close
| |

Thursday, 14 Jul 2011

Devisenhändler erwarten heute eine Reihe von US Wirtschaftsdaten

Da heute eine ganze Reihe von wichtigen Wirtschaftspublikationen anstehen ist mit gesteigerter Volatilität an den Märkten zu rechnen. Die wichtigsten Daten aus der US Wirtschaft dürften den Erzeugerpreisindex (PPI), die Arbeitslosenansprüche, die Einzelhandelsumsätze und die Rohöllagerbestände betreffen. Aus der Eurozone werden die Daten für den Verbraucherpreisindex (CPI) veröffentlicht.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.655081.500.87551.10100.9075
1.45151.632080.500.85501.08900.8950
1.42801.621079.600.83601.07900.8870
Support1.41501.607078.500.82751.06600.8720
1.38401.578076.110.80801.05100.8630
1.37401.56501.03900.8530

Wirtschafts News

USD - Nach Bernankes Statement stoppten die Kursanstiege des USD

US Notenbankchef Ben Bernanke veröffentlichte gestern ein Statement in dem angedeutet wurde, die Notenbank werde eine weitere Lockerung der Geldmarktpolitik in Betracht ziehen, sollte die angeschlagene Wirtschaftslage sich weiter verschlechtern. Diese Nachricht hatte einen erheblichen Einfluss auf den Kurs des US Dollar (USD), der zum ersten Mal seit Mitte vergangener Woche einen Abschwung verzeichnete.

Die EUR/USD-Paarung bewegte sich gestern auf den Wert von 1,4100 zurück, während Die GBP/USD-Paarung knapp über den Wert von 1,60 anstieg. Die Daten der amerikanischen Wirtschaft erwiesen sich allerdings zum größten Teil als positiv, was auch ein wenig Risikofreudigkeit unter Investoren ausgelöst haben kann und damit zusätzliches Kapital vom Dollar abgezogen hat. Die Verringerung des US Haushaltsdefizits trug ein Fünkchen Zuversicht dazu bei, dass die USA sich dieses Themas annehmen werde.

Für heute ist mit gesteigerter Volatilität an den Märkten zu rechnen, da eine Anzahl wichtiger Wirtschaftspublikationen anstehen. Die wichtigsten Daten aus der US Wirtschaft dürften den Erzeugerpreisindex (PPI), die Arbeitslosenansprüche und die Einzelhandelsumsätze betreffen.

Sollten die heutigen Daten trübe Aussichten verheißen, kann es gut sein, dass immer mehr Mittel in die Sicherheit des Dollar fließen werden, was den Kurs des USD weiter ansteigen lassen wird. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass ein Abschwung bei den grundlegenden Daten Bernankes Statement untermauern wird, was dazu führt, dass Analysten sich auf weitere Lockerungen der Geldmarktpolitik durch die US Notenbank einrichten werden.

EUR - Bekanntgabe des Verbraucherpreisindexes (CPI) der Eurozone steht bevor

Der Euro (EUR) verzeichnete in den vergangenen Tagen einen rückläufigen Handel, da sich die Risikofreudigkeit bei den Investoren verlagerte. Die Nachricht, dass Italien eventuell auch unter dem europäischen Rettungsschirm Zuflucht suchen muss, lässt erahnen, dass die Region mit in den Sog der Schuldenseuche gezogen wurde. Allerdings erfuhr der EUR gestern auch Erleichterung als US Notenbankchef Ben Bernanke in einem Statement angedeutete, die Notenbank werde eine weitere Lockerung der Geldmarktpolitik in Betracht ziehen, sollten sich die wirtschaftlichen Bedingungen in den USA sich nicht verbessern. Die Nachrichten wirkten sich positiv auf die Risikofreudigkeit aus, wie auch der größte Teil der US Wirtschaftsdaten die vor dem Statement Bernankes veröffentlicht wurden. Zum gestrigen Handelsschluss bewegte sich der Kurs des EUR zum USD über den Wert von 1,41, mühte sich allerdings zu seinen regionalen Währungsgegner, insbesondere dem britischen Pfund Sterling (GBP), weiterhin kräftig ab. Mit den heute erwarteten Inflationsdaten dürften Devisenhändler ausreichend Daten zur Verfügung stehen, um die Lücken für die Wachstumsaussichten für den Monat Juli zu schließen.

Das heutige Marktgeschehen dürfte höchst volatil ausfallen, und Händler sollten recht wachsam sein. Die einflussreichsten Nachrichten des Tages dürften aus den USA kommen, wo eine Reihe von Berichten veröffentlicht werden, die von Einzelhandelsumsätzen und Ansprüchen auf Arbeitslosenunterstützung über den Erzeugerpreisindex bis zu den Rohöllagerbeständen reichen. Da Frankreich wegen seines Nationalfeiertags heute nicht ins Marktgeschehen eingreifen wird kann die Eurozone nur mit relativ geringerem Marktvolumen rechnen. Allerdings scheint der EUR heute seinen Kursaufschwung zum Dollar fortsetzen zu können, ganz gleich wie die neuen Daten ausfallen werden.

NZD - Neuseelands Bruttoinlandsprodukt signalisiert Stabilität

Nach der Veröffentlichung des wenig überraschenden Bruttoinlandsprodukts heute Morgen handelte der neuseeländische Dollar (NZD) mit neutralen Ergebnissen zu den meisten anderen Währungen. Wie diese Woche berichtet wurde fiel das regionale Wachstum im pazifischen Raum nur geringfügig besser aus als prognostiziert, in einigen Fällen sogar schlechter. Der australische Dollar (AUD) verzeichnete im Verlauf der letzten zwei Wochen einen Kursabschwung, nachdem diverse Daten darauf hinwiesen, dass ein Konjunktureinbruch im Gange sei.

Die Nachrichten dieser Woche haben sich bislang schwächend auf den neuseeländischen und australischen Dollar ausgewirkt, was von den Grundlagendaten der führenden Volkswirtschaften und der allgemeinen Stimmung der Risikovermeidung unter Investoren noch verstärkt wurde. Nach der Bekanntgabe der Daten des neuseeländischen Bruttoinlandsprodukts heute Morgen, erwarten jetzt viele dass man sich mit den Wachstumsaussichten der neuseeländischen Wirtschaft beschäftigen werde. Da Kursgewinne beim NZD von externen Faktoren beeinflusst werden, vorrangig von einem Anstieg bei den chinesischen Einzelhandelsumsätzen, fangen Investoren an darüber zu spekulieren, was eine Leitzinsanhebung bewirken dürfte, sollte die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) angesichts des heutigen Bruttoinlandsprodukts zu einem solchen Schritt entscheiden. Bislang scheint der NZD allerdings, inmitten einer Welle von Spekulationen über den Abschwung im pazifischen Raum, seine Stellung behaupten zu können.

Rohöl - Technische Verlagerungen lassen den Rohölpreis ansteigen

Der Rohölpreis fand am Mittwoch Unterstützung nahe dem Wert von $ 96 pro Barrel, begünstigt von einem schwachen Wachstum der weltweiten Industrie und einem möglichen Aufschwung bei der Nachfrage nach dem schwarzen Gold. Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus den USA und China veranlassten viele Investoren sich wieder riskanteren Anlagen zuzuwenden, da die meisten Berichte ein überraschendes Abschwächen bei der globalen Industrieproduktion und bei den Verbraucherausgaben nahe legten.

Während Investoren sich nach höhere Erträge erzielenden Anlagen umsahen stieg der Preis für Rohöl, der die Woche über kräftig schwankte, mit $ 96,15 pro Barrel auf den höchsten Stand in dieser Woche. Der plötzliche Einbruch beim Dollarkurs, ausgelöst durch das Statement von US Notenbankchef Ben Bernanke, sorgte für ein Umfeld das für Risikofreudigkeit und Wachstum sehr förderlich ist. Folglich fand der Preis des Rohöls moderate Unterstützung und fing an leichte Fortschritte zu machen. Sollte diese Stimmung weiter anhalten dürfte der Rohölpreis für den Rest der Woche weiter ansteigen und den Preis von $ 98 pro Barrel ins Auge fassen.

Technische News

EUR/USD

Nach einem unechten oberen Ausbruch vom Dreiecks-Chart-Muster nähert sich die EUR/USD-Paarung der steigenden Unterstützungslinie von dem Mai-Tief bei 1,4160. Der sinkende Stochastic auf dem Tages- und Monats-Chart lässt darauf schließen, dass die nächste Bewegung wieder rückläufig sein wird. Bei einem Durchbruch hier findet sich der nächste Haupt-Unterstützungswert bei 1,3970. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3905 könnte sich ebenfalls als unterstützend erweisen. Unterhalb dieses technischen Schlüsselwerts findet sich die steigende Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,3710, was Händlern den Kauf bei diesem Wert schmackhaft machen dürfte. Andererseits dürfte sich das Hoch vom 7. Juli bei 1,4370 als unterstützend erweisen, wie auch der sinkende Widerstandswert von den Hochs in Mai und Juli bei 1,4530. Ein Handelsschluss über dem Juni-Hoch von 1,4700 könnte darauf hinweisen, dass sich das Momentum umkehrt.

GBP/USD

Die Paarung ist in einer 220-Pips-Bandbreite verhaftet, während sie sich abmüht über ihrem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt und erstem Unterstützungswert von 1,5910 zu bleiben. Bei einer Bewegung darunter findet sich die nächste Unterstützung bei 1,5750, dem Tief vom vergangenen Januar, nicht weit von der 38% Fibonacci Rückführung der Bewegung von Mai 2010 bis April 2011. Unterstützung findet sich auch bei 1,5650, einem Wert der im Oktober und Dezember des vorigen Jahres sowohl als Unterstützung als auch Widerstand diente. Das Konsolidierungsmuster ist bei 1,6140 der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation gedeckelt. Für Händler, die bislang nicht verkauft haben, könnte das der Wert sein von dem sich ein möglicher Aufschwung erzielen ließe. Eine Umkehr des Chart-Musters der Kopf-Schulter-Formation zeigt eine maßvolle Bewegung, die die GBP/USD-Paarung nach unten bis auf 1,5370 drücken könnte.

USD/JPY

Die Folge steigender Hochs und sinkender Tiefs hat auf dem Tages-Chart einen bullischen Channel gebildet, doch die Paarung wird sich voraussichtlich weiterhin in einer Handelsspanne bewegen, in der sich die USD/JPY seit Anfang Juni befindet. Eine Reihe von Widerstandswerten wird hinreichend Gelegenheiten eröffnen profitabel zu verkaufen, was dem langfristigen Trend entsprechen würde. Der Spitzenwert des Channel findet sich bei 81,50 und liegt nahe dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Mai-Hoch von 82,20 und der fallenden Trendlinie von Hoch in 2007, das bei 82,80 liegt. Der Tiefpunkt des Channel könnte sich bei 80,45 als unterstützend herausstellen, wobei ein Durchbruch hier sich am Mai-Tief von 79,50 versuchen könnte.

USD/CHF

Das Tages-Chart vermittelt ein interessantes technisches Bild für den Schweizer Franken. Die Paarung liebäugelt mit dem 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8550, einem technischen Indikator, den die Paarung seit Februar nicht erzielt hat. Möglicherweise bildet sich auch eine Umkehr des Tiefpunkts der Kopf-Schulter-Formation, deren Halslinie von den Mitte-Juni-Hochs und dem Hoch vom 1. Juli abfällt. Eine maßvolle Bewegung des Musters deutet auf potentielle Kursgewinne von 260 Pips hin, wobei eine Umkehr wahrscheinlich die Mai-Tiefs von 0,8755 zum Ziel haben dürfte, sowie den Tiefststand vom 16. März, der auch ein Fibonacci Rückführungswert von 0,8845 ist.

Die Wild-Card

AUD/USD

Nach einem Ausbruch von einem bullischen Flaggenmuster auf dem Tages-Chart steht der australische Dollar an einem Scheideweg. Nachdem diese Paarung erst über die Widerstandslinie die vom Mai-Hoch abfällt angestiegen war und anschließend gleich wieder auf diesen Wert zurückfiel, was bei diesem Chart-Muster oftmals der Fall ist, handelt die Paarung jetzt unterhalb des Widerstandswerts von 1,0790. Forex-Händler sollten sich bewusst sein, dass bei einem Durchbruch dieses Widerstandswerts er sich wahrscheinlich am Rekordhoch vom Mai bei 1,1010 versuchen wird. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 08:19 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen