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Montag, 11 Aug 2008

Ausblick auf die sich erholende US-Wirtschaft unterstützt weiterhin USD

Der USD konnte vergangene Woche einen äußerst zinsbullischen Handel verzeichnen und sich im Wert gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern steigern. Auch die Rohölpreise wirkten sich auf den USD aus, die in der letzten Woche starken Kursschwankungen unterlag. Anleger sollten darauf achten, dass Rohöl bei unter $115 pro Barrel gehandelt wurde.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdowndown
Wochentendenzdowndownupupdowndown
Widerstandskraft1.50601.9255110.851.09000.89450.7890
1.50401.9235110.651.08800.89250.7870
1.50101.9205110.351.08500.88950.7840
Support1.49501.9135109.751.07900.88350.7780
1.49201.9105109.451.07600.88050.7750
1.49001.9085109.251.07400.87850.7730

Wirtschafts News

USD - Gute Aussichten für eine weitere Erholung des USD in dieser Woche

Der USD konnte vergangene Woche einen äußerst zinsbullischen Handel verzeichnen und steigerte sich im Wert gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern. Zum Wochenende verstärkte sich diese Wertzunahme sogar, nachdem die wichtigen jedoch anfälligen Pending Home Sales (ausstehenden Hausverkäufe), die erwartungsgemäß negativ ausfallen sollten, alle Prognosen übertrafen und positive Zahlen bei einer Rate von 5,3% lieferten. Das Rohöl wirkte sich ebenfalls auf den USD aus und unterlag in der letzten Woche starken Kursschwankungen. Zu Beginn der Woche konnten Anleger beobachten, dass das Rohöl bei über $120 pro Barrel gehandelt wurde, bis es im Laufe der Woche bis zum Freitag sogar unter $115 pro Barrel fiel. Zum Ende der Woche wurde der USD gegen den EUR unter der 1,50-Marke und gegen den JPY über der 110,00-Marke gehandelt. Anleger sollten nicht vergessen, dass die Stärke des USD zur zweiten Wochenhälfte von einer Schwäche des EUR gefördert wurde, die ihren Ursprung in der bedrückenden Ansprache des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet hatte. Trichets Versuch, das Verhältnis zwischen Wachstum und Inflation zu erklären, wirkte sich nicht weiter auf die gegebene Situation aus, jedoch schienen seine Erläuterungen bezüglich des Wirtschaftswachstums der Eurozone im zweiten Quartal, das sehr viel schlechter ausgefallen war, ein Ende der Zinssatzerhöhungen zu bedeuten.


Diese Woche sollte mit wenig Kurschwankungen für den USD beginnen, da keine Veröffentlichungen für heute erwartet werden. Neue Wirtschaftsdaten stehen erst im Verlauf der Woche an. Die folgenden Zahlen, deren Prognosen alle rückläufig sind, stehen auf dem Wirtschaftkalender: Die Handelsbilanz, die Kern-Einzelhandelsumsätze, der Kern-Verbraucherpreisindex und der vorläufige UoM Consumer Sentiment (Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan), der erwartungsgemäß einen Anstieg der Verbraucherausgaben darstellen wird. Insbesondere am Mittwoch werden für die Rohölpreise Kursschwankungen erwartet, da die Rohölbestände veröffentlicht werden. Anleger sollten diese Entwicklung und deren Effekt auf den Dollar aufmerksam verfolgen.


Mit Hinblick auf die heutige Agenda der US-Wirtschaft werden keine neuen Daten erwartet. Der Dollar-Kurs wird von den Trends seiner Währungskontrahenten bestimmt werden, in erster Linie vom EUR. Hier stehen Frankreichs Industrieproduktionszahlen an, auf denen die Hoffnung liegt, dass sie dem EUR verhelfen werden, wieder Boden gegenüber dem USD gutzumachen. Nach einem starken Aufwärtstrend in der vergangenen Woche, könnte der USD zum neuen Wochenstart einige Rückgänge erfahren.

EUR - Eurozone nach Trichets negativem Konjunkturausblick noch nicht gefangen

In der vergangenen Woche erlebte der EUR einen starken Abwärtstrend und verlor gegen all seine Währungskreuze. Der EUR konnte mit einem sich verstärkenden USD und den fallenden Rohölpreisen nicht mithalten. Unabhängig vom positiven Trend aus den USA, waren die veröffentlichten Zahlen aus der Eurozone äußerst rückläufig und fielen schlechter aus als erwartet. Am stärksten trafen den EUR die deutschen Industrieproduktionszahlen, die deutschen Auftragseingänge der Industrie sowie das vorläufige Bruttoinlandsprodukt aus Italien. Alle Indizes lagen unter den Erwartungen. Auch in der von EZB-Präsident Trichet gehaltenen Ansprache am Donnerstag konnten negative Töne vernommen werden. Trichet erklärte, dass die erwarteten Probleme des Eurozonen-Wirtschaftswachstums nun Formen annehmen würden. Dieses sei im zweiten Quartal geschwächt. Das EUR/USD-Paar fiel unter die 1,50-Marke. EUR/JPY wurden zum Ende der Woche unter 165,00 gehandelt.


Für die anstehende Woche werden gemischte Ergebnisse der Wirtschaftsdatenveröffentlichungen erwartet und der EUR könnte weiterhin fallen. Der Wochenbeginn wird erwartungsgemäß positiv für den EUR ausfallen. Die französischen Industrieproduktionszahlen werden voraussichtlich steigen, nachdem im Vormonat eine negative Zahl ausgegeben wurde. Heute Morgen ging dieser Index jedoch um 0,4% zurück und verhinderte somit eine Erholung des EUR/USD-Paares. Im Grunde werden in dieser Woche, außer für die Industrieproduktionen, weniger zinsbullische Daten aus der Eurozone erwartet. Am Donnerstag stehen die wichtigsten Daten an: das vorläufige deutsche Bruttoinlandsprodukt, der Flash BIP sowie die französischen Non-Farm Payrolls, die sich alle im Vergleich zum ihren Vorwerten verschlechtern sollen. Besonders heute könnte sich für den EUR und das Paar EUR/USD, laut Prognosen, ein Aufwärtstrend entwickeln. Anleger sollten den EUR entsprechend der erwarteten Kursschwankungen am Donnerstag handeln.

JPY - JPY-Schwankungen bei steigender Risikobereitschaft der Märkte

Ähnlich wie in der Woche zuvor, unterlief der JPY auch in der vergangenen Woche einen recht zinsbullischen Handel und konnte Kursgewinne gegenüber den meisten seiner Währungskreuze, den USD ausgenommen, verzeichnen. Der JPY machte sich wieder einmal den USD-Aufwärtstrend und einen Rückgang der Rohölpreise zu Nutze, der dem Export orientierten Yen dabei half, gegenüber seinen Währungskontrahenten an Boden zu gewinnen. An veröffentlichten Wirtschaftsdaten, bildeten die besser als erwartet ausgefallenen Kern-Machinery Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen) ein Highlight. Diese ließen den Glauben an ein zukünftiges Wirtschaftswachstum Japans wieder aufleben. Die bedeutendste Entwicklung in Hinsicht auf die Kreuzkurse des JPY stellte ein Sturz des Paares EUR/JPY dar, das zum Ende der Handelswoche unter die 165,00-Marke fiel.


Diese Woche wird dem JPY zu Beginn voraussichtliche Kursschwankungen bescheren, da einige Wirtschaftsdaten erwartet werden. Sowohl Japans vorläufiges Bruttoinlandsprodukt als auch der Tertiary Industry Activity Index, welcher die Entwicklungen im Dienstleistungssektor beschreibt, werden als rückläufig prognostiziert. Ein Großteil der anstehenden Veröffentlichungen für den JPY wird bis Mitte der Woche tendenziell fallend erwartet. Donnerstag und Freitag bleibt der JPY dem Wirtschaftskalender fern. Die zu erwartenden Entwicklungen des Yen für diese kommende Woche werden eher durchwachsen sein. Landeseigene Veröffentlichungen werden den JPY wahrscheinlich drücken, doch USD-Momentum und Rohölhandel werden ihren beachtlichen Einfluss auf Japans Währung haben.

Rohöl - Wird Rohöl trotz Gerogienkonflikt weiter steigen?

Wieder einmal stiegen die Rohölpreise, heute über $116 pro Barrel, diesmal aufgrund der Sorge, dass die Versorgung aus dem Kaspischen Meer zum Erliegen gebracht werden könnte.


Die russische Luftwaffe bombardierte die Pipeline Baku-Tbilisi-Ceyhan, die Georgien und die Türkei bis zum Mittelmeer mit Azeri Öl beliefert, wie vom georgischen Wirtschaftsministerium berichtet. Tatsächlich stellt Georgien ein zentrales Bindeglied im US-gestützten "südlichen Energiekorridor" dar, der die Region des kaspischen Meeres mit den Weltmärkten verbindet und Russland umgeht.
Insgesamt waren die Rohölpreise im Vormonat auf ein Rekordhoch von über $147 pro Barrel angestiegen und seither um mehr als $32 gefallen. Berichten zufolge haben die hohen Benzin- und Light Sweet-Preise die Verbraucher dazu bewegt, ihren Konsum einzuschränken.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar befindet sich nach wie vor inmitten eines steten Abwärtstrends. Dennoch hat der RSI der 4-Stunden- sowie der Tages-Chart seinen Höhepunkt im "überkauften" Bereich inzwischen erreicht, was bedeutet, dass eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar bevorsteht. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens der Stunden-Chart hat eine deutliche zinsbullische Bewegung bereits stattgefunden und scheint noch mehr Potential in sich zu tragen. Die richtige Strategie für heute könnte hier lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Nach dem jüngsten äußerst ausgeprägten Abwärtstrend, scheint sich dieses Paar um die 1,9200-Marke zu konsolidieren. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens der 4-Stunden-Chart deutet ein zinsbullisches Kreuz darauf hin, dass sich eine leichte Korrigierung einstellen könnte, bevor sich ein stärkerer Abwärtstrend fortsetzt. Bei Höchstständen zu kaufen, könnte für heute richtig sein.

USD/JPY

Die Kursschwankungen dieses Paares setzen sich ohne eine bedeutende Richtungsänderung fort. Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus und schwankt größtenteils in einem neutralem Bereich. Die Stunden-Charts jedoch deuten ein leicht zinsbullischen Momentum an. Der Slow Stochastic der Tages-Chart ist positiv geneigt, während der RSI bestätigt, dass es tatsächlich aufwärts geht.

USD/CHF

Die heftige zinsbullische Preisentwicklung innerhalb der aufwärts gerichteten Handelsspanne setzt sich weiterhin fort und wurde bislang noch nicht durchbrochen. Auf der Tages-Chart wird ein starkes zinsbullisches Kreuz deutlich, während die 4-Stunden-Chart, mit einem auf ein Andauern dieser Entwicklung deutenden Slow Stochastic, diese Neigung bekräftigt. Der nächste Richtwert könnte bei 1,0160 liegen. Für heute könnte eine bevorzugte Strategie Kaufen sein.

Die Wild-Card

Silber

Der äußerst starke Abwärtstrend nimmt kein Ende. Alle Indikatoren, sowohl auf der Tages- als auch auf der 4-Stunden-Chart, verweisen auf eine abwärts gerichtete Tendenz, während das Momentum hoch ist. Hier bietet sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit, sich dieses zusätzliche Momentum, Tendenz fallend, das für diesen Rohstoff noch zu bestehen scheint, zu Nutze zu machen.

Aktuelle Zeit: 01/08 16:25 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0815:00CAD+Ivey PMI40.237.539.1 4
15:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-47B2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3
12:00CAD+Employment Change-70.6K-21.0K-4
12:00CAD+Unemployment Rate6.3%6.5%-4
13:15CAD+Housing Starts172K175K-4

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JapanJapanJPY0.10%
EuropeEuropeEUR2.50%
SwitzerlandSwitzerlandCHF0.50%
GBGreat BritainGBP1.50%
CanadaCanadaCAD1.50%
AustraliaAustraliaAUD4.25%
New ZealandNew ZealandNZD5.00%
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