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Wednesday, 20 Jul 2011

Beständigkeit beim US Wohnungswesen hilft Wall Street Verluste zu beschränken

Die jüngsten Verluste an der Wall Street konnten gestern zum größten Teil kompensiert werden, da Investoren nach positiven Daten vom US Wohnungsmarkt sich riskanteren Anlagewerten zuwandten. Optimistische Einkommensberichte von großen Firmen wie IBM haben ebenfalls dazu beigetragen, dass sich Investoren in dieser Woche risikofreudig zeigen. Sollte der heutige US Immobilienbericht ähnlich positiv ausfallen, könnte diese Stimmung anhalten, was den Kurs des US Dollar (USD) sinken lässt, während der EUR Kursgewinne verzeichnen wird.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.46901.633081.450.87551.10100.9075
1.44751.623080.550.85501.08900.8890
1.43001.615079.550.84501.07900.8550
Support1.38351.606078.450.82751.05000.8740
1.37501.578076.110.80801.03900.8660
1.34101.56501.02700.8630

Wirtschafts News

USD - USD leicht rückläufig während es mit Aktien aufwärts geht

Der US Dollar handelte zu Beginn des Börsengangs am Mittwoch leicht rückläufig, da Händler den Aufschwung am Immobilienmarkt als ein Zeichen für positives Wachstum an den Kapitalmärkten betrachteten, sowie für Stabilisierung, wenngleich schwach, an der Wall Street. Der Dollar hatte vorwiegend von den jüngsten Hinwendungen zu sichereren Anlagen profitieren können, jedoch ließ der gestrige Aufschwung an den Aktienmärkten einige Händler sich in Richtung riskantere Positionen orientieren.

Obwohl die Wirtschaftsnachrichten sowohl positiv wie auch negativ ausfielen, waren Händler im Allgemeinen doch eher geneigt höhere Erträge erzielende Anlagen zu verkaufen, da die Wirtschaften in den USA und Europa schwächeln. Da sich darüber hinaus der Stichtag 2. August für das Anheben des US Schuldenlimits mit großen Schritten nähert, können wir bereits abgrenzendes Verhalten beobachten, wobei der Schweizer Franken (CHF) und der japanische Yen (JPY) als alternatives Wertedepot dienen, sollten die USA bei ihren Krediten in Zahlungsverzug geraten.

Heute werden die gestrigen optimistischen Immobilienmarktdaten ihre Fortsetzung finden. Erwartet wird der Bericht über Eigenheimverkäufe aus Bestand, der weiteres Wachstum auf dem US Wohnungsbausektor aufzeigen dürfte. Da die jüngste Entwicklung auf dem Immobilienmarkt positiv aussieht könnte dieser Bericht die gestrige Risikofreudigkeit entweder umkehren oder ihr weitere Nahrung verleihen. Händler können kurz vor der Veröffentlichung dieses Berichts mit erhöhter Volatilität rechnen.

EUR - EUR gleicht einige Verluste aus während Händler die Risikostimmungslage auf die Probe stellen

Nach den optimistischen Wachstumsaussichten für den US Immobilienmarkt handelte der Euro (EUR) gestern mit leichter Aufwärtstendenz. Zum US Dollar (USD) stieg der Euro kurzzeitig über 1,42 bevor er den Handel nahe 1,4150 schloss. Die EUR/CHF-Paarung verzeichnete Mitte des Tages eine kräftige Aufwärtsbewegung, die sich abflachte als sich der Tag dem Ende neigte. Die Paarung eröffnete die Woche beim rekordtiefen Kurs von 1,1414, nachdem sie am Freitag bei 1,539 geschlossen hatte und verzeichnet bislang eine Rückführung bis auf 1,1650.

Auch zum japanischen Yen stieg der EUR leicht an, da Safe-Hafen-Anlagen ganz allgemein einen leichten Abwärtsknick aufwiesen, ausgelöst durch den gestiegenen Marktoptimismus aufgrund der positiven US Immobiliendaten. Da heute aus der Eurozone nur weniger bedeutsame Wirtschaftspublikationen erwartet werden dürfte sich an der Stimmungslage wenig ändern, es sei denn der Bericht über Eigenheimverkäufe aus Bestand fällt enttäuschend aus.

Die Stimmung in der Eurozone bleibt im Großen und Ganzen negativ, und viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sich Händler diese Woche weiter in Richtung Sicherheit orientieren, es sei denn der Immobilienmarkt gibt Anlass sich physischen Anlagewerten zuzuwenden. Eine jegliche Nachricht mit rückläufiger Tendenz aus welcher Volkswirtschaft auch immer, dürfte sehr wahrscheinlich den Kurs des EUR weiter drücken, da Investoren sich dann wieder gegen das Risiko entscheiden.

AUD - AUD handelt mit Aufwärtstendenz da Rohölnachfrage steigt und Händler das Risiko suchen

Der australische Dollar handelte am Dienstag mit leichter Aufwärtstendenz zu den meisten anderen Währungen, nachdem viele Händler aufgrund der positiven Wirtschaftsdaten sich wieder riskanteren Anlagen zuwandten. Der AUD unterlag in letzter Zeit kräftigen Schwankungen aufgrund von Zu- und Abwendungen von riskanteren Anlagen. Ein Votum für Chinas Wirtschaftsvertrauen nach der letzten Leitzinsanhebung beeinträchtigte den AUD schwer und führte zu Abwendungen vom in die Höhe schießenden australischen Dollar. Allerdings trug die neuerlich gestiegene Nachfrage nach Rohöl in China dazu bei, das Rohstoff-gebundene Währungen, wie der AUD, die norwegische Krone (NOK) und der russische Rubel (RUS) einen kräftigen Aufschwung verzeichneten.

Nach den US amerikanischen Wirtschaftsberichten vom vergangenen Freitag entschieden sich Händler immer mehr auf Sicherheit zu setzen. Die folgerichtige Hinwendung zu Safe-Hafen-Anlagen drückte den Kurs des AUD zu Beginn dieser Woche, da Händler die hohen Zinsen scheuten und lieber in geringere Erträge erzielende Währungen, wie den japanischen Yen (JPY) und den US Dollar (USD) investierten. Die plötzliche Rückkehr der Risikofreudigkeit, aufgrund der positiven Einkommensberichte an den Aktienmärkten von Firmen wie IBM und der wachsenden Stabilität des US Immobilienmarkts, ließen den AUD in der Mitte der Woche in die Höhe schnellen. Diese Stimmung könnte sich fortsetzen, sollte heute Nachmittag der Bericht über US Eigenheimverkäufe aus Bestand optimistisch ausfallen.

Rohöl - Rohölpreis steigt aufgrund gestiegener chinesischer Nachfrage

Der Preis für Rohöl fand diese Woche Unterstützung da der Großkonsument China seine Nachfrage nach dem schwarzen Gold erhöhte. Das Barrel Rohöl handelte gestern Nachmittag und Abend kurzzeitig über $ 98, da Investoren Chinas plötzlichen Kaufrausch als Zeichen deuteten, dass die Weltmärkte schon bald wieder Wachstum aufweisen werden. Die Gewinne an den Aktienmärkten drückten den Kurs des US Dollar (USD), in dem Rohöl gehandelt wird, leicht nach unten, was die Aufwärtsbewegung beim Rohölpreis unterstützte.

Während Investoren das Risiko suchten, sprang der Preis für Rohöl, das zuletzt mit gemischten Ergebnissen gehandelt wurde, auf ein Wochen-Hoch von $ 98,84. Die plötzliche Flaute bei den Dollarkursen, wegen des in dieser Woche etwas weniger riskanten Handelsumfelds, hat bislang diese Preisbewegung unterstützt. Sollte die Risikostimmungslage die Woche über anhalten, könnte der Rohstoffpreis weitere Gewinne verzeichnen.

Technische News

EUR/USD

Nach einem geringeren Einstieg als vergangene Woche bewegte sich diese Paarung unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt, wobei der nachfolgende Aufschwung der EUR/USD-Paarung Widerstand bei seinem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt findet, einem früheren Wert, den die Paarung in den Monaten April bis Juli erfolglos versuchte zu unterschreiten. Obschon der Aufschwung zwar kräftig war signalisierte die Unfähigkeit der Paarung sich über den 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt hinauszubewegen Schwäche bei diesem Paar. Erste Unterstützung findet sich beim Tief der vergangenen Woche von 1,3870, gefolgt von der steigenden Trendlinie von Tief im Juni 2010, welches bei 1,3750 liegt. Ein Durchbruch hier ist von Wichtigkeit, da er den langfristigen Aufwärtstrend für den Euro beeinträchtigen würde und den 50% Rückführungswert von 1,3410 herausstellt. Andererseits stellt der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt den ersten Widerstand dar, gefolgt von der sinkenden Widerstandslinie von den Hochs im Mai und Juli bei 1,4490.

GBP/USD

Der Kurs der GBP/USD-Paarung brach zusammen, nur um dann Unterstützung beim 38% Rückführungswert der Mai-April-Bewegung von 1,5780 zu finden, während der Aufschwung von der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation gedeckelt wurde. Positive Abweichung findet sich auf dem RSI-14, da der Kurs ein neues Tief verzeichnet, der RSI jedoch nicht. Das deutet auf eine mögliche Warnung für ein rückläufiges Pfund Sterling hin. Widerstand findet sich bei 1,6230 von der fallenden Trendlinie vom April-Hoch hin. Oberhalb dieses Werts kommt die vorige durchbrochene Trendlinie der Mai-April-Bewegung von 1,6330 ins Spiel. Andererseits würde ein Durchbruch des Werts von 1,5780 auf eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends hinweisen und den Wert von 1,5650 zum Ziel haben, der im Oktober und Dezember vergangenen Jahres sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand diente.

USD/JPY

Der Abwärtstrend der USD/JPY-Paarung legte vergangene Woche mit Heftigkeit zu, als die Paarung den Wert von 80 Yen nach unten durchbrach und Unterstützung beim Wert vom 5. Mai bei 79,55 fand. Dieser Wert hat sich jetzt in einen Widerstandswert gewandelt, was bei zuvor durchbrochenen Unterstützungswerten oftmals der Fall ist. Jetzt stehen nur noch das Tief der vergangenen Woche von 78,46 und der untere Grenzwert des langfristigen Keil-Musters vom September 2004 einem Rekordtief von 76,11 im Weg.

USD/CHF

Der Schweizer Franken hat sich ausschließlich in eine Richtung entwickelt. Die Paarung unternahm einen halbherzigen Versuch oberhalb seines 50-Tage-Bewegungsdurchschnitts zu schließen und bewegte sich kräftig abwärts bis zu einem neuen Rekordtief von 0,8082, was als erster Unterstützungswert dient. Bei einer Bewegung darüber hinaus findet sich Widerstand bei 0,8275, der fallenden Trendlinie des Februar-Hochs das bei 0,8450 und 0,8550 liegt.

Die Wild-Card

NZD/USD

Der neuseeländische Dollar sprang zum USD auf den höchsten Stand seit 30 Jahren. Dazu haben insbesondere ein gestiegener Handelsüberschuss sowie ein erhöhtes Bruttoinlandsprodukt beigetragen. Die steigenden Inflationszahlen dürften jedoch die neuseeländische Zentralbank (RBNZ) dazu veranlassen den Leitzinssatz früher als erwartet anzuheben. Folglich sollten Forex-Händler in Erwägung ziehen bei dieser Paarung eine Kauf-Position einzunehmen. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:44 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M 4.05M3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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