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Thursday, 21 Apr 2011

Bullischer Markt fördert riskantere Anlagen und drückt auf den USD

Das relativ schwache Marktgeschehen vom Mittwoch scheint sich unterstützend auf den Euro und andere Rohstoff-gebundene Währungen ausgewirkt zu haben. Die Spannungen, ausgelöst durch das jüngste Aufflackern der Sorgen über die Schuldenlage in den USA und in Europa, scheinen nachzulassen, was dazu beitrug, dass die Risikovermeidung an den Märkten abnahm und Safe-Hafen-Währungen, wie der USD, Kursverluste verzeichneten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.46901.653582.850.89501.08400.8955
1.46701.651582.650.89301.08200.8935
1.46401.648582.350.89001.07900.8905
Support1.45801.642581.750.88401.07300.8845
1.45501.639581.450.88101.07000.8815
1.45301.637581.250.87901.06800.8795

Wirtschafts News

USD - Bericht über Eigenheimverkäufe aus Bestand lässt Risikofreudigkeit ansteigen und senkt USD

Der US Dollar verlor gestern etwas an Boden, nachdem die positiven Daten des Berichts über die Eigenheimverkäufe aus Bestand dazu beitrugen, dass die Risikofreudigkeit wieder zunahm. Dieser Stimmungsumschwung sorgte für einen Kursanstieg bei den höhere Erträge erzielenden Währungen, wie dem Euro, dem britischen Pfund Sterling, dem Schweizer Franken und dem kanadischen und australischen Dollar. Händler zogen sich aus den Safe-Hafen zurück und investierten in diese Währungen.

Das relativ schwache Marktgeschehen vom Mittwoch scheint sich unterstützend auf den Euro und andere Rohstoff-gebundene Währungen ausgewirkt zu haben. Die Spannungen, ausgelöst durch das jüngste Aufflackern der Sorgen über die Schuldenlage in den USA und in Europa, scheinen nachzulassen, was dazu beitrug, dass die Risikovermeidung an den Märkten abnahm und Safe-Hafen-Währungen, wie der USD, Kursverluste verzeichneten.

Die Eigenheim-Verkaufsdaten in Verbindung mit den bullischen Daten aus Europa halfen der EUR/USD-Paarung etwas von den Verlusten vom Dienstag wieder wettzumachen. Händler sollten sich auf einen moderaten Anstieg dieser Paarung einstellen, da sich die Grundlagen mehr und mehr in Richtung der riskanteren Währungen neigen. Sollten die heutigen Fertigungs- und Arbeitslosendaten aus den USA positiv ausfallen, besteht die Chance, dass sich Investoren vermehrt riskanteren Anlagen zuwenden, was den Dollar weiter unter Druck setzen dürfte.

EUR - EUR bullisch, da Investoren sich höhere Erträge erzielenden Anlagen zuwenden

Der Euro verzeichnete gestern einen Kursanstieg, nachdem weltweit Investoren die positiven Berichte aus Europa und den USA zum Anlass nahmen in riskantere Anlagen zu investieren. Die EUR/USD-Paarung stieg von dem Unterstützungswert von 1,4206 an und handelt heute Morgen um den Wert von 1,4530. Das relativ schwache Marktgeschehen vor dem Osterwochenende gibt nur wenig Aufschluss darüber, in welche Richtung sich der Kurs entwickeln wird, die Grundlagen scheinen sich seit Mitte der Woche zugunsten des Euro geändert zu haben.

Geldmarktpolitische Angleichungen sorgten für größere Volatilität beim Währungsgeschäft als das jüngst der Fall war. So hat beispielsweise die schwedische Riksbank gestern den Leitzinssatz um 0,25% angehoben. Das britische Pfund Sterling verzeichnete ziemliche Kursschwankungen, und das Hin und Her bei den Carry Trades machte die Entwicklung beim Schweizer Franken, dem japanischen Yen und dem US Dollar schwer vorhersehbar. Die gestrige Hinwendung zu riskanteren Anlagen bringt Kurzzeit-Händlern wieder etwas Normalität, da sie die riskanteren Anlagen höher bewerten als ihre Rivalen.

Der heutige Wirtschaftskalender konzentriert sich besonders auf Großbritannien und Nordamerika. Händler warten gespannt auf die morgigen Berichte über die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien und Kanada, um ein klareres Bild darüber zu erhalten was sie nach dem Osterwochenende erwartet. Ebenfalls von großem Interesse ist die morgige Bekanntgabe des deutschen Ifo Geschäftsklimaindexes, da dieser die letzte wichtige Wirtschaftspublikation aus der Eurozone in dieser Woche ist. Falls diese besser als erwartet ausfällt, könnte das den EUR-Kurs ansteigen lassen, insbesondere wenn man die jüngste Hinwendung zu riskanteren Anlagen in Betracht zieht.

JPY - Yen verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse bei steigender Risikofreudigkeit

Die steigende Risikofreudigkeit scheint begründet zu sein in den gestrigen Daten der amerikanischen Eigenheimverkäufe aus Bestand, die auf zunehmenden Verbraucher-Optimismus hindeuten, den geringeren Rohöllagerbeständen, die positives Wirtschaftswachstum in den USA signalisieren und den besser als erwarteten australischen Importpreisen und Inflationszahlen, die zu Spekulationen Anlass gaben, Australien werde seine Geldmarktpolitik verschärfen. Das wirkte sich auf Safe-Hafen-Währungen, wie den japanischen Yen, so aus als würde ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen, was auch auf andere Safe-Hafen, wie den US Dollar und den Schweizer Franken zutrifft.

Der Yen notierte gestern Kursverluste zu den meisten seiner Währungsrivalen. Die USD/JPY-Paarung liegt allerdings seit Montag fast unverändert nahe dem Wert von 82,50. Zum britischen Pfund Sterling konnten Händler einen Nivellierungseffekt beobachten, als sich die Paarung um den Wert von 135,50 konsolidierte. Da sich der heutige Wirtschaftskalender hauptsächlich auf die britischen und kanadischen Wirtschaftsnachrichten fokussiert, dürfte der Yen kaum Veränderung erfahren, es sei denn, aus der US Wirtschaft werden weiter positive Daten veröffentlicht. Sollte das heute der Fall sein, dürften Händler eine weitere Zunahme bei der Risikofreudigkeit erwarten, da sich Investoren den höhere Erträge erzielenden Währungen zuwenden werden.

Rohöl - Unerwartet heftiger Rückgang bei den Rohöllagerbeständen sorgt für Anstieg beim Ölpreis

Die US Rohöllagerbestände verzeichneten in dieser Woche einen unerwartet heftigen Rückgang um 2,3 Mio. Barrel. Händler haben angefangen zu bewerten wie sich das auf den Rohölpreis auswirken wird und was das für die weltweite Industrie bedeutet. Die Verbindung zwischen den US Lagerbeständen und dem Rohölpreis ist allerdings schwer zu ermessen. Ein Rückgang der Lagerbestände kann entweder auf Lieferschwierigkeiten oder auf gestiegenen Verbrauch zurückgeführt werden. Wie auch immer, es führt gemeinhin zu einem Anstieg beim Ölpreis, wie ihn Händler gestern beobachten konnten.

Andererseits kann es auch sein, dass die US entschieden haben sich von Lagerbeständen zu trennen um Druck von den Pumpen zu nehmen, da die US Benzinpreise in den vergangenen Wochen auf ein neues Rekord-Hoch gestiegen sind. Was auch immer der Grund ist, der Rückgang der Lagerbestände führte zu Käufen an den Rohöl- und Terminmärkten, was Preis auf den höchsten Stand seit 8 Tagen ansteigen ließ. Falls der USD kurzfristig einen neuen Unterstützungswert findet dürften sich Händler auf einen korrigierenden Preisrückgang gefasst machen, andererseits scheint es sicherer auf den fortgesetzten Aufwärtstrend zu setzen.

Technische News

EUR/USD

Die meisten technischen Indikatoren zeigen, dass sich diese Paarung im überkauften Bereich bewegt und dass in nächster Zeit wahrscheinlich eine Abwärtskorrektur einsetzen wird. Der Williams Percent Range auf dem 4-Stunden-Chart ist in den überkauften Bereich eingetreten, während sich beim Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart ein rückläufiger Cross gebildet hat. Zu verkaufen scheint heute eine kluge Wahl zu sein.

GBP/USD

Beim Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart hat sich ein rückläufiger Cross gebildet, was darauf hindeutet, dass eine Abwärtsbewegung einsetzen könnte. Diese Annahme wird auch vom Relative Strength Index auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt, der sich derzeit weit im überkauften Bereich bewegt. Händler dürften diese Paarung heute sehr wahrscheinlich verkaufen wollen.

USD/JPY

Der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart steht derzeit weit im überverkauften Bereich, was darauf hinweist, dass heute eine Aufwärtskorrektur einsetzen dürfte. Der Relative Strength Index auf dem 8-Stunden-Chart ist ebenfalls im überverkauften Bereich. Zu kaufen könnte heute eine kluge Entscheidung sein.

USD/CHF

Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart hat sich ein zinsbullischer Cross gebildet, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit wahrscheinlich eine Aufwärtskorrektur erfolgen wird. Auch der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart, der derzeit beim -90 Wert steht, bestätigt die Annahme einer heutigen Aufwärtsbewegung. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen dürfte sich heute als bevorzugte Vorgehensweise herausstellen.

Die Wild-Card

AUD/USD

Der Williams Percent Range auf dem 4-Stunden-Chart zeigt diese Paarung derzeit im überkauften Bereich, was besagt, dass heute sehr wahrscheinlich eine Abwärtskorrektur einsetzen wird. Diese Annahme wird auch vom Slow Stochastic auf dem gleichen Chart, wie auch vom Relative Strength Index auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt. Hier dürfte sich Forex-Händlern die großartige Gelegenheit bieten eine Short-Position zu beziehen, bevor der Abwärtsumschwung einsetzt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 08:00 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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