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Thursday, 11 Aug 2011

Beibehaltung des niedrigen Leitzinssatzes bis 2013 hilft den USD zu stabilisieren

Dem Kursabsturz des USD wurde gestern Einhalt geboten, nachdem die US Notenbank am Dienstag bekannt gab, dass sie den Leitzinssatz für die nächsten zwei Jahre bei nahe Null Prozent belassen werde. Bislang hat diese Maßnahme der US Notenbank dafür gesorgt einen massiven Abschwung an den Aktienmärkten, wie er am Montag erfolgte, abzuwehren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnono
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.675081.500.82701.08000.9150
1.45401.655080.200.80801.05250.9080
1.44001.647578.500.78001.04000.8880
Support1.40501.622076.250.70650.99250.8760
1.39401.60850.97000.8650
1.38401.57800.95300.8610

Wirtschafts News

USD - USD kann aufgrund der Beibehaltung des niedrigen Leitzinssatzes seinen Kurs halten

Der US Dollar (USD) handelte nach einem Tag voller unterschiedlicher Nachrichten aus den Weltwirtschaften zum gestrigen Börsenschluss seitwärts. Dem Kursabsturz des USD wurde gestern Einhalt geboten, nachdem die US Notenbank am Dienstag bekannt gab, dass sie den Leitzinssatz für die nächsten zwei Jahre bei nahe Null Prozent belassen werde. Bislang hat diese Maßnahme der US Notenbank dafür gesorgt einen massiven Abschwung an den weltweiten Aktienmärkten, wie er am Montag erfolgte, abzuwehren.

Die Wirtschaftsnachrichten dieser Woche ließen Händler die Märkte mit Pessimismus betrachten; gleichwohl verlief der gestrige Handel sehr viel ausgeglichener als von vielen Experten erwartet. Es gab auch kaum Nachrichten die dem Pessimismus an den Devisenmärkten entgegenwirken könnten. Händler untersuchen nun die Details der Vereinbarung über die Anhebung der US Schuldenobergrenze, um festzustellen wann, wenn überhaupt, mit einer Rückkehr der Risikofreudigkeit zu rechnen ist.

Heute werden einige Wirtschaftspublikationen aus den USA und aus Kanada veröffentlicht, darunter der Bericht über die Arbeitslosenansprüche dieser Woche und die Zahlen der Handelsbilanz. . Nach den gestrigen besser als erwarteten Daten des US Haushaltssaldos und der Großhandelslagerbestände sollten die heutigen Daten ein wenig Volatilität generieren, während Händler die Risikobereitschaft abwägen. Falls die Daten Optimismus rechtfertigen, könnten Händler sich vorsichtig wieder riskanteren Anlagen zu- und vom USD abwenden.

EUR - EUR verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse aufgrund verwirrender Daten

Der Euro (EUR) verzeichnete gestern größtenteils unterschiedliche Ergebnisse während Händler sich riskanteren Anlagen wechselweise zu- und abwandten. Zum US Dollar (USD) handelte der Euro beim späten Handel seitwärts, da Abwendungen vom Dollar, aufgrund der Unterstützung durch das Statement der US Notenbank hinsichtlich des Leitzinssatzes, viele Marktteilnehmer dazu veranlassten sich für US Staatsanleihen anstelle riskanterer Anlagewerte zu entscheiden.

Die gestrigen größtenteils negativen Wirtschaftsberichte aus Europa schienen die Befürchtungen vieler Händler zu bestätigen, die eine Anhäufung pessimistischer Nachrichten erahnt hatten. In den Randstaaten der Eurozone herrschen immer noch Sorgen über die Schuldenlage vor, und auch die Ferienzeit in Europa sorgt für Unsicherheit, während sich inmitten einer gewaltigen Krise die europäischen Führungskräfte im Urlaub befinden.

Heute steht die Bekanntgabe des weniger bedeutsamen deutschen Großhandelspreisindex bevor. Viele Analysten erwarten dass Deutschland erheblich zur wirtschaftlichen Stärke der Eurozone beitragen wird, wobei diese Verantwortung einem der wenigen Staaten zufällt, die am wenigsten in wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind. Sollte der heutige Bericht eine wirtschaftliche Schwächung in Deutschland aufzeigen, dürften sich viele Händler von der Region abwenden.

AUD - Australische Beschäftigungsdaten werden voraussichtlich zurückgehen


Der Kurs des australischen Dollar (AUD) fiel gestern ab, als Marktberichte einen allgemeinen Konjunkturrückgang aufwiesen. Obendrein zeigten die sinkenden Zahlen des australischen Wohnungssektors, der australischen Einzelhandelsumsätze und der nationalen Handelsbilanz eine Ausweitung des wirtschaftlichen Rückgangs auf unterschiedliche Bereiche der australischen Wirtschaft. Auch hatte die Beschäftigungslage im vergangenen Monat einen erheblichen Einbruch zu verzeichnen. Allgemein wird erwartet, dass die heutigen Arbeitsmarktdaten rückläufig ausfallen werden, was Grund zur Annahme gibt, dass sich der AUD zum Wochenende hin rückläufig entwickeln wird.

Die australische Wirtschaft entwickelte sich sehr viel schlechter, als noch vor einem Monat erwartet. Investoren hatten sich in großer Zahl auf den AUD gestürzt, als sich sein lukratives Potential zeigte. Durch den Rückgang auf dem Wohnungsmarkt und den geldpolitischen Angleichungen in China, Japan und Neuseeland sieht sich die australische Wirtschaft als Hauptleidtragender der wirtschaftlichen Rückschläge im pazifischen Raum. Sollte sich das so weiter fortsetzen, wird der AUD voraussichtlich sein rückläufiges Verhalten beibehalten.

Rohöl - Rohölpreis sinkt da Herabsetzung des Ratings die Nachfrage dämpft

Der Rohölpreis fiel am Mittwoch leicht ab, nachdem die Herabsetzung des Kredit-Ratings für die USA durch S&P die Nachfrage nach Rohöl erheblich gedrückt hatte. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA lassen viele Investoren Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick beim Wachstum der weltweiten Industrieproduktion und bei den Verbraucherausgaben nahe legten.

Das wirkte sich so auf den Rohölpreis aus, dass dieser von über $ 100 pro Barrel in der vergangenen Woche auf den derzeitigen Wert von nahe $ 88 pro Barrel sank. Ein erwarteter Anstieg der Dollarkurse in dieser Woche aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage führte dazu, dass viele Investoren ihre Short-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllten. Da es aber nicht zu den Kursgewinnen beim USD kam, schien es als könne sich der Rohölpreis halten, wobei schrittweise Preisrückgänge eingepreist waren. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche weiterhin abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es zum Wochenende hin zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.

Technische News

EUR/USD

Eine sich nach oben öffnende Lücke hob das Paar am Montagmorgen über den derzeitigen abwärts weisenden Channel, in dem sich die EUR/USD-Paarung seit Ende Juli befindet. Verkäufe der EUR/USD-Paarung könnten sich als richtige Vorgehensweise herausstellen, da das Paar nicht in der Lage gewesen ist, sich über dem Wert von 1,45 zu halten. Erster Widerstand findet sich bei 1,4540, obwohl ein Durchbruch über dem Juni-Hoch von 1,4700 höchstwahrscheinlich den negativen technischen Ton umkehren dürfte. Andererseits findet sich erste Unterstützung beim Tief des vergangenen Freitag von 1,4050, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3940 und der steigenden Trendlinie vom Juni 2010, welches bei 1,3840 liegt.

GBP/USD

Nachdem sie gesunken war und dann einen Aufschwung bis 1,6220 erfuhr, sieht es so aus, als hätte diese Paarung Unterstützung gefunden. Der Wert hält sich beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt und einer 38% Rückführung vom Mitte-Juli-Tief bis zum Hoch vom Ende Juli. Widerstand findet sich bei 1,6475, gefolgt von 1,6550. Bei einem Durchbruch hier könnte das Pfund Sterling sich am April-Hoch 1,6750 versuchen. Erste Unterstützung findet sich bei 1,6220, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6085, 1,600 und dem Juli-Tief von 1,5780.

USD/JPY

Der Kursanstieg der USD/JPY-Paarung aufgrund der Intervention der japanischen Regierung war nur von kurzer Dauer, da beim Kurs von 80 Yen kräftig verkauft wurde. Die Paarung verzeichnete eine 68% Rückführung vom August-Tief zum Post-Interventions-Hoch und dürfte sich noch weiter abwärts bewegen. Eine zuvor durchbrochene Trendlinie von der Abwärtsbewegung von Ende Juli dürfte sich als unterstützend erweisen, wobei es eher wahrscheinlich ist, dass auf dem Weg zum Rekordtief von 76,25 nur ein kleiner Zwischenstopp eingelegt wird. Widerstand findet sich bei 79,50 und dem Post-Interventions-Hoch von 80,22. Weitere Interventionen an den Devisenmärkten könnten die Paarung zur langfristigen Trendlinie vom Hoch in 2007 führen, welches sich bei 82,00 findet.

USD/CHF

Gleichartige Maßnahmen die von der Schweizer Nationalbank eingeleitet worden waren um den Schweizer Franken zu schwächen führten nicht dazu, dass sich die Nachfrage nach USD/CHF verstärkt. Am Montagmorgen sank die Paarung auf ein neues Rekordtief. Das Momentum fällt beständig ab und Händler dürften auch weiterhin an ihren Short-Positionen festhalten. Erster Widerstand findet sich bei 0,7800, gefolgt von 0,8080 sowie der abwärts weisenden Trendlinie vom Februar-Tief von 0,8270.

Die Wild-Card

USD/CAD

Der Aufschwung Richtung Parität fand Widerstand bei der fallenden Trendlinie vom Hoch im Mai 2010, dass bei 1,0030 liegt. Forex-Händlern könnten die Gelegenheit ergreifen sich dem langfristigen Abwärtstrend anzuschließen, mit Schutzstopps oberhalb der Trendlinie und einem Ziel beim Juli-Hoch von 0,9400. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:27 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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