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Monday, 29 Aug 2011

Bernankes Rede in Jackson Hole vermittelt nüchterne Einschätzung

Bernankes nüchterne Einschätzung der Wirtschaftslage der USA beim Jackson Hole Symposium in Wyoming führte zunächst dazu, dass viele Investoren sich dem Dollar zuwandten, quasi als Vertrauensvotum dafür, dass weitere Maßnahmen ergriffen würden, was allerdings bislang nicht der Fall war. Eine plötzliche Hinwendung zu höhere Erträge erzielenden Anlagen führte beim späten Handel am Freitag zu heftigen Kursschwankungen beim US Dollar, dessen Kurs sich derzeit bei den Tiefs der vergangenen Woche bewegt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndowndownno
Wochentendenzupupdowndowndownup
Resistance1.49401.675081.500.85501.10800.9080
1.4700 1.661580.200.83401.08000.8915
1.45401.643078.500.82701.06400.8890
Support1.4325 1.626075.940.80901.03150.8830
1.4260 1.61100.78000.99250.8690
1.39401.60000.70650.97000.8640

Wirtschafts News

USD - US Dollar knickt ein während Risikobereitschaft zunimmt

Der US Dollar (USD) handelt am heutigen Montagmorgen rückläufig, als Händler nach der Rede des US Notenbankchefs Ben Bernanke vom Wochenende eine kräftige Zunahme der Risikobereitschaft beobachteten. Die EUR/USD-Paarung schnellte vom Tief des vergangenen Freitag bei 1,4328 auf ein Wochen-Hoch von 1,4485 in den frühen Stunden des heutigen Handels. Die USD/JPY-Paarung verzeichnete einen ähnlichen Rückgang während Dollar-Händler sich in großer Zahl vom Dollar im Austausch zu anderen Anlagewerten abwandten.

Bernankes nüchterne Einschätzung der Wirtschaftslage der USA führte zunächst dazu, dass viele Investoren sich dem Dollar zuwandten, quasi als Vertrauensvotum dafür, dass weitere Maßnahmen ergriffen würden, was allerdings bislang nicht der Fall war. Eine plötzliche Hinwendung zu höhere Erträge erzielenden Anlagen führte beim späten Handel am Freitag zu heftigen Kursschwankungen beim US Dollar, dessen Kurs sich derzeit bei den zuvor erwähnten Tiefs bewegt.

In dieser Woche werden sich die US Wirtschaftspublikationen vorrangig mit Immobiliendaten, dem Verbrauchervertrauen und den Beschäftigungszahlen befassen, wobei die Arbeitsmarktdaten (NFP) die am Freitag veröffentlicht werden von besonderem Interesse sein dürften. Die heutigen Wirtschaftspublikationen scheinen jedoch sehr USD-lastig zu sein. Beim Handel am Nachmittag dürfte wahrscheinlich mit erhöhter Liquidität gerechnet werden, da die Veröffentlichung etlicher Daten aus der US Wirtschaft rasch nacheinander erfolgen wird. Die Immobilienmarktdaten werden um 15:00 MGZ veröffentlicht, nachdem bereits zuvor die Daten zu persönlichem Einkommen und Verbraucherausgaben bekannt gegeben wurden.

EUR - EUR mit Aufwärtstendenz während Händler nach höhere Erträge erzielenden Anlagewerten suchen

Nach der nüchternen Einschätzung der US Wirtschaftslage durch US Notenbankchefs Ben Bernanke vom Freitag handelte der Euro (EUR) heute Morgen größtenteils mit Aufwärtstendenz. Zum US Dollar (USD) handelte der Euro nahe einem Wochen-Hoch von 1,4485, bevor er dann beim frühen asiatischen Börsengang leicht zurückfiel. Allerdings stieg der EUR zum britischen Pfund Sterling (GBP) kräftig an, verzeichnete erhebliche Kursgewinne und erzielte den höchsten Stand seit dem raschen Anstieg vom 10. August.

Händler suchen nach Wegen, wie sie die erneute Risikofreudigkeit gegen die fortgesetzte Unsicherheit an den Weltmärkten abwägen können. Die momentan leicht pessimistische Stimmung gegen Investitionen in den US Dollar lässt viele Investoren höchst vorsichtig reagieren. Die umkämpfte Eurozone, die sich inmitten der Spannungen in seinen Randstaaten gegen Rückläufigkeit an den Märkten erwehren muss, scheint an den Finanzmärkten an Boden zu verlieren, während Safe-Hafen-Anlagen wie der Schweizer Franken (CHF) und der japanische Yen (JPY) Gewinne verzeichnen und das trotz des plötzlichen Anstiegs bei der Risikofreudigkeit.

Die Stimmung in der Eurozone ist nach wie vor negativ, weshalb viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sich Händler, nach der Zunahme der Risikofreudigkeit vom Freitag, in dieser Woche Richtung Sicherheit orientieren werden. Da heute etliche Wirtschaftspublikationen veröffentlicht werden, erwarten viele Händler, dass die wichtigen Daten für Bewegung an den Märkten sorgen. Sollten die Daten negativ ausfallen wird das wahrscheinlich zu einem Kurseinbruch beim EUR führen.

JPY - JPY mit Aufwärtstendenz, da eine Intervention der BOJ nicht in der Lage ist Käufe einzudämmen

Der japanische Yen (JPY) handelte heute Morgen zu den meisten anderen Währungen leicht im Plus, da sein Status als internationaler Safe-Hafen seinen Kurs weiterhin nach oben drückt. Da er an die internationale Risikostimmungslage gebunden ist verzeichnete der Yen einen länger anhaltenden Aufwärtsknick, als Umschichtungen weg von höhere Erträge erzielenden Anlagen in den Vordergrund rückten. Der JPY profitierte in jüngster Zeit von mehreren längeren Zeiträumen unterschiedlicher Umschichtungen von riskanteren Anlagewerten.

Allerdings führten die jüngsten Bewegungen beim JPY zu Besorgnis, da viele Spekulanten nach der Intervention seitens der Bank of Japan (BOJ) einen Rückgang des JPY Kurses erwarteten. Ein stärker werdender Yen bringt Vorteile für die Kaufkraft der Insel-Wirtschaft mit sich, obwohl deren Abhängigkeit von Exporten einen starken Yen für langfristiges Wachstum innerhalb Japans derzeitigem Finanz-Modell unvorteilhaft scheinen lässt. Die anhaltende zunehmende Stärke des japanischen Yen sorgt für heftiges Stirnrunzeln in japanischen Wirtschaftskreisen.

Gold - Goldpreis im Anstieg begriffen

Inmitten der nachlassenden Stärke des US Dollar, der Währung in welcher solche Anlagen bewertet werden, fand der Goldpreis über das Wochenende Unterstützung. Gold handelte seit Juni mit leichten Preisbewegungen, jedoch hatten Händler mit heftigerem Aufflammen des Preises gerechnet, aufgrund der erheblichen Zunahme bei der Risikovermeidung wegen steigender Spannungen in den Randstaaten der Eurozone und der jüngsten Herabsetzung des US Kredit-Ratings durch die Rating-Agentur S&P's.

Während Investoren nach Sicherheit streben, hätte der Goldpreis, der unterschiedliche Ergebnisse verzeichnete, eigentlich ansteigen sollen, allerdings drückten vergangene Woche Verkäufe bei den Warentermingeschäften den Preis für Edelmetalle. Jedoch ist anzunehmen, dass der plötzliche Anstieg beim Dollarkurs wegen der unsicheren Stimmungslage in dieser Woche dazu beitragen wird, die Stimmung zugunsten des Goldes zu verbessern. Sollte sich die Risikostimmungslage in dieser Woche in unterschiedliche Richtungen entwickeln, könnte dieses Edelmetall weiterhin ebensolchen Preisschwankungen unterliegen.

Technische News

EUR/USD

Die Kerze des vergangenen Freitag zeigte eine Aufwärtstendenz. Die EUR/USD-Paarung war dieser Kursbewegung gefolgt, durchbrach die vom Mai-Hoch abfallende Widerstandslinie und löste Stopps aus, die sich im Bereich von 1,4520 bewegten. Erster Widerstand für die Paarung findet sich bei 1,4540. Ein Handelsschluss über 1,4700 würde auf das Ende der seitlichen Kurs-Aktion hindeuten und die Tür zum nächsten Widerstandswert vom Mai-Hoch bei 1,4940 öffnen. Andererseits dürfte der Euro bei 1,4325, dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt, bereitwillige Käufer finden. Weitere Unterstützung findet sich bei 1,4260, der vom Juli-Tief ansteigenden Unterstützungslinie, sowie bei der langfristigen Trendlinie von 1,3940.

GBP/USD

Nachdem es der Paarung nicht gelungen war oberhalb des Widerstandswerts von 1,6550 zum Abschluss zu kommen, kam es zu Sterling-Verkäufen statt, die Unterstützung beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt nahe 1,6210 fanden. Der steigende Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet darauf hin, dass ein weiterer Test in der Spanne zwischen 1,6550 und 1,6615 erfolgen wird. Ein Durchbruch hier bietet noch Spielraum bis zum April-Hoch von 1,6745. Sollte der 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt die Paarung nicht eingrenzen können, findet sich Unterstützung bei 1,6110, wo sich der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bewegt. 1,6000 könnte sich ebenfalls als unterstützend erweisen.

USD/JPY

Die Umkehr der Doji-Kerze brachte dem Yen vorübergehenden Aufschub vom Verkaufsdruck beim Wert von 76 Yen, da es der Paarung nicht gelungen war sich am Rekord-Tief der vergangenen Woche zu versuchen. Allerdings deuten sinkende Slow Stochastics auf dem Wochen- und dem Monats-Chart auf weiteren Abschwung bei der USD/JPY-Paarung hin. Mangelnde Unterstützung auf den Charts gestaltet es schwierig eine anderweitige Zielsetzung zu finden. Bei einer Aufwärtsbewegung könnte sich Widerstand bei 77,70, dem Hoch der vergangenen Woche finden, gefolgt von 78,50 und dem Post-Interventions-Hoch von 80,20.

USD/CHF

Die Umkehr bei der USD/CHF-Paarung setzt sich fort, und das Paar zeigt weitere Anzeichen für einen Aufwärtsumschwung. Händler sollten den Abschluss der monatlichen Kerze im Auge behalten. So wie es momentan aussieht dürfte die Kerze in einer Hammer-Formation schließen, einem möglichen Umkehr-Muster, dass auf zusätzliche Kursgewinne hindeutet. Die Paarung versucht sich an der vom Februar-Hoch von 0,8090 abfallenden Trendlinie, und falls diese durchbrochen wird, könnte sich das in Unterstützung wenden, wie es oftmals bei durchbrochenen Trendlinien der Fall ist. Zusätzlicher Widerstand findet sich bei 0,8270, gefolgt vom 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8340.

Die Wild-Card

EUR/CHF

Der Schweizer Franken schwächt sich weiterhin zu USD und EUR ab, da sich die Risikofreudigkeit umkehrt. Die Paarung versucht sich derzeit an der vom April-Hoch abfallenden Trendlinie, wobei sich der nächste Widerstand bei 1,1890 findet. Forex-Händler sollten beachten, dass ein Durchbruch hier in nächster Zeit zu drei wichtigen Widerstandswerten führen wird; der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt zu 1,2020, das Hoch vom 4. Juli zu 1,2345 und der überaus wichtige 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt zu 1,260. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:42 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M 4.05M3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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