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Monday, 18 Jul 2011

Bekanntgabe des Berichts zu den US TIC-Langzeit-Anschaffungen steht bevor

Die US Wirtschaft wird heute auf dem Wirtschaftskalender kaum vertreten sein, mit Ausnahme des stets maßgeblichen Berichts zu den US TIC-Langzeit-Anschaffungen, einem Index, der den Grad ausländischer und heimischer Investitionen misst. Etwa eine Stunde später wird ein Immobilienmarktindex der National Association of Home Builders (NAHB) veröffentlicht, der allerdings keinen Einfluss auf die Marktentwicklung haben dürfte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.44901.633081.450.87551.10100.9075
1.42901.623080.550.85501.08900.8890
1.41501.615079.550.84501.07900.8550
Support1.38351.606078.450.82751.05000.8740
1.37501.578076.110.80801.03900.8660
1.34101.56501.02700.8630

Wirtschafts News

USD - USD handelt flach zu Beginn eines Tages mit geringen Wirtschaftsmeldungen

Zu Beginn der neuen Woche handelte der US Dollar flach, da Händler die glanzlose Vorstellung der US Wirtschaft der vergangenen Wochen mehr und mehr unter dem Aspekt betrachteten, dass dem regionalen Wirtschaftswachstum Grenzen gesetzt sind. Wegen der Hinwendung zu sichereren Anlagewerten konnte der Dollar von diesem Momentum überwiegend profitieren.

Obwohl es sowohl positive wie auch negative Wirtschaftsnachrichten gab, neigten Händler eher dazu höhere Erträge erzielende Anlagen zu verkaufen, da die US amerikanischen und europäischen Volkswirtschaften ins Stocken geraten waren. Dazu trug auch der enttäuschende US Arbeitsmarktbericht (NFP) bei, der eine Flaute beim Beschäftigungswachstum in den USA aufwies, was die wirtschaftlichen und finanziellen Aussichten für die USA und seine Nachbarstaaten über einen längeren Zeitraum beeinflussen dürfte.

Da der Stichtag 2. August sich immer rascher nähert, begegnen wir zunehmend abgrenzendem Verhalten, wobei der Schweizer Franken (CHF) und der japanische Yen (JPY) als alternative Wertedepots dienen, sollten die USA nicht in der Lage sein ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die US Wirtschaft wird heute auf dem Wirtschaftskalender kaum vertreten sein, mit Ausnahme des stets maßgeblichen Berichts zu den US TIC-Langzeit-Anschaffungen, einem Index, der den Grad ausländischer und heimischer Investitionen misst. Zudem wird ein Immobilienmarktindex der National Association of Home Builders (NAHB) veröffentlicht, der allerdings keinen Einfluss auf die Marktentwicklung haben dürfte.

EUR - EUR handelt auf Rekordtief zum CHF

Nach den pessimistischen Wachstumsdaten der US-amerikanischen Wirtschaft handelte der Euro (EUR) am Freitag im Minus. Zum US Dollar (USD) zeigte sich der Euro-Kurs beim späten Handel leicht rückläufig, als Verlagerungen in Safe-Hafen-Investitionen Mittel vom Euro abzogen und in andere Wertedepots einbrachten. Die Entwicklung bei der EUR/CHF-Paarung verlief allerdings noch direkter, da nach dem erheblichen Abschwung vom Donnerstag am Freitag gar noch weitere Rückläufigkeit erfolgte. Das Paar eröffnete die Woche bei einem Rekordtief von 1,1414, nachdem es am Freitag den Handel bei 1,1539 geschlossen hatte.

Auch zum japanischen Yen bewegte sich der EUR leicht rückläufig, da Safe-Hafen-Anlagen aufgrund des zunehmenden Marktpessimismus generell einen Anstieg verzeichneten. Da heute aus der Eurozone keine Wirtschaftspublikationen erwartet werden dürfte sich an dieser Stimmungslage nur wenig ändern.

Händler suchen zwar nach Wegen ihr Geld sicher anzulegen, sind jedoch was den US Dollar anbelangt, aufgrund der im Kongress stattfindenden Debatte über die Anhebung der Schuldenobergrenze, sich gar nicht sicher. Sollte eine Anhebung der Schuldengrenze nicht stattfinden, wird es zu Zahlungseinstellungen seitens der US Regierung kommen, was wiederum die Rating-Agenturen veranlassen wird das Kredit-Rating für die USA herabzusetzen und die Weltwirtschaft negativ beeinträchtigen dürfte.

Die allgemeine Stimmungslage in der Eurozone ist ebenfalls ins Negative umgeschlagen, und so erwarten viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler in dieser Woche seitens der Händler weiteres Sicherheitsstreben. Jegliche zusätzliche negative Nachrichten aus gleich welcher Volkswirtschaft werden sehr wahrscheinlich zu weiterer Rückläufigkeit beim EUR führen, da Investoren das Risiko meiden.

AUD - AUD handelt im Minus da Safe-Hafen-Anlagen zulegen

Der australische Dollar (AUD) handelte am vergangenen Freitag leicht rückläufig zu den meisten anderen Währungen, da aufgrund der Nachrichtenlage sich viele Händler sich wieder risikovermeidenden Anlagewerten zuwandten. Der AUD unterlag in jüngster Zeit erheblichen Schwankungen aufgrund des ständigen Hin und Her bei riskanten Anlagewerten. Der Aufschwung beim chinesischen Konjunkturoptimismus nach der jüngsten Leitzinsanhebung hat den AUD ebenfalls schwer beeinträchtigt, was eine Abwendung vom ansteigenden AUD mit sich brachte.

Nach den Wirtschaftsberichten aus den USA vom vergangenen Freitag verzeichneten Händler eine Hinwendung zu Sicherheitsanlagen. Diese Bewegung trug zur Rückläufigkeit beim AUD bei, da Händler sich von höhere Erträge erzielenden Anlagen abwandten und lieber in geringere Erträge erzielende Anlagen, wie den japanischen Yen (JPY) und den US Dollar (USD) investierten. Aus der australischen Wirtschaft wird heute Morgen ein Bericht über Kfz-Verkäufe veröffentlicht, der den Kurs des AUD jedoch nur sehr gering beeinflussen wird. Händler sollten heute die Wirtschaftsnachrichten aus Europa und den USA daraufhin abklopfen, in welche Richtung sich die Risikofreudigkeit in dieser Woche entwickeln wird.

Gold - Gold- und Silberpreis steigt trotz USD Drucks an

Die Preise für Edelmetalle wie Gold und Silber fand vergangene Woche Unterstützung und das trotz zunehmender Stärke des US Dollar, der Währung in der Edelmetalle bewertet werden. Edelmetalle werden in Zeiten der Unsicherheit traditionell als Wertedepot behandelt. Seit April verzeichnet Gold einen recht geringen Preisanstieg, allerdings erwarten Händler ein Wiederaufflammen beim Preis, da Risikovermeidung wegen der Spannungen in Griechenland und der negativen Arbeitsmarktberichte aus den USA zunimmt.

Während Investoren nach Sicherheit streben stieg der Preis für Gold und Silber, der jüngst unterschiedliche Ergebnisse verzeichnete, auf ein 2-Wochen-Hoch von $ 1.594,80 bzw. $ 39,75 pro Feinunze. Der plötzliche Anstieg des Dollarkurses in dieser Woche aufgrund des risikovermeidenden Umfelds hat bislang wenig dazu beigetragen diese Preisbewegung zu unterdrücken, da diese Anlagewerte traditionell als Wertedepots dienen. Sollte die Risikostimmungslage weiter anhalten, dürften diese Edelmetalle im Verlauf der Woche weitere Unterstützung finden.

Technische News

EUR/USD

Nach einem geringeren Einstieg als vergangene Woche bewegte sich diese Paarung unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt, wobei der nachfolgende Aufschwung der EUR/USD-Paarung Widerstand bei seinem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt findet, einem früheren Wert, den die Paarung in den Monaten April bis Juli erfolglos versuchte zu unterschreiten. Obschon der Aufschwung zwar kräftig war signalisierte die Unfähigkeit der Paarung sich über den 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt hinauszubewegen Schwäche bei diesem Paar. Erste Unterstützung findet sich beim Tief der vergangenen Woche von 1,3870, gefolgt von der steigenden Trendlinie von Tief im Juni 2010, welches bei 1,3750 liegt. Ein Durchbruch hier ist von Wichtigkeit, da er den langfristigen Aufwärtstrend für den Euro beeinträchtigen würde und den 50% Rückführungswert von 1,3410 herausstellt. Andererseits stellt der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt den ersten Widerstand dar, gefolgt von der sinkenden Widerstandslinie von den Hochs im Mai und Juli bei 1,4490.

GBP/USD

Der Kurs der GBP/USD-Paarung brach zusammen, nur um dann Unterstützung beim 38% Rückführungswert der Mai-April-Bewegung von 1,5780 zu finden, während der Aufschwung von der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation gedeckelt wurde. Positive Abweichung findet sich auf dem RSI-14, da der Kurs ein neues Tief verzeichnet, der RSI jedoch nicht. Das deutet auf eine mögliche Warnung für ein rückläufiges Pfund Sterling hin. Widerstand findet sich bei 1,6230 von der fallenden Trendlinie vom April-Hoch hin. Oberhalb dieses Werts kommt die vorige durchbrochene Trendlinie der Mai-April-Bewegung von 1,6330 ins Spiel. Andererseits würde ein Durchbruch des Werts von 1,5780 auf eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends hinweisen und den Wert von 1,5650 zum Ziel haben, der im Oktober und Dezember vergangenen Jahres sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand diente.

USD/JPY

Der Abwärtstrend der USD/JPY-Paarung legte vergangene Woche mit Heftigkeit zu, als die Paarung den Wert von 80 Yen nach unten durchbrach und Unterstützung beim Wert vom 5. Mai bei 79,55 fand. Dieser Wert hat sich jetzt in einen Widerstandswert gewandelt, was bei zuvor durchbrochenen Unterstützungswerten oftmals der Fall ist. Jetzt stehen nur noch das Tief der vergangenen Woche von 78,46 und der untere Grenzwert des langfristigen Keil-Musters vom September 2004 einem Rekordtief von 76,11 im Weg.

USD/CHF

Der Schweizer Franken hat sich ausschließlich in eine Richtung entwickelt. Die Paarung unternahm einen halbherzigen Versuch oberhalb seines 50-Tage-Bewegungsdurchschnitts zu schließen und bewegte sich kräftig abwärts bis zu einem neuen Rekordtief von 0,8082, was als erster Unterstützungswert dient. Bei einer Bewegung darüber hinaus findet sich Widerstand bei 0,8275, der fallenden Trendlinie des Februar-Hochs das bei 0,8450 und 0,8550 liegt.

Die Wild-Card

EUR/GBP

Bei 0,8740 versucht sich die Paarung an der steigenden Trendlinie des Tiefs von Mitte Februar. Das Momentum weist abwärts, und Forex-Händler sollten sich bewusst sein, dass ein Handelsschluss unterhalb des Unterstützungswerts von 0,8720 einen Durchbruch der Trendlinie bestätigen würde. Der nächste Meilenstein bei der Umkehr dieser Paarung ist der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 0,8660, gefolgt von der Trendlinie von den Tiefs im Januar und Februar bei 0,8630. Andererseits könnte sich der Wert von 0,8850 als Widerstand erweisen, wie auch die durchbrochene Trendlinie der Tiefs von Mai und Juni, die bei 0,8890 liegt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:33 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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