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Wednesday, 17 Mar 2010

Deutliche GBP-Gewinne zum ersten Mal seit mehreren Wochen

Der gestrige Handelstag endete mit einem deutlichen Kursanstieg für den EUR und GBP. Safe-Havens wie USD und JPY mussten Boden gegen die europäischen Währungen abgeben. Unterstützung fand der EUR in der neuesten Entwicklung zur Griechenland-Schuldenkrise, nach der sich die Euro-Staaten grundlegend auf die Form möglicher bilateraler Hilfen für die Griechen einigten. Ferner atmete Athen gestern auf, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's die Bonitätsnote Griechenlands bestätigte. Der GBP verzeichnete am Dienstag seinen größten Kursanstieg innerhalb eines Tages in den letzten Monaten. Zuvor wurden positive Konjunkturdaten aus der Region veröffentlicht.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupdown
Wochentendenzdowndownupupupup
Resistance1.38901.539091.301.06500.92650.9125
1.38351.535091.101.06250.92350.9100
1.38001.527090.801.05800.92200.9075
Support1.37251.515090.201.05250.91350.9040
1.36851.508589.951.04900.90950.9015
1.36601.503089.601.04650.90550.8980

Wirtschafts News

USD - US-Konjunktur auf Erholungskurs und Leitzinsen bleiben unverändert

Für das Währungspaar EUR/USD konnten im dienstäglichen Handelsverlauf überwiegend zinsbullische Tendenzen beobachtet werden. Aktuell handelt das Cross bei 1,3778, nach einem gestrigen Eröffnungspreis um die Marke von 1,3690. Die USD-Schwäche soll sich Marktbeobachtern zufolge auch heute fortsetzen. Angesichts der neuesten Hilfestellungen für Griechenland seitens der EU hellt sich die Stimmung im Euroraum auf und europäische Währungen gewinnen an Stärke.

Die Entscheidung des Rats der amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve Board), ihren Leitzins unverändert unter der 0,25%-Marke zu belassen überraschte die Marktteilnehmer nicht. Eher beruhigte US-Notenbank Ben Bernanke die Investoren mit seiner Aussage, stabile Zinssätze zwischen 0-0,25% anzustreben.

Um 13:30 Uhr werden heute die US-Erzeugerpreise für den Monat Februar veröffentlicht. Prognosen zufolge sollen diese um 0,2% zurückgegangen sein. Bei ihrer Vormessung im Januar ergab sich ein Zuwachs von 1,4%. Sollte das Ergebnis über den Erwartungen der Experten ausfallen, könnten sich für den USD Kursschwankungen einstellen. Im weiteren heutigen Handelsverlauf gibt das US-Energieministerium die Rohöllagerbestände der vergangenen Woche aus. Hier sollen sich die Vorräte laut Prognose um 0,4 Mio. Barrel erhöht haben. Positive Daten könnten Investoren dazu veranlassen, in Währungen und Rohstoffe anzulegen, die höhere Erträge abwerfen und sich vom USD abzuwenden.

EUR - Erleichterung für die Griechen - EUR schließt fester gegen USD

Der EUR wertete am gestrigen Dienstag im gesamten Tagesverlauf gegen den USD auf. EUR/USD kletterte um 80 Punkte in die Höhe und handelt aktuell um 1,3778. Auch das Währungspaar EUR/JPY machte 100 Punkte gut und markierte somit die Aufwertung von Risikoanlagen gegenüber Safe-Havens, die Händler auf eine verbesserte Konjunkturstimmung in der Eurozone zurückführten. Beide Crosse schlossen gestern nahe eines neuen Tageshochs. Anleger gehen von einer Fortsetzung dieses Trends auch am heutigen Handelstag aus.

Der EUR machte am Dienstag an Boden gut, nachdem sich die Euro-Staaten grundlegend auf die Form möglicher bilateralen Hilfen für die Griechen einigten. Ferner atmete Athen auf, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's gestern die Bonitätsnote Griechenlands bestätigte. Darüber hinaus lagen die jüngsten Daten zu den ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland leicht über den Prognosen der Experten. Folglich unterstützte der jüngste Anstieg der Risikobereitschaft am Markt einen Gewinnzuwachs der europäischen Gemeinschaftswährung.

Heute bleibt die Eurozone vom Wirtschaftskalender nahezu abwesend. Angesichts der für heute erwarteten Fundamentaldaten aus Großbritannien werden Investoren den jüngsten GBP-Kursanstieg voraussichtlich ins Visier nehmen. Dabei stellt sich vielen die Frage, ob für das Pfund Sterling eine Kurskorrektur einsetzt oder ob der letzte Aufwärtstrend aufrechterhalten werden kann.

JPY - Yen rutscht aufgrund steigender Risikobereitschaft ab

Am gestrigen Dienstag wurden aus Japan keine Indikatoren von Bedeutung veröffentlicht. Entsprechend stand der Yen unter dem Einfluss risikofreudigen Anlegerverhaltens. Die größten Kursverluste verzeichnete der JPY dabei gegen den GBP und handelt hier nun um 137,60 von zuvor 135,70. Auch zum EUR konnte eine ähnliche Kursentwicklung beobachtet werden. Hier gilt 124,45 als aktuelles Preisniveau. Zum USD handelt Japans Währung bei 90,35.

Die Yen-Schwäche lässt sich zum Teil auf die Maßnahmen der Bank of Japan (BoJ) zurückführen, die mit ihrem äußerst niedrigen Leitzins den Kurswert des Yen minimal halten will. Darüber hinaus hat die BoJ am Mittwochmorgen ihre Geldpolitik erneut gelockert und die Kreditfazilität für das Finanzsystem erhöht. Nach ihrer zweitägigen Sitzung gab die Notenbank weiter bekannt, dass sie ihren Leitzins unverändert bei 0,10% belassen werde, um ihre Anstrengungen gegen die Deflation zu verstärken.

Rohöl - Ölpreis von starkem EUR gestützt

Aktuell handelt das Barrel Rohöl bei $82,13. Im Laufe des gestrigen Handelstages stieg der Kurs des Rohstoffs gestützt von einem starken EUR gegen den USD. Diese Aufwärtstendenzen setzten sich fort, während der Dollar gegen weitere Hauptwährungen abwertete. Sollte der gestrige EUR-Trend gegen den USD heute anhalten, könnte der Ölpreis bis auf die Marke von $83 klettern. Gute Kaufgelegenheiten könnten sich ergeben, sollte Öl oberhalb dieses Levels heute schließen. Im umgekehrten Fall könnten jegliche Abwärtstendenzen des Euro den Ölpreis auch belasten.

Bereits seit einigen Wochen sind die hohen Kursschwankungen für Rohöl typisch. Für den heutigen Mittwoch ist das 156. Ministertreffen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in der österreichischen Hauptstadt Wien angesetzt. Die OPEC wird Analysten zufolge ihre aktuellen Fördermengen unverändert belassen, was wenig Einfluss auf den Ölpreis nehmen sollte. Des Weiteren wird um 15:30 Uhr der Bericht zu den US-Rohöllagerbeständen der vergangenen Woche veröffentlicht. Hier könnten sich Kursschwankungen ergeben. Niedrige Bestände lassen den Ölpreis womöglich aufwerten.

Technische News

EUR/USD

Auf der Tages-Chart ist nach wie vor eine intakte zinsbullische Anordnung zu erkennen. Das Momentum befindet sich jedoch bereits auf niedrigem Niveau. Auf der 4-Stunden-Chart behauptet sich ebenfalls eine leicht zinsbullische Struktur, jedoch ohne jegliche Ausrichtung. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten und anschließend einsteigen.

GBP/USD

Aktuell bewegt sich der Kurs dieses Paares im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine bevorstehende Abwärtsausrichtung gedeutet werden. Auch das sich ankündigende rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Verkaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.

USD/JPY

Dieses Währungspaar setzt seinen zinsbullischen Trend fort und handelt aktuell um 90,50. Dem RSI der 4-Stunden-Chart fehlt es nach wie vor an rückläufigen Impulsen, was bedeuten könnte, dass der Aufwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt. Kaufen könnte heute eine gute Entscheidung bei diesem Kurspaar sein.

USD/CHF

Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich für USD/CHF fort. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Aktuell bewegt sich das Kurspaar jedoch im unteren Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Hier kündigt sich eine Kurskorrektur nach oben an. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald hier die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte sich auszahlen.

Die Wild-Card

Gold

Der zinsbullische Trend der ungefähr bei $1118 einsetzte, schreitet in vollem Umfang fort. Aktuell wird die Feinunze Gold bei $1126 gehandelt. Gold bewegt sich somit auf das starke Widerstandslevel um $1130 zu. Sollte diese Widerstandsmarke überwunden werden, wird sich voraussichtlich ein zusätzlicher Aufwärtstrend einstellen. Hier könnte sich
Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, bei diesem äußerst gefragten Trend jetzt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 02/14 02:00 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
02/14
00:01GBP+ RICS House Price Balance-16% --3
00:30AUD+ NAB Business Confidence3 --3
04:30JPY+ Revised Industrial Production m/m4.0% --1
07:45EUR+ French Prelim Non-Farm Payrollsq/q0.0% --3
09:30GBP+ CPI y/y4.2% --5
09:30GBP+ RPIy/y4.8% --3
09:30GBP+ Core CPI y/y3.0% --1
09:30GBP+ DCLG HPI y/y-0.3% --1
10:00EUR+ German ZEW Economic Sentiment-21.6 --5
10:00EUR+ Industrial Production m/m-0.1% --3
10:00EUR+ ZEW Economic Sentimentm/m-32.5 --3
10:00GBP+ CB Leading Index m/m-0.6% --1
13:30CAD+ New Motor Vehicle Sales m/m-1.0% --1
13:30USD+ Core Retail Salesm/m-0.2% --5
13:30USD+ Retail Sales m/m0.1%--5
13:30USD+ Import Pricesm/m-0.1% --3
15:00USD+ Business Inventoriesm/m0.3% --3
21:45NZD+ NZD Core Retail Sales q/q2.4% --5
21:45NZD+ Retail Sales q/q2.2% --3
23:30AUD+ Westpac Consumer Sentiment2.4% --4
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