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Wednesday, 18 Jan 2012

Besser als erwartete deutsche Wirtschaftsdaten verleihen dem EUR Aufwärtstendenz

Beim gestrigen mittäglichen Handel führten positive chinesische und deutsche Wirtschaftsindikatoren zu leichter Aufwärtsbewegung beim Euro. Allerdings waren die Kursgewinne größtenteils kurzlebig, da die Gemeinschaftswährung beim abendlichen Handel anfing sich wieder abwärts zu bewegen. Heute sollten Händler besondere Aufmerksamkeit auf die britischen und US amerikanischen Indikatoren legen, die wahrscheinlich für Volatilität an den Märkten sorgen werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdowndown
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.28441.548577.350.95591.04390.8376
1.27921.544177.230.95241.03750.8339
1.27591.541477.070.95021.03040.8317
Support1.27341.539376.890.94671.02720.8298
1.26761.534676.700.94451.02320.8255
1.26241.530576.540.94101.01680.8221

Wirtschafts News

USD - Steigende Risikofreudigkeit lässt USD Kurs sinken

Der USD verzeichnete gestern rückläufige Bewegung zu vielen seiner Haupt-Währungsrivalen, als positive chinesische Bruttoinlandsproduktzahlen zusammen mit besser als erwarteten deutschen Wirtschaftsdaten Investoren dazu veranlassten sich riskanteren Anlagewerten zuzuwenden. Die EUR/USD-Paarung stieg bis auf 1,2807 bevor sie auf Widerstand traf und die Richtung wechselte. Allerdings liegt die Paarung immer noch erheblich über dem 17-Monats-Tief, welches das Paar am vergangenen Freitag verzeichnete. Zum australischen Dollar verlor der US Dollar den Tag über weit über 100 Pips, bevor eine Korrektur einsetzte.

Heute dürften US amerikanische Wirtschaftsdaten wahrscheinlich für Volatilität an den Märkten sorgen. Es wird prognostiziert, dass die Daten des Erzeugerpreisindexes und des Berichts zu den TIC-Langzeit-Anschaffungen, die um 13:30 Uhr und 14:00 Uhr MGZ veröffentlicht werden, positives Wachstum für die US Wirtschaft aufweisen werden. Es ist möglich, dass positive US Daten zu Risikobereitschaft unter Investoren führen, was wiederum den USD Kurs nach unten drücken könnte. Davon abgesehen bleiben Investoren nach wie vor vorsichtig, wenn es um das Kaufen von Währungen wie dem Euro geht. Sollte der USD heute wieder Aufwärtstendenz verzeichnen, dürfte das wahrscheinlich nur ein vorübergehender Trend sein.

EUR - Deutsche Wirtschaftsdaten verleihen dem EUR Auftrieb

Ein positives chinesisches Bruttoinlandsprodukt zusammen mit besser als erwarteten deutschen ZEW Konjunkturerwartungen führten beim gestrigen Handel zu Risikobereitschaft unter Investoren. So erfuhr der Euro einen kräftigen Auftrieb zu seinen Safe-Hafen-Währungsrivalen. Zum US Dollar stieg der Euro bis auf 1,2807, bevor er beim abendlichen Handel wieder zurückfiel. Dennoch blieb die EUR/USD-Paarung erheblich über dem 17-Monats-Tief der vergangenen Woche von 1,2624. Die EUR/JPY-Paarung die kürzlich ein 11-Jahres-Tief verzeichnete stieg gestern um weit über 100 Pips an, bevor sie am Nachmittag auf Widerstand traf.

Analysten sind der Ansicht, dass jegliche Kursgewinne die der Euro in nächster Zeit verzeichnen wird, nur sehr kurzlebig sein werden. Die Probleme die sich aus der Schuldenkrise der Eurozone ergeben sind zu groß um sie zu ignorieren und dürften wahrscheinlich noch größer werden, es sei denn, dass in Kürze bedeutsame Schritte zur Behebung der Krise unternommen werden. Momentan sind Investoren nach wie vor besorgt darüber, dass Griechenland bei seinen Schulden in Zahlungsverzug geraten wird, während man allgemein erwartet, dass die EU in nächster Zeit ihren Leitzinssatz senkt. Gleichwohl positive Weltwirtschaftsdaten riskanteren Währungen wie dem Euro kurzzeitig Auftrieb verleihen, dürfte nicht damit zu rechnen sein, dass es für eine langfristige Erholung ausreicht.

CAD - BOC lässt Leitzinssatz unverändert; CAD verzeichnet leichte Kursverluste

Die Nachricht, dass die Bank of Canada (BOC) ihren Leitzinssatz bei 1% unverändert belassen wird kam für viele Händler nicht überraschend, da diese Entscheidung so erwartet worden war. Dennoch führte die Annahme, dass schwache Weltwirtschaftsdaten und die Schuldenkrise der Eurozone Kanada davon abhalten würde seinen Leitzinssatz für zumindest ein weiteres Jahr nicht anzuheben, führten beim gestrigen Handel zu leichten Kursverlusten beim CAD.

Heute wird die Veröffentlichung des geldmarktpolitischen Berichts der BOC mit der begleitenden Pressekonferenz mehr Licht auf den derzeitigen Stand der kanadischen Wirtschaft werfen. Sollte die BOC ein negatives Bild der konjunkturellen Aussichten für Kanada zeichnen, dürfte der CAD beim abendlichen Handel erhebliche Kursverluste zu verzeichnen haben.

Rohöl - Positive Weltwirtschaftsdaten lassen Rohölpreis steigen


Der Rohölpreis stieg gestern auf über $ 101 pro Barrel, als positive Weltwirtschaftsdaten zu Risikobereitschaft unter Investoren führten. Der Preis für Rohöl steigt normalerweise analog zum Euro, da der Rohstoff für internationale Investoren immer dann reizvoller wird, wenn der US Dollar schwächelt. Gleichwohl war der Rohölpreis nicht in der Lage sein Aufwärts-Momentum aufrechtzuerhalten und verzeichnete beim abendlichen Handel eine Abwärtskorrektur.

Heute wird die Entwicklung des Rohölpreises sehr wahrscheinlich von Nachrichten aus der Eurozone bestimmt werden. Momentan führen Befürchtungen dass Griechenland bei seinen Schulden in Zahlungsverzug geraten wird zu neuerlicher Zuwendung zu Safe-Hafen-Währungen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, dürfte der Rohölpreis folgerichtig sinken. Händler sollten auf jeden Fall den derzeitigen Stand der Spannungen im Mittleren Osten genau im Auge behalten. Jegliche weitere Eskalationen zwischen dem Iran und dem Westen dürften zu einem Anstieg des Rohölpreises führen.

Technische News

EUR/USD

Bei den meisten technischen Indikatoren bewegt sich diese Paarung im überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur möglich ist. Der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart bewegt sich um den Wert von -95, während es den Relative Strength Index auf dem Wochen-Chart unter den Wert von 30 trieb. Zu kaufen dürfte sich diese Woche als kluge Entscheidung herausstellen.

GBP/USD

Nach dem rückläufigen Trend der vergangenen Woche zeigen die technischen Indikatoren nun, dass sich diese Paarung im neutralen Bereich bewegt. Der Relative Strength Index auf dem Tages-Chart liegt derzeit bei 40, was normalerweise darauf hinweist, dass in nächster Zeit nicht mit einer bedeutsamen Bewegung zu rechnen ist. Händler sind gut beraten bei dieser Paarung eine abwartende Haltung einzunehmen.

USD/JPY

Bei den meisten technischen Indikatoren bewegt sich diese Paarung im neutralen Bereich, was bedeutet, dass der derzeitige Trend noch weiter fortbestehen wird. Davon abgesehen scheinen sich die Bollinger Bands auf dem Tages-Chart zu verengen. Falls sich das fortsetzt könnte eine Kursänderung einsetzen. Händler sollten bei dieser Paarung erst einmal eine abwartende Haltung einnehmen.

USD/CHF

Die technischen Indikatoren auf dem Tages- und auf dem Wochen-Chart zeigen diese Paarung im überkauften Bereich, was bedeutet, dass eine Abwärtskorrektur stattfinden dürfte. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart scheint sich ein rückläufiger Cross zu bilden, während der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart den Wert von -20 überschritten hat. Händler dürften in Erwägung ziehen eine Short-Position einzunehmen.

Die Wild-Card

EUR/CHF

Die technischen Indikatoren zeigen, dass bei dieser Paarung demnächst eine Aufwärtsbewegung einsetzen dürfte. Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart hat sich ein zinsbullischer Cross gebildet, während sich der Relative Strength Index im überverkauften Bereich bewegt. Forex-Händler dürften in Erwägung ziehen zu kaufen, da eine Aufwärtskorrektur stattfinden könnte.
forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:43 GMT
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05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M 4.05M3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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