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Friday, 5 Aug 2011

Bekanntgabe des US Arbeitsmarktberichts (NFP) steht heute bevor

Die wichtigste Wirtschaftspublikation dürften heute die Daten des US Arbeitsmarktberichts (NFP) sein. Sollten die heutigen Daten ein moderates Wachstum auf dem Beschäftigungssektor der größten Volkswirtschaft aufweisen, eine Einschätzung die noch vor Tagen nahezu unmöglich schien, besteht die Möglichkeit, dass mehr und mehr Investitionen in Richtung des Dollar fließen werden, da Investoren vor der Unsicherheit die Europa heimsucht zu flüchten versuchen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnono
Wochentendenzupdowndowndownnoup
Resistance1.45801.674582.200.82751.10800.8880
1.43701.655081.50 0.80801.08000.8800
1.41401.647580.200.78501.05100.8660
Support1.40501.622078.050.76001.03900.8610
1.39401.614077.501.02500.8530
1.38351.600076.251.01000.8360

Wirtschafts News

USD - USD im Aufschwung vor Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten (NFP) vom Freitag

Die EUR/USD-Paarung bewegte sich gestern beim späten Handel bis zu 1,4130, da Investoren eine Rückkehr zu Risikovermeidung erwarten, wie auch optimistische Daten beim heutigen Arbeitsmarktbericht (NFP). Ein Aufwärtsknick am Mittwoch beim privaten Bereich des US Beschäftigungssektors trug zur Risikobereitschaft vieler Investoren bei, jedoch wurde dieser Anstieg von Befürchtungen über eine Ausweitung der europäischen Schuldenseuche überschattet. Sollten die Daten des heutigen Arbeitsmarktberichts (NFP) den optimistischen Trend fortsetzen, könnte der Dollar weitere Kursgewinne zu seinen Währungsrivalen verzeichnen, da Händler sich in großer Zahl wieder traditionellen Wertedepots zuwenden werden.

Da die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz unverändert belassen wird und der private Bereich des US Beschäftigungssektors eine Anstieg verzeichnete, stieg der Kurs des USD am gestrigen Nachmittag und Abend zu den riskanteren Währungen wie dem EUR. Bank-Interventionen in der Schweiz und Japan minderten den Reiz dieser Safe-Hafen-Währungen und trugen in dieser Woche zum Anstieg des Dollarkurses bei.

Die wichtigste Wirtschaftspublikation dürften heute die Daten des US Arbeitsmarktberichts (NFP) sein. Sollten die heutigen Daten ein moderates Wachstum auf dem Beschäftigungssektor der größten Volkswirtschaft aufweisen, eine Einschätzung die noch vor Tagen nahezu unmöglich schien, besteht die Möglichkeit, dass mehr und mehr Investitionen in Richtung des Dollar fließen werden, da Investoren vor der Unsicherheit die Europa heimsucht zu flüchten versuchen.

EUR - Europäische Zentralbank belässt den Leitzinssatz unverändert

Der Euro (EUR) handelte gestern rückläufig, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) entschied den Leitzinssatz unverändert bei 1,50% zu belassen. Das kurz nach dieser Bekanntgabe veröffentlichte Statement führte zu Pessimismus unter Investoren, da EZB Präsident Jean-Claude Trichet sich dahingehend äußerte, dass die Sorgen über die Schuldenlage der Region wieder in den Vordergrund rücken. Insbesondere erwähnte er dabei Spanien und Italien, sowie die jüngsten Herabsetzungen von Kredit-Ratings durch Moody's Investors Service.

Die EUR/USD-Paarung verzeichnete gestern erhebliche Rückläufigkeit aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage, die sich nach der Leitzinsentscheidung breit machte. Der Kurs fiel von seinem jüngsten Hoch bei 1,4370 bis auf 1,4140 bevor er dann leicht nivellierte. Ähnliche Kursverluste zwischen 0,2% und 0,6% verzeichnete der EUR zu seinen anderen Währungsrivalen.

Die europäischen Wirtschaftspublikationen fallen heute geringer aus, als das in letzter Zeit der Fall war. Ein Bericht über den französischen Handel ist für 7:45 MGZ vorgesehen, kurz vor der Bekanntgabe der Zahlen für die deutsche Industrieproduktion. In Italien werden die vorläufigen Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt des 3. Quartals veröffentlicht. Die meisten Investoren dürften jedoch ihre Aufmerksamkeit auf den US Arbeitsmarktberichts (NFP) richten, da dieser die wichtigste Wirtschaftspublikation sein dürfte, welcher diese Woche die Weltwirtschaften beeinflussen wird.

JPY - Intervention seitens der BOJ reicht nicht aus um dem Anstieg des JPY Einhalt zu gebieten

Der japanische Yen (JPY) bewegte sich den Tag über leicht rückläufig nachdem die Bank of Japan (BOJ) an den Devisenmärkten intervenierte, um den Kurs ihrer Währung zu den Haupt-Währungsrivalen nach unten zu drücken. Die Entscheidung dafür fiel, als aufgrund zunehmender Risikovermeidung wegen der Sorgen über die Schuldenlage in Europa und den USA, der Yen über den vorherigen Interventionswert hinaus anstieg. Die BOJ neigt dazu den Yen nicht übermäßig zu stärken, aus Sorge über den einschneidenden Effekt den das auf japanische Exporte haben dürfte.

Sinkende Rohstoffpreise helfen jedoch die Verluste eines übermäßig starken Yen wettzumachen, wie auch die Tatsache, dass in unsicheren Zeiten der JPY als Wertedepot dient. Eingedenk der Berichte darüber, dass Italien in naher Zukunft in Zahlungsverzug geraten wird und das Gleiches auch Spanien widerfahren wird, scheint es als wäre eine Periode verstärkter Risikovermeidung unabwendbar. Folglich sieht es so aus, als könne der JPY weiter Kursgewinne verzeichnen, trotz der Bemühungen der BOJ das zu verhindern. Es wird interessant sein zu beobachten, ob die BOJ in den kommenden Tagen ein zweites Mal intervenieren wird.

Rohöl - Rohölpreis sinkt unter $ 90 pro Barrel

Der Rohölpreis traf am Donnerstag auf erheblichen Widerstand und bewegte sich beim späten Handel Richtung $ 90 pro Barrel, als die Stimmung von einem leichten Einknicken der Nachfrage auf dem weltweiten Fertigungssektor auszugehen schien. Die gestrigen Wirtschaftsdaten aus Großbritannien und Europa führten dazu, dass viele Investoren sich wieder sichereren Anlagen zuwandten, da die meisten Berichte den Schluss nahe legten, dass der konjunkturelle Rückgang unter den wichtigsten westlichen Industrienationen sich verstärken werde. Sollte das tatsächlich so zutreffen, ist davon auszugehen, dass der Rohölpreis sich rückläufig erweisen wird, da dann die Nachfrage weiter zurückgeht.

Während Investoren nach Zuflucht suchen, könnte der Rohölpreis, der die ganze Woche über Einbrüche zu verzeichnen hatte, sich bis zum heutigen Börsenschluss weiter rückläufig verhalten. Der plötzliche Anstieg des Dollarkurses aufgrund der erneuten Risikovermeidung in dieser Woche wird voraussichtlich dazu führen, dass Investoren sich bei ihren Investments in physische Anlagewerte zurücknehmen, was den Rohölpreis weiter drücken dürfte. Sollte die Stimmungslage beim Rohöl heute unverändert fortbestehen, könnte es zu einem neuerlichen Einbruch beim Rohölpreis kommen.

Technische News

EUR/USD

Das Wochen-Chart zeigt, dass dem zinsbullischen Muster ein falscher Ausbruch oberhalb der von den Mai- und Juli-Hochs abfallenden Trendlinie folgt. Ein Rückzug von diesem Widerstandswert bildete eine umgekehrte Doji-Kerze, was auf einen Abschwung der EUR/USD-Paarung hindeutet. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt scheint erste Unterstützung bei 1,4025 zu finden, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,3930. Auch könnte die steigende Trendlinie vom Mai-Tief bei 1,3830 sich als unterstützend erweisen. Andererseits muss der Wert von 1,4580 Bestand haben um das rückläufige technische Bild aufrechtzuerhalten. Bei einem Schluss über diesem Wert dürfte sich die Paarung an 1,4700 und dem Jahres-Hoch von 1,4940 versuchen.

GBP/USD

Drei Wochen anhaltender Kursgewinne dieser Paarung fangen an das technische Bild von bärisch nach bullisch zu wandeln. Das Pfund Sterling hat sich über Widerstandswerte hinausbewegt, die andererseits die Paarung enthalten hätte. Der erste Durchbruch erfolgte oberhalb der Halslinie einer Kopf-Schulter-Formation bei 1,6185, während der zweite wichtige Durchbruch oberhalb der vorigen steigenden Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6370 eintrat. Erster Widerstand findet sich bei 1,6550, dem Hoch vom 31. Mai, gefolgt vom April-Hoch von 1,6745. Eine Abwärtsbewegung der GBP/USD-Paarung dürfte sich am Wert von 1,6260 versuchen, gefolgt von der zuvor durchbrochenen Trendlinie von dem April-Hoch bei 1,6140. Bei einem Durchbruch des Werts von 1,6000 besteht sogar Spielraum bis zum Wert von 1,5780.

USD/JPY

Die Stärke des Yen ist überraschend heftig zurückgekehrt. Vergangene Woche wies die Kerze ohne unteren Docht darauf hin, dass das Momentum abwärts weist. Der Eröffnungswert dieser Woche liegt zwar höher, doch konnte sich der Kurs unterhalb der derzeitigen kurzzeitigen Trendlinie vom Hoch vom 20. Juli halten, welcher bei 78,05 liegt. Zusätzlicher Widerstand könnte sich bei 79,60 und dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 80,15 finden. Unterstützung findet sich bei 76,70, dem Tief der vergangenen Woche, gefolgt vom Rekord-Tief im März von 76,11. Bei einem Durchbruch hier bewegen wir uns auf unbekanntes Gebiet, wo die psychologisch wichtigen Unterstützungswerte von 75,00 und 70,00 ins Spiel kommen.

USD/CHF

Der Schweizer Franken ist in ähnlicher Lage wie der japanische Yen, da sich diese Paarung auf unbekanntes Terrain begibt. Die Tendenz weist zwar abwärts, doch könnte die erweiterte Kurslücke des Eröffnungskurses vom Montag ein umgekehrtes Harami-Muster bilden, was zu leichten Kursgewinnen bei dieser Paarung führen dürfte. Allerdings bedarf es des Tages-Schlusskurses zur Bestätigung. Widerstand findet sich bei 0,8080 und bei 0,8275. Eine Bewegung über diese Werte hinaus könnte möglicherweise das Potential für Verkäufe in sich bergen, bei einem langfristigen Abwärtstrend mit der Zielsetzung eines runden Werts von 0,7800.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis verzeichnete gestern einen dramatischen Rückgang um 6%. Der Preis ist heute am frühen Morgen weiter gesunken und fiel bis auf $ 85,21, einer 61% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung von Mai 2010 bis Mai 2011. Der Rohölpreis findet Unterstützung bei $ 83,80 pro Barrel, gefolgt von $ 80,25. Widerstand dürfte sich bei $ 89,00 pro Barrel finden. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:33 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M -3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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