close
| |

Thursday, 28 Oct 2010

Aussichten auf globale Konjunkturerholung schwächt Dollar

Seit drei Handelstagen verzeichnet der US-Dollar überwiegend Kursverluste gegen den Euro. Marktbeobachter verweisen auf eine Gegenbewegung zu den Gewinnen der letzten Wochen als ein Beweggrund für die jüngsten Kursentwicklungen. Darüber hinaus belastet die Ungewissheit am Markt über die Erholungsaussichten der globalen Konjunktur nicht nur den Dollar, sondern auch die asiatischen Aktienmärkte, so Analysten. Die Nachfrage nach USD als „sichere“ Alternativanlage ist gegenwärtig gedämpft.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupupup
Wochentendenzdownupupupdowndown
Resistance1.38961.588382.430.99620.98410.8821
1.38771.586182.200.99400.98200.8800
1.38451.583281.910.99110.97890.8771
Support1.37861.577081.300.98510.97290.8710
1.37551.574181.010.98200.96980.8681
1.37341.572080.800.97990.96790.8660

Wirtschafts News

USD - Dollar vor Fed-Sitzung

Zu Handelsbeginn am Mittwoch setzte sich der Abwärtstrend des USD gegen den EUR zunächst fort. Im Vorfeld des am kommenden Mittwoch anberaumten Treffens des Offenmarktausschuss der US-Notenbank bleiben die Händler vorsichtig. Viele gehen davon aus, dass die USA ihre ohnehin hoch-expansive Geldpolitik weiter lockern wird. Der gestrige Handelstag lieferte ferner positive Konjunkturdaten aus Amerika. Nach Angaben des US-Handelsministeriums ist die Zahl der US-Neubauverkäufe im September gegenüber dem Vormonat um 6,6% auf 307.000 verkaufte Einheiten und damit stärker als erwartet gestiegen. Experten hatten mit einem Anstieg von lediglich 4,2% gerechnet.
Darüber hinaus teilte das US-Handelsministerium mit, dass sich auch der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA im September stärker als erwartet erhöht hat. Während Volkswirte einen Anstieg von 2,5% erwartet hatten, kletterte der Ordereingang gegenüber dem Vormonat um 3,3%. Bis Handelsschluss verzeichnete der US-Dollar jedoch zum ersten Mal in drei Handelstagen setzten schließlich leichte Erholungstendenzen gegen den Euro ein. Der US-Dollar hatte seit Wochenbeginn überwiegend gegen den Euro abgewertet. Die Ungewissheit am Markt über die Erholungsaussichten der globalen Konjunktur belastete den Dollar, die Nachfrage nach USD als „sichere“ Alternativanlage ist gegenwärtig gedämpft.

EUR - Euro fällt und steigt gegen US-Dollar

Der Euro kam am Mittwoch kurz stärker unter Druck und rutschte bis unter die Unterstützung bei $1,38. Am Donnerstag konnte sich die Gemeinschaftswährung von ihren Vortagsverlusten erholen und kletterte in den frühen Handelsstunden wieder bis auf $1,3820. Händler verwiesen auch hier auf eine Gegenbewegung zu den Vortagesverlusten als Ursache für die Kursbewegungen beim Euro am Donnerstag. Am Markt dreht sich aktuell alles um das Thema US-Geldpolitik. Mit Spannung blicken die Marktteilnehmer auf den kommenden Mittwoch. Viele gehen davon aus, dass die USA beim Treffen des Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve ihre ohnehin hoch-expansive Geldpolitik weiter lockern wird.
Ferner belaste den EUR ein aktueller Bericht zur Liquiditätsabhängigkeit der EU-Banken, nach dem die Abhängigkeit von Banken aus Griechenland, Irland, Spanien und Portugal im September unverändert hoch gewesen sei, so Marktbeobachter. Die Einheitswährung fiel im Laufe des gestrigen Mittwochs im Tief bis auf 1,3758. Zu Handelsschuss notierte der Euro mit -0,6% bei 1.3770.
Analysten gehen nicht davon, dass die Währung der 16 Nationen in den kommenden 1-2 Wochen bis unter die Marke von 1,36 fallen wird. Die USA planen ein neuerliches Anleihenankaufprogramm, während der kurzfristige Zins in der Eurozone langsam steigt.

JPY - Yen fällt auf 2-Wochentief gegen Dollar

Japans Yen fiel am gestrigen Handelstag bis auf 81,98 gegen den USD und entfernte sich somit wieder ein Stück vom zuvor markierten 15-Jahreshoch bei der Marke 80,41 zu Beginn der Handelswoche. Getrieben von Spekulationen um weitere Interventionen seitens der Bank of Japan verzeichnet die Inselstaatwährung erneut Verluste. Laut Merrill Lynch Japan Securities Co. müsste die japanische Notenbank den Kauf von langjährigen Staatsanleihen ausweiten, um der Yen-Aufwertung effektiv Einhalt zu gebieten.
An der Börse in Tokio haben die Aktienkurse in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag nach einem überwiegend richtungslosen Handel uneinheitlich geschlossen. Nachdem der Dollar gestern Abend nicht an der Marke von 81,51 scheiterte und im Hoch bis auf 81,97 kletterte, notiert das Währungspaar USD/JPY aktuell bei 81,70. Der nächst größere Widerstand ist bei 82,38 zu finden. Unterstützung besteht bei 81,32.

Rohöl - Dollar-Aufwertung drückt Ölpreise unter $82-Marke

Am Mittwoch fielen die internationalen Ölpreise um insgesamt 1%. Leicht unter Druck kommen die Preise im Vorfeld neuer Konjunkturmaßnahmen der Federal Reserve am kommenden Mittwoch. Viele Marktteilnehmer sind sich verunsichert. Darüber hinaus drückten die zuletzt deutlich gestiegenen US-Rohölvorräte den Ölkurs. Nach Angaben der US-Energiebehörde am Mittwochnachmittag erhöhten sich die Lagerbestände in der Vorwoche um 5 Mio. Barrel, während Analysten mit einem Anstieg um lediglich 1,5 Mio. Barrel gerechnet hatten.
Im Übergang vom asiatischen in den europäischen Handel am Donnerstag notierte US-WTI zur Lieferung im Dezember bei $80,90 pro Fass und somit $0,04 weniger als am Vortag. Nordsee-Brent fiel um $0,08 auf $83,15 pro Barrel. Die Wechselwirkung zwischen Dollar und der Preisvolatilität bei Rohöl bleibt zu auffällig. Insbesondere in Zeiten hoher Marktvolatilität kommt diese Korrelation zum Tragen.
Aufgrund der unruhigen Marktsituationen wenden sich Anleger von Rohstoffen, wie Rohöl ab und verschieben ihre Gelder in sichere Investitionen. Dies übt zusätzlichen Druck auf die Ölpreise aus.

Technische News

EUR/USD

Die jüngste Aufwärtskorrektur bei EUR/USD könnte mittlerweile ausgeschöpft sein. Der RSI bewegt sich bereits im überkauften Bereich auf der 4-Stunden- und Tages-Chart. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.

GBP/USD

Die Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Das Abwärtskreuzen des 4-Stunden-Slow Stochastic ist mittlerweile nicht zu übersehen und lässt eine Kurskorrektur nach unten innerhalb des nächsten Zeitfensters vermuten. Verkaufen könnte eine gute Taktik für heute sein.

USD/JPY

Die Bollinger Bands der Stunden-Chart verdichten sich und signalisieren, dass ein Brechen bereits in unmittelbarer Zukunft einsetzen kann. Dabei könnte es sich um eine Überwindung nach oben handeln, denn der Slow Stochastic der Chart kreuzt aufwärts. Der 14-RSI tendiert ebenfalls in Richtung Norden und deutet somit auf eine sich ankündigende Aufwärtsbewegung. Anleger sollten den Durchbruch zunächst abwarten, bevor sie hier auf steigende Kurse setzen.

USD/CHF

Dieses Paar signalisiert zum zweiten Tag in Folge Abwärtstendenzen. Zusätzliche Kursschwankungen können sich heute ergeben. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im überverkauften Bereich. Der RSI der Wochen-Chart lässt wiederum erkennen, dass das Paar überkauft ist. Warten Sie auch hier deutlichere Signale ab, bevor Sie diesem Markt beitreten.

Die Wild-Card

AUD/USD

Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat AUD/NZD letztendlich in den überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint das gegenwärtige Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf eine sich ankündigende Preiskorrektur nach unten zu deuten. Forex -Anlegern bietet sich möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch nach unten auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um den bevorstehenden Trend auszusitzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 07:18 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen