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Donnerstag, 3 Jul 2008

Bringt die bevorstehende Veröffentlichung der “Non-Farm Payrolls“ das EUR/USD Paar auf die 1,60-Marke?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdowndowndowndowndown
Wochentendenzupdowndowndownupno
Widerstandskraft1.59861.9981106.751.02030.97000.8033
1.59251.9960106.501.01800.96740.8016
1.58991.9937106.241.01580.96500.7992
Support1.58541.9885105.731.01190.96050.7955
1.58211.9860105.491.01000.95800.7930
1.57951.9834105.201.00830.95530.7902

Wirtschafts News

USD -

Gestern verzeichnete der Dollar gemischte Ergebnisse im Vergleich zu den meisten seiner Währungsrivalen. Der USD fiel gegen den EUR auf den tiefsten Wert innerhalb der letzten zwei Monate nachdem ADP-Bericht (Bericht des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing) berichtete, dass Non-Farm Employment (Arbeitsplätze ohne Agrarsektor)
in den USA im Juni stark abgefallen sei. Der EUR/USD Kurs stieg um knapp über 60 Punkte, und bei Handelsschluss lag der Kurs bei 1,5859. Gegenüber dem JPY fiel der USD auf 106,05 vom Vorwert von 106,68. Nachdem der Dollar am Vormittag gegen den CHF an Boden gewonnen hatte und einen Höchststand von 102,30 erreicht hatte fiel er zu Handelsschluss um 100 Punkte und schloss bei 101,30. Der Dollar punktete im Kursvergleich zum GBP, und der GBP/USD Kurs fluktuierte zwischen 1,9926 und 1,9850, nachdem in den UK Bedrohungen auf dem Wohnungsmarkt Preise und Vertrauen stark erschüttert wurden.


Der ADP-Bericht scheint für die heutigen Bewegungen der einzig wahre Indikator zu sein, da der Verlust von 79.000 Arbeitsplätzen im Juni bei weitem höher liegt als die ursprünglich erwartete Zahl von 20.000. Die für letzten Monat bekannt gegebene überraschende Zahl von 40.000 neuen Arbeitsplätzen wurde nach unten revidiert, so dass wir es jetzt nur noch mit 25.000 neuen Stellen zu tun haben.
In seiner gestrigen Rede zur Lage auf dem Weltmarkt sagte der US-Finanzminister Henry Paulson, dass die gegenwärtige Krise durch Kompensationsgeschäfte seitens der Banken ausgelöst worden sei, die Erfolg belohnen aber Misserfolg nicht bestrafen. Er wies auf die Notwendigkeit seitens der Regierung hin, finanzielle Institutionen ihre Angelegenheiten, ohne große Einmischung seitens Regierungsstellen, selber regeln zu lassen, um ein freies Marktumfeld zu gewährleisten. Sein Kommentar verursachte gestern zusätzliche Volatilität auf dem Devisenmarkt.


Für heute werden wieder wichtige Nachrichten die den USD betreffen aus den USA erwartet, angeführt von den neuesten Arbeitsmarktzahlen (Nonfarm Employment Change). Der ISM Non-Manufacturing Composite und die Arbeitslosenquote werden ebenfalls veröffentlicht, und diese Zahlen sollten auch Einfluss auf den Kurs des USD haben. Es wird erwartet, dass die Nonfarm-Zahlen um weitere 11.000 fallen werden gegenüber dem für Mai vorliegenden Minuswert von 49.000. Das wäre der sechste aufeinander folgende Monat im dem dieser so kritische Wert für die US-amerikanische Wirtschaft gefallen ist. Der ISM Non-Manufacturing Composite, ein Index, welcher den Aktivitätslevel, neue Aufträge, Beschäftigung und Belieferungen von Einläufern auf dem Dienstleistungssektor misst, wird voraussichtlich von 51,7 auf 51,1 fallen, wohingegen die Arbeitslosenquote sich nur leicht von 5,4% auf 5,5% ändern dürfte. Die Einflüsse dieser beiden Indikatoren dürften sich in fallender Tendenz auf den Kurs des USD auswirken, insbesondere da wir uns einem verlängerten Feiertags-Wochenende in den USA nähern.

EUR -

Gestern setzte der EUR seinen seit Wochen anhaltenden Erfolg fort und legte gegenüber den meisten Hauptwährungen zu. Die 15-Nationen-Währung erreichte beim New Yorker Handel mit $ 1,5888 seinen höchsten Wert seit Ende April und lag damit höher als der Kurs vom Dienstag mit $ 1,5793. Kurz nach Veröffentlichung schlechter Daten aus Großbritannien fiel der britische Pfund beim Morgenhandel gestern auf den niedrigsten Wert seit 23 Tagen. Der starke Aufwärtstrend des Euro begann am Morgen nach einer starken Rede des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet und setzte sich verstärkt fort nachdem die schwachen ADP-Zahlen der amerikanischen Wirtschaft veröffentlicht wurden. Der starken europäischen Währung wurde zusätzlich der Rücken durch die besser als erwartet ausgefallenen Herstellerpreise der Euro-Zone, die im Vergleich zum April um 1,2% und auf Jahresbasis um 7,1% anstiegen gestärkt.


Heute werden die europäischen Veröffentlichungen wahrscheinlich von der Wichtigkeit der US-Daten überschattet. Forex-Händler sollten jedoch einiges beachten, falls sie den Handel mit dem EUR in Betracht ziehen: Aufgrund der gestiegenen Öl- und Nahrungsmittelpreise ist die Inflationsrate in der Euro-Zone auf 4% gestiegen, und demzufolge verstärken sich die Spekulationen ob und wann die EZB den Leitzins erhöhen wird. Hochgestelle EZB-Mitarbeiter einschließlich Trichet, der von allen der kämpferischste ist, weisen seit Wochen darauf hin, dass eine Erhöhung unmittelbar bevor steht, und Trichet warnte, dass, falls die EZB nicht nachhaltig handeln würde, die Inflation „explodieren“ könnte. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass der Leitzins heute erhöht wird. Dieses wird den EUR/USD Kurs weiter hoch treiben, was wiederum auch den ohnehin schon auf Rekordhoch stehenden Rohölpreis von $ 144 pro Barrel steigen lassen wird.
Nach der Bekanntgabe der EZB Zinssätze um 11:45 GMT dürfen wir für 12:30 GMT eine Pressekonferenz erwarten, auf der Trichet die Entscheidung zum Leitzins besprechen wird. Falls der Leitzins erhöht wird dürfte der EUR mit ansteigender Tendenz reagieren, und wir könnten wieder einmal erleben, dass der populäre EUR/USD Kurs sich an der 1,60 Marke versucht.

JPY -

Der JPY verzeichnete gestern durchwachsene Ergebnisse gegenüber seinen Haupt-Währungspartnern. Gegenüber dem Dollar hatte der Yen einen volatilen Handel und der Kurs stieg bis auf 106,78 bevor er bei 106,04 zur Ruhe kam. Gegenüber dem EUR fiel der JPY auf 168,20 im Vergleich zu 168,52 am Vortag.


Generell steigt der Yen inmitten allgemeiner Zurückhaltung auf dem Aktienmarkt. Am Dienstag profitierte die japanische Währung von steigender Risikovermeidung, da aufgrund erhöhter Befürchtungen von Verlusten auf dem Banking Sektor und weltweitem Aktienhandel Investoren begannen den Dollar zu verkaufen. Jedoch sind die Gewinne des JPY gegen den Dollar nur gering, da das Pendel jetzt mehr in Richtung Rohöl schwingt. Anstelle den Yen zu kaufen bevorzugen viele jetzt Rohöl als sicheren Zufluchtshafen. Risikovermeidungen auf dem Währungsmarkt wurden auch durch den Rückgang auf dem Aktienmarkt geschürt. Der JPY scheint an Unterstützung zu gewinnen wenn solche Risikovermeidungen auftreten, da Anleger dann Kreditaufnahmen des JPY zu niedrigen Zinssätzen vornehmen.


Für heute werden keine wirtschaftlichen Nachrichten aus Japan erwartet, jedoch dürften wir einen aktiven JPY-Handel als Antwort auf die Veröffentlichen in den USA und der Euro-Zone erwarten. Der Trend für den JPY bleibt ansteigend, da eine große Änderung in der US-Wirtschaft in naher Zukunft recht unwahrscheinlich ist. Händler sollten die Daten aus USA und der Euro-Zone heute sehr genau im Auge behalten, da sie den zukünftigen Kurs des JPY durchaus beeinflussen können.

Rohöl -

Gestern stieg der Rohölpreis auf eine Rekordhöhe von über $144 pro Barrel, nachdem die US-Rohölbestände unerwarteter Weise einen Rückgang zu verzeichnen hatten. Der plötzliche Anstieg des Öls in diesem Jahr ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Händler, als Sicherungsgeschäft zum fallenden Dollar, ihr Augenmerk auf Rohstoffe richteten. Die für heute prognostizierte Erhöhung der Europäischen Zinssätze könnte zusätzliche Rohstoffkäufe vorantreiben, insbesondere nachdem die US-Aktienmärkte sich als fallend erweisen. Als Ergebnis könnte der Ölpreis heute die $145-Marke pro Barrel übersteigen. Eine Unterbrechung dieser Entwicklung ist von größter Bedeutung, da das Rohöl in kürzester Zeit die $150-Marke erreichen könnte.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar bewegt sich in der Mitte einer deutlichen zinsbullischen Handelsspanne, die sich auf der 4-Stunden-Chart abzeichnet. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart deutet auf eine Fortsetzung dieses zinsbullischen Momentum hin. Die Bollinger Bands auf der Tages-Chart weisen ebenfalls darauf hin, dass noch Möglichkeiten für einen weiteren Aufwärtstrend bestehen.

GBP/USD

Die 4-Stunden-Chart zeigt, dass dieses Paar in einer engen Spanne gehandelt wird und nun auf den unteren Abschnitt dieser Handelsspanne zusteuert. Alle Oszillatoren bewegen sich in einem neutralen Bereich ohne deutlich erkennbare Preisrichtung. Händlern sei geraten, auf eindeutigere Signale der Stunden-Chart zu warten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/JPY

Die Stunden-Chart zeigt einen Durchbruch für eine fallende Börsentendenz: der Ausgangspunkt für einen relativ starken Abwärtstrend hat sich herausgebildet. Auch die Tages-Chart lässt eine unveränderte Abwärtsstruktur erkennen. Die negative Neigung des Slow Stochastic bestätigt diese rückgängige Entwicklung. Eine gute Wahl für dieses Paar am heutigen Tag könnte lauten: Verkaufen.

USD/CHF

Seit Beginn des heutigen Handelstages befindet sich dieses Paar auf einem Abwärtstrend und fiel von 1,0165 auf 1,0131. Die Stunden-Chart verdeutlicht, dass die zinsbullische Entwicklung dieses Paares beendet ist und sich nun eine fallende Tendenz abzeichnet. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bekräftigt dies und lässt vermuten, dass das rückwärtige Momentum seine Grenze noch nicht erreicht hat.

Die Wild-Card

Rohöl

Die anhaltend zinsbullisch günstige Gelegenheit für diesen Rohstoff setzt sich fort und es ist kein Ende abzusehen. Die Rohölpreise haben gestern die $144-Marke pro Barrel durchbrochen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart lässt erkennen, dass noch genügend Raum für ein weiteres zinsbullisches Momentum besteht. Forex -Händler sollten sich diese starke zinsbullische Bewegung zu Nutze machen und in den gewinnbringendsten Trend im aktuellen Devisenhandel einsteigen.

Aktuelle Zeit: 01/08 13:59 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0812:00GBP+Official Bank Rate2.00%1.50%1.50% 5
13:30USD+Unemployment Claims 492K545K467K 5
15:00CAD+Ivey PMI40.237.5-4
15:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3

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USAUSAUSD0.25%
JapanJapanJPY0.10%
EuropeEuropeEUR2.50%
SwitzerlandSwitzerlandCHF0.50%
GBGreat BritainGBP1.50%
CanadaCanadaCAD1.50%
AustraliaAustraliaAUD4.25%
New ZealandNew ZealandNZD5.00%
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