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Friday, 4 Feb 2011

Devisenhändler erwarten den US Arbeitsmarktbericht

Nach den jüngsten Hochs verzeichnete der Euro Kursrückgänge aufgrund zahmer Äußerungen seitens der EZB und positiver Beschäftigungsdaten aus den USA. Falls die gestrigen Wirtschaftsdaten ein Hinweis auf die heutigen Arbeitsmarktzahlen sein sollten, so könnte der Dollarkurs kräftig ansteigen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownnoupupdown
Wochentendenznoupdownnoupdown
Resistance1.37151.621582.350.95551.02600.8530
1.36951.619582.150.95351.02400.8510
1.36651.616581.850.95051.02100.8480
Support1.36051.610581.250.94451.01500.8420
1.35751.607580.950.94151.01200.8390
1.35551.605580.750.93951.01000.8370

Wirtschafts News

USD - Nach positiven US Wirtschaftsdaten verzeichnet der Dollar unterschiedliche Ergebnisse

Trotz besser als erwarteter Wirtschaftsdaten aus den USA zeigte der Dollar keine einheitliche Kursentwicklungsrichtung.

Der US Handel war von verschiedenen Wirtschaftsberichten geprägt. So fielen beispielsweise die Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung auf 415.000 gegenüber 457.000 in der Vorwoche. Wirtschaftswissenschaftler hatten eine Zahl von 420.000 prognostiziert. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen lag mit 59,4 erheblich besser, als der erwartete Wert von 57,4. Jeglicher Index-Wert der über 50,0 liegt deutet auf Wirtschaftswachstum hin. Die US Industrie-Auftragseingänge verzeichneten unerwarteterweise einen 0,2% Anstieg, anstatt, wie erwartet, einen Rückgang um 0,2%.

Diese starken Wirtschaftsdaten in Verbindung mit der Leitzins-Entscheidung der EZB ließen den USD unterschiedliche Ergebnisse zu den anderen Haupt-Währungen aufweisen. Zum Euro verzeichnete der Dollar den kräftigsten Kursgewinn in diesem Jahr. Die EUR/USD-Paarung schloss den Handel bei 1,3625 gegenüber dem Eröffnungswert von 1,3794. Die GBP/USD-Paarung schloss im Minus bei 1,6140 gegenüber 1,6184, hatte jedoch zuvor kurzzeitig mit 1,6277 den höchsten Stand seit drei Monaten erzielt. Die AUD/USD-Paarung handelte im Plus bei 1,0170 gegenüber 1,0103.

Heute liegt alle Aufmerksamkeit der Märkte auf der Bekanntgabe des äußerst wichtigen US Arbeitsmarktberichtes, der um 13:30 MGZ erwartet wird. Wirtschaftswissenschaftler prognostizieren einen Anstieg um 138.000 neue Arbeitsplätze im Januar mit einer Änderung der Arbeitslosenquote von 9,5% auf 9,4%. Positive Arbeitsmarktzahlen aus den USA könnten erhebliche Auswirkungen auf den Dollar-Kurs sowie den Konjunkturausblick der US Notenbank haben. Sollten besser als erwartete Arbeitsmarktdaten auf eine Verbesserung der Beschäftigungslage hinweisen könnte sich die Notenbank von ihrer lockeren Geldmarktpolitik verabschieden, was sich positiv auf den Dollar-Kurs auswirken dürfte.

Anfängliche Unterstützung für die EUR/USD-Paarung findet sich bei 1,3570 und dann bei 1,3500. Der Widerstandswert findet sich bei 1,3860, dem Höchststand dieser Woche.

EUR - Trichets Äußerungen lassen Euro-Kurs sinken

Die Europäische Zentralbank (EZB) gab gestern bekannt den Leitzinssatz unverändert bei 1,0% zu belassen. Im Anschluss an diese Bekanntgabe zogen die Euro-Verkäufe an legten während der Frage-und-Antwort-Stunde mit dem EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet sogar noch zu.

Während der Pressekonferenz sagte Trichet Reportern der Konjunkturausblick sei nach wie vor mit Abwärtstendenz behaftet, wohingegen die mittelfristigen Aussichten auf die Inflation ausgewogen sind, diese jedoch noch ansteigen könnte. Nach Trichets Äußerungen, der Zinssatz verbleibe auf einem angemessenen Wert und dass die jüngsten Daten nichts an der Einschätzung der EZB ändern würden, zogen Verkäufe des Euro kräftig an.

Die gestrigen Euro-Verkäufe waren recht weit gefächert und die EUR/USD-Paarung sank bis auf 1,3608 bevor sie den Handel bei 1,3625 schloss. Eröffnet hatte das Paar den Handel bei 1,3795. Die EUR/CHF-Paarung schloss mit 1,2887 ebenfalls im Minus gegenüber dem Eröffnungswert von 1,2971.

Da die Erwartungen von Händlern auf eine Leitzinserhöhung für die Eurozone ein wenig in die Zukunft verlagert wurden, dürfte der Kurs der EUR/USD-Paarung weiter sinken. Die Hoffnung auf eine Leitzinserhöhung besteht jedoch weiterhin. Das nächste Treffen der EZB könnte, wie auch eine Fortsetzung der lockeren Geldmarktpolitik der US Notenbank, für weitere Gewinne beim Euro sorgen.

JPY - Yen weiterhin im Aufwärtsschwung

Beeinflusst von den positiven US Wirtschaftsdaten und der Leitzinssatzentscheidung der EZB verzeichnete der Yen gestern heftige Volatilität. Zum Dollar jedoch schloss der Yen nahe dem Eröffnungskurs.

Die USD/JPY-Paarung handelte während des gestrigen Tages kurzfristig bei 82,05, um dann den Tag leicht im Minus bei 81,55 zu beenden. Eröffnet hatte das Paar den Handel bei 81,63. Besser als erwartete Arbeitsmarkt- und Dienstleistungssektor-Daten ließen den Yen zum stärker werdenden Dollar Schritt halten. Das konnte bis zum Börsenschluss jedoch nicht beibehalten werden. Eine ähnliche Situation hatte sich vergangene Woche nach der Herabsetzung des Kredit-Ratings für Japan ergeben.

Die Unfähigkeit der USD/JPY-Paarung sich zu neuen Höhen aufzuschwingen verheißt nichts Gutes für dieses Paar, dessen Tendenz eher abwärts gerichtet ist. Unterstützung für dieses Paar findet sich bei 81,30, gefolgt vom Dezember-Tief von 80,90. Der Widerstandswert findet sich beim gestrigen Hoch von 82,05 und dem Hoch vom 27. Januar von 83,20.

Rohöl - Der Rohölpreis könnte aufgrund positiver Arbeitsmarktzahlen ansteigen

Nach dem gestrigen Anstieg des Dollar-Kurses knickte der Rohölpreis leicht ein. Händler richten ihr Hauptaugenmerk auf die Wirtschaftsdaten und die geopolitischen Ereignisse im Mittleren Osten.

Der Rohölpreis schloss den Handel gestern bei $ 90,75 pro Barrel gegenüber dem Eröffnungspreis von $ 91,34. Zwischenzeitlich handelte der Rohstoff gar bei $ 90, hielt sich jedoch beim Unterstützungswert.

Was Händler dazu veranlasste den Rohstoff zu verkaufen waren nicht nur die besser als erwarteten US Beschäftigungsdaten sondern auch die positiven US Industrie-Auftragseingänge. Das ließ den Dollar-Kurs steigen und verteuerte den Rohölpreis für die die mit anderen Werten als dem Dollar handeln.

Nach Ausbruch der Massenproteste in Ägypten durchlief der Rohölpreis eine Periode größerer Volatilität als gewöhnlich und verzeichnete einen Anstieg von fast $ 8. Allerdings kam der Preis nicht an das vorangegangene Hoch von $ 93,00 pro Barrel heran.

Heute dürfte der Rohölpreis von der Veröffentlichung des US Arbeitsmarktberichts beeinflusst werden. Besser als erwartete Arbeitsmarktzahlen könnten Händlern einen Grund geben den gestrigen Preisrückgang umzukehren. Unterstützung für Rohöl findet sich $ 90,00 und $ 87,00. Widerstand findet sich beim Wert von $ 93,00.

Technische News

EUR/USD

Der zweitägige Kursrückgang der EUR/USD-Paarung scheint Unterstützung bei der Stützlinie unterhalb dem Tief von Ende Januar gefunden zu haben. Hier könnte eine Gelegenheit bestehen bei dieser Paarung mit einer ersten Zielsetzung von 1,3860 zu kaufen.

GBP/USD

Dieses Paar versucht sich derzeit am Widerstandswert von 1,63, einem Kurs, der zuletzt im November zu Buche stand. Ein Durchschreiten dieses Wertes könnte die Voraussetzung dafür schaffen den Höchststand von 2010 mit 1,6460 zu testen.

USD/JPY

Die Unfähigkeit der USD/JPY-Paarung sich zu neuen Höhen aufzuschwingen verheißt nichts Gutes für dieses Paar, dessen Tendenz eher abwärts gerichtet ist. Unterstützung für dieses Paar findet sich bei 81,30, gefolgt vom Dezember-Tief von 80,90. Der Widerstandswert findet sich beim gestrigen Hoch von 82,05 und dem Hoch vom 27. Januar von 83,20.

USD/CHF

Mit nur geringen Abweichungen hat diese Paarung dauerhaft unterhalb der abwärts weisenden Trendlinie des Hochs vom Mai 20100 gehandelt. Derzeit ist der Kurs zu dieser Trendlinie zurückgekehrt und macht es möglich eine Short-Position einzunehmen wenn der Umschwung Richtung 0,9300 erfolgt.

Die Wild-Card

Rohöl

Nach einem fast $ 8 Anstieg beim Rohölpreis hat sich auf dem Tages-Chart ein zinsbullischer Flaggen-Muster gebildet. Das Chart-Muster legt Forex-Händlern nahe den Preis von $ 98,40 im Auge zu halten, sollte eine Aufwärtskorrektur erfolgen. Forex

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