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Tuesday, 7 Jun 2011

Bedenken hinsichtlich Rettungspaketmaßnahmen für Griechenland sorgen für Kurseinbruch bei EUR/USD

Der Euro konnte seinen in jüngster Zeit recht stabilen Kurs zum US Dollar nicht halten, da Investoren sich über die Richtung der 17-Nationen-Währung uneins waren. Rückläufigkeit gewann die Oberhand als aus der Gerüchteküche vermeldet wurde, dass Griechenlands Antwort auf das neuerliche Aufflammen seiner Schuldensituation alles andere als verständnisvoll sei. Die daraus erwachsende offenbare Unsicherheit ließ den Kurs der EUR/USD-Paarung sinken.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnonodownnoup
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.47971.662480.980.84691.08730.9004
1.46971.650480.560.84111.07980.8958
1.46351.642980.320.83771.07540.8934
Support1.45341.630979.910.83181.06790.8888
1.44951.626479.730.82931.06470.8867
1.43941.614479.320.82341.05720.8822

Wirtschafts News

USD - USD mit Aufwärtstendenz da Bedenken hinsichtlich Griechenlands wieder aufleben


Der US Dollar erholte sich gestern kräftig zum Euro und zum Pfund Sterling, als Händler anfingen sich aus der Region zurückzuziehen aus Sorge darüber, dass die politischen Entscheidungsträger der Eurozone sich der griechischen Schuldenkrise nicht schnell genug annehmen würden. Folglich verhielt sich die EUR/USD-Paarung stark rückläufig, wobei der Kurs von $ 1,45 schon in Reichweite liegt. Zum britischen Pfund Sterling stieg der Dollar bis auf 1,6330, obwohl die Paarung in Erwartung eines Aufwärtsknicks in Großbritannien unter Druck steht.

Die gestrigen Nachrichten aus Europa scheinen den Dollar insofern unterstützt zu haben, dass sich Händler aus über einen möglichen Zahlungsverzug Griechenlands aus der Region zurückgezogen haben. Allerdings trug die gestrige Bekanntgabe des Erzeugerpreisindexes der Eurozone nichts zu dieser Bewegung bei, da der Inflationsanstieg darauf schließen lässt, dass die Region unter Druck steht ihre Haltung zum Leitzinssatz zu überdenken.

Heute werden aus den USA mit Berichten über Wirtschaftsoptimismus und Verbraucherkredite nur relativ unbedeutende Wirtschaftspublikationen erwartet. Investoren zeigten sich in letzter Zeit verärgert über die politischen Unruhen in den USA, die wegen der Nominierung des Wirtschaftwissenschaftler und Nobelpreisträger Peter Diamond durch Präsident Obama ausgelöst wurden. Diamond musste heftige Kritik von US Kongressabgeordneten einstecken, die bezweifelten, dass er ausreichend Erfahrung im Krisenmanagement mitbringe, um im Vorstand der US Notenbank zu sitzen. Obwohl seine eigenen wirtschaftlichen Grundlagendaten relativ schwach sind konnte der US Dollar von der jüngsten Risikovermeidung profitieren. Das zeigte sich darin, dass die gestrigen Daten für einen leichten Stimmungsumschwung sorgten.

EUR - EUR rückläufig da Investoren nach Sicherheit streben

Der Euro fiel gestern von seinem Monats-Hoch zum US Dollar und nähert sich rasch dem Kurs von $ 1,45. Während Spekulanten äußerst heftig auf die Nachrichten hinsichtlich Griechenlands Schuldenlage und Sparmaßnahmen reagierten, spürte der EUR den Stachel und fiel beim späten Handel bis auf $ 1,4575 zurück.

Der Euro konnte seinen in jüngster Zeit recht stabilen Kurs zum US Dollar nicht halten, da Investoren sich über die Richtung der 17-Nationen-Währung uneins waren. Rückläufigkeit gewann die Oberhand als aus der Gerüchteküche vermeldet wurde, dass Griechenlands Antwort auf das neuerliche Aufflammen seiner Schuldensituation alles andere als verständnisvoll sei. Die daraus erwachsende offenbare Unsicherheit ließ den Kurs der EUR/USD-Paarung sinken.

Heute wird die Eurozone auf dem Wirtschaftskalender nur recht schwach vertreten sein, da nur einige unbedeutendere Berichte veröffentlicht werden, von denen der wichtigste noch der über die Einzelhandelsumsätze der Eurozone sein dürfte. Die Veröffentlichung erfolgt nur zwei Tage vor der Bekanntgabe des Leitzinssatzes am Donnerstag. Sollte der Bericht Spekulationen über eine Leitzinssatzanhebung seitens der EZB auslösen, könnten Devisenhändler möglicherweise einen Aufwärtsknick bei den EUR-Paarungen beobachten.

JPY - JPY verzeichnet weiterhin unterschiedliche Ergebnisse

Der japanische Yen (JPY) handelt seit Freitag mit unterschiedlichen Ergebnissen, mit Kursgewinnen zu verschiedenen Währungen einerseits und Verlusten andererseits. Nach einer bewegten Woche sieht es so aus, als würde der japanische Yen heute wieder Kursverluste hinnehmen müssen, da Investoren sich augenscheinlich riskanteren Anlagen zuwenden. Die Grundhaltung der Risikovermeidung die das gestrige pessimistische Umfeld beherrschte, führte dazu, dass sich viele Händler dem Yen zuwandten, statt höhere Erträge erzielenden Währungen wie dem Euro, der beim Handel gestern Nachmittag auf ein 6-Wochen-Tief absackte.

Der Yen war leicht im Plus zum US Dollar, und die Paarung bewegte sich näher an den früheren Interventionswert nahe 80,00. Die USD/JPY-Paarung blieb stabil beim gestrigen Tief, fand Unterstützung nahe 80,00 und bewegte sich bei der heutigen Öffnung der asiatischen Märkte aufwärts Richtung 81,20. Heute dürften die Wirtschaftsnachrichten aus den USA und Europa sehr wahrscheinlich die Triebfeder für die JPY Kurse sein.

Rohöl - Rohölpreis setzt seinen gestrigen Abschwung fort

Der Rohölpreis verzeichnete gestern einen kräftigen Einbruch und schloss an der New Yorker Handelsbörse bei knapp unter $ 98,60 pro Barrel. Investoren richten ihre Aufmerksamkeit auf den Bericht der Organisation Erdölproduzierender Staaten (OPEC) über Förderquoten, während die politischen Spannungen im Mitgliedsland Libyen weiterhin bestehen. Es wird angenommen, dass die OPEC bei ihrem nächsten Meeting in Wien eine Anhebung der Förderquoten bekannt geben wird.

Der Kurs des US Dollar zum Euro fiel beim jüngsten Handel auf ein Monats-Tief nahe 1,4550, jedoch fand der Rohölpreis darin keinerlei Unterstützung. Aufgrund des gestrigen scharfen Abwärtsknicks beim späten Handel und der Fortsetzung dieser Bewegung heute morgen, sollten sich Händler darauf einrichten, dass der Rohölpreis bis zum Wochenende noch weiter fallen könnte. Allerdings könnte eine Rückkehr zu riskanteren Anlagewerten den Ölpreis wieder einmal steigen lassen, sollte der Markt das für angemessen erachten.

Technische News

EUR/USD

Der derzeitige Aufschwung trug dazu bei, dass diese Paarung über den 61,8% Fibonacci Rückführungswert des Abwärtstrends vom Mai bei 1,4570 anstieg. Während der Slow Stochastic auf dem Monats-Chart anfängt sich zu bewegen, steigt er auf dem Wochen- und dem Tages-Chart kräftig an. Die Paarung könnte noch weiter ansteigen und auf Widerstand bei der vorherigen Trendlinie des Januar-Mai-Aufschwungs stoßen, der bei 1,4750 liegt. Dieser Wert ist insofern von Wichtigkeit, da er mit den Tiefs von Ende April bis Anfang Mai übereinstimmt. Ein weiterer Aufschwung könnte sich am Mai-Hoch von 1,4940 versuchen, während sich bei einem Abschwung Unterstützung beim Freitags-Tief von 1,4450 findet, gefolgt von 1,4310.

GBP/USD

Das Pfund Sterling zeigt zum Dollar leichte Anzeichen von Schwäche da der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart rückläufig ist und die Paarung die Woche nicht oberhalb des Widerstandswerts von 1,6515 schließen konnte. Eine Bewegung darüber hinaus würde sich dann am April-Hoch von 1,6745 versuchen, gefolgt vom Hoch von 2009 bei 1,0755. Andererseits dürfte sich Unterstützung beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6310 finden, sowie bei der steigenden Trendlinie vom Mai-Tief von 2010 bei 1,6150. Ein Durchbruch hier könnte das Mai-Tief von 2011 bei 1,6055 offen legen.

USD/JPY

Der Yen zeigt sich wieder von der starken Seite, und es sieht aus, als würde sich die Paarung am Post-Interventions-Tief von Anfang Mai bei 79,56 versuchen. Ein Durchbruch dieses Werts zeigt das Pre-Interventions-Tief von 76,11, da sich auf den Charts keine bedeutsamen Unterstützungswerte finden. Andererseits findet sich Widerstand bei 81,75, gefolgt vom Mai-Hoch von 82,15.

USD/CHF

In einer neuen Woche und mit einem neuen Hoch für den Schweizer Franken handelt die USD/CHF-Paarung bei 0,8326. Rückläufigkeit beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart deutet auf einen möglichen weiteren Abschwung bei dieser Paarung hin. Händlern bietet sich die Gelegenheit bei einem solchen Abschwung einzusteigen. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 0,8550, gefolgt von der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8770.

Die Wild-Card

NZD/USD

Der „Kiwi“ zeigt sich weiterhin von seiner starken Seite zum Dollar, und am Freitag fand die Paarung Unterstützung nahe 0,8070 von der kurzzeitigen steigenden Trendlinie von dem Tief von Mitte Mai. Die Paarung konnte seitdem Aufschwung verzeichnen und versucht sich derzeit am Widerstandswert von 0,8200. Sollte hier ein Durchbruch erfolgen dürfte die NZD/USD-Paarung als nächstes dem Rekord-Hoch der vergangenen Woche von 0,8260 gegenüber sehen, und es besteht sogar die Möglichkeit eines Anstiegs bis auf 0,8400. Forex-Händler dürften sich für eine Kauf-Position bei der NZD/USD-Paarung entscheiden, mit einem Stopp unterhalb des Tiefs von Freitag. Händler die auf größere Risikovermeidung bedacht sind sollten ihren Stopp unterhalb dem Wert der steigenden Trendlinie setzen, der heute bei 0,8110 liegt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:26 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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