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Monday, 14 Nov 2011
Ausstieg Griechenlands aus dem EUR nicht sehr wahrscheinlich
Das Gerede über einen Ausstieg Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion (EWU) dürfte sich fürs Erste erübrigt haben. Der neue griechische Ministerpräsident Lucas Papademos versprach alle griechischen Verpflichtungen zu erfüllen um unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen zu können. Das dürfte auch dazu beitragen, das brüchige Vertrauen von Investoren in den EUR wieder herzustellen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4290 | 1.6615 | 79.30 | 0.9450 | 1.1080 | 0.8885 |
| 1.4105 | 1.6450 | 77.85 | 0.9310 | 1.0750 | 0.8830 | |
| 1.3860 | 1.6140 | 77.50 | 0.9080 | 1.0450 | 0.8650 | |
| Support | 1.3650 | 1.5850 | 76.95 | 0.8950 | 1.0250 | 0.8560 |
| 1.3480 | 1.5680 | 76.10 | 0.8760 | 1.0050 | 0.8485 | |
| 1.3145 | 1.5270 | 75.63 | 0.8570 | 0.9650 | 0.8355 |
Wirtschafts News
EUR - Ausstieg Griechenlands aus dem EUR nicht sehr wahrscheinlich
Die derzeitige Regierungskoalition in Griechenland hat bestätigt, dass sie vorhabe das jüngst beschlossene EUR 130 Mrd. Rettungspaket für Griechenland zur Anwendung zu bringen. Das soll auch noch vor den geplanten Neuwahlen erfolgen. Das ist die Art von Zusage die Investoren gebraucht haben um dem EUR mehr Stabilität verleihen zu können.
Von allen Marktereignissen die in den vergangenen Wochen eingetreten sind, waren zwei von ganz besonderer Bedeutung: die Möglichkeit, dass Griechenland bei seinen Staatsanleihen in Zahlungsverzug geraten könnte und dass das hochverschuldete Land gegebenenfalls aus der EWU austreten müsse.
Unter der neuen politischen Führung Griechenlands sind die Chancen erheblich gestiegen, dass es zu solchen Maßnahmen nicht kommen wird. Folglich könnte der EUR von der verbesserten politischen Lage in Griechenland nur profitieren. Erster Widerstand für die EUR/USD-Paarung findet sich bei 1,3675, und ein Durchbruch hier könnte Gewinne in Richtung der zuvor durchbrochenen Unterstützungslinie des November-Tiefs bei 1,3760 ankurbeln.
GBP - Corporate Inflation sinkt zwar, doch bleibt die Kerninflation hoch
Am Freitag wurde in Großbritannien berichtet, dass der Erzeugerpreisindex (PPI) um -0,8% gesunken ist. Allgemeinhin war allerdings angenommen worden, dass es gegenüber dem Vormonat zu keiner Veränderung kommen werde. Derweil steht die Kerninflationsrate weiterhin bei 5,2% und damit weit über der Zielvorgabe der Bank of England (BOE).
In dieser Woche werden einige für das Pfund Sterling wichtige Daten veröffentlicht. Am Dienstag wird die Kerninflationsrate bekannt gegeben, und man erwartet einen leichten Rückgang auf 5,1%. Am Donnerstag folgt dann der vierteljährliche Inflations-Bericht, der oftmals hohe Volatilität für das britische Pfund Sterling mit sich bringt. Das GBP zeigte sich in letzter Zeit geschwächt und neigte sich in Richtung seines Unterstützungswerts von 1,5867, dem Tief vom 10. November.
CHF - SNB setzt ihre Bemühungen zur Schwächung des CHF fort
Die Kampagne der Maßhalteappelle der SNB gegen die Stärke des CHF wurde fortgesetzt. Der schweizer Wirtschaftsminister erklärte, dass die Währung weiterhin massiv überbewertet sei, insbesondere wenn man im Vergleich zur Kaufkraft-Parität misst.
Wenngleich auch die harte Linie der SNB bewundernswert ist, so wird der CHF, angesichts des neuerlichen Drucks aus der Eurozone, nicht von allein schwächeln. In den vergangenen zwei Wochen hat das Aufflammen der Spannungen in Griechenland und Italien die Situation an den europäischen Märkten instabil gestaltet, und die vorsichtige Stimmung könnte Händler dazu veranlasst haben sich auf den CHF als Safe-Hafen-Währung zurückzuziehen.
JPY - Wird das MOF an den Devisenmärkten intervenieren?
Berichten in der WSJ und der lokalen japanischen Presse zufolge setzt das japanische Finanzministerium (MOF) seine Interventionen an den Devisenmärkten fort, ohne das öffentlich bekannt zu geben. Dieses Gerücht kann zwar nicht bestätigt werden, doch sollte es sich bewahrheiten, dann hat diese „verdeckte Intervention“ nicht den Erfolg aufzuweisen, den zeitlich abgestimmte Interventionen des MOF in der Vergangenheit mit sich brachten.
Bis Freitag hatte sich die USD/JPY-Paarung nahe dem Wert von 78 Yen stabil gehalten, wobei es bei dem Paar nur sehr geringe Kursbewegungen gegeben hatte. Nach der Intervention von Anfang August hatte der Yen seine Verluste von den früheren Verkäufen sehr schnell wieder wettmachen können. Frühere Versuche den Markt mit Yen zu überfluten führten nicht zur Schwächung der japanischen Währung. Allerdings ist es begrüßenswert, dass die Japaner weitere Versuche unternehmen werden die Stärke des Yen anzugreifen. Jedoch werden jegliche Erfolge des japanischen MOF, angesichts des langzeitigen Abwärtstrends der USD/JPY-Paarung, nur von kurzer Dauer sein.
Technische News
EUR/USD
Die Belastbarkeit des EUR ließ viele Händler die Strategie verfolgen die EUR/USD-Paarung immer dann zu verkaufen wenn eine Markterholung vorlag. Der Haupt-Widerstandswert liegt bei 1,3860, dem Konsolidierungswert von Anfang November. Dieser Wert entspricht auch der 50% Rückführung des Abwärtstrends von Ende Oktober bis Anfang November (1,4246 - 1,3483). Bei einer Annäherung an diesen Schlüsselwert könnte die Paarung unter Verkaufsdruck geraten. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und Wochen-Chart deutet weiterhin abwärts, und erste Unterstützung dürfte sich bei 1,3650 finden, gefolgt vom Tief der vergangenen Woche bei 1,3480. Ein Durchbruch hier könnte die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4105.
GBP/USD
Das Pfund Sterling ist unter Verkaufsdruck geraten und nähert sich dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6140. Dieser Bewegungsdurchschnitt liegt knapp über einer ansteigenden Flaggen-Formation auf dem Tages-Chart. Die Unterstützungslinie auf den Charts sinkt unter das Tief vom 26. Oktober und weist eine potentielle maßvolle Bewegung um 480 Pips auf, die das August-Hoch von 1,6615 als vorteilhaftes Ziel erscheinen lässt. Sollte es der Paarung nicht gelingen aus diesem Konsolidierungsmuster auszubrechen, dürfte sich Unterstützung bei 1,5850 und bei 1,5680 finden.
USD/JPY
Nach einem Zeitraum relativer Unbeweglichkeit hat der Yen wieder an Stärke zugelegt. Die USD/JPY-Paarung dürfte Unterstützung beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 76,96 finden, gleichwohl diese Einbahnstraßenbewegung auf weitere Kursrückgänge bei dem Paar hindeutet. Zusätzliche Unterstützung dürfte sich bei 76,10 finden, dem unteren Grenzwert der Konsolidierung vom September, mit einer finalen Zielsetzung von zumindest dem Rekordtief von 75,63. Widerstand dürfte sich beim September-Hoch von 77,85 finden, während der langfristige Abwärtstrend vom Hoch in 2007 bei 79,30 liegt.
USD/CHF
Die USD/CHF-Paarung konnte zwar einen Durchbruch verzeichnen, war jedoch nicht in der Lage erheblich über den Widerstandswert vom 20. Oktober von 0,9080 anzusteigen. Ein neuerlicher Anstieg dürfte wahrscheinlich das Oktober-Hoch von 0,9310 zum Ziel haben. Händler sollten auch ein Auge auf den 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt halten, der bei 0,9450 liegt. Erste Unterstützung findet sich nahe 0,8950, gefolgt vom November-Tief von 0,8760.
Die Wild-Card
S&P 500
Auf dem Tages-Chart hat sich ein Dreiecks-Konsolidierungsmuster gebildet, dessen oberer Schenkel vom Oktober-Hoch abfällt und dessen Unterstützungswert vom November-Tief ansteigt. Forex-Händler sollten auf Durchbrüche beim Widerstandswert von 1,268 und beim Unterstützungswert von 1,225 achten. Der S&P 500 dürfte Widerstand bei der von den Hochs im April und Juli abfallenden Trendlinie bei 1,318 finden. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | - | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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