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Monday, 19 Oct 2009
Bernanke-Ansprache bestimmt heutige Märkte
Nach einer Woche beachtlicher Rekordstände für den Rohstoff Gold und einem neuen Dollar-Tief, stellt sich die Frage, ob sich die gegenwärtigen Trends auch in der anstehenden Woche fortsetzen werden. Möglicherweise ergibt sich jedoch eine Trendwende. Fed-Präsident Ben Bernanke wird heute im Rahmen einer Konferenz der US-Notenbank von San Francisco eine Rede halten, die möglicherweise die Tendenzen der Hauptwährungen in dieser Woche bestimmen und Licht in den heutigen Devisenhandel bringen wird.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4985 | 1.6390 | 91.75 | 1.0275 | 0.9285 | 0.9225 |
| 1.4950 | 1.6360 | 91.40 | 1.0240 | 0.9250 | 0.9185 | |
| 1.4915 | 1.6330 | 91.15 | 1.0215 | 0.9220 | 0.9155 | |
| Support | 1.4850 | 1.6275 | 90.50 | 1.0150 | 0.9145 | 0.9100 |
| 1.4820 | 1.6245 | 90.25 | 1.0120 | 0.9115 | 0.9075 | |
| 1.4795 | 1.6220 | 90.00 | 1.0095 | 0.9085 | 0.9050 |
Wirtschafts News
USD - US-Dollar fällt auf Jahrestief gegenüber Euro
In der vergangenen Handelswoche verzeichnete der US-Dollar überwiegend Abwärtstendenzen gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten. Dabei erreichte der USD ein 14-monatiges Rekordtief zum EUR. Das Währungspaar EUR/USD erreichte die Marke von 1,4965. Zum Pfund Sterling rutschte der Dollar bis auf 1,6395 ab.
Allem Anschein nach verzeichnete die US-amerikanische Währung ihre Kursverluste aufgrund positiver Konjunkturdaten der US-Wirtschaft. Die Kernrate der Einzelhandelsumsätze war im September um 0,5% angestiegen und übertraf damit die Prognose von 0,3%. Die Kernrate misst die Gesamtentwicklung und -umsätze des Einzelhandels, unter Ausschluss der Autohäuser sowie Luftfahrtgesellschaften, aufgrund ihrer hohen Volatilität. Die Kernrate zum Verbraucherpreisindex stieg um 0,2%. Dieser Indikator gab dabei zum 9. Mal in Folge einen Anstieg aus und lässt auf eine anhaltende Erholung der US-Wirtschaft hoffen.
Wieder einmal verdeutlichte die letzte Handelswoche, dass positive US-Konjunkturdaten Anleger dazu veranlassen, vermehrt in risikoreiche und gewinnträchtige Positionen und nicht in USD zu investieren. Darüber hinaus scheinen die optimistischen Wirtschaftsdaten aus den USA die Währung der Eurozone zu stützen, die im hohen Maße an den US-Verbrauch anlehnt.
Wie üblich stehen auch in dieser Woche einige wichtige Indizes auf der US-Wirtschaftsagenda. Von größter Bedeutung sind dabei die Ergebnisse des Wohnungswesens wie US-Baugenehmigungen am Dienstag und Verkäufe bestehender Häuser am Freitag. Viele Analysten gehen davon aus, dass sich der erste bedeutende Schritt aus der Rezession aus dem Immobiliensektor ergeben wird. Somit werden die Ergebnisse der vorgenannten Berichte großen Einfluss auf die Märkte nehmen. Händler sollten diese bei den Handelsstrategien der anstehenden Woche nicht außer Acht lassen.
EUR - EUR mit Kursgewinnen trotz negativer Daten
In der letzten Woche ergaben sich für den EUR überwiegende Aufwärtstrends gegenüber den Gegenwährungen. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte dabei gegenüber dem USD bei einem 14-monatigen Rekordhoch. Das Währungspaar EUR/USD erreichte die Marke von 1,4965. Ähnlich zinsbullische Tendenzen ergaben sich auch gegenüber dem japanischen Yen.
Der EUR verbuchte die Kursgewinne trotz negativer Konjunkturdaten aus der Eurozone. Entscheidenste Veröffentlichung waren die ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschlands, die auf eine Umfrage unter rund 350 Analysten und institutionellen Anlegern gestützt werden, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland einschätzen. Der entsprechende Index rutschte von 57,7 Punkten auf 56,0 im September und enttäuschte die Prognose von 58,6 Punkten. Die Kernrate des europäischen Verbraucherpreisindexes für September fiel ebenfalls um 0,3%. Dies war der 4. Rückgang in Folge. Die Inflationsrate entspricht der prozentualen Veränderung des Verbraucherpreisindexes zum Vorjahresmonat. Die wiederholt negativen Ergebnisse veranlassen die Marktteilnehmer zu neuen Spekulationen, nach denen die wirtschaftliche Erholung der europäischen Staaten nicht den Erwartungen entsprechen könnte.
Trotz trüber Konjunkturdaten verzeichnete der EUR jedoch Kursgewinne gegenüber den Hauptwährungen. Dieser EUR-Aufwärtstrend scheint sich auf den derzeit äußerst schwachen US-Dollar zurückführen zu lassen, der dem EUR Aufschwung verleiht. Solange die Kursverluste der US-Währung gegenüber den Hauptwährungen anhalten, bleibt eine Kurssteigerung des EUR wahrscheinlich.
Auch die Eurozone veröffentlicht in dieser Woche einige interessante Indizes. Größten Einfluss auf die Märkte wird voraussichtlich Deutschlands ifo-Geschäftsklimaindex nehmen. Der Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gibt monatlich das Ergebnis einer Umfrage unter rund 7.000 Unternehmen aus, die die Beurteilung ihrer gegenwärtigen Geschäftslage sowie die Erwartungen für die nächsten 6 Monate widerspiegelt. Sollte auch hier das Resultat unter den Voraussagen bleiben, könnte sich eine Trendwende für den aktuell zinsbullischen EUR einstellen
JPY - Yen verliert gegenüber Hauptwährungen
Für den Yen ergab sich in der vergangenen Woche ein extrem bärischer Handel. Dementsprechend verzeichnete Japans Währung Kursverluste gegenüber dem US-Dollar, EUR und Pfund Sterling. Am deutlichsten wurde der Kursabfall gegenüber dem britischen Pfund. Das Währungspaar GBP/JPY kletterte um rund 600 Punkte und wird aktuell bei 148,40 gehandelt.
Die Bank of Japan (BoJ) hatte ihre Zinssätze unverändert bei 0,10% belassen, was die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen darstellt. Die Richtlinien der BoJ sind dabei eindeutig. Der Yen wird nach wie vor so niedrig wie möglich gehalten, um Japans Exporteure zu stützen. Ein Anstieg der Exportrate soll dabei die notleidende japanische Wirtschaft stärken. Gegenwärtig scheint die Rechnung der BoJ aufzugehen. Der Yen befindet sich auf dem absteigenden Ast.
In dieser Woche wird eine ganze Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten des Inselstaats erwartet. Wichtigster Indikator unter ihnen ist die für Mittwoch erwartete Handelsbilanz. Diese gibt diesmal die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen des Monats September aus. Aufgrund der starken Export-Abhängigkeit Japans, hat die Bilanz die Tendenz, starken Einfluss auf die Märkte zu nehmen. Sollte das Ergebnis die Prognose von +0,38 Billionen Yen erreichen, könnte dies den Yen wiederum stützen.
Rohöl - Rohöl nahe der $80-Marke pro Barrel
Die Ölpreise setzten ihren Aufwärtstrend auch in der letzten Woche fort. Dabei konnten während der gesamten Handelswoche deutlich und kohärent zinsbullische Bewegungen beobachtet werden. Bis zum Ende der Woche stieg der Rohstoff um $6 pro Barrel und wird aktuell um die Marke von $79 gehandelt.
Hauptursache für den starken Aufwärtstrend des Rohöls ist der schwache US-Dollar. Da Rohöl in USD bepreist wird, steigt der Preis des Rohstoffs in der Regel angesichts eines rückläufigen Dollar-Kurses.
In der vergangenen Woche stürzte der USD auf ein Jahres-Rekordtief zum EUR. Das Währungspaar EUR/USD erreichte die Marke von nahezu 1,50. Von weiteren Aufwärtstendenzen für Rohöl ist demnach auszugehen. Des Weiteren bestärkten eine Reihe positiver US-Wirtschaftsdaten die Annahme, dass sich die globale Wirtschaftslage tatsächlich erholt. Anleger vermuten, dass die Nachfrage nach Rohöl demzufolge steigen wird.
Händler sollten in der anstehenden Woche Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, da diese großen Einfluss auf den Ölkurs nehmen können. Darüber hinaus sollten Anleger den für Mittwoch erwarteten Bericht der US-Rohöllagerbestände nicht aus den Augen verlieren. Dieser Indikator nimmt in der Regel großen Einfluss auf den Rohöl-Kurs. Anleger könnten sich hinsichtlich ihrer Positionen am Resultat orientieren.
Technische News
EUR/USD
Die Oszillatoren der Tages-Chart geben für dieses Währungspaar heute starke Abwärtstendenzen aus. Aktuell ist ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart mit einer sukzessiven Abwärtsausrichtung zu erkennen, die auf eine bärische Preiskorrektur für heute hindeutet. Der Preis scheint außerdem abwärts gedreht zu haben und bewegt sich aus dem „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Dies kann als Zeichen für äußerst starken Abwärtsdruck gedeutet werden. Verkaufen könnte hier von Vorteil sein.
GBP/USD
GBP/USD bewegt sich im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart und signalisiert gemäßigten Abwärtsdruck. Auch das neue bärische Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart unterstützt diesen Trend. Verkaufen könnte für heute die zu bevorzugende Strategie sein.
USD/JPY
Der MACD der 4-Stunden-Chart scheint ein neu entstandenes bärisches Cross auszugeben, was auf eine bevorstehende rückläufige Preiskorrektur hindeutet. Der Kurs bewegt sich darüber hinaus im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart, was den vorgenannten Trend bestätigt. Bei diesem Paar zu verkaufen, könnte sich auszahlen.
USD/CHF
Ein neu entstandenes zinsbullisches Cross des Slow Stochastic der Tages-Chart sowie des MACD der 4-Stunden-Chart verdeutlichen, dass eine zinsbullische Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht. Seitdem der Preis den „überkauften“ Bereich des RSI der Tages-Chart verlassen hat, scheint die Preisbewegung zum Stillstand gekommen zu sein. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte hier heute eine gute Entscheidung sein.
Die Wild-Card
CHF/JPY
Dieses Paar gibt starke Signale für eine bevorstehende rückläufige Preisbewegung aus. Der Slow Stochastic der Tages-Chart weist 3 konsekutiv rückläufige Crosse aus. Für den MACD der 4-Stunden-Chart werden 2 weitere bärische Crosse deutlich. Hier ergibt sich eindeutiger Abwärtsdruck. Forex -Anleger könnten sich diese Anzeichen zunutze machen, indem sie bei einem hervorragenden Einstiegspreis frühzeitig auf fallende Kurse setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | - | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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