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Wednesday, 3 Feb 2010
Australiens Notenbank überrascht die Märkte
Australiens Notenbank überraschte die Marktakteure gestern mit ihrem Verzicht auf eine Zinserhöhung. Überdies brachten positive US-Konjunkturdaten dem Ölpreis in den vergangenen zwei Tagen einen Preissprung von über 5,5%.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4036 | 1.6071 | 91.25 | 1.0642 | 0.8936 | 0.8812 |
| 1.4015 | 1.6051 | 91.04 | 1.0621 | 0.8915 | 0.8791 | |
| 1.3988 | 1.6020 | 90.76 | 1.0595 | 0.8887 | 0.8760 | |
| Support | 1.3928 | 1.5961 | 90.15 | 1.0535 | 0.8825 | 0.8697 |
| 1.3899 | 1.5933 | 89.94 | 1.0502 | 0.8795 | 0.8665 | |
| 1.3877 | 1.5925 | 89.75 | 1.0471 | 0.8771 | 0.8645 |
Wirtschafts News
USD - USD wertet leicht ab nach Verkäufen bestehender US-Häuser
Der USD wertete bereits zu früher Morgenstunde am Mittwoch gegen den EUR ab. Unterstützung erfährt die europäische Gemeinschaftswährung zum einen durch die aktuell vorgelegten Sparvorschläge der EU-Kommission für das hoch verschuldete Griechenland, nach denen der Mitgliedsstaat aus der Finanzkrise geführt werden soll. Darüber hinaus bleiben USD-Anleger derzeit verhalten und warten das Ergebnis des für Freitag erwarteten US-Arbeitmarktberichts ab, dem die Marktteilnehmer stets große Bedeutung beimessen.
Zu Handelsschuss notierte das Währungspaar EUR/USD am Dienstag bei 1,3965. Der Eröffnungspreis wurde mit 1,3914 ausgegeben. GBP/USD kletterte ebenfalls bis auf 1,5972, von zuvor 1,5929, während USD/JPY von 90,76 auf 90,36 abrutschte.
Insgesamt musste der USD also nach den jüngsten Aufwärtstendenzen wieder leicht an Boden gegen die Hauptwährungen abgeben. Ein Teil der Aufwertung des Paares EUR/USD ergab sich womöglich durch Gewinnmitnahmen in der vorangegangenen Woche.
Das gestern veröffentlichte Ergebnis zu den Verkäufen bestehender Häuser in den USA lag über den Erwartungen der Experten. Der entsprechende Index stieg laut National Association of Realtors gegenüber dem Vormonat um 1%, während Analysten mit einem Anstieg von lediglich 0,4% rechneten.
Heute richtete sich das Hauptaugenmerk der Händler ganz klar auf die beiden folgenden Indikatoren: ADP-Arbeitsmarktbericht zur Beschäftigung im Privaten Sektor (Januar) und ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe (Januar). Der vorgenannte ADP-Arbeitsmarktbericht gilt als Vorbote für die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag und nimmt in der Regel großen Einfluss auf die Märkte. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich ist ein wichtiger Stimmungsindikator der US-Wirtschaft. Ein Ergebnis dessen über den Prognosen, kann EUR/USD zurück bis auf die Unterstützungsmarke von 1,3830 drücken.
EUR - Griechenland-Sorgen lassen nach
In den vergangenen Handelswochen belasteten die anhaltenden Sorgen um den hoch verschuldeten Mitgliedsstaat Griechenland den EUR-Handel. Unterstützung erfährt die europäische Gemeinschaftswährung jedoch mittlerweile durch die aktuell vorgelegten Sparvorschläge der EU-Kommission, nach denen Griechenland aus der Finanzkrise geführt werden soll. Der finanziell schwer belastete Mitgliedsstaat platzierte in der letzten Woche eine erste Staatsanleihe im Volumen von 8 Mrd. Euro. Die Nachfrage nach den Anleihen mit fünfjähriger Laufzeit war dabei dreifach so hoch wie das Angebot. Der Aufschlag zur fünfjährigen Bundesanleihe liegt jedoch bei 3,8 Prozentpunkten und die Griechen zahlen mit einer voraussichtlichen Rendite von über 6% einen recht hohen Preis. Das Haushaltedefizit des stark angeschlagenen EU-Mitgliedsstaats Griechenland beläuft sich mittlerweile auf knapp13% des Bruttoinlandprodukts (BIP), wobei das Stabilitätspaket der EU ein Budgetdefizit von höchstens 3% des BIP vorsieht.
In den kommenden Tagen werden einige wichtige Konjunkturindikatoren für die Eurozone veröffentlicht, die für EUR-Paare verstärkt Volatilität auslösen könnten. Zur heute beobachteten EUR-Aufwertung könnte sich schon bis zum Wochenende eine Trendwende ergeben. Am Donnerstag veröffentlicht die EZB das Ergebnis ihrer Ratssitzung zum Leitzins, das von einer anschließenden Pressekonferenz gefolgt wird. Von einer Zinsanhebung durch die EZB gehen die Marktteilnehmer nicht aus. Abzuwarten bleiben die nächsten Tendenzen des EUR bis zum Ende der aktuellen Handelswoche.
JPY - Australischer Leitzins unverändert - Märkte überrascht
Australiens Notenbank überraschte die Märkte gestern mit ihrer Entscheidung, den Leitzins in Australien unverändert zu belassen. Nach drei Anhebungen in Folge waren viele Analysten von einer weiteren Anhebung um 0,25 Basispunkte auf 4,00% ausgegangen. Entgegen den Erwartungen hatte die Reserve Bank of Australia ihren Leitzins bei 3,75% belassen. Dies sei eine notwendige Maßnahem zur Vorantreibung der Konjunkturerholung, so Gouverneur Glenn Stevens, und hätte gegenwärtig Vorrang vor einer weiteren Inflationsbekämpfung.
Das Währungspaar AUD/USD kletterte entsprechend von 0,8801 zur Eröffnungsstunde auf 0,8881. Im Zuge der dreimaligen Zinsanhebung im vergangenen Jahr, schnellte das Paar um insgesamt 28% in die Höhe. Der steigende Australische Dollar belastet den australischen Außenhandel, da sich der australische Export im Vergleich zu ausländischen Ausfuhren verteuert.
Die nächste Sitzung zum Leitzinsentscheid der Australischen Notenbank ist auf den 2. März anberaumt. Für diesen Termin wird die ausstehende Anhebung auf ein Niveau von 4,00% erwartet. Händler sollten jedoch aufmerksam bleiben - Leitzinsprognosen werden zunehmend unkalkulierbar.
Rohöl - 2-Wochen-Hoch für Rohöl
Der Spot-Rohölpreis erreichte am Dienstag ein neues 2-wöchiges Rekordhoch. Die Märkte sehnen eine Stabilisierung der Preise herbei, da Preisturbulenzen, wie im vergangenen Jahr zu beobachten, nach wie vor untragbare sowie potenzielle Schäden für die Rohölnachfrage bedeuten.
Rohöl notierte gestern bei $76,82. Der Eröffnungspreis lag bei $74,68. In den vergangenen zwei Tagen ergab sich für den Rohstoff ein Preissprung von 5,5%.
Unterstützung ergibt sich gegenwärtig durch eine Reihe positiver Konjunkturdaten aus den USA. Sowohl BIP- als auch Produktionsdaten am Freitag und Montag lagen über den Erwartungen der Experten und veranlassten einige Händler dazu, angesichts der sich verstärkenden Konjunkturerholung auf eine gesteigerte Energienachfrage zu hoffen.
Heute steht die überaus einflussreiche Veröffentlichung zu den US-Rohöllagerbeständen der letzten Woche auf der Agenda. Prognosen zufolge sollen sich diese um gerade einmal 0,4 Mio. Barrel erhöhen. Sollten die Vorräte unter dieser Marke bleiben, könnte der Ölpreis weitere Unterstützung finden und möglicherweise die $79-Widerstandsmarke erreichen.
Technische News
EUR/USD
Der RSI der Tages-Chart hat mittlerweile in den „überkauften“ Bereich gedreht, was bedeuteten könnte, dass bald ein Aufwärtstrend einsetzt. Ein Großteil der Indikatoren gibt das Paar jedoch noch im neutralen Bereich aus. Anleger sollten daher weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
GBP/USD
Laut Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart nähert sich das Paar dem „überkauften“ Bereich auf der Grafik. Der RSI der 2-Stunden-Chart bestätigt dies. Hier ist ein sich ankündigender rückläufiger Trend deutlich zu erkennen. Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.
USD/JPY
RSI und Slow Stochastic auf der Stunden- und Tages-Charts geben USD/JPY im neutralen Bereich aus. Auch hier gilt: Warten Sie weitere Entwicklungen für USD/JPY heute vorerst ab. Eine eindeutige Ausrichtung ist aktuell nicht zu erkennen.
USD/CHF
Der RSI der Tages-Chart schwankt im „überkauften“ Bereich. Dies könnte bedeuten, dass eine Kurskorrektur nach unten bevorsteht. Die Mehrzahl der übrigen technischen Indikatoren gibt das Paar jedoch im neutralen Bereich aus. Bevor Sie diesem Markt beitreten, wäre es ratsam, die nächsten Kursbewegungen für USD/CHF gut zu beobachten.
Die Wild-Card
GBP/CHF
Der RSI der Stunden-Chart schwankt im „überkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Bei engen Stopps auf fallende Kurse zu setzten ist für Forex -Händler möglicherweise heute eine gute Entscheidung, da sich für GBP/CHF eine Kurskorrektur nach unten ergeben könnte.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/25 | ||||||||
| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | - | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



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