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Tuesday, 12 Jul 2011

Britische Inflation steht heute unter Beobachtung

Die britischen Fertigungs- und Immobiliendaten geben beide Anlass zur Annahme, dass die britische Wirtschaft Wachstum verzeichnet, obwohl die Daten der Industrieproduktion in der vergangenen Woche etwas enttäuschend ausfielen. Die meisten Spekulanten betrachten Großbritannien als eine nur leicht bessere Investitions-Option als die Eurozone. Die Märkte könnten davon profitieren indem sie länger an ihren GBP Positionen festhalten, doch führt die Rückläufigkeit der Region in Hinblick auf solche Positionen bei einigen Investoren zu Unbehagen. Die heute für 9:30 MGZ vorgesehene Veröffentlichung der neuesten Inflationsdaten könnte dazu beitragen die Datenlücke zu füllen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.43701.627082.800.88451.08900.9075
1.41601.614081.500.87551.07700.8950
1.39701.591080.450.85501.06600.8830
Support1.39051.575079.500.83601.05700.8720
1.37201.565076.110.82751.03800.8630
1.34301.53501.02750.8530

Wirtschafts News

USD - USD steigt aufgrund der Angst vor der Ansteckung mit der europäischen Schuldenseuche; EUR im Abschwung

Der US Dollar verzeichnete gestern einen Kursaufschwung als Händler anfingen nach Sicherheit zu streben, als Spekulationen darüber die Runde machten, dass Italien Anzeichen einer Ansteckung mit der Schuldenseuche aufzeigte, wie auch schon beim griechischen Sparhaushalt und Rettungsplan gesehen. Spekulanten warnen jetzt davor, dass Italien nunmehr Europas „AIG Moment“ repräsentiere und beziehen sich dabei auf den Rettungsplan für den Finanzriesen, der 2008 von politischen Entscheidungsträgern als „zu groß um zu versagen“ bezeichnet wurde.

Die Nachrichten führten bislang dazu, dass etliche Händler eine risikovermeidende Position einnahmen, was zum Kursanstieg beim USD führte, während die riskanteren Währungen wie der EUR einen Einbruch hinnehmen mussten. Da die Volkswirtschaften Europas und der USA gestern größtenteils auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten waren gab es auch kaum Nachrichten, die dem Pessimismus an den Devisenmärkten entgegen wirken könnten.

Da heute jedoch eine Vielzahl von Wirtschaftspublikationen erwartet wird, können sich Händler auf neuerliche Portfolio-Angleichungen einstellen, da auch die Volatilität zunehmen wird. Für die US Wirtschaft wird die Handelsbilanz und der IBD/TIPP-Bericht über Wirtschaftsoptimismus veröffentlicht. Sollten die heutigen Daten enttäuschen besteht die Möglichkeit, dass mehr Mittel in die Sicherheit des Dollar investiert werden, was die USD-Kurse in die Höhe treiben wird. Händler sollten auch ein Auge auf die Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone halten, da diese die Risikostimmungslage erheblich beeinträchtigen dürften.

EUR - Trotz Risikounsicherheit dürften die britischen Daten das GBP unterstützen

Nachrichten der vergangenen Woche über solides Wachstum auf dem Dienstleistungssektor der britischen Wirtschaft und Erzeuger verursachte Inflation ließen das britische Pfund Sterling (GBP) gestern leicht rückläufig handeln. Zum US Dollar (USD) verzeichnete das Pfund Sterling beim späten Handel geringe Rückläufigkeit, da Verlagerungen zu Safe-Hafen-Anlagen Geld aus dieser Paarung zogen und in andere Wertedepots fließen ließen. Die EUR/GBP-Paarung verzeichnete allerdings gemischtere Ergebnisse, da Nachrichten die beide Währungen betrafen sich auf die Unsicherheit zentrierten. Die allgemeine Stimmungslage scheint jedoch auf eine Abwärtsbewegung der Paarung beim frühen heutigen Handel hinzuweisen.

Während sich das Pfund Sterling gestern zum EUR leicht im Plus bewegte fiel es zum japanischen Yen ab, da die Sicherheit des JPY beim jüngsten Handel großen Reiz auf Händler ausübte. Die britischen Fertigungs- und Immobiliendaten geben beide Anlass zur Annahme, dass die britische Wirtschaft Wachstum verzeichnet, obwohl die Daten der Industrieproduktion in der vergangenen Woche etwas enttäuschend ausfielen. Die meisten Spekulanten betrachten Großbritannien als eine nur leicht bessere Investitions-Option als die Eurozone. Die Märkte könnten davon profitieren indem sie länger an ihren GBP Positionen festhalten, doch führt die Rückläufigkeit der Region in Hinblick auf solche Positionen bei einigen Investoren zu Unbehagen.

Heute erwartet Händler eine ganze Reihe von Wirtschaftspublikationen aus Großbritannien die sich hauptsächlich mit dem Anstieg der Inflation beschäftigen. Um 9:30 MGZ wird das nationale britische Statistikamt Daten zu Verbraucherpreisindex (CPI), Erzeugerpreisindex (RPI), Immobilienpreisindex der Kommunen (DCLG HPI) und zur Handelsbilanz veröffentlichen. Um 10:00 MGZ wird das Conference Board, Inc. (CB) seinen Sammelbericht über sieben Indexe, bekannt als Leading Index, veröffentlichen, sich auf verschiedene Sektoren der britischen Wirtschaft auswirken. Falls die Inflationsprognosen zutreffen, könnte das GBP beim heutigen Handel, trotz jüngster Rückschläge bei den Risikoaussichten, moderate Unterstützung finden.

JPY - Defensiver Handel führt zu stärkerem JPY

Der japanische Yen handelte gestern zu den meisten seiner Währungsgegner im Plus, nachdem nach Bekanntgabe diverser Wirtschaftsdaten Händler anfingen sich wieder in Richtung Sicherheit zu orientieren. Der Yen hat in den vergangenen Wochen an Momentum zugelegt, da sich Risikovermeidung an den Weltmärkten breit gemacht hat. Befürchtungen, dass sich die Schuldenseuche von Griechenland auf Italien ausdehnen wird spielen eine immer größere Rolle bei der Risikoeinschätzung. Darüber hinaus hat die Einschätzung, dass die italienische Wirtschaft kurz davor steht ebenfalls unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen zu müssen, eine überstürzte Flucht in die Sicherheit ausgelöst.

Diese Bewegung hat dazu beigetragen den Kurs des Yen zu all seinen Währungsrivalen steigen zu lassen, einschließlich anderer Safe-Hafen-Währungen wie dem US Dollar (USD). Die gleich bleibende und zahme Geldmarktpolitik der Bank of Japan (BOJ) verstärkt den Reiz des Yen, da Investoren seine geringe Ertragslage als effektives Wertedepot betrachten. Das für heute Morgen erwartete Leitzins-Statement der BOJ wird an dieser Stimmung voraussichtlich wenig ändern. Händler scheinen weiterhin auf den Reiz des JPY als Abwehr unerwünschter Risiken zu setzen.

Rohöl - Reduzierung chinesische Importe drückt den Rohölpreis nach unten

Der Rohölpreis fiel am Montag leicht in Richtung $ 95,60 pro Barrel, da sich die Stimmungslage am weltweiten Industrieabschwung sowie einem Nachfragerückgang zu orientieren schien. Die Daten der vergangenen Woche aus Europa und den USA veranlassen immer noch viele Investoren sich wieder Safe-Hafen-Anlagen zuzuwenden, da viele Berichte auf einen überraschenden Abwärtsknick beim Wachstum, weltweiter Industrieproduktion und den Verbraucherausgaben hinwiesen.

Während Investoren nach Sicherheit suchten fiel der Preis für Rohöl, der seit Mitte vergangener Woche einen Aufstieg verzeichnete, auf ein Wochen-Tief von $ 95,60 pro Barrel. Der plötzliche Anstieg des Dollarkurses aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage trug dazu bei, dass viele Investoren ihre Verkaufspositionen bei physischen Anlagewerten aufstockten. Sollte die Stimmungslage beim Rohöl die Woche über anhalten, könnte der Ölpreis weiterhin auf Widerstand stoßen.

Technische News

EUR/USD

Nach einem unechten oberen Ausbruch vom Dreiecks-Chart-Muster nähert sich die EUR/USD-Paarung der steigenden Unterstützungslinie von dem Mai-Tief bei 1,4160. Der sinkende Stochastic auf dem Tages- und Monats-Chart lässt darauf schließen, dass die nächste Bewegung wieder rückläufig sein wird. Bei einem Durchbruch hier findet sich der nächste Haupt-Unterstützungswert bei 1,3970. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3905 könnte sich ebenfalls als unterstützend erweisen. Unterhalb dieses technischen Schlüsselwerts findet sich die steigende Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,3710, was Händlern den Kauf bei diesem Wert schmackhaft machen dürfte. Andererseits dürfte sich das Hoch vom 7. Juli bei 1,4370 als unterstützend erweisen, wie auch der sinkende Widerstandswert von den Hochs in Mai und Juli bei 1,4530. Ein Handelsschluss über dem Juni-Hoch von 1,4700 könnte darauf hinweisen, dass sich das Momentum umkehrt.

GBP/USD

Die Paarung ist in einer 220-Pips-Bandbreite verhaftet, während sie sich abmüht über ihrem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt und erstem Unterstützungswert von 1,5910 zu bleiben. Bei einer Bewegung darunter findet sich die nächste Unterstützung bei 1,5750, dem Tief vom vergangenen Januar, nicht weit von der 38% Fibonacci Rückführung der Bewegung von Mai 2010 bis April 2011. Unterstützung findet sich auch bei 1,5650, einem Wert der im Oktober und Dezember des vorigen Jahres sowohl als Unterstützung als auch Widerstand diente. Das Konsolidierungsmuster ist bei 1,6140 der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation gedeckelt. Für Händler, die bislang nicht verkauft haben, könnte das der Wert sein von dem sich ein möglicher Aufschwung erzielen ließe. Eine Umkehr des Chart-Musters der Kopf-Schulter-Formation zeigt eine maßvolle Bewegung, die die GBP/USD-Paarung nach unten bis auf 1,5370 drücken könnte.

USD/JPY

Die Folge steigender Hochs und sinkender Tiefs hat auf dem Tages-Chart einen bullischen Channel gebildet, doch die Paarung wird sich voraussichtlich weiterhin in einer Handelsspanne bewegen, in der sich die USD/JPY seit Anfang Juni befindet. Eine Reihe von Widerstandswerten wird hinreichend Gelegenheiten eröffnen profitabel zu verkaufen, was dem langfristigen Trend entsprechen würde. Der Spitzenwert des Channel findet sich bei 81,50 und liegt nahe dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Mai-Hoch von 82,20 und der fallenden Trendlinie von Hoch in 2007, das bei 82,80 liegt. Der Tiefpunkt des Channel könnte sich bei 80,45 als unterstützend herausstellen, wobei ein Durchbruch hier sich am Mai-Tief von 79,50 versuchen könnte.

USD/CHF

Das Tages-Chart vermittelt ein interessantes technisches Bild für den Schweizer Franken. Die Paarung liebäugelt mit dem 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8550, einem technischen Indikator, den die Paarung seit Februar nicht erzielt hat. Möglicherweise bildet sich auch eine Umkehr des Tiefpunkts der Kopf-Schulter-Formation, deren Halslinie von den Mitte-Juni-Hochs und dem Hoch vom 1. Juli abfällt. Eine maßvolle Bewegung des Musters deutet auf potentielle Kursgewinne von 260 Pips hin, wobei eine Umkehr wahrscheinlich die Mai-Tiefs von 0,8755 zum Ziel haben dürfte, sowie den Tiefststand vom 16. März, der auch ein Fibonacci Rückführungswert von 0,8845 ist.

Die Wild-Card

S&P 500

Der gestrige kräftige Rückgang um -1,81% beim S&P 500 war im Einklang mit dem Aufflackern der griechischen Schuldenkrise. US Aktien verzeichneten den zweiten Tag in Folge kräftige Verkäufe, und die gestrigen Rückgänge füllten die Erschöpfungslücke vom 1. Juni. Forex-Händler dürften dieses als ein Zeichen dafür erachten, dass der Aufschwung der vergangenen zwei Wochen überzogen war, und die Verkäufe in den Index dürften sich bis zum nächsten Unterstützungswert von 1,298, dem Hoch vom 22. Juni fortsetzen. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 07:53 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
08:15CHF+ Employment Level4.04M4.05M 4.05M3
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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