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Friday, 19 Aug 2011

Der Anreiz von Safe-Hafen-Anlagen nimmt zu während Händler das Risiko meiden

Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeichneten ein schwaches Bild des weltweiten Wirtschaftswachstums. Die wöchentlichen Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung in den USA stiegen stärker an als prognostiziert und erreichten 408.000 in der vergangenen Woche. Ein Bericht über das Wohnungswesen zeigte eine Flaute beim Anstieg von Hypothekendarlehen, und die Daten des Konjunkturberichts des Fed-Distriktes Philadelphia fielen unter das Ergebnis des vergangenen Monats. Die britischen Einzelhandelsumsätze lagen unter den Erwartungen, und auch Kanadas führender Index fiel geringer aus als noch im Monat Juli. Bislang wirkten sich diese Nachrichten nur positiv auf die Kurse des USD, des JPY und des CHF aus, da Händler das Risiko meiden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnono
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.688081.800.85501.10800.9080
1.45401.674580.200.82001.08000.8890
1.45001.6550 78.500.8080 1.06000.8830
Support1.42601.647576.250.78001.03150.8660
1.41751.63500.75900.99250.8610
1.39001.60900.97000.8530

Wirtschafts News

USD - US Dollar verzeichnet Kursgewinne aufgrund risikovermeidenden Handels

Der US Dollar handelte gestern leicht im Plus, als Händler begannen den jüngsten Einbruch bei den Aktienkursen neu zu bewerten. Die EUR/USD-Paarung fand gestern Widerstand nahe 1,4500 und fiel beim späten Handel bis auf 1,4400 zurück. Ähnliche Bewegungen verzeichnete der Dollar auch zu den meisten anderen Währungen.

Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeichneten ein schwaches Bild des weltweiten Wirtschaftswachstums. Die wöchentlichen Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung in den USA stiegen stärker an als prognostiziert und erreichten 408.000 in der vergangenen Woche. Ein Bericht über das Wohnungswesen zeigte eine Flaute beim Anstieg von Hypothekendarlehen, und die Daten des Konjunkturberichts des Fed-Distriktes Philadelphia fielen unter das Ergebnis des vergangenen Monats. Bislang wirkten sich diese Nachrichten nur positiv auf die Kurse des USD aus, da Händler das Risiko meiden.

Da am heutigen Freitag relativ wenige Wirtschaftspublikationen erwartet werden, können Händler sich auf nur geringfügige Währungsbewegungen einstellen, die durch typische Wochenend-Liquidität ausgelöst werden. Unter den verschiedenen Wirtschaftsberichten die heute aus Kanada, Großbritannien, Japan und der Eurozone veröffentlicht werden ist keiner, der besonders im Fokus steht. Die US Wirtschaft steht weniger im Mittelpunkt des Interesses, obwohl der Safe-Hafen-Anreiz des Dollar sehr wahrscheinlich zu Kommentaren Anlass geben dürfte, während sich die Woche dem Ende neigt.

EUR - EUR verzeichnet ähnlichen Abschwung wie die Aktien

Angesichts der veröffentlichten Daten, die auf wirtschaftlichen Stillstand in Deutschland hindeuteten, handelte der Euro gestern im Minus. Die glanzlose Vorstellung der weltweiten Aktien führte ebenfalls dazu, dass sich viele Investoren vom EUR abwandten, obwohl dieser durchaus das Potential für Kursgewinne hat, sollte mehr Investment aus den USA in den Euro fließen.

Da die Wachstumsunterschiede zwischen den USA und Europa sich in dieser Woche wieder deutlich zeigten, scheinen höhere Erträge erzielende Anlagewerte wie das GBP und der EUR als Verlierer dazustehen, da viele Investoren das Risiko meiden. Während sich die Woche dem Ende neigt führt die zunehmende Risikovermeidung dazu, dass viele Investoren bevorzugt in niedrigere Erträge erzielende Währungen wie den USD und den JPY investieren, wenngleich Investitionen in US Staatsanleihen der jüngsten Herabsetzung der US Bonität durch S&P zu widersprechen scheinen. S&P soll angeblich vom US Justizministeriums für die Rolle, die sie bei der Hypothekenkrise in 2007/08 gespielt haben überprüft werden.

Am heutigen Freitag wird der Euro wohl eine Bewertung seines jüngsten Kursrückgangs zu den anderen Haupt-Währungen erfahren, wobei er weitere leichte Abwärtstendenz aufweist. Da aus der Eurozone heute nur wenige Wirtschaftsberichte erwartet werden, sollten Händler ihre Aufmerksamkeit auf die Berichte aus Kanada und Großbritannien richten, da diese von nicht unerheblicher Bedeutung sein dürften.

JPY - JPY im Aufschwung da Händler sich nach sicheren Wertedepots umsehen

Der japanische Yen (JPY) handelte in dieser Woche zu den meisten anderen Währungen im Plus, nachdem Nachrichten bewirkten, dass viele Händler sich wieder Safe-Hafen-Anlagen zuwandten. Der Yen hat sich in den vergangenen Monaten als Top-Performer erwiesen, wenn man bedenkt, dass Händler in Zeiten intensiver Risikobereitschaft auf japanische Carry Trades und in Zeiten der Risikovermeidung auf den JPY setzen, was diese Währung, angesichts des verhängnisvollen Gerede über die Schuldenlage, äußerst reizvoll erscheinen lässt.

So verzeichnete der JPY gestern kräftige Kursgewinne, da sich nach den Verkäufen von Schuldverschreibungen in Italien viele Investoren von der Eurozone abwandten und Richtung sicherer Anlagen orientierten. Der Hinwendung zu riskanteren Währungen wurde durch um sich greifenden Pessimismus Einhalt geboten, was dazu führte, dass ein Großteil der gestrigen Handels-Liquidität in traditionelle Wertedepots floss. So dürften Händler noch vor Wochenschluss einen weiteren Aufwärtsknick beim JPY erwarten.

Rohöl - Rohölpreis stürzt bis auf $ 81,50 pro Barrel

Der Rohölpreis brach gestern heftig ein und stürzte beim späten Handel bis nahe $ 81,50 pro Barrel. Die Wachstumsunterschiede zwischen den USA und Europa sind in dieser Woche wieder in den Mittelpunkt des Interesses geraten, während die Produktions- und Dienstleistungsdaten für Europa zunehmende Schwächen aufwiesen. Das führte dazu, dass etliche Großinvestoren und Analysten eine Umschichtung vom EUR und anderen riskanten Anlagen hin zu der Sicherheit des USD und des JPY in Erwägung zogen, und das trotz der latent zunehmenden Schwäche der amerikanischen Wirtschaft aufgrund der kürzlich erfolgten Herabsetzung des US Kredit-Ratings.

Während Investoren also nach Sicherheit strebten, begann der Rohölpreis, der sich die ganze Woche über stabil gehalten hatte, plötzlich bis auf $ 81,50 pro Barrel zu sinken. Ein plötzlicher Anstieg bei den Dollarkursen aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage führte dazu, dass sich viele Investoren zögerlich Anlagen wie Gold und Silber zuwandten. Offenbar war auch Rohöl von dieser Stimmung betroffen. Der Rohölpreis scheint einen Entscheidungspunkt erreicht zu haben, auf den es schon die ganze Woche über hinausgelaufen ist, da eine starke rückläufige Stimmung um sich greift.

Technische News

EUR/USD

Trotz zunehmender Volatilität handelt die EUR/USD-Paarung weiterhin innerhalb einer begrenzten Spanne zwischen 1,4400 und 1,4050. Der sinkende Slow Stochastic auf dem Monats-Chart legt die Vermutung nahe, dass bei Annäherung an die Werte von 1,4400 - 1,4500 Hineinverkäufe getätigt werden dürften. Erster Widerstand findet sich bei 1,4400, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt von der fallenden Widerstandslinie vom Mai-Hoch bei 1,4450. Ein Abschluss über dem Wert von 1,4700 könnte auf ein Ende des Range-Trading-Umfelds hinweisen. Andererseits findet sich Unterstützung bei 1,4050, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3945 und der steigenden Trendlinie vom Juni 2010 bei 1,3875.

GBP/USD

Die Kursrückgänge der vergangenen Woche fanden Unterstützung nahe der zuvor durchbrochenen Trendlinie vom April-Hoch, und es sieht so aus, als könne die Paarung wieder ansteigen. Widerstand findet sich bei 1,6475, einem Wert den das Pfund Sterling schon dreimal nicht durchbrechen konnte. Sollte es dennoch zu einem Anstieg über diesen Wert kommen dürfte sich das technische Bild aufwärts wenden, mit weiterem Widerstand bei 1,6550 und 1,6745. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6090 könnte weitere Rückgänge im Zaum halten, gefolgt von weiteren Unterstützungswerten bei 1,6000 und 1,5935.

USD/JPY

Der Yen hat zwei Versuche unternommen das Mitte März erzielte Allzeit-Tief von 76,25 zu durchbrechen. Der steigende Slow Stochastic auf dem Tages- und Wochen-Chart deutet auf potentiale Kursgewinne der Paarung hin, allerdings besteht aufgrund kurzzeitiger Momentum-Studien noch Raum nach unten bevor der Druck nachlässt. Folglich ist ein Durchbruch von 76,25 erwünscht. Jenseits dieses Werts besteht ein Mangel an Unterstützung auf dem Monats-Chart. Andererseits findet sich erster Widerstand bei 78,50, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt vom Post-Interventions-Hoch von 80,20.

USD/CHF

In einem erstaunlichen Lauf hat sich die USD/CHF-Paarung vom freien Fall bis zum Handel oberhalb des 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt bewegt, hin zu einem Wert, den die Paarung seit Anfang Juli nicht mehr verzeichnen konnte. Nachdem der erste Widerstand bei 0,7800 überbrückt wurde könnte die Paarung bei 0,8080 Widerstand finden, was auch nahe der 38% Rückführung vom Februar-Hoch liegt, gefolgt von der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8200. Das dürfte Händlern bessere Wiedereinstiegswerte in einen langfristigen Abwärtstrend dieser Paarung bieten. Ein weiterer Widerstandswert findet sich bei 0,8550.

Die Wild-Card

NZD/USD

Nach einem kräftigen Kursrückgang durchbrach die NZD/USD-Paarung die von den März- und Juli-Tiefs laufende Trendlinie. Wie in der Vergangenheit schon oft vorgekommen, bewegt sich die Paarung nachdem sie die Trendlinie durchbrochen hat wieder aufwärts, um dann Widerstand bei der alten Trendlinie zu finden. Forex-Händler sollten beachten, dass bei einer Änderung der Risikostimmungslage die NZD/USD-Paarung eine der ersten sein dürfte, die wieder ansteigt. Allerdings deutet die Tendenz weiterhin abwärts. Die vorherige Trendlinie dient als erster Widerstand bei 0,8340, gefolgt von 0,8840, dem Hoch vom 1. August. Unterstützung findet sich bei 0,7960. Der Wert von 0,7750 könnte die Unterstützungszielsetzung sein, die mit dem 61% Fibonacci Rückführungswert übereinstimmt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 08:10 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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