachten werden: Während sich die US-Wirtschaft dem Anschein nach aus ihrer bedrückenden Misere retten kann, scheint die Eurozone in eine tiefe Konjunkturflaute zu fallen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnodowndownnoup
Wochentendenzdowndowndowndowndowndown
Widerstandskraft1.48101.8550109.751.10300.86850.8050
1.47901.8530109.551.10100.86650.8030
1.47601.8500109.251.09800.86350.8000
Support1.47001.8440108.651.09200.85750.7940
1.46701.8410108.351.08900.85450.7910
1.46501.8390108.151.08700.85250.7890

Wirtschafts News

USD - Langlebige Gebrauchsgüter klären die Sicht auf USD-Ausblick

Gestern konnte der Dollar gegenüber den meisten seiner Währungsgegner Aufwärtstendenzen verzeichnen, einschließlich eines 6-Monats-Rekordhochs gegen den EUR sowie eines 2-Jahres-Höchststandes gegen den GBP. Gleichermaßen hielten Bedenken um Inflation und Wachstum die Dollar-Umsätze zurück, insbesondere nach Veröffentlichung des „Minutes“-Protokolls aus dem gestrigen FOMC-Meeting.


Die positiven Entwicklungen des USD am gestrigen Tag sind auf zwei Ursachen zurückzuführen. Zum einen wurde eine Reihe schlecht ausgefallener Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, insbesondere die deutsche Wirtschaft betreffend, veröffentlicht, die umgehend den EUR schwächten und dem USD Stärke verliehen. Im weiteren Tagesverlauf wurden zwei führende Indikatoren der US-Wirtschaft herausgegeben, die den Dollar weiter in die Höhe trieben. Das US-Verbrauchervertrauen übertraf alle Erwartungen und wurde dabei über der 56,9-Marke gemessen. Die Neubauverkäufe wiederum fielen schlechter als prognostiziert aus, verdeutlichten jedoch, dass die Lage des US-Immobilienmarktes nicht vollständig trostlos ist, wie gegenteilig vermutet wird. Vielmehr stiegen die Verkäufe der neu erbauten Einfamilienhäuser im Juli an, so dass die neuen Zahlen den im Juni erreichten Tiefstand der letzten 17 Jahre ablösten.


Insgesamt kann die Situation am gestrigen Handelstag durchaus als globale Gabelung in finanztechnischer Hinsicht betrachten werden: Während sich die US-Wirtschaft dem Anschein nach aus ihrer bedrückenden Misere retten kann, scheint der Rest der Welt, einschließlich der Eurozone, in eine tiefe Konjunkturflaute zu fallen. Sollten sich diese Entwicklungen als richtig herausstellen, könnte dies für den USD einen dauerhaften zinsbullischen Trend bedeuten. In der Tat ist die US-Wirtschaft noch weit entfernt von einer kompletten Genesung, jedoch haben sich die Aussichten auf die US-Wirtschaft bereits erheblich verbessert.


Für heute stehen die Indikatoren langlebiger Gebrauchsgüter auf dem Wirtschaftskalender, die Analysten zufolge jedoch schwache Zahlen ausgeben werden. Dabei könnte der USD einen leichten Rückgang verzeichnen. Sollten diese Indizes die Erwartungen allerdings übertreffen, kann davon ausgegangen werden, dass der USD neue Höchstwerte anvisieren wird. Des Weiteren sollten Anleger heute die US-Rohölbestände im Auge behalten. Dieser Index könnte einige Turbulenzen in Hinsicht auf die Rohölpreise hervorrufen, die, wie bereits erlebt, großen Einfluss auf die Märkte nehmen können.

EUR - Ein weiterer Tag voller EUR-Abwärtstrends?

Gegenüber einem Großteil seiner Währungsgegner befand sich der EUR gestern in einem Abwärtstrend. Allem Anschein nach, ist die Ziellinie dieses EUR-Rückgangs noch nicht erreicht. Gegen den USD erreichte die europäische Währung im gestrigen Handel ein neues Rekordtief innerhalb der letzten sechs Monate. Das Paar durchbrach dabei die 1,4575-Marke.


Der gestrige Handelstag brachte so einige beunruhigende Daten aus der Eurozone, wobei insbesondere die deutsche Wirtschaft alle Erwartungen enttäuschte. Das deutsche BIP ging im zweiten Quartal dieses Jahres zum ersten Mal seit 2004 zurück. Auch die Zahlen des deutschen Verbrauchervertrauens fielen enttäuschend und unter den Erwartungen aus. Überdies erreichten dieser Index einen neuen Tiefstand innerhalb der letzten fünf Jahre. Des Weiteren verzeichnete Deutschlands überaus wichtiger Ifo-Geschäftsklimaindex einen heftigen Sturz und erreichte ein neues 3-Jahres-Tief, während auch die Ifo-Geschäftserwartungen zum dritten Monat infolge zurückgingen.


Da die deutsche Wirtschaft zu einer der führenden und stärksten innerhalb Europas zählt, entsteht hier ein eher düsteres Bild für zukünftige Aussichten. Sollte die deutsche Wirtschaft einen konjunkturellen Abschwung erfahren, gehen Experten weitestgehend davon aus, dass sich eine solche Entwicklung ebenso auf die gesamte europäische Region auswirken wird. Darüber hinaus wird deutlich, dass der EUR sich voraussichtlich weiterhin verschlechtern wird, solange sich die Veröffentlichung von schwachen Wirtschaftszahlen aus der Eurozone fortsetzt, während die US-Wirtschaft positive Zahlen ausgibt.


Für heute ist das Augenmerk aller auf weitere Indikatoren der deutschen Wirtschaft gerichtet, die laut Analysten erneut schwach ausfallen werden. Sollten sich dabei keine größeren Veränderungen ergeben, wird der EUR einen wiederholten Tag voller Abwärtstendenzen erleben, zumindest bis neue Zahlen aus den Vereinigten Staaten veröffentlicht werden.

JPY - Japan beobachtet die Entwicklungen des europäischen Marktes mit großer Besorgnis

Der JPY wiederum erlebte gestern gegenüber den meisten seiner Hauptwährungsgegner einen Aufwärtstrend. Gegen den EUR und GBP legte der JPY zu, während Japans Währung gegenüber dem USD Kursschwankungen unterlag.


Die bedeutendsten Daten am gestrigen Handelstag, die aus der japanischen Wirtschaft veröffentlicht wurden, entstammten Japans viertgrößtem Unternehmen, dem Automobilhersteller Mazda, der seine weltweiten Absatzzahlen im Monat Juli herausbrachte. Diese ergaben eine 25,5%ige Steigerung im Vergleich zu den Vorjahreszahlen und wurden bei 126.025 Fahrzeugen ausgegeben. Dies war jedoch nur eine der Ursachen für die positiven JPY-Bewegungen am gestrigen Tag, denn der JPY verbesserte sich außerdem aufgrund globaler Entwicklungen, wie z. B. der schlecht ausgefallenen Eurozonen-Daten. Dabei beobachtet Japan mit großer Besorgnis die Vorgänge in der Eurozone. Eine Schwächung Europas könnte eine Kettenreaktion auslösen, bei der wiederum eine Bedrohung der japanischen Wirtschaft mögliche wäre.


Für heute bleibt der JPY fern von der Wirtschaftsagenda. Daher sollten Anleger die Veröffentlichungen, insbesondere aus Übersee verfolgen, um ihre JPY-Positionen richtig einschätzen zu können.

Rohöl - Sturmwarnung treibt Rohölpreise in die Höhe

Gestern stiegen die Rohölpreise um mehr als $1, nachdem Hurrikan Gustav mit einer Geschwindigkeit von 145 km pro Stunde über die Insel Haiti gezogen war. Die Besorgnis ist groß, dass Gustav wichtige Ölanlagen im Golf von Mexiko treffen könnte. Der Preisanstieg wurde allerdings von einem starken Dollar sowie einem Bericht des Energieministeriums gebremst, der verdeutlichte, dass die momentane Kraftstoffnachfrage unter den Erwartungen vieler Investoren liegt. Nachdem Sweet Crude (Oktober-Kontrakt) übernacht bis auf $112,36 gesunken war, stieg es im Tagesverlauf um $1,16 an und schloss letztendlich an der New Yorker Börse bei $116,27.


Sollte Gustav von seinem Weg durch die Karibik nicht abkommen, könnte dies eine leichte Höhernotierung der Benzinpreise noch vor dem Labor Day-Wochenende in den USA bedeuten. Darüber hinaus belastet die steigende Spannung zwischen den westlichen Industrieländern und Russland in Bezug auf die beiden georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien die Stabilität der Ölversorgung Europas.

Technische News

EUR/USD

Wie auch auf dem gesamten Board zu erkennen ist, hat der Aufwärtstrend des USD dieses Paar nicht ausgespart. Allem Anschein nach bringt das positionell begrenzte rückläufige Momentum das EUR/USD-Paar bis auf die 1,4500-Marke. Obwohl einige zinsbullische Anzeichen auf der Stunden-Chart zu erkennen sind, scheint dieses Paar über jegliche technische Grundsätze hinwegzusehen. Heute könnte die richtige Entscheidung verkaufen lauten.

GBP/USD

Die rückläufige Formierung, die sich auf der Tages-Chart herausgebildet hat, bleibt nach wie vor unberührt. Das Momentum ist jedoch bereits sehr niedrig. Die 4-Stunden-Chart gibt leicht rückläufige Signale aus, jedoch ohne eindeutige Richtungsweisung. Die Bollinger Bands verdichten sich, was bedeuten könnte, dass ein Durchbruch unmittelbar bevorsteht. Anleger sollten diesen abwarten, um dem Markt anschließend beizutreten.

USD/JPY

Der Aufwärtstrend dieses Paares scheint an Potential verloren zu haben. USD/JPY haben sich mittlerweile um die 109,20-Marke konsolidiert. Ein Durchbruch über die Handelspanne hinaus scheint sich nicht zu vollziehen. Vielmehr bleibt es vorläufig beim gehandelten Kursbereich. Hier könnte die richtige Strategie lauten: kurzfristige Verkaufs-Positionen.

USD/CHF

Die zinsbullische Handelsspanne mit starkem Momentum setzt sich fort, während dieses Paar um die 1,0980-Marke schwankt. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bewegt sich um die 50, was auf rückläufige Signale hindeutet. Der RSI bildet erneut eine zinsbullische Formierung und bestätigt diesen generellen Trend. Der nächste Richtpreis könnte bei 1,150 liegen.

Die Wild-Card

Rohöl

Nach einer gemäßigten rückläufigen Korrigierung wird dieser Rohstoff nun wieder bei $117 pro Barrel gehandelt. Auf der 4-Stunden-Chart ist ein wachsendes zinsbullisches Momentum zu erkennen und auch die Tages-Chart gibt ähnliche Signale aus. Hierbei könnte sich Forex -Anlegern eine exzellente Handelsgelegenheit bieten, einem potentiell starken Aufwärtstrend beizutreten, der hohe Gewinne einbringen kann.

Aktuelle Zeit: 01/08 17:26 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0815:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-47B2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3
12:00CAD+Employment Change-70.6K-21.0K-4
12:00CAD+Unemployment Rate6.3%6.5%-4
13:15CAD+Housing Starts172K175K-4
13:30CAD+Building Permitsm/m-15.7%-3.7%-4

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EuropeEuropeEUR2.50%
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GBGreat BritainGBP1.50%
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AustraliaAustraliaAUD4.25%
New ZealandNew ZealandNZD5.00%
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