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Freitag, 29 Aug 2008

US-BIP ergibt USD-Anstieg

Tropensturm Gustav entpuppt sich als zweiseitiges Schwert für die aktuellen Rohölpreise: Trotz Besorgnis rechnen Anleger damit, dass der Benzinverbrauch, sollte Gustav zuschlagen, zurückgehen wird und die US-Regierung so manche Ölreserven freigibt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdowndownnonoup
Wochentendenznodownnonoupup
Widerstandskraft1.48431.8388109.811.08310.87210.8157
1.48181.8361109.571.08020.86950.8131
1.47911.8332109.341.09790.86680.8103
Support1.47191.8259108.621.09080.85970.8029
1.46921.8224108.361.08800.85720.8002
1.46701.8202108.011.08530.85560.7976

Wirtschafts News

USD - USD nach gestrigem Handel weiterhin stark und profitierend

Gestern ergab sich für den Dollar ein zinsbullischer Handelstag und die US-amerikanische Währung konnte einen Wertzuwachs gegenüber all ihren Währungsgegnern verbuchen. Dabei verbesserte sich der Dollar um 0,1% und schloss um die 1,4710-Marke gegen den EUR. Auch gegen GBP und CHF erreichte der Dollar stabile Kursgewinne.
Der Anstieg des USD ließ sich gestern auf die vorläufigen BIP-Zahlen der USA zurückführen, die alle, ohnehin positiv ausgefallenen Prognosen übertrafen. Analysten erwarteten eine Verbesserung um 2,6% - der Index überraschte alle mit einem Zuwachs von 3,3%. Somit konnte die US-Wirtschaft einen weiteren Tag positiver Daten verzeichnen, die den USD bekräftigten. Darüber hinaus konnte eine erkennbare Markterholung an den US-Aktienmärkten, insbesondere in Bezug auf Finanzunternehmen und Industriekonzerne sowie ein Rückgang der Rohölpreise dem Dollar neuen Aufschwung verleihen.
Die annualisierte Rate von 3,3% BIP-Zuwachs im zweiten Quartal 2008 stellt eine starke Korrigierung der ersten Schätzung des US-Handelsministeriums vor einem Monat dar, die bei 1,9% Zuwachs ausgegeben wurde und weit über dem 0,9%igen Anstieg des ersten Quartals 2008 liegt. Die aktuellen BIP-Zahlen verdeutlichen den schnellsten Anstieg seit dem dritten Quartal des Jahres 2007, als die annualisierte Zuwachsrate bei 4,8% lag. Der BIP-Bericht veranlasste Investoren sogleich, ihre Dollar-Positionen bei zunehmender Nachfrage an den US-Aktienmärkten sowie fallenden Rohölpreisen in New York aufzustocken.


Darüber hinaus gab die aktuelle Arbeitslosenquote einen Rückgang aus und wurde um 2.000 Anträge weniger als den erwarteten 427.000 gemessen. Allein die positiven BIP-Zahlen, ungeachtet der ausgegebenen Arbeitslosenrate, steigern unter Analysten die Spekulation um einen zukünftigen konstanten Wertzuwachs des USD, was wiederum die Erwartungen auf eine Erhöhung der US-Zinsrate aufleben lässt.


Für heute stehen weniger bedeutende Indikatoren auf dem Wirtschaftskalender, die kaum Einfluss auf den Dollar-Kurs nehmen werden.

EUR - Trotz positiver Daten verliert EUR an Boden

Der EUR verzeichnete gestern einen leichten Abwärtstrend, bei dem die europäische Währung gegenüber all ihren Währungsgegnern an Boden verlor. Gegen den USD ging der EUR um 0,1% zurück, nachdem er sich in den vergangenen Tagen etwas erholt hatte. EUR/GBP fielen bis auf 0,8042.
Die einzigen Zahlen die gestern aus der Eurozone veröffentlicht wurden waren Deutschlands Veränderungen der Struktur der Arbeitslosigkeit sowie die Geldmenge M3. Beide wichen kaum von ihren vorausgesagten Zahlen ab und Kursschwankungen beschränkten sich somit auf ein Mindestmaß.


Abgesehen davon, dass der EUR Punkte an den USD abtrat, konnte sich die 15-Nationen-Währung über dem erreichten Sechsmonatstief zum Wochenbeginn halten. Dies ist unter anderem auf die geminderten Erwartungen zurückzuführen, dass die EZB die Zinssätze in naher Zukunft herabsetzen würde. Nachdem Bundesbankpräsident Axel Weber am Mittwoch in seiner Ansprache verdeutlichte, dass eine Senkung der Zinsrate noch voreilig sei, überdachten Anleger ihre EUR-Positionen, was noch am Donnerstag nachzuspüren war.


Die Stimmung in der US-Wirtschaft hat sich im Verlauf der letzten Wochen aufgrund positiver Indikatoren stark gebessert. Dass der EUR jedoch nach wie vor Stabilität zeigt, lässt sich am deutlichsten am gestrigen Handel erkennen: Trotz schwankender Nicht-Euro-Währungskreuze wurde Europas Währung innerhalb einer relativ engen Spanne gehandelt. Für Anleger ist es momentan von besonderer Wichtigkeit, den Einfluss wirtschaftlicher Indikatoren aus Europa auf ihre Positionen rechtzeitig zu erkennen.
Die heutigen Veröffentlichungen, angefangen bei Italiens Einzelhandelsumsätzen sowie der Voreinschätzung des Verbraucherpreisindexes, das Verbrauchervertrauen und die Arbeitslosenquote werden den EUR-Kurs noch vor dem Wochenende eher begrenzt ins Schwanken bringen.

JPY - JPY zeigt sich zinsbullisch nach positiven Daten

Außer einem leichten Kursrückgang gegen den USD konnte der JPY gegenüber den meisten seiner Währungsgegner Boden gutmachen. Aufgrund der absolut positiver Daten aus der US-Wirtschaft, war der USD nicht zu stoppen und der JPY musste, wie auch die Währungen anderer Kreuzkurse, leichte Verluste gegen den Dollar hinnehmen.


Der wichtigste Indikator aus Japan am gestrigen Handelstag war der vorläufige Bericht der Industrieproduktion. Dabei wurde deutlich, dass sich Japans Produktion saisonbedingt und im Vergleich zum Vormonat Juni um 0,9% gesteigert hat. Die Ankurbelung der Produktion von Automobilen, Elektroartikel sowie NE-Metallen brachte dem Yen neuen Aufschwung.


Auf dem heutigen japanischen Wirtschaftskalender stehen lediglich die Baubeginne. Laut Prognosen soll sich dieser Indikator stark verbessern, was sich nur positiv auf die Landeswährung auswirken kann, da hierbei Arbeitsplätze im Bauwesen entstehen.
Heute sollten Anleger auch die Währungsgegner des Yen im Auge behalten, bevor sie ihre Termingeschäfte abschließen. Noch vor Handelsschluss könnten sich Kursschwankungen ergeben.

Rohöl - Gustav entpuppt sich als zweiseitiges Schwert

Für das Rohöl ergab sich am Donnerstag ein äußerst sprunghafter Handel bei rückläufigen Preisen. Anleger beobachteten aufmerksam die Entwicklungen am Golf von Mexiko, da Tropensturm Gustav nach wie vor die Region bedrohte. Sweet Crude (Oktober-Kontrakt) fiel an der New Yorker Börse um $2,56 bis auf $115,59 pro Barrel, nachdem es zuvor bis auf $120,50 pro Barrel geklettert war.


Der Tropensturm stellt sich als zweiseitiges Schwert für die aktuellen Ölpreise heraus. Im Wochenverlauf stiegen die Energiepreise anfänglich, gingen jedoch wieder zurück, nachdem sie am Donnerstag ein Rekordhoch erreicht hatten. Die Preisschwankungen des Rohöls sind größtenteils auf Tropensturm Gustav zurückzuführen, der sich zurzeit auf die US-Erdölförderungsanlagen zu bewegt. Trotz Besorgnis rechnen Anleger damit, dass der Benzinverbrauch, sollte Gustav zuschlagen, zurückgehen wird und die US-Regierung so manche Ölreserven freigibt.


Dabei schließen einige Analysten einen erneuten Preisanstieg des Rohöls aus, sollte Gustav tatsächlich Schaden an der Golfküste anrichten.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar gibt weiterhin gemischte Ergebnisse aus, hat sich aber mittlerweile um die 1,4720-Marke konsolidiert. Das rückläufige Kreuz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutet darauf hin, dass ein Abwärtstrend bereits bevorsteht. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD

Auf der Tages-Chart zeichnet sich eine sehr deutliche abwärts gerichtete Handelsspanne aus, in deren Mitte sich das Paar inzwischen bewegt. Auch die Oszillatoren sind abwärts gerichtet, so dass sich ein rückläufiger Trend schon bald einstellen könnte. Für heute könnte es richtige sein, zu verkaufen.

USD/JPY

Die 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass dieses Paar sich weiterhin innerhalb eines beschränkten Preisbniveaus befindet. Das rückläufige Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart lässt den Beginn eines rückläufigen Impulses erkennen. Auch hierbei könnte verkaufen die richtige Entscheidung sein.

USD/CHF

Auf der 4-Stunden-Chart bewegt sich dieses Paar richtungslos. Dabei hat es sich mittlerweile um die 1,0970-Marke konsolidiert. Alle Oszillatoren geben rückläufige Signale aus, so dass verkaufen eine gute Strategie am heutigen Handelstag sein könnte.

Die Wild-Card

EUR/CAD

Nach einigen Wochen Preisrückgang hat sich, laut 4-Stunden-Chart, für dieses Paar ein Umschwung ergeben. Seit drei Tagen lässt sich ein Aufwärtstrend erkennen. Somit könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, einem äußerst gefragten Trend beizutreten.

Aktuelle Zeit: 11/20 14:48 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
11/2013:30CAD+Wholesale Sales m/m-1.5%0.5%1.5%1
13:30CAD+Corporate Profitsq/q2.5%-7.6%1
13:30USD+Unemployment Claims 515K508K542K3
15:00USD+Philly Fed Manufacturing Index-37.5-35.0-3
15:00USD+CB Leading Index m/m0.3%-0.6%-1
15:30CAD+BOC Season Review***1
15:35USD+Natural Gas Storage62B-1B-1
USD+Treasury Sec Paulson Speaks***3
21:45NZD+Visitor Arrivals m/m-6.0%--1
11/21JPY+Monetary Policy Statement***3
JPY+Overnight Call Rate0.30%0.30%-3
JPY+BOJ Press Conference***5
02:00NZD+Credit Card Spendingy/y2.6%--1
07:45EUR+French Consumer Spending m/m0.6%-0.5%-3
08:00EUR+French Flash Manufacturing PMI40.640.0-3
08:00EUR+French Flash Services PMI47.546.8-1
08:30EUR+German Flash Manufacturing PMI42.942.0-3
08:30EUR+German Flash Services PMI48.347.6-3
09:00EUR+Flash Manufacturing PMI41.140.5-3
09:00EUR+Flash Services PMI46.945.0-3

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JapanJapanJPY0.30%
EuropeEuropeEUR3.25%
SwitzerlandSwitzerlandCHF2.25%
GBGreat BritainGBP3.00%
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AustraliaAustraliaAUD5.25%
New ZealandNew ZealandNZD6.50%
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