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Tuesday, 12 Oct 2010
Devisenmärkte: Ruhe vor dem Sturm?
Durch die Feiertage „Columbus Day“ in den USA sowie „Thanksgiving Day“ in Kanada ergaben sich gestern schwache Handelsbedingungen an den Märkten in Nordamerika. Die Anspannung der letzten Handelstage ist mittlerweile zu einer Art Konsolidierungstendenz geworden. Ist das die Ruhe vor dem Sturm, der sich bis zum Wochenende angesichts der zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten einstellt?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3965 | 1.6000 | 82.90 | 0.9735 | 0.9900 | 0.8815 |
| 1.3930 | 1.5960 | 82.60 | 0.9700 | 0.9850 | 0.8780 | |
| 1.3900 | 1.5925 | 82.25 | 0.9675 | 0.9820 | 0.8750 | |
| Support | 1.3835 | 1.5875 | 81.75 | 0.9615 | 0.9750 | 0.8685 |
| 1.3800 | 1.5845 | 81.40 | 0.9580 | 0.9720 | 0.8645 | |
| 1.3770 | 1.5810 | 81.00 | 0.9530 | 0.9690 | 0.8600 |
Wirtschafts News
USD - Bringt FOMC-Protokoll Diskussion um Quantitative Lockerung zu Tage?
Durch die Feiertage „Columbus Day“ in den USA sowie „Thanksgiving Day“ in Kanada ergaben sich gestern schwache Handelsbedingungen an den Märkten in Nordamerika. Der US-Dollar handelt heute nahezu unverändert zum gestrigen Niveau, scheint dabei jedoch wieder unter Verkaufsdruck zu stehen.
Noch am letzten Freitag erreichte das Währungspaar EUR/USD die Marke von 1,4000, bevor sich Kurskorrekturen einstellten und das Paar bis auf unter 1,3890 absackte. USD/JPY befindet sich nach wie vor unaufhaltsam auf Talfahrt. Noch vor dem Wochenende wertete dieses Paar bis auf 81,45 ab. Der äußerst dünne Handel drückte das Cross nun bis auf die Marke von 82,00. Obwohl die Intervention der Japanischen Notenbank BoJ vom 15. September keine Wirkung zeigt und das Währungspaar USD/JPY auch in der vergangenen Woche erneut bis unter die Marke von $83 fiel, regen sich die japanischen Währungshüter aufgrund der deutlichen Kritik am Eingriff Japans beim Treffen der G7 am vergangenen Wochenende im Rahmen der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds bislang nicht.
Die Anspannung der letzten Handelstage ist mittlerweile zu einer Art Konsolidierungstendenz geworden. Möglicherweise ist das die Ruhe vor dem Sturm, der sich bis zum Wochenende angesichts der zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten einstellen könnte. Händler spekulieren, ob das heutige FOMC-Protokoll eine Diskussion um das Thema Quantitative Lockerung bei der US-Notenbank Federal Reserve zu Tage bringen wird?
EUR - EUR flacht aufgrund schwachem Handel ab
Am gestrigen Montag verzeichnete der Euro in einem schwachen Handel überwiegend Kursverluste gegen die Hauptwährungen. Die Eurozone blieb der gestrigen Agenda der Konjunkturveröffentlichungen überwiegend fern und trug ihren Teil zur geringen Liquidität am Markt bei. Auch heute bleibt es in der Eurozone datentechnisch eher ruhig. Die zur Veröffentlichung ausstehenden Indikatoren kommen heute größtenteils aus Großbritannien.
Nach dem zuletzt markierten Hoch um die Marke von 1,4000, gab der EUR zu später Handelsstunde am Montag gegen den USD nach und notierte letztendlich bei 1,3879. Zum Britischen Pfund Sterling flachten die EUR-Bewegungen ab, so dass sich die Gemeinschaftswährung hier um 0,8730 konsolidiert.
Zu früher Handelsstunde heute gibt Deutschland aktuelle Zahlen zu den Verbraucherpreisen sowie zu den Großhandelspreisen für den Monat September aus, die jedoch wenig Einfluss auf das Marktgeschehen nehmen sollten. Ein Szenario, dass den EUR favorisiert, könnte sich einstellen, sollten diese Indizes die Erwartungen der Experten übertreffen. Aus Großbritannien erwarten wir heute folgende kursbewegende Fundamentaldaten: Verbraucherpreise für September sowie die Handelsbilanz für August. Auf diese Indizes ist besonders im Vorfeld des für Freitag erwarteten Quartalsberichts zur Inflation der Bank of England (BoE) Acht zu geben.
JPY - BoJ kann angesichts Yen-Aufwertung intervenieren
Das ansteigende Handelsmuster behält für den Japanischen Yen weiterhin seine Gültigkeit. Wirkung zeigte die Intervention der Bank of Japan (BoJ) im September nur kurzfristig. Zur letzten Wochenmitte kletterte der Kurs des Yen gegenüber dem US-Dollar auf ein 15-Jahreshoch. Die wachsende Risikoaversion zugunsten des JPY stützt die Japanische Währung, so dass die Yen-Aufwertung trotz BoJ-Bemühungen kaum abreißt.
Händler spekulieren um ein erneutes Eingreifen durch Japans Notenbank, trotz der Äußerungen des Internationalen Währungsfonds am vergangenen Wochenende, der von dauerhaften Interventionen in den Markt, um Landeswährungen auf einem bestimmten Niveau zu halten, entschieden abgeraten hatte. Zwischenzeitlich richtet sich der Fokus der Anleger auch immer wieder auf mögliche Maßnahmen seitens der US-Notenbank Federal Reserve zur Stützung der US-Konjunktur. Die aktuelle Beschäftigungslage sowie nicht abreißende Inflationssorgen signalisieren auch hier mögliche Schritte. Die gegenwärtigen Kursbewegungen am Devisenmarkt liefern Investoren einzigartige Geldmarktschwankungen, die aufgrund eindeutiger Langzeittrends bei klar ersichtlichen Hoch- und Tiefständen gute Profite ermöglichen.
Rohöl - Ölpreise konsolidieren um $82,50
Die internationalen Preise an den Ölmärkten haben in den letzten 24 Stunden leicht nachgegeben. Dabei verweisen Händler auf die gestrige Erholung des US-Dollar, die die Ölpreise belastet habe, so dass diese am Montag zwischen $82,50 und $83,00 notierten. Im frühen asiatischen Handel heute Morgen präsentierten sich die Preise insgesamt wieder mit fallenden Notierungen. WTI-Öl rutscht um $0,86 auf $81,35 ab. Nordesee-Brent fällt um $0,81 auf $82,91.
Die Lagerbestände an Rohöl in den USA gelten derzeit als überdurchschnittlich hoch. Ohne eine deutliche Erholung der US-Konjunktur ist von einem nachhaltigen Abbau des Überangebots nicht zu rechnen. Die Rezessionsangst in den USA bleibt dominant und bestimmt das Marktgeschehen auch am Ölmarkt. Sollte es zu neuen Maßnahmen im Rahmen der Quantitativen Lockerung seitens der US-Notenbank kommen, ist das nächste Kursziel bei Rohöl in den kommenden Wochen um die Marke von $88 pro Barrel anzusetzen.
Technische News
EUR/USD
Der Tages-RSI lässt eine Abwärtsausrichtung erkennen und scheint den überkauften Bereich, in dem der Preis des Paares gegenwärtig schwankt, zu verlassen. Ähnliches kann für den Slow Stochastic der Tages-Chart beobachtet werden. Die Signale für bevorstehende Abwärtstendenzen scheinen sich zu verstärken. Auf fallende Kurse zu setzen, könnte sich bei diesem Paar in den nächsten 24 Stunden auszahlen.
GBP/USD
Aktuell scheint der Slow Stochastic der Wochen-Chart abwärts zu kreuzen. Der Abwärtsdruck verstärkt sich. Das Abwärtskreuzen des MACD auf der Tages-Chart bestätigt diesen Annahme. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Taktik für heute sein.
USD/JPY
Aktuell verdeutlicht das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic der Tages-Chart sowie das Aufwärtskreuzen des MACD auf der Tages- und auf der Wochen-Chart, dass sich der bereits bestehende Aufwärtsdruck verstärkt. Darüber hinaus bewegt sich der Preis für USD/JPY im überverkauften Bereich des RSI auf der Wochen-Chart. Sollte das Paar am nächsten Widerstand bei 81,75 scheitern, könnte es eine gute Entscheidung sein, auf steigende Kurse zu setzen.
USD/CHF
Aktuell schwankt dieses Paar stark im überverkauften Bereich des RSI der Wochen-Chart. Die inzwischen klar erkenntliche Aufwärtsausrichtung könnte den gegenwärtigen Abwärtstrend beenden. Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic und MACD der Tages- und Wochen-Chart bestätigt, dass sich hier Kurskorrekturen ankündigen. Kaufen könnte angesichts dieser Signale keine schlechte Strategie sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Wochen-Slow Stochastic sowie der Tages-MACD scheinen kurz davor zu sein, abwärts zu kreuzen. Bei diesem Rohstoff verstärkt sich der Abwärtsdruck. Darüber hinaus wird deutlich, dass sich der Preis langsam aus dem überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart herausbewegt, was die vorgenannte Theorie bestätigt. Forex -Händler sollten auf diese Indikatoren heute insbesondere Acht geben, da sich schon bald eine Trendwende einstellen kann. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei Rohöl heute eine gute Möglichkeit sein, Profite zu erzielen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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