close
| |

Tuesday, 8 Dec 2009

Bernanke-Rede schwächt USD - Zinsanhebung bleibt zweifelhaft

Der USD handelt heute Morgen schwächer, nachdem sich US-Notenbankchef Ben Bernanke gestern in einer Rede in Washington zur aktuellen Wirtschaftslage in den USA und ihrer Erholung äußerte. Dabei erklärte er, dass die Zinsraten voraussichtlich niedrig verbleiben werden. Die Marktteilnehmer gehen für das kommende halbe Jahr von einem Anhalten der US-Niedrigzinspolitik und von kurzfristigem Druck für die US-Währung aus.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnodownupdownno
Wochentendenzdownnoupupnodown
Resistance1.49101.651589.601.02650.92000.9105
1.48901.649589.401.02450.91800.9085
1.48601.646589.101.02150.91500.9055
Support1.48001.640588.501.01550.90900.8995
1.47701.637588.201.01250.90600.8965
1.47501.635588.001.01050.90400.8945

Wirtschafts News

USD - Bernanke-Rede drückt Dollar-Kurs

Genaue Angaben für einen Zeitpunkt der Anhebung des Zinsniveaus durch die US-Notenbank gab es im Laufe Bernankes Rede gestern nicht. Jedoch sei die US-Notenbank bereit, ihre massive Stimulierung der Wirtschaft zurückzufahren, so der US-Notenbankchef, sobald die Erholung stark genug sei. Die US-Wirtschaft befindet sich nach wie vor inmitten ihrer Erholungsphase. Der Arbeitsmarkt bleibt gegenwärtig bei einer Arbeitslosenrate von 10% schwach. Die Inflationssorgen verringern sich zwar, eine Zinsanhebung in naher Zukunft bleibt jedoch unwahrscheinlich.

Bernankes Ansprache brachte zumindest dem Währungspaar EUR/USD Auftrieb. Damit war der USD-Aufwärtstrend vom vergangenen Freitag, nach den überraschend positiven NFP-Daten beendet. Der plötzliche EUR/USD-Kursabfall am Freitag hatte viele Händler dazu veranlasst, ihre Long-Positionen auf das Paar abzustoßen, was einer sich ankündigenden Preiskorrektur nach unten neue Impulse setzte. Anleger sehen heute wieder langfristige Aufwärtstendenzen für die Gemeinschaftswährung EUR gegen den USD.

Das Paar wird aktuell bei 1,4840 gehandelt, nachdem EUR/USD noch vor Bernankes Rede unter 1,4800 notierte. Heute Morgen war das Währungspaar bis auf den niedrigsten Stand innerhalb der letzten fünf Wochen gefallen. Auch das Pfund Sterling rutschte zum USD bereits ab und handelt aktuell um 1,6452. Der heutige Eröffnungspreis lag bei 1,6476.

Am Dienstag richten Anleger ihr Augenmerk auf den Kanadischen Dollar. Die kanadische Notenbank, Bank of Canada (BoC), wird ihren Entscheid zum Leitzins heute bekannt geben. Dieser soll erwartungsgemäß auf dem Rekordtief von 0,25% verbleiben. Möglicherweise gibt die begleitende Stellungnahme der Zentralbank Aufschluss über zukünftige Tendenzen der kanadischen Währungspolitik. Zurückhaltende Aussagen durch Kanadas Währungshüter könnten das Paar USD/CAD heute weiter in Richtung 1,0400-Marke drücken.

EUR - UK-Konjunkturdaten markieren heutigen Handel

Das Pfund Sterling schloss gestern uneinheitlich gegen die Hauptwährungen. Dabei schwächte die UK-Währung gegen den USD ab, während gegenüber dem EUR an Boden gewonnen wurde. Im asiatischen Handel zog das Währungspaar EUR/GBP leicht an und handelte bei 0,9020, lag dabei jedoch unter dem gestrigen Eröffnungskurs von 0,9034.

Heute erwartet die Investoren eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten aus Großbritannien: Erster Indikator auf der Agenda ist der Halifax Index der UK-Hauspreise (HPI) um 10:00 Uhr. Der Halifax Hauspreisindex gilt als führender Indikator der UK-Immobilienbranche, der direkten Einfluss auf den Kurs des Pfund Sterling nehmen kann. Experten gehen von einem Rückgang um 4% aus. Um 10:30 Uhr wird der CIPS-Einkaufsmanagerindex (verarbeitendes Gewerbe) für November veröffentlicht. Das Ergebnis soll der Vormonatsmessung entsprechen, deren Großteil die Fertigungsindustrie ausmachte. Der Einkaufsmanagerindex ist ein Stimmungsindikator, auf den die finanziellen Märkte sensibel reagieren.

Beide Indizes können die Bewegungen des GBP-Handels und seiner Crosse heute bestimmen. Positive Zahlen stützen das Pfund womöglich. Bis Handelsschluss handelt GBP/USD eventuell um die Marke von 1,6535 und das Paar EUR/GBP gegebenenfalls bei 0,8990.

JPY - Dollar fällt nach Gewinnmitnahmen gegen Yen

Der USD gab im Montagshandel im Zuge stärkerer Gewinnmitnahmen nach. Nach dem Rekordhoch der vergangenen Woche rutschte das entsprechende Währungspaar wieder ab. Am Freitag verliehen die überraschend positiv ausgefallenen US-NFP-Daten kräftigen Auftrieb.

USD/JPY-Positionen wurden abgestoßen und das Paar näherte sich der Schlüsselmarke bei 90 Yen. Heute drückt die zurückgekehrte USD-Schwäche das Währungspaar erneut. USD/JPY handelt aktuell um 89,03. Der Eröffnungspreis lag heute bei 89,86.

Die gestrigen Preisbewegungen lassen sich auf die Ansprache von US-Notenbankchef Ben Bernanke zurückführen. Weiterhin werden die Märkte unter dem Einfluss der Händler stehen, die darüber mutmaßen, zu welchem Zeitpunkt die Zinssätze in den USA angehoben werden könnten. Bis zum Wochenende ist es möglich, dass der US-Dollar entsprechend die 90-Yen-Marke überwindet.


Rohöl - Ölpreise fallen trotz schwachem USD erneut

Die Ölpreise setzten ihren Abwärtstrend gestern zum vierten Tag in Folge fort, nachdem sich US-Notenbankchef Ben Bernanke in einer Ansprache zur Lage der US-Wirtschaft äußerte. Das Barrel Rohöl notierte zu Handelsende bei $74,14. Der Eröffnungspreis belief sich zuvor auf $75,60. Dies bedeutete einen Kursrückgang von nahezu 2%. Der heute schwächelnde USD könnte den Abwärtstrend für Rohöl leicht aufhalten.

Dennoch steht der Ölkurs gegenwärtig unter dem Einfluss negativer Fundamentaldaten: Die Vorräte steigen tendenziell, während die Nachfrage angesichts der abgekühlten Weltkonjunktur rückläufig ist.

Mögliche Unterstützung für Rohstoffpreise könnte sich noch aus der gestrigen Rede Bernankes ergeben. Die Fed wird ihren Leitzins weiterhin niedrig halten, solange der Inflationsdruck gedämpft bleibt. Dies könnte wiederum positiv auf den Ölpreis wirken. Eine höhere Zinsrate kann den USD stützen und somit die Rohölpreise unter Druck bringen.

Technische News

EUR/USD


Die Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur einsetzt. Eine gute Strategie lauten möglicherweise: Bei eng gesetzten Stopps kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

GBP/USD

Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell verschiedene Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Warten Sie hier deutlichere Signale auf den Stunden-Charts ab.

USD/JPY

Gestern ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch darauf schließen, dass sich bereits in nächster Zukunft eine Trendwende einstellen könnte. Beispielsweise verdeutlicht der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein Aufwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.

USD/CHF

Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der 4-Stunden-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung hin. Auch das rückläufige Cross des Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald die Überwindung der unteren Handelsspanne erfolgt.

Die Wild-Card

Rohöl

Die Ölpreise sind gestern deutlich gefallen und erreichen mittlerweile $74,00 pro Barrel. Dennoch ist der im „überkauften“ Bereich schwankende RSI auf der 4-Stunden-Chart ein Zeichen dafür, dass eine Preiskorrektur nach oben ansteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 07:41 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M 4.05M3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen