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Thursday, 25 Aug 2011

BOJ interveniert mit erheblichen Geldmitteln um Stärke des Yen einzudämmen

Der japanische Yen (JPY) war gestern rückläufig, nachdem die Bank of Japan (BOJ) bekannt gab sie werde mit rund $ 100 Mrd. intervenieren, um die zunehmende Stärke der japanischen Währung einzudämmen. Durch diese Maßnahme der BOJ ist die Zukunft der Stärke des Yen zwar noch unbestimmt, doch dürfte sich dieser in den nächsten Tagen erst einmal rückläufig verhalten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndowndownno
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.675081.800.82201.10800.9080
1.45401.661580.200.81501.08000.8890
1.45001.643078.500.80151.06000.8830
Support1.42801.636575.940.78001.03150.8670
1.42301.61100.75500.99250.8610
1.39201.60000.70650.97000.8530

Wirtschafts News

USD - USD leicht im Minus während EUR kräftig ansteigt

Der US Dollar (USD) handelte nach einem Tag voller unterschiedlicher Nachrichten von den weltweiten Volkswirtschaften zum gestrigen Börsenschluss leicht im Minus. Die schwachen Kursgewinne die der USD bislang in dieser Woche verzeichnen konnte wurden gestern kompensiert, nachdem eine Erholung an den Aktienmärkten zu leichten Änderungen bei der Portfolio-Streuung führte. Das ließ Investoren sich wieder dem Euro (EUR) zuwenden und nahm dem Dollar etwas von seinem Safe-Hafen-Anreiz, obwohl davon auszugehen ist, dass das nicht lange anhalten dürfte.

Die Wirtschaftsnachrichten der letzten Wochen ließen Händler den Markt mit Pessimismus betrachten, wenn auch der gestrige Handel nicht ganz so verlief wie ihn viele Analysten vorhergesehen hatten. Es gibt auch kaum Wirtschaftsnachrichten die dem Pessimismus an den Devisenmärkten eine Wende geben könnten, so dass Händler sich nunmehr auf den Rest des Monats August konzentrieren, um zu ermitteln was das dritte Quartal letztlich bringen wird.

Da heute nur relativ wenige Wirtschaftspublikationen aus den USA erwartet werden sollten Händler die Volatilität der USD/CHF-Paarung im Auge behalten, da in der Schweiz am Vormittag etliche Wirtschaftsberichte veröffentlicht werden. Nach den gestrigen besser als erwarteten Umsätzen langlebiger Wirtschaftsgüter werden die heutigen Daten eine gewisse Volatilität erzeugen, dieweil Investoren die Arbeitsmarktdaten bewerten. So der gegenwärtige Trend anhält, dürften zusätzliche negative Tendenzen bei den heutigen Nachrichten heftigere Abwendungen vom Risiko auslösen. Welchen Stand der CHF in dieser Situation einnimmt könnte der ausschlaggebende Faktor dafür sein, wie kräftig die Kursgewinne beim USD ausfallen werden.

EUR - Schweizer Franken im Aufschwung während USD Kursverluste notiert

Der Schweizer Franken (CHF) handelt gestern mit größtenteils bullischen Ergebnissen, da Händler aufgrund der jüngsten Aussichten für die Eurozone ihre Portfolios umschichteten. Händler nahmen Statements der SNB in der vergangenen Woche zum Anlass in zurückliegenden Börsengängen kräftig in den Schweizer Franken zu investieren. Da keine Bank-Interventionen in Europa in Aussicht stehen könnte sich der CHF weiter im Aufschwung befinden.

Die gestrigen größtenteils negativen Wirtschaftsberichte aus Europa scheinen die Befürchtungen vieler Händler zu bestätigen, die von einer pessimistischen Grundstimmung an den Märkten ausgegangen sind. Die Schuldensorgen sind in den Randstaaten der Eurozone nach wie vor Thema Nummer eins, und die Unsicherheit in Europa bringt kräftige rückläufige Umschichtungen mit sich, während sich europäische Führungskräfte bemühen die sich ausbreitende Krise in den Griff zu kriegen. All das gießt Öl ins Feuer unter dem CHF und trägt so zu dessen kometenhaftem Anstieg bei.

Heute erwarten die Händler mehrere nicht ganz so bedeutsame Wirtschaftspublikationen aus den USA und nur wenige aus der Schweiz und Großbritannien. Viele Analysten richten nun ihr Augenmerk auf Deutschland, welches einen sehr großen Teil zur wirtschaftlichen Stärke der Eurozone beiträgt und dem als eines der wenigen Länder, welches bis vor kurzem nur sehr geringe wirtschaftliche Bedrängnis zu erleiden hatte, zusätzliche Verantwortung zufällt. Sollten die heutigen Wirtschaftsberichte neuerliche Schwäche in den USA aufweisen, besteht eine gute Chance, dass Händler noch mehr Schweizer Franken kaufen werden.

JPY - Die $ 100 Mrd. Intervention der BOJ wird Wachstum des JPY eindämmen

Der japanische Yen (JPY) war gestern rückläufig, nachdem die Bank of Japan (BOJ) bekannt gab sie werde mit rund $ 100 Mrd. intervenieren, um die zunehmende Stärke der japanischen Währung einzudämmen. Zusätzlich zu den jüngsten Berichten über die sinkenden japanischen Haushaltsausgaben zeigten die japanischen Handelsdaten einen Rückgang der Exporte, einhergehend mit einer zunehmenden Stärkung des Yen. Ungeachtet eines Treffens zwischen französischen und deutschen Ministern in der vergangenen Woche zum Thema wirtschaftlicher Zusammenarbeit, scheinen die pazifischen Staaten in ihren bullischen Bemühungen voranzupreschen, gegensätzlich zu den Marktaussichten unter den europäischen Nationen.

Die japanische Wirtschaft entwickelte sich sehr viel schlechter als noch vor einem Monat angenommen. Investoren wandten sich in großer Zahl dem JPY zu, dessen Reiz als Wertedepot erheblich zunahm. Während die Immobilienmarktdaten rückläufig sind und geldmarktpolitische Angleichungen in China und Neuseeland vorgenommen werden, profitieren die die Wirtschaften Japans und der Schweiz am meisten von den Schlägen die Europa einstecken muss. Durch die am Mittwoch eingeleitete Maßnahme der BOJ ist die Zukunft der Stärke des Yen zwar noch unbestimmt, doch dürfte sich dieser in den nächsten Tagen erst einmal rückläufig verhalten.

Rohöl - Rohölpreis hält sich über $ 86 pro Barrel

Der Rohölpreis verzeichnete am Mittwoch einen geringfügigen Anstieg, als Händler einen Kursrückgang beim US Dollar (USD) aufgrund neuerlicher geldmarktpolitischer Erleichterungen in den USA erwarteten. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA brachten viele Investoren dazu sich immer wieder mal Safe-Hafen-Anlagen zuzuwenden, da recht unsicher war in welcher Richtung sich die Märkte entwickeln. Durch die jüngste Intervention der Bank of Japan (BOJ) zeigten sich auch Marktvorherseher verunsichert, da der Status des traditionellen Safe-Hafen auf den Prüfstand kam.

All das führte zu einem Aufschwung beim Rohölpreis von unter $ 85 pro Barrel in der vergangenen Woche auf den derzeitigen Preis nahe $ 86,50 pro Barrel. Ein erwarteter Aufschwung der Dollarkurse, aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage in dieser Woche führte dazu, dass viele Investoren ihre Short-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllten. Da es aber am Mittwoch nicht zu größeren Kursgewinnen beim USD kam, hielt sich der Rohölpreis stabil, wobei stetige Gewinne eingepreist waren. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche weiterhin abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es zum Wochenende hin zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird, wobei die schlussendliche Richtung allerdings noch unsicher ist.

Technische News

EUR/USD

Die Bewegung in Richtung 1,4500 stieß auf bereitwillige Angebote, wobei die fallende Widerstandslinie vom Mai-Hoch die Paarung seit Ende Juli in einer relativ begrenzten Spanne von 500 Pips handeln ließ. Dieses Szenario könnte sich diese Woche ändern, so die Paarung den unteren Wert eines Dreiecks erreicht, welches unterhalb der Juli- und August-Tiefs von 1,4190 verläuft. Eine Bewegung unter diese Handelsspanne ist eher wahrscheinlich, da sich der Slow Stochastic sowohl auf dem Tages- als auch auf dem Monats-Chart rückläufig zeigt. Ein Durchbruch hier könnte die steigende Trendlinie vom Mai 2010 testen und dürfte langfristige technische Auswirkungen mit sich bringen. Andererseits findet sich erster Widerstand bei 1,4515, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt von 1,4700.

GBP/USD

Nachdem es der Paarung nicht gelungen war unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt zu sinken verzeichnete sie einen eindrucksvollen Anstieg bis auf den Wert von 1,66. Allerdings deuten drei fehlgeschlagene Versuche über dem Wert von 1,6540 den Handel zu beschließen auf eine Schwäche beim Pfund Sterling hin. Außerdem bewegt sich die Paarung beim Slow Stochastic auf dem Tages-, Wochen- und Monats-Chart im überverkauften Bereich. Ein erster Abschwung könnte Unterstützung beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6370 finden, gefolgt von 1,6110, dem Tief vom 11. August. Eine Bewegung darunter könnte sich am Juli-Tief von 1,5780 versuchen. Sollte das Momentum weiterhin aufwärts weisen findet sich erster Widerstand bei 1,6580 mit der sehr wahrscheinlichen Zielsetzung des April-Hochs bei 1,6750.

USD/JPY

Vergangene Woche bewegte sich diese Paarung kurzfristig unter das März-Tief und den Wert von 76 Yen, allerdings wurde zügig auf den Dollar gesetzt, und bei der Tages-Kerze bildete sich ein Doji. Oftmals ist für ein Anzeichen einer bevorstehenden Umkehr ein Doji allein nicht genug um das technische Bild zu ändern. Allerdings besteht nach wie vor eine Abwärtstendenz, wobei ein Börsenschluss unter dem Wert von 76 ein Zeichen für weiteren Rückgang dieser Paarung sein dürfte. Mangelnde Unterstützung auf den langfristigen Charts gestaltet es schwierig eine Zielvorgabe zu prognostizieren, allerdings zeichnet sich die große runde Zahl von 70 Yen ab. Sollte das Doji-Muster standhalten und eine Umkehr erfolgen, bieten sich der Paarung eine ganze Reihe von Verkaufsmöglichkeiten, wobei sich die wahrscheinlichsten Einstiegswerte bei 78,50, 79,50 und 80,20 finden.

USD/CHF

Eine Erholung dieser Paarung ließ sie bis auf 0,8015 ansteigen, knapp über den 50% Rückführungswert der Mai-August-Bewegung. Es sieht so aus, als dürfte noch weiterer Bewegungsspielraum bestehen, da der Slow Stochastic auf dem Wochen- und Monats-Charts aufwärts weisen. Zusätzlicher Widerstand findet sich bei der fallenden Trendlinie des Februar-Hochs von 0,8150. Ein Durchbruch hier könnte die 61% Fibonacci Rückführung von 0,8220 zum Ziel haben. Allerdings sollten Händler bedenken, dass der langfristige Trend abwärts weist und sich Unterstützung bei 0,7800 findet, gefolgt von 0,7550.

Die Wild-Card

Gold

Je schneller der Goldpreis steigt umso schneller kann er auch wieder abstürzen. Gestern sank der Goldpreis bei kräftigen Umsätzen an den Warenterminmärkten um 5,6%. Auch heute Morgen setzt der Goldpreis seinen Abschwung weiter fort. Forex-Händler sollten beachten, dass sich erste Unterstützung für Gold bei $ 1.723 findet, gefolgt von $ 1.670. Andererseits findet sich Widerstand nahe $ 1.912, dem Hoch dieser Woche. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:52 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M 4.05M3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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