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Donnerstag, 28 Aug 2008

Bundesbankpräsident Weber setzt sich für EUR ein. Ist dies der Anfang eines größeren USD-Rückgangs?

Heute wird ein aktiver Handelstag für den USD mit insgesamt positiven Wirtschaftsdaten erwartet. Dabei steht das vorläufige vierteljährliche BIP im Vordergrund. Wird es dem USD neue Impulse verleihen?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupdown
Wochentendenznodowndowndownnoup
Widerstandskraft1.48961.8490110.141.09270.87660.8143
1.48661.8460109.841.08970.87360.8113
1.48361.8430109.541.08670.87060.8083
Support1.47561.8350108.841.07870.86260.8003
1.47261.8320108.541.07570.85960.7973
1.46961.8290108.241.07270.85660.7943

Wirtschafts News

USD - Vor anstehenden BIP-Zahlen befindet sich USD auf dem Abwärtstrend

Der Dollar verzeichnete gestern gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Währungsgegnern. Dabei konnte die US-amerikanische Währung ihre erst kürzlich erreichten Gewinne gegen andere Währungen nicht aufrechterhalten. Der Dollarkurs ging, hauptsächlich aufgrund der gestiegenen Rohölpreise sowie erneut auftretenden Sorgen um das US-Gesundheits- und Bankwesen wieder zurück. Der USD konnte die Verluste jedoch auf ein Minimum beschränken, nachdem deutlich wurde, dass die Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter im Monat Juli um 1,3% gestiegen waren. Direkt nach Veröffentlichung dieses Berichts zog der USD etwas an. Trotz positiven Zahlen setzte der Dollar seinen Rückgang im weiteren Tagesverlauf fort, insbesondere nachdem zinsbullisch geprägte Aussagen von einigen EZB-Führungskräften dem EUR aus seinem 6-Monatstief gegen den Dollar auf die Beine verhalfen.


In den vergangenen Tagen konnte der USD einen Wertzuwachs erlangen, was weitestgehend von der Angst um eine globale Verschlechterung der Wirtschaft getragen wurde. Dies wiederum könnte die Zentralbanken der betroffenen Nationen dazu veranlassen, ihre Zinssätze herunterzusetzen. Im Gegensatz dazu erwarten die Experten eine Zinssatzerhöhung der US-Notenbank zwecks Lockerung des Inflationsdrucks.


Heute wird sich ein äußerst aktiver Handelstag für den USD ergeben, da einige wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet werden. Der erste Indikator auf der Wirtschaftsagenda ist das vorläufige BIP des zweiten Quartals, das sich laut Prognosen um 0,7%, im Vergleich zu seinem Vormonatsergebnis verbessern soll. Des Weiteren wird die Arbeitslosenquote erwartet. Diese Rate zählt zu einer der einflussreichsten Indikatoren des USD. Sie soll sich voraussichtlich von 432.000 Anträgen in der Vorwoche um 5.000 Anträge reduzieren. Die Berichte zum vorläufigen BIP-Preisindex sowie zu den Naturgasbeständen werden den USD erwartungsgemäß weniger beeinflussen. Insgesamt werden positive Daten aus der US-Wirtschaft erwartet - vor allem die Zahlen des vorläufigen BIP, zweites Quartal, könnten dem USD neue Impulse verleihen.

EUR - EUR gestärkt nach Wiederaufnahme des Themas Zinssätze seitens der EZB

Gegenüber den meisten seiner Währungsgegner konnte der EUR gestern Aufwärtstendenzen verzeichnen. Dieser Trend ist auf die zinsbullisch geprägte Ansprache des Bundesbankpräsidenten Axel Weber zurückzuführen, in der Weber erläuterte, dass jegliche Spekulationen um einen niedrigeren Zinssatz in der Eurozone voreilig seien.


Am Dienstag erlitt der EUR große Verluste, nachdem die Veröffentlichung der Ifo-Geschäftserwartungen ein Rekordtief der letzten drei Jahre ausgab. Infolgedessen ging der EUR auf 1,4570 gegenüber dem USD zurück. Gestern konnte der EUR etwas Boden gegenüber dem USD gutmachen. Die 15-Nationen-Währung verzeichnete einen Wertzuwachs um 0,6% und wurde um 11:13 GMT bei 1,4750 gehandelt.
Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten der Eurozone verdeutlichen, dass Deutschlands Importpreise um 0,6% im Vergleich zum Vormonat gestiegen sind und dabei leicht über den Erwartungen von 0,5% lagen. Deutschlands Verbraucherpreisindex hingegen verschlechterte sich in diesem Monat um 0,3%, lag jedoch 3,1% über den Ergebnissen zum selben Zeitraum des Vorjahres.
Analysten zufolge könnten sich die Daten aus der Eurozone in naher Zukunft weiterhin verschlechtern, was wiederum Erwartungen steigert, nach denen die EZB, im Gegensatz zu Webers Aussage, doch eine Kürzung der Zinssätze in Betracht ziehen könnte.


Für heute stehen zwei Indikatoren aus der Eurozone auf dem Wirtschaftskalender. Die Entwicklungen und Veränderungen der Struktur der Arbeitslosigkeit in Deutschland sollen erwartungsgemäß eine Fortsetzung der Verbesserung der stärksten Anstellungsbedingungen innerhalb der Eurozone widerspiegeln. Experten erwarten einen Rückgang von 10.000 Anträgen, nach einer bereits im Juli erfolgten Verringerung um 20.000 Anträge. Die Geldmenge M3 wird voraussichtlich weniger zurückgehen als bei ihrer vorherigen Messung. Jüngst ergeben sich für die Währungsgegner des EUR eher nachteilige Daten, was den EUR während des heutigen Handels stärken könnte.

JPY - Große Erwartungen für den JPY vor anstehenden Veröffentlichungen

Der JPY erreichte gestern lediglich rückläufige Ergebnisse gegenüber den meisten seiner Währungsrivalen. Dabei war der JPY vorwiegend von den Tendenzen der übrigen Währungen beeinflusst, da während des gestrigen Handels keine Daten aus Japan veröffentlicht wurden. Größtenteils schwankte der Kurs des Yen gegenüber dem USD, insbesondere nachdem der Bericht über die Bestellungen langlebiger US-Wirtschaftsgüter positiv ausgefallen war. Dem EUR gegenüber baute der JPY eher ab. Die zinsbullisch geprägt Ansprache von Bundesbankpräsident Weber brachte das Paar in den 162,00 Bereich.


Für heute stehen einige Veröffentlichungen aus Japan an: Beginnend mit dem Einkaufsmanagerindex Manufacturing PMI, setzt sich der Tag mit der Kernrate des Tokio Verbraucherpreisindexes sowie der Kernrate des Nationalen Verbraucherpreisindexes fort.


Laut Innenministerium soll Japans Kernrate des Verbraucherpreisindexes um 1,7% ansteigen. Sollte dieses Ergebnis eintreten, ergibt sich ein Zuwachs von vier Monaten infolge. Dieser Indikator spiegelt den Preisanstieg von Importöl sowie weiteren Rohstoffen wider und erhöht den Preisdruck der Lebensunterhaltskosten in Japan. Dabei stellen Rekordpreise von Gold und Rohöl die Hauptursache inflationärer Sorgen innerhalb der japanischen Bevölkerung dar. Die Bank of Japan, die bislang eine Politik der gleich bleibenden Zinsraten ausführte, ist wieder einmal dem Druck ausgesetzt, ihren Zinssatz in naher Zukunft herabzusetzen. Die BoJ befürchtet jedoch, dass sich infolge dieser Maßnahme ein Ansteigen der Inflationsrate einstellen könnte.

Rohöl - Tropensturm Gustav lässt Rohölpreise nach wie vor ansteigen

Die Rohölpreise stiegen gestern um mehr als $2 an und erreichten ein Tageshoch von $119,5 pro Barrel, bevor das Barrel Rohöl zu Handelsschluss bei $118 notiert wurde.
Nach wie vor ist die Sorge um eine Bedrohung der Ölbohrinseln im Golf von Mexiko groß. Tropensturm Gustav könnte ähnlichen Schaden anrichten, wie der verheerende Hurrikan Katrina im Jahre 2005. Sollte sich die momentane Lage weiterhin verschlechtern, könnte dies Einfluss auf die generelle Ölproduktion nehmen. Momentan halten die Ölkonzerne der Region ihren Betrieb bis zur nächsten Prognose zur Sturmentwicklung am Freitag aufrecht. Der weitere Verlauf der Ölproduktion am Golf von Mexiko wird sich nach der Stärke der Schäden, die durch Gustav entstehen könnten richten. Sollten diese tatsächlich bedrohliche Ausmaße annehmen, wird die Arbeit auf den Ölplattformen eingestellt und eine Evakuierung vorbereitet werden müssen.


Darüber hinaus teilte die EIA (US-amerikanische Energy Information Administration) gestern mit, dass die Rohölbestände leicht um 0,1 Mio. Barrel auf 305,8 Mio. Barrel gesunken sind. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg von 0,9 Mio. Barrel. Das überraschende Ergebnisse führte sogleich zu einem Ölpreisanstieg.

Technische News

EUR/USD

Nachdem sich EUR/USD auf dem niedrigen Niveau von 1,4560 stabilisiert haben, werden mittlerweile Anzeichen einer Korrigierung deutlich. Eine positive Neigung des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart unterstützt diese Tendenz. Auch auf der Tages-Chart lässt sich ein neu entstandener zinsbullischer Impuls erkennen. Ein Antesten der Schlüsselmarke Fibonacci bei 1,4890 könnte unmittelbar bevorstehen. Eine gute Entscheidung könnte hierbei lauten: Kaufen.

GBP/USD

Wie auf der Tages-Chart zu erkennen, durchläuft dieses Paar einen äußerst starken Abwärtstrend. Allem Anschein nach ist Potential für ein Weiterbestehen dieser Tendenz vorhanden. Die 4-Stunden-Chart verdeutlich außerdem, dass das nach unten gerichtete Momentum nach wie vor stark ist. Derweil verdichten sich die Bollinger Bands, was auf einen bevorstehenden Umschwung hindeutet. Bei Höchstständen zu verkaufen könnte die richtige Strategie für heute sein.

USD/JPY

Die gestrigen Kursschwankungen des USD/JPY-Paares setzen sich auch heute fort, während das Paar richtunglos, sowohl auf der Stunden- als auch auf de 4-Stunden-Chart schwankt. Alle Oszillatoren bewegen sich nach wie vor im neutralen Bereich. Auf der Tages-Chart scheint sich zwar ein gemäßigtes zinsbullisches Momentum herauszubilden, jedoch sollten Forex-Anleger deutlichere Signale abwarten und erst anschließend diesem Markt beitreten.

USD/CHF

Auf der Tages-Chart lässt sich erkennen, dass dieses Paar bereits seit einiger Zeit starken Kursschwankungen unterliegt. Auch auf der 4-Stunden-Chart lassen sich keine eindeutigen Signale einer Ausrichtung erkennen. Sowohl RSI als auch Slow Stochastic bewegen sich in neutralen Bereichen. Auch für dieses Paar gilt: eindeutige Signale abwarten.

Die Wild-Card

Gold

Gold befindet sich zurzeit inmitten eines äußerst starken Aufwärtstrends. Alle Indikatoren der Tages- sowie 4-Stunden-Chart sind aufwärts gerichtet. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart gibt ebenfalls ein gegenwärtiges zinsbullisches Momentum aus. Auch auf der Tages-Chart lässt sich diese Tendenz deutlich erkennen. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, sich einem viel versprechenden zinsbullischen Trend anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 01/08 17:03 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0815:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-47B2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3
12:00CAD+Employment Change-70.6K-21.0K-4
12:00CAD+Unemployment Rate6.3%6.5%-4
13:15CAD+Housing Starts172K175K-4
13:30CAD+Building Permitsm/m-15.7%-3.7%-4

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USAUSAUSD0.25%
JapanJapanJPY0.10%
EuropeEuropeEUR2.50%
SwitzerlandSwitzerlandCHF0.50%
GBGreat BritainGBP1.50%
CanadaCanadaCAD1.50%
AustraliaAustraliaAUD4.25%
New ZealandNew ZealandNZD5.00%
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