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Friday, 8 Jul 2011

Devisenhändler erwarten positiven Arbeitsmarktbericht (NFP)

Der gestrige positive ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung trug ebenfalls zur risikofreudigen Stimmung bei den meisten Investoren bei, die aufgrund der europäischen Leitzinsanhebung einsetzte. Sollten die Daten des heutigen Arbeitsmarktberichts (NFP) diesen optimistischen Trend fortsetzen könnte es sein, dass der Dollar schwere Kursverluste zu seinen Währungsrivalen hinnehmen muss, da Händler sich nach höhere Erträge erzielenden Anlagen umsehen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznononodownnoup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.644083.000.89501.10100.9150
1.45401.627082.250.87451.08900.9075
1.44401.611081.250.85251.07700.8950
Support1.42201.593080.350.83801.06600.8830
1.41501.575079.500.82751.05700.8720
1.39701.565076.111.03800.8630

Wirtschafts News

USD - USD im Abschwung da Beschäftigungsdaten Risikofreudigkeit auslösen

Da die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz anhob und die US Beschäftigungsdaten einen Anstieg aufwiesen, musste der Kurs des USD einen Einbruch hinnehmen, während gestern Nachmittag und Abend riskantere Währungen wie der EUR einen Aufschwung verzeichneten. Die gestrige Rückläufigkeit des US Dollar setzte ein als Händler anfingen sich nach riskanteren Anlagen umzusehen, nachdem der EZB-Präsident Trichet in einem Statement erklärte, dass Portugal in nicht ganz so schlechter Verfassung sei wie ursprünglich angenommen und dass man sich der Schulden- und Inflationsproblematik in der gesamten Eurozone verstärkt annehmen werde.

Die EUR/USD-Paarung stieg gestern bis auf 1,4370, während die GBP/USD-Paarung bei 1,6015 abflachte. Der Aufschwung auf dem US Beschäftigungssektor trug gestern zur risikofreudigen Stimmung unter den meisten Investoren bei. Sollten die Daten des heutigen Arbeitsmarktberichts (NFP) diesen optimistischen Trend fortsetzen könnte es sein, dass der Dollar schwere Kursverluste zu seinen Währungsrivalen hinnehmen muss, da Händler sich nach höhere Erträge erzielenden Anlagen umsehen.

Die wichtigste Wirtschaftspublikation dürfte heute die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts (NFP) sein. Sollten die heutigen Daten ein moderates Wachstum in der weltgrößten Volkswirtschaft aufweisen, eine Einschätzung die noch vor wenigen Tagen als nahezu unmöglich galt, besteht die Möglichkeit, dass mehr Investitionen in höhere Erträge erzielende Anlagern wie dem EUR fließen, was den Kurs des USD sinken lässt.

EUR - Europäische Zentralbank erhöht den Leitzinssatz

Nach der Bekanntgabe dass der Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf 1,50% angehoben wird handelte der Euro (EUR) gestern mit Aufwärtstendenz. Das Statement welches kurz nach der Bekanntgabe veröffentlicht wurde gab Investoren Anlass zu Optimismus, da EZB-Präsident Trichet darauf verwies, dass die Schuldenlage der Region nicht so schlimm sei wie von vielen angenommen und erwähnte dabei besonders die Sorgen hinsichtlich Portugal und der jüngsten Herabsetzung des Kredit-Rating durch Moody's.

Aufgrund der risikofreudigen Stimmung die aus der Leitzinsanhebung resultierte handelte die EUR/USD-Paarung gestern mit kräftiger Aufwärtstendenz. Der Kurs bewegte sich von seinem jüngsten Tief bei 1,4250 bis auf 1,4375 um sich dann zum Börsenschluss hin leicht abzuschwächen. Der EUR verzeichnete ähnliche Kursgewinne zwischen 0,2% und 0,6% zu seinen anderen Währungsrivalen.

Der europäische Wirtschaftskalender wird heute erheblich leichter sein als das jüngst der Fall war. Eine Reihe von Berichten über die deutsche und französische Handels- und Haushaltsbilanz werden heute Morgen veröffentlicht. Kurz darauf erfolgt dann die Bekanntgabe der Daten der italienischen Industrieproduktion. Die meisten Investoren werden allerdings ihr Hauptaugenmerk auf die Bekanntgabe des US Arbeitsmarktberichts (NFP) richten, das wichtigste Nachrichtenereignis welches in dieser Woche das Wirtschaftsgeschehen beeinflusst.

AUD - Der australische Beschäftigungssektor überrascht mit kräftigem Wachstum

Aus der australischen Wirtschaft wurde gestern ein äußerst optimistischer Bericht veröffentlicht, der besagte, dass im vergangenen Monat über 23.000 neue Arbeitsstellen besetzt wurden. Obwohl die Leitzinsanhebung in China sich am Mittwoch und Donnerstag sich kräftig auf den Kurs des AUD auswirkte, scheint die Entwicklung heute Morgen auf gesteigerte Risikofreudigkeit unter Investoren hinzuweisen. Zudem hat das überraschende Wachstum auf dem australischen Beschäftigungssektor dafür gesorgt, dass sich viele Händler wieder dem australischen Dollar (AUD) zuwandten.

Die nachlassenden Rohstoffpreise könnten sich auf das australische Wirtschaftswachstum ausgewirkt haben, wie auch der kometenhafte Aufstieg des AUD auf die australischen Exporte. Der Abschwung sieht auf den ersten Blick trübe aus, doch die galoppierende Inflation die durch den Anstieg des AUD ausgelöst wurde, dürfte letztlich auf die Wachstumsprognosen für die australische Wirtschaft einwirken. Während Händler ihre Portfolios und Risikoeinschätzungen für das Land Down Under angleichen besteht die Möglichkeit für einen kräftigen Aufwärtsknick später im Jahr. Einstweilen treibt die gestiegene Risikofreudigkeit den Kurs des AUD in die Höhe, und die heutigen US Arbeitsmarktdaten (NFP) werden dieses neue Momentum entweder bestätigen oder abstreiten.

Rohöl - Der Rohölpreis versucht sich an $ 100 pro Barrel

Der Rohölpreis fand am Donnerstag kräftige Unterstützung und bewegte sich beim späten Handel nahe dem Wert von $ 100 pro Barrel, während sich die Stimmung zugunsten eines schwachen globalen Industriewachstums und eines möglichen Aufschwungs bei der Nachfrage nach dem schwarzen Gold neigte. Die gestrigen Wirtschaftsdaten aus Großbritannien und Europa ließen viele Investoren sich wieder riskanteren Anlagen zuwenden, da die meisten Berichte auf ein Wirtschaftswachstum der wichtigsten westlichen Industrienationen hinwiesen. Falls das tatsächlich der Fall sein sollte wird sich der Rohölpreis bald wieder aufwärts bewegen wenn die Nachfrage ansteigt.

Während Investoren das Risiko suchen könnte der Rohölpreis, der die ganze Woche über heftig fluktuierte, noch vor Handelsschluss auf ein Wochen-Hoch von über $ 100 pro Barrel ansteigen. Ein plötzlicher Abfall des Dollarkurses aufgrund der Rückkehr zur Risikofreudigkeit in dieser Woche wird dazu führen, dass viele Investoren kräftiger in physische Anlagewerte investieren werden, was den Rohölpreis steigen lassen wird. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl heute weiter anhalten, könnte es sein, dass dem Rohölpreis ein neuerlicher kometenhafter Anstieg bevorsteht, wie zuletzt in 2008 kurz vor dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft.

Technische News

EUR/USD

Das zinsbullische Muster auf dem Wochen-Chart verheißt nichts Gutes für weitere Kursrückgänge dieser Paarung. Zusammen mit dem Anstieg des Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Tages-Chart spricht allerdings vieles dafür, dass es zu zusätzlichen Kursgewinnen bei der EUR/USD-Paarung kommen wird. Der erste Widerstandswert der Paarung findet sich bei 1,4700 vom Juni-Hoch, wohingegen bei einem Anstieg darüber hinaus die Paarung beim Mai-Hoch von 1,4940 unter Verkaufsdruck geraten könnte. Sollte die Paarung nicht in der Lage sein den oberen Grenzwert des Dreiecks-Konsolidierungsmusters bei 1,4515 zu überschreiten, könnte die EUR/USD-Paarung Unterstützung bei 1,4440 finden und beim unteren Schenkel des Dreiecks, dessen Wert bei 1,4130 liegt.

GBP/USD

Das Monats-Chart zeigt einen möglichen Abschwung beim Pfund Sterling. Ein rückläufiger Stochastic deutet auf weitere Kursverluste bei dieser Paarung hin. Händler sollten darauf achten, ob die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5650 absinkt, einem Wert, der langfristige Unterstützung bietet. Der 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt liegt nahe diesem Wert, allerdings ist viel wichtiger, dass dieser Wert auch der fallenden Trendlinie von den Hochs 2007/2008 entspricht und das Pfund Sterling in diesem Bereich einen technischen Aufschwung erfahren könnte. Diesem Wert kommt weitere Bedeutung zu, da er mit den Tiefs von Oktober 2010 auf dem Tages-Chart übereinstimmt. Andererseits findet sich Widerstand bei 1,6150, dem Spitzenwert des derzeitigen Konsolidierungsmusters, sowie der vorigen Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6280.

USD/JPY

Auf dem Tages-Chart hat sich ein Dreiecks-Konsolidierungsmuster gebildet, dessen Schenkel aus dem Mai-Hoch und dem Juni-Tief bestehen. Dem langfristigen Trend nach zu urteilen dürfte die USD/JPY-Paarung nach unten durchbrechen, wo sich Unterstützung bei 80,25 findet. Bei einem Durchbruch hier wird sich die Paarung sehr wahrscheinlich bei den Werten von 79,70 und 79,55 versuchen. Allerdings könnte es auch zu einer Aufwärtsbewegung kommen, und ein Durchbruch über dem ursprünglichen Widerstandswert von 81,10 könnte 81,75 zum Ziel haben.

USD/CHF

Nachdem ein Basiswert von 0,8300 gebildet wurde versuchte sich die Paarung an seiner fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch, welches bei 0,8535 liegt, nicht weit vom Widerstandswert von 0,8550. Weiterer Widerstand erwartet die Paarung beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Bei einem Durchbruch hier könnte die Paarung sich in Richtung des Tiefs von Mitte Mai bei 0,8750 entwickeln.

Die Wild-Card

AUD/USD

Nachdem er beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt nahe 1,0660 Unterstützung fand versucht sich der australische Dollar derzeit an seinem kurzfristigen Widerstandswert von 1,0790 vom Juli-Hoch. Forex-Händler sollten bedenken, dass bei einer Bewegung über diesen Wert hinaus der AUD sich am Widerstandswert von 1,0890 dem Hoch vom 11. Mai versuchen wird, gefolgt vom bisherigen Höchststand von 1,1010.

forex

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14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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