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Tuesday, 21 Jul 2009

CIT Sanierungsplan trägt zu Risikobereitschaft bei, Safe-Hafen im Rückgang

Der gestrige Aufschwung an der Wall Street, welcher zum Kursrückgang bei den wichtigsten Safe-Hafen-Währungen führte, wurde von einer Entscheidung bei CIT, einer großen Finanzfirma, ausgelöst, die zugunsten eines $3 Mrd. Sanierungsplans ausgefallen war. Der resultierende Vertrauensauftrieb ließ den Aufschwung an den Börsen noch stärker werden, nachdem zuvor schon die Bank of Japan (BoJ) erklärt hatte, mit der japanischen Wirtschaft gehe es nicht länger abwärts. All dieser Optimismus führte zu erhöhter Risikobereitschaft und minderte den Reiz von Safe-Hafen-Anlagen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupdown
Wochentendenzupupnodownupdown
Resistance1.42851.658594.751.07900.82000.8685
1.42551.655594.501.07600.81750.8655
1.42301.653094.251.07300.81500.8630
Support1.41751.647593.651.06750.81000.8575
1.41501.645093.351.06500.80750.8550
1.41251.642593.001.06250.80500.8525

Wirtschafts News

USD - Börsenaufschwung lässt Dollar purzeln

Nach dem Börsenaufschwung am Montag fiel der Dollar im Vergleich zum EUR auf den niedrigsten Wert seit über einem Monat. Der Aufschwung wurde ausgelöst, nachdem der Vorstand von CIT, einem großen US-Finanzierungsunternehmen, einem $3 Mrd. Sanierungsplan zugestimmt hatte. Dem folgenden Kursverlust des USD und den Gewinnen an der Wall Street lag allerdings auch erhöhte Risikobereitschaft zugrunde, da Händler den wachsenden Optimismus durch die Zahlen des 2. Quartals in Betracht zogen, nachdem vergangene Woche die sehr positiven Ergebnisse mehrere US-Banken veröffentlicht wurden. Obendrein trugen auch die gestern bekannt gegebenen US-Immobiliendaten, die auf eine Stabilisierung dieses Wirtschaftssektors hinweisen, zum Optimismus hinsichtlich der US-Konjunktur bei.

Der Dollar-Index fiel am Montag mit 78,799 auf den niedrigsten Stand seit dem 3. Juni. Zum JPY fiel der USD um über 70 Pips auf 93,92, da Händler sich von Dollar zugunsten höhere Erträge erzielende Anlagewerte abwandten. Die GBP/USD-Paarung kletterte um 120 Pips auf 1,6518, da das GBP sehr positiv auf den Optimismus auf dem Bankensektor reagierte. Die EUR/USD-Paarung schloss um nahezu 60 Pips höher bei 1,4214, da angesichts der Anzeichen einer weltweiten wirtschaftlichen Erholung der USD mehr und mehr seinen Safe-Hafen-Status verliert. Offenbar wird der USD im Vergleich zu den Haupt-Währungen weiterhin an Wert verlieren, solange es an den Börsen aufwärts geht.

Für heute werden aus den USA und Kanada einige äußerst wichtige Wirtschaftspublikationen erwartet. In Kanada wird die Bank of Canada (BOC) um 13:00 MGZ den neuen Leitzinssatz bekannt geben. Dieser dürfte den USD/CAD-Kurs bis in die nächste Woche entscheidend mitbestimmen. Um 14:00 MGZ wird der Präsident der US-Notenbank, Ben Bernanke, vor den Finanzausschuss in Washington, D.C., eine Rede hinsichtlich der zukünftigen US-Geldpolitik halten. Um diesen Zeitpunkt herum dürfte an den Devisenmärkten mit großer Volatilität zu rechnen sein.

EUR - EUR zum USD auf höchsten Stand seit 6 Wochen

Der EUR erzielte gestern zum USD den höchsten Stand seit 6 Wochen, nachdem die Aktienmärkte in den USA und weltweit einen Aufschwung verzeichneten. Dieser wurde durch die optimistischen Daten aus Europa und den USA in der vergangenen Woche ausgelöst. Federführend bei diesem Aufschwung war die Verabschiedung eines $3 Mrd. Sanierungsplans bei CIT um eine Insolvenz abzuwenden. Aufgrund der Erwartungen für die weltweite Bankenindustrie erreichte das GBP ein 3-Wochen-Hoch zum USD. Was dem Pfund Sterling gestern zu seinen Kursgewinnen verhalf war die Tatsache, dass Händler, angeregt durch den wiedererwachten Optimismus, ihre Investitionen streuten.

Die EUR/USD-Paarung stieg am Montag bis auf 1,4250 und schloss letztlich bei 1,4210. Dem Aufwärtstrend der EUR/USD-Paarung liegt zugrunde, dass, je mehr sich die weltweite Konjunkturlage verbessert, der USD mehr und mehr von seinem Safe-Hafen-Status verliert. Die GBP/USD-Paarung schloss bei 1,6518, und EUR/GBP schlossen 30 Pips im Minus bei 0,8603. Vieles beim jüngsten Aufwärtstrend des GBP ist zurückzuführen auf die steigenden Energiepreise und die Erholung auf dem Bankensektor, da die britische Wirtschaft von diesen beiden Industrien sehr stark abhängig ist.

Heute erwarten wir neue Wirtschaftspublikationen aus Europa und Großbritannien. In der Schweiz werden um 06:15 MGZ die Zahlen der Handelsbilanz veröffentlicht. Eine hohe Zahl dürfte sich positiv auf den CHF auswirken, da sie einen höheren Überschuss bei Exportgütern im letzten Monat ausweist. Großbritannien veröffentlicht seine Zahlen für die Nettokreditaufnahme auf dem öffentlichen Sektor um 08:30 MGZ. Ein geringerer Wert als die prognostizierten 15,7 Mrd. Pfund Sterling könnte sich positiv auf das GBP auswirken, was den jüngst erwachten Optimismus für die britische Währung weiter unterstützt.

JPY - CIT-Sanierungsplan lässt JPY steigen

Die Bekanntgabe des Sanierungsplans des US-Finanzierungsunternehmen CIT ließ gestern den JPY im Vergleich zu einer Anzahl seiner Währungspartner ansteigen. Das trug automatisch dazu bei, dass der Börsenaufschwung aus den USA nach Japan überschwappte. Folglich stieg der Kurs des JPY im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern. Zum USD stieg der JPY um 70 Pips auf 93,92, da Investoren ihr Geld in höhere Erträge erzielende Anlagewerte steckten. Auch zum EUR verzeichnete die japanische Währung Kursgewinne und schloss um 64 Pips im Plus bei 133,34.

Die Stärke der japanischen Währung ist der Tatsache zuzuschreiben, dass sich die japanische Wirtschaft auf niedrigem Niveau stabilisiert hat. Folglich sind Devisenhändler bereit ihr Geld in die japanische Währung zu stecken, da sich die weltweite Konjunkturlage verbessert. Auch Investoren führen ihr Geld wieder nach Japan zurück. In absehbarer Zukunft dürfte das zu einer Stärkung der japanischen Währung führen. So könnte die USD/JPY-Paarung beim heutigen Handel unter den Wert von 93,50 sinken.

Rohöl - Rohölpreis auf höchstem Stand seit zwei Wochen

Der Rohölpreis erreichte gestern mit $65,86 pro Barrel den höchsten Stand seit zwei Wochen und schloss letztlich bei $65,30. Für den Anstieg des Rohölpreises am Montag waren mehrere Gründe verantwortlich. Zum einen gab es viel Optimismus aus den USA, der durch den CIT-Sanierungsplan ausgelöst worden war. Des Weiteren veranlasste der Börsenaufschwung in den USA Händler dazu ihre Investitionen zu streuen. Das wiederum ließ den Dollar-Kurs sinken, was seinerseits für einen Anstieg beim Rohölpreis sorgte. Die Zugewinne bei den Rohstoffen hielten den ganzen Tag über an.

Es gibt einige Investoren die jetzt über eine Preiskorrektur beim Rohöl spekulieren. Sollte jedoch genügend Optimismus bestehen um den Rohölpreis zu stützen, gibt es keinen Grund, weshalb der Preis beim heutigen Handel nicht auf über $66 pro Barrel steigen sollte. Vorausgesetzt der Dollar befindet sich weiter im Abschwung könnte das eher früher als später der Fall sein. Auch dürfte sich die Rede des US-Notenbankchefs, Ben Bernanke, später am Tag positiv auf den Rohölpreis auswirken.

Technische News

EUR/USD

Die Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart scheinen sich in Erwartung eines moderaten Kursanstiegs zu verengen. Da die Paarung sich bei den Bollinger Bands auf dem 4-Stunden-Chart nahe dem oberen Grenzwert bewegt und sich rückläufige Crosse beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden- und dem Tages-Chart bilden, könnten wir in nächster Zukunft eine Abwärtsbewegung sehen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute eine kluge Entscheidung sein.

GBP/USD

Die Indikatoren für diese Paarung vermitteln gemischte Signale. Bei den Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart zeigt sich eine Verengung, was bevorstehende Volatilität vermuten lässt. Jedoch heben ein zinsbullisches Cross beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart und ein rückläufiges Cross beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart die Unvorhersehbarkeit einer bevorstehenden Bewegung hervor. Auf einen entsprechenden Durchbruch zu warten und sich dann zum frühest möglichen Zeitpunkt dem Trend anzuschließen könnte sich heute als eine solide Taktik erweisen.

USD/JPY

Beim RSI auf dem Stunden-Chart scheint sich der Kurs dieser Paarung im überkauften Bereich zu bewegen, was auf Aufwärtsdruck hindeutet. Sowohl das neuerliche zinsbullische Cross beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart als auch, was ein sich entwickelndes zinsbullisches Cross beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart zu sein scheint, könnten auf eine Aufwärtsbewegung hindeuten. Zu kaufen könnte sich heute als die beste Strategie für diese Paarung erweisen.

USD/CHF

Es scheint sich beim MACD auf dem Stunden- und dem 4-Stunden-Chart sowie dem Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein neuerliches zinsbullisches Cross zu bilden, was darauf hinweist, dass die bevorstehende Bewegung dieser Paarung aufwärts deutet. Beim RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich der Kurs im überkauften Bereich, was diese Annahme bestätigt. Zu kaufen könnte eine gute Entscheidung sein.

Die Wild-Card

Silber

Die Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart scheinen sich für diesen Rohstoff zu verengen, während sich der Preis auf eine volatile Bewegung vorbereitet. Rückläufige Crosse beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden- und dem Tages-Chart, sowie Bewegungen im überkauften Bereich beim RSI auf dem 4-Stunden-Chart besagen, dass die nächste größere Bewegung tatsächlich abwärts gerichtet sein dürfte. Forex -Händler die auch in Rohstoffen handeln könnten aus diesem Wissen nutzen ziehen, indem sie Silber verkaufen und dann abwarten, wie sich die Preisbewegung weiter entwickelt.

Aktuelle Zeit: 05/25 08:01 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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