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Tuesday, 19 Jul 2011
Bieten die ZEW Daten für das Verbrauchervertrauen Anzeichen dafür was als nächstes bevorsteht?
Die Nachrichten über ein Ausbreiten der Schuldenseuche über die ganze Eurozone führten dazu, dass viele Wirtschaftswissenschaftler sehr besorgt darüber sind, dass als nächstes das Verbrauchervertrauen kippen könnte, gefolgt von weiteren Herabsetzungen von Kredit-Ratings, was wiederum zu einer Abwärtsspirale von Schulden und Zahlungsverzug führt. Der heute für 10:00 MGZ erwartete Bericht über die ZEW-Konjunkturerwartungen und das Verbrauchervertrauen könnte Devisenhändlern einen Eindruck davon vermitteln wie die Investment-Landschaft in eine neuerliche Krise gerät.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4490 | 1.6330 | 81.45 | 0.8755 | 1.1010 | 0.9075 |
| 1.4290 | 1.6230 | 80.55 | 0.8550 | 1.0890 | 0.8890 | |
| 1.4140 | 1.6150 | 79.55 | 0.8450 | 1.0790 | 0.8550 | |
| Support | 1.3835 | 1.6060 | 78.45 | 0.8275 | 1.0500 | 0.8470 |
| 1.3750 | 1.5780 | 76.11 | 0.8080 | 1.0390 | 0.8660 | |
| 1.3410 | 1.5650 | 1.0270 | 0.8630 |
Wirtschafts News
USD - USD steigt während Safe-Hafen-Anlagen in die Höhe schnellen
Der US Dollar (USD) verzeichnete gestern einen Aufschwung während Händler nach Sicherheit strebten, da aufgrund von Spekulationen, dass die Wachstumsprognosen für Europa weiter recht flau sind, Händler das Risiko scheuen. Der Kurs von Safe-Hafen-Anlagen, wie dem US Dollar und dem Schweizer Franken (CHF), konnte sich wegen der Abwendung von höhere Erträge erzielenden Anlagen aufrecht halten.
Die Wirtschaftsnachrichten sorgten dafür, dass Händler nach und nach in eine pessimistische Marktstimmung gerieten, was den Kurs des USD ansteigen ließ, während riskantere Währungen wie der EUR einen Einbruch erlitten. Da die Volkswirtschaften Europas gestern größtenteils auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten waren gab es auch kaum Wirtschaftsnachrichten, die dem Pessimismus an den Devisenmärkten einen Stoß hätten verpassen können, insbesondere in der anfälligen Eurozone.
Heute wird allerdings wieder eine ganze Anzahl von Wirtschaftspublikationen erwartet, so dass Händler sich bei gesteigerter Volatilität auf neuerliche Portfolioangleichungen einrichten können. Aus der US Wirtschaft werden um 13:30 MGZ zwei Berichte über den Immobilienmarkt veröffentlicht. Sollten die heutigen Daten enttäuschend ausfallen besteht die Möglichkeit, dass vermehrt Mittel in die Sicherheit des Dollar investiert werden, was den Kurs des USD steigen lassen wird'. Händler sollten auch die Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone im Auge behalten, da sie die Risikostimmungslage beim morgendlichen Handel erheblich beeinträchtigen dürften.
EUR - Heute steht das Verbrauchervertrauen der Eurozone unter Beobachtung
Der Euro (EUR) handelte in dieser Woche im Minus, während Händler versuchten die Risikostimmungslage in der Region einzuschätzen. Zum US Dollar (USD) handelte der Euro beim späten Handel rückläufig, da Verlagerungen Richtung Safe-Hafen-Anlagen Gelder aus der 17-Natione-Währung abzogen und diese in andere Wertedepots investierten.
Die Nachrichten über ein Ausbreiten der Schuldenseuche über die ganze Eurozone führten dazu, dass viele Wirtschaftswissenschaftler sehr besorgt darüber sind, dass als nächstes das Verbrauchervertrauen kippen könnte, gefolgt von weiteren Herabsetzungen von Kredit-Ratings, was wiederum zu einer Abwärtsspirale von Schulden und Zahlungsverzug führt. Die steigende Inflation stellt in diesem Szenarium eine Gefahr dar, und die Eurozone steht vor einem Debakel. Entweder sie hebt den Leitzinssatz um Inflation zu unterdrücken und festigt dabei ihre Möglichkeit der Schuldenrückzahlung, oder sie belässt den Zinssatz wo er ist um mehr Wirtschaftswachstum zu erreichen, während die Inflation steigt und steigt.
Heute werden zwei wichtige Berichte veröffentlicht die das Verbrauchervertrauen betreffen. Um 10:00 MGZ wird das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die gesamte Eurozone bekannt geben. Sollten die Daten Stillstand bei Firmen- und Verbrauchervertrauen aufweisen, können wir uns in den vor uns liegenden Tagen und Wochen auf verstärkte Flucht in sicherere Anlagewerte gefasst machen. Das dürfte den Kurs des EUR auf lange Sicht gesehen drücken, da Händler weiterhin scharenweise das Risiko meiden werden.
AUD - Risikoarmer Handel lässt AUD schwächeln
Der australische Dollar (AUD) handelte gestern rückläufig zu den meisten seiner Währungsrivalen, als Händler nach der Bekanntgabe neuer Wirtschaftsdaten sich wieder sichereren Anlagewerten zuwandten. Der AUD verlor in den vergangenen Wochen an Momentum, da Risikovermeidung an den Weltmärkten tonangebend war. Befürchtungen, dass die Schuldenseuche sich von Griechenland auf Italien ausweiten könne, spielen jetzt eine große Rolle bei der Risikoeinschätzung, wie auch die chinesische Geldmarktpolitik in Hinsicht auf die pazifischen Volkswirtschaften.
Diese Bewegung hat den Kurs des AUD zu all seinen Währungsrivalen sinken lassen, insbesondere zu Safe-Hafen-Währungen wie dem US Dollar (USD) und dem japanischen Yen (JPY). Die Bekanntgabe des Protokolls der jüngsten Sitzung der australischen Zentralbank über ihre Geldmarktpolitik könnte Spekulanten den einen oder anderen Hinweis darauf geben, wie sie sich in Hinblick auf den AUD positionieren. An Rohstoffpreise gebunden zu sein könnte den Kurs des AUD in nächster Zeit steigen lassen, doch wird die allgemeine Risikovermeidung den Kurs der Währung eher drücken.
Rohöl - Rohölpreis sinkt während Investoren das weltweite Wachstumspotential abwägen
Der Rohölpreis sank am Montag auf $ 95,10 pro Barrel, da die allgemeine Stimmung von einem Abschwung der weltweiten Konjunktur sowie einem Nachlassen der Nachfrage ausgeht. Die Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA der vergangenen Woche sorgen immer noch dafür, dass sich viele Investoren in Safe-Hafen-Anlagen flüchten, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick bei der globalen Industrieproduktion und den Verbraucherausgaben nahe legen.
Während Investoren nach Sicherheit strebten, fiel der Preis für Rohöl, der seit Mitte vergangener Woche angestiegen war, auf ein Wochen-Tief von $ 95,10 pro Barrel. Ein plötzlicher Anstieg der Dollarkurse aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage in dieser Woche trug dazu bei, dass viele Investoren Short-Positionen bei physischen Anlagewerten einnahmen. Sollte die Stimmung beim Rohöl die Woche über anhalten, könnte der Rohölpreis weiterhin auf Widerstand stoßen.
Technische News
EUR/USD
Nach einem geringeren Einstieg als vergangene Woche bewegte sich diese Paarung unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt, wobei der nachfolgende Aufschwung der EUR/USD-Paarung Widerstand bei seinem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt findet, einem früheren Wert, den die Paarung in den Monaten April bis Juli erfolglos versuchte zu unterschreiten. Obschon der Aufschwung zwar kräftig war signalisierte die Unfähigkeit der Paarung sich über den 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt hinauszubewegen Schwäche bei diesem Paar. Erste Unterstützung findet sich beim Tief der vergangenen Woche von 1,3870, gefolgt von der steigenden Trendlinie von Tief im Juni 2010, welches bei 1,3750 liegt. Ein Durchbruch hier ist von Wichtigkeit, da er den langfristigen Aufwärtstrend für den Euro beeinträchtigen würde und den 50% Rückführungswert von 1,3410 herausstellt. Andererseits stellt der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt den ersten Widerstand dar, gefolgt von der sinkenden Widerstandslinie von den Hochs im Mai und Juli bei 1,4490.
GBP/USD
Der Kurs der GBP/USD-Paarung brach zusammen, nur um dann Unterstützung beim 38% Rückführungswert der Mai-April-Bewegung von 1,5780 zu finden, während der Aufschwung von der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation gedeckelt wurde. Positive Abweichung findet sich auf dem RSI-14, da der Kurs ein neues Tief verzeichnet, der RSI jedoch nicht. Das deutet auf eine mögliche Warnung für ein rückläufiges Pfund Sterling hin. Widerstand findet sich bei 1,6230 von der fallenden Trendlinie vom April-Hoch hin. Oberhalb dieses Werts kommt die vorige durchbrochene Trendlinie der Mai-April-Bewegung von 1,6330 ins Spiel. Andererseits würde ein Durchbruch des Werts von 1,5780 auf eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends hinweisen und den Wert von 1,5650 zum Ziel haben, der im Oktober und Dezember vergangenen Jahres sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand diente.
USD/JPY
Der Abwärtstrend der USD/JPY-Paarung legte vergangene Woche mit Heftigkeit zu, als die Paarung den Wert von 80 Yen nach unten durchbrach und Unterstützung beim Wert vom 5. Mai bei 79,55 fand. Dieser Wert hat sich jetzt in einen Widerstandswert gewandelt, was bei zuvor durchbrochenen Unterstützungswerten oftmals der Fall ist. Jetzt stehen nur noch das Tief der vergangenen Woche von 78,46 und der untere Grenzwert des langfristigen Keil-Musters vom September 2004 einem Rekordtief von 76,11 im Weg.
USD/CHF
Der Schweizer Franken hat sich ausschließlich in eine Richtung entwickelt. Die Paarung unternahm einen halbherzigen Versuch oberhalb seines 50-Tage-Bewegungsdurchschnitts zu schließen und bewegte sich kräftig abwärts bis zu einem neuen Rekordtief von 0,8082, was als erster Unterstützungswert dient. Bei einer Bewegung darüber hinaus findet sich Widerstand bei 0,8275, der fallenden Trendlinie des Februar-Hochs das bei 0,8450 und 0,8550 liegt.
Die Wild-Card
S&P 500
Eine mögliche Umkehr der Kopf-Schulter-Formation hat sich auf dem Tages-Chart für den S&P 500 gebildet, nachdem es dem Index nicht gelungen war über das Hoch von Anfang Mai anzusteigen. Die Halslinie der Formation verläuft unterhalb der Tiefs in März und Juni, deren Wert bei 1,260 liegt. Ein Durchbruch unterhalb dieser Halslinie würde die Umkehr bestätigen. Ein weiterer Schlüsselwert der im Auge behalten werden sollte ist der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,280. Forex-Händler sollten bedenken, dass eine gemäßigte Bewegung auf den Chart-Mustern einen potentiellen Abschwung um 120 Punkte aufweist. forex
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| 08:15 | CHF | Employment Level | 4.04M | 4.05M | 4.05M | ![]() | ||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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