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Friday, 25 Feb 2011
Der Aufruhr in Libyen lässt Rohölpreis auf über $ 100 pro Barrel steigen
Der japanische Yen lag gestern im Vergleich zum US Dollar nur 0,4% unter dem höchsten Stand seit drei Wochen, während der Schweizer Franken auf ein Rekordhoch kletterte und der Rohölpreis aufgrund der Unruhen in Libyen den höchsten Stand seit 29 Monaten verzeichnete, alles Anzeichen für gestiegene Nachfrage für sicherere Anlagewerte.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4007 | 1.6496 | 83.77 | 0.9479 | 1.0313 | 0.8717 |
| 1.3890 | 1.6327 | 82.88 | 0.9377 | 1.0191 | 0.8622 | |
| 1.3843 | 1.6230 | 82.37 | 0.9318 | 1.0138 | 0.8585 | |
| Support | 1.3727 | 1.6061 | 81.48 | 0.9217 | 1.0016 | 0.8490 |
| 1.3656 | 1.5988 | 81.10 | 0.9174 | 0.9947 | 0.8432 | |
| 1.3539 | 1.5818 | 80.22 | 0.9073 | 0.9825 | 0.8337 |
Wirtschafts News
USD - Dollar schwächelt auf breiter Front
Der Dollar verzeichnete am Donnerstag Kursrückgänge zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. Der Preisanstieg beim Rohöl aufgrund Befürchtungen von Investoren, dass die Unruhen in Libyen auf andere wichtige Öl produzierende Länder, wie Saudi Arabien, übergreifen könnten, wird den Dollarkurs wahrscheinlich weiter sinken lassen. Zum gestrigen Börsenschluss hin war der USD zum EUR gefallen und die oft gehandelte Währungspaarung stand bei 1,3800. Ähnlich verhielt sich der Dollar zum JPY und schloss bei 81,85.
Der Safe-Hafen Schweizer Franken andererseits verzeichnete ein Rekordhoch zum Dollar und profitierte von den politischen Unruhen im Mittleren Osten. An acht von neun Handelstagen verzeichnete der Schweizer Franken Kursgewinne zum Dollar. So konnte die Schweizer Währung in den vergangenen zwei Wochen bislang um 5,1% zulegen und erzielte so sein bestes Ergebnis seit Juni letzten Jahres.
Ein führender Wirtschaftsindikator war der gestrige US Arbeitsmarktbericht. Die Zahlen der Vorwoche wurden zwar übertroffen, doch hatte das keine positiven Auswirkungen auf den Dollar, da Investoren auf weitere Daten, die heute veröffentlicht werden, zu warten scheinen, bevor sie sich für eine Handelsstrategie entscheiden.
Heute werden aus den USA eine ganze Reihe wichtiger Wirtschaftspublikationen erwartet. Darunter sind um 13:30 MGZ das vorläufige Bruttoinlandsprodukt und um 14:55 MGZ der revidierte Bericht der Universität Michigan über das Verbrauchervertrauen. Besser als erwartete Ergebnisse können dazu beitragen, dass der Dollar ein wenig von seinen gestrigen Kursverlusten zum EUR und zum YPY wieder wettmachen kann. Sollten andererseits die Ergebnisse schlechter als vorhergesagt ausfallen, wird der Dollar heute einen recht rückläufigen Handel zu verzeichnen haben. Händler sollten daher das Marktgeschehen sehr genau beobachten, da sich ihnen die Gelegenheit bietet von den nach den Veröffentlichungen zu erwartenden Kursschwankungen zu profitieren.
EUR - Bekanntgabe des deutschen Verbraucherpreisindexes steht bevor
Die Annahme, dass der europäische Leitzinssatz noch vor dem der USA erhöht werden könnte, ließ den Euro im Vergleich zum US Dollar am Donnerstag einen kräftigen Kursgewinn verzeichnen. Der Euro stieg bis auf $ 1,3819, den besten Wert seit dem 3. Februar, bevor er auf $ 1,3800 zurückging und den Handel dann mit 0,4% im Plus schloss.
Ein führender Indikator, der gestern veröffentlicht wurde, war das deutsche Bruttoinlandsprodukt. Deutschland ist die größte und stärkste Wirtschaftsmacht der Eurozone, und folglich haben Wirtschaftspublikationen aus diesem Land für gewöhnlich großen Einfluss auf den EUR. Die deutsche Konjunktur dürfte sich im laufenden Quartal kräftig beleben, nachdem der kälteste Winter seit 1969 in den letzten drei Monaten des Jahres 2010 das Baugewerbe stark beeinträchtigt hatte. Der Geschäftsklimaindex ist in diesem Monat auf ein Rekordhoch gestiegen und die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Der deutsche Bundesbankpräsident Axel Weber gab gestern Abend bekannt, dass die Bundesbank ihre Wachstumsprognose für 2011 von 2,0% auf 2,5% revidiert hat. Das Wirtschaftswachstum in 2010 verzeichnete einen Rekordwert von 3,6%.
Heute dürfte der wichtigste Wirtschaftsindikator aus der Eurozone der deutsche Verbraucherpreisindex sein. Experten sagen hier einen Anstieg gegenüber dem Vormonat voraus. Händler sollten der heutigen Bekanntgabe große Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, da ein besser als erwartetes Ergebnis dem EUR kurzfristig einen Anschub verleihen könnte. Händler sollten auch die Bekanntgaben der Bruttoinlandsprodukte aus Großbritannien um 9:30 MGZ und aus den USA um 13:30 MGZ beachten, da die entsprechenden Daten heute das Kursverhalten des EUR zu seinen Haupt-Währungspartnern mitbestimmen dürften.
JPY - Yen weiterhin im Aufwind
Der Yen verzeichnete beim gestrigen Handel Kursgewinne zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. Der JPY weitete seine Kursgewinne zum USD aus und schloss den Handel bei 81,85. Auch zum GBP stieg der JPY um rund 90 Pips an und schloss bei 0,8560.
Investoren sorgen sich über den jüngsten Kursanstieg beim JPY, da er japanische Produkte im Ausland weniger wettbewerbsfähig erscheinen lässt und den Wert im Ausland erzielter Verkäufe mindert, wenn in die japanische Währung zurückgerechnet. Vieles von den Kursgewinnen des Yen, hauptsächlich zum Dollar, ist auf die Rückführung von Auslandsgewinnen japanischer Firmen in die heimische Wirtschaft zurückzuführen. Das hatte einen positiven Effekt auf die Haupt-Währungspaarungen des JPY, da die wachsende Unruhe an den Märkten zu mehr Investments in die japanische Währung führt.
Rohöl - Rohölpreis auf höchstem Stand seit 29 Monaten
Während Investoren das Risiko abwägten, dass die Unruhen im Mittleren Osten sich von Libyen auf andere wichtige Öl produzierende Länder, wie Saudi Arabien, ausweiten könnten stieg der Rohölpreis mit $ 103 pro Barrel auf den höchsten Stand seit 29 Monaten bevor er dann auf $ 97,50 zurückging.
Die Pattsituation zwischen dem libyschen Staatschef Muammar Gaddafi und den Aufständischen, die den ölreichen Osten Libyens kontrollieren, hat die Förderquote des zwölftgrößten Ölproduzenten der Welt um 25%, oder 400.000 Barrel pro Tag verringert.
Heute dürfte das US Bruttoinlandsprodukt die nächsten Bewegungen beim Rohölpreis mitbestimmen, da jegliches positive Element darin die Aufwärtsbewegung beim Preis sehr wahrscheinlich fortsetzen dürfte.
Technische News
EUR/USD
Die EUR/USD-Paarung hatte in der zurückliegenden Woche einen Aufwärtstrend zu verzeichnen. Jetzt sieht es jedoch so aus, als würde sich dieser Tre4nd dem Ende zuneigen. So zeigt beispielsweise der Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart, dass eine rückläufige Umkehr bevorsteht. Ein heutiger Abwärtstrend wird auch vom RSI auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich heute auszahlen.
GBP/USD
Die GBP/USD-Paarung zeigte sich gestern zunehmend rückläufig und steht derzeit beim Wert von 1,6140. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet an, dass sich diese Rückläufigkeit heute weiter fortsetzen könnte. Jedoch zeigt der Slow Stochastic auf dem 2-Stunden-Chart, dass heute eine zinsbullische Umkehr bevorsteht. Es ist ratsam abzuwarten bis eindeutigere Anzeichen vorliegen bevor man bei dieser Paarung einsteigt.
USD/JPY
Der Kurs dieser Paarung scheint sich beim RSI auf dem 8-Stunden-Chart im überverkauften Bereich zu bewegen, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hinweist. Diese Aufwärtskorrektur wird auch vom Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Die Paarung hat sich in der vergangenen Woche rückläufig erwiesen und steht derzeit beim Wert von 0,9250. Der Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart belegt, dass sich ein zinsbullischer Cross gebildet hat, was darauf hindeutet, dass eine Aufwärtskorrektur bevorsteht. Diese Annahme wird auch vom RSI auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute als richtige Wahl erweisen.
Die Wild-Card
GOLD
Der Goldpreis ist in der vergangenen Woche erheblich gestiegen und erreichte seinen höchsten Stand bei $ 1.417 pro Feinunze. Jedoch bewegt sich der RSI auf dem Tages-Chart im überkauften Bereich, was bedeuten kann, dass der Aufwärtstrend an Kraft verliert und dass eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex-Händlern eine gute Gelegenheit bieten sich diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.
Forex
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| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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