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Monday, 13 Jun 2011

Devisenhändler erwägen ihre Optionen zwischen Übel und ganz Übel

In dieser Woche werden Händler hin und her gerissen sein zwischen ihrer Haltung zu dem unterschiedlichen Leitzinssätzen, die den EUR favorisieren dürfte und ihrer Haltung zur Schuldenlage, die sie den USD bevorzugen ließe. Beide Optionen lassen nichts Gutes für die Weltwirtschaft erahnen. Welche allerdings die Oberhand gewinnen wird, hängt davon ab welche Wirtschaftsdaten in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznodowndowndownnoup
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.44091.626080.650.84761.05890.8876
1.43611.624080.460.84501.05600.8847
1.43411.623280.350.84361.05450.8834
Support1.42921.621280.160.84101.05150.8805
1.42641.620080.070.83981.05010.8790
1.42151.617979.880.83721.04720.8761

Wirtschafts News

USD - USD mit Aufwärtstendenz während Händler zwischen Schuldenlage und Leitzinsunterschieden befangen sind

Nach dem enttäuschenden Leitzins-Statement der Europäischen Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche, fangen Kommentatoren an die Möglichkeiten, die sich aus einer Erholung des US Dollar-Kurses ergeben, zu bewerten. Bislang scheint der US Dollar von dieser Stimmung zu profitieren.

Die US Notenbank dürfte an ihren rekordtiefen Leitzinssatz noch auf absehbare Zeit festhalten, wohingegen die EZB den ihren wohl noch in diesem Jahr anheben wird. Investoren zollen jedoch der Möglichkeit eines völligen Zusammenbruchs der griechischen Wirtschaft aufgrund der zerstörerischen Schuldenlage größere Aufmerksamkeit.

Die EUR/USD-Paarung stieg vergangene Woche mit 1,4750 auf den höchsten Stand in diesem Monat und schloss am Freitag bei 1,4550. Negative Wirtschaftsdaten aus den USA sorgten dafür, dass Safe-Hafen-Währungen wie der japanische Yen und der Schweizer Franken Zulauf erhielten, wohingegen der USD nur geringfügig von den Verlagerungen bei den Investments profitieren konnte.

Händler sind hin und her gerissen zwischen ihrer Haltung zu dem unterschiedlichen Leitzinssätzen, die den EUR favorisieren dürfte und ihrer Haltung zur Schuldenlage, die sie den USD bevorzugen ließe. Welche dieser Haltungen die Oberhand gewinnen wird, hängt davon ab welche Wirtschaftsdaten in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Da heute im größten Teil Europas mit Pfingstmontag ein gesetzlicher Feiertag ist und aus den USA keine Wirtschaftsnachrichten erwartet werden, dürften die meisten Händler ihre Aktivitäten auf später in der Woche vertagen, wenn diese beiden Wirtschaftsriesen wieder ins Geschehen eingreifen.

EUR - EUR verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse da Investoren noch das EZB Leitzins-Statement abwägen

Nach dem Leitzins-Statement der Europäischen Zentralbank (EZB) der vergangenen Woche verzeichnete der Euro unterschiedliche Ergebnisse. Trotz des gemäßigt kämpferischen Statements das Unterstützung für eine bevorstehende Leitzinsanhebung sammeln konnte, schienen Händler mehr besorgt über den möglichen Zusammenbruch der griechischen Wirtschaft während das Land sich abmüht die nächste Tranche auf dem Rettungspaket zu erhalten.

Solange sich die grauen Wolken der Schuldenlage noch über Europa zusammenziehen und die weltweite Industrieproduktion weiterhin stockend ist, scheinen höhere Erträge erzielende Anlagen, wie das GBP und der EUR an Wert zu verlieren, obwohl sich Hinweise mehren, dass für beide in Kürze Wachstumsstrategien eingeleitet werden.

Die EUR/USD-Paarung stieg vergangene Woche mit 1,4750 auf den höchsten Stand in diesem Monat und schloss die Woche dann etwas niedriger. Negative Wirtschaftsdaten aus den USA sorgten dafür, dass Safe-Hafen-Währungen wie der japanische Yen und der Schweizer Franken Zulauf erhielten, wohingegen der USD nur geringfügig von den Verlagerungen bei den Investments profitieren konnte. Dem EUR war die Verlagerung bei der Risikostimmung allerdings immer weniger zuträglich.

Am heutigen Montag dürfte der Euro unterschiedliche Ergebnisse zu den anderen Haupt-Währungen zu verzeichnen haben, da viele Händler aufgrund des Feiertags nicht am Marktgeschehen teilhaben werden. Am Pfingstmontag bleiben die Börsen in der Schweiz, Frankreich und in Deutschland geschlossen, allerdings wird Italien um 9:00 MGZ seine Zahlen der Industrieproduktion veröffentlichen. Aufgrund des limitierten Handelsvolumens wird die neue Handelswoche wohl einen recht schwachen Eröffnungstag haben.

JPY - Japanische Yen mit Aufwärtstendenz aufgrund positiver Wachstumsdaten

Die USD/JPY-Paarung handelte in letzter Zeit rückläufig, da Investoren sich dem Dollar immer wieder mal zu- und dann abwandten. Nachdem die Paarung am Freitag bis auf 81,00 angestiegen war fiel sie heute Morgen rasch auf 80,20 zurück. Im Laufe der vergangenen Woche wurden in Japan verschiedene positive Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die zum jüngsten Aufwärtstrend des Yen beitrugen. Ob das allerdings ausreichen wird einen generellen Stimmungsumschwung der negativen Grundhaltung hinsichtlich Japan zu bewirken bleibt abzuwarten.

Der Yen litt unter seinen eigenen wirtschaftlichen Bedenken, doch trugen Verlagerungen bei der Verbraucherstimmung dazu bei, dass der Kurs des Yen zu einer Reihe seiner Währungsrivalen anstieg. Die Daten der letzten Woche ließen den Kurs des Yen allerdings aus einem anderen Grund ansteigen als nur reines Sicherheitsbestreben. Folglich könnte die USD/JPY-Paarung diese Bewegung auf absehbare Zeit fortsetzen, insbesondere angesichts der heftigen Abwendung vom US Dollar, was sich positiv auf den Yen auswirken wird.

Rohöl - Rohölpreis stabil nahe $ 102 pro Barrel

Der Rohölpreis hielt sich heute Morgen stabil bei $ 102 pro Barrel, einer recht soliden Basis für diesen Rohstoff. Die US Rohöllagerbestände sind in der letzten Woche kräftig gesunken und sind auch unter den Erwartungen geblieben, was dazu beitrug, dass sich der Rohölpreis nahe seinem derzeitigen Stand halten konnte. Der Preis für das schwarze Gold hat sich in den vergangenen Tagen innerhalb eines Konsolidierungsmusters bewegt, und Händler erwarten nunmehr irgendwann in dieser Woche einen Durchbruch.

Der Kurs des US Dollar fiel beim jüngsten Handel auf ein Sechs-Tage-Tief von 1,4530, was dazu beitrug, dass der Rohölpreis nach dem überraschenderweise zwiespältigen OPEC Meeting der letzten Woche keinen großen Aufschwung verzeichnen konnte. Obwohl heute keine großen Bewegungen zu erwarten sind werden Händler dennoch wohl noch in dieser Woche eine Entscheidung suchen. Ob sich Ölhändler allerdings dafür entscheiden den Preis steigen zu lassen indem sie Ölkäufe tätigen, oder ob sie sich wegen eines vermeintlichen Überangebots zurückziehen werden, bleibt abzuwarten.

Technische News

EUR/USD

Nach einem drei Wochen anhaltenden Aufschwung war diese Paarung nicht in der Lage den Wert von 1,4700 zu durchbrechen, einem Wert nicht weit von der vorherigen Trendlinie die die Tür zu einem erheblichen Rückgang öffnete, die zu 50% Rückführung von den Ende Mai bis Anfang Juni Gewinnen führte. Die Rückgänge der letzten Wochen endeten beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4330, der als erste Unterstützung dienen dürfte. Der rückläufige Slow Stochastic auf dem Tages-Chart lässt vermuten, dass die Paarung weiter absinkt und bei 1,4250 auf Widerstand trifft, einem Wert der mit der 61% Rückführung und der steigenden Trendlinie vom Mai-Tief übereinstimmt. Bei einem Durchbruch hier dürfte sich die Paarung am 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt versuchen, gefolgt vom Mai-Tief bei 1,3970. Andererseits dürfte sich Widerstand sehr wahrscheinlich bei 1,4570 finden, gefolgt von 1,4700.

GBP/USD

Die wöchentliche Kerze deutet darauf hin, dass weitere Rückläufigkeit zu erwarten ist, da ohne den unteren Docht das Momentum abwärts weist. Eine Bestätigung dafür wird sich erst dann ergeben, wenn der Handel in dieser Woche ein rückläufiges Muster aufweist. Einstweilen endete die Abwärtsbewegung beim 38% Rückführungswert der Dezember-April-Bewegung und nähert sich rasch der Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6180. Die Paarung könnte von diesem Wert wieder ansteigen, wie das bereits Ende Mai der Fall war. Widerstand findet sich bei 1.6400 und 1.6460, sowie bei 1.6550. Sollte die Paarung bei der Trendlinie keinen Aufschwung erfahren, könnte es zu einem Abschwung bis auf 1,6060 kommen, oder gar bis zum April-Tief von 1,5935.

USD/JPY

Der Yen verhielt sich gegenüber der Vorwoche relativ unverändert, und nachdem dem Versuch den Kurs von 80 Yen zu unterbieten nur kurzfristig Erfolg beschieden war, wurde diese Paarung wieder höher gehandelt. Da die meisten Oszillatoren sich im neutralen Bereich bewegen, wird die Paarung sich rückläufig entwickeln, und Widerstand findet sich bei der fallenden Trendlinie des Hochs von Ende Mai welches nahe dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 81.00 liegt. Dieser Wert dürfte Händlern einen besseren Kurs geben um eine Short-Position einzunehmen. Weiterer Widerstand findet sich bei 81,75, dem Hoch vom 31. Mai, gefolgt von 82,25, dem Hoch vom 19. Mai. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 79,50, gefolgt vom Rekord-Tief von 76,11.

USD/CHF

Diese Paarung versucht sich am kurzzeitigen Widerstandswert von 0,8450, und ein Durchbruch hier könnte einen Widerstand von 0,8855 freilegen, der knapp unter dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt. Ein Anstieg auf diesen Kurs dürfte Händlern bessere Werte geben um eine Short-Position einzunehmen. Oberhalb dieser Werte liegt die fallende Trendlinie vom Hoch von Mitte Februar das bei 0,8720 liegt. Unterstützung findet sich beim Rekordtief von 0,8325.

Die Wild-Card

S&P 500

Nach einem sechswöchigen Abschwung scheint der S&P 500 nunmehr einen Durchbruch unterhalb des Unterstützungswerts von 1,290 zu bestätigen. Forex-Händler dürften sich den nächsten Haupt-Unterstützungswert des Tiefs von Mitte März bei 1.250 zum Ziel setzen. Dieser Bereich ist insofern von Wichtigkeit da der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1.252 liegt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 08:18 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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