close
| |

Tuesday, 12 May 2009

Devisenmärkte bleiben stabil, während Aktien fallen


Am gestrigen Handelstag bewegte sich an den Devisenmärkten nicht besonders viel. Im Gegensatz dazu ergab sich an den Aktienmärkte eine deutliche Abwärtsausrichtung. Die jüngsten volatilen Spannungen der Hauptwährungen fanden ein Ende und ein Großteil stabilisierte sich. Für den heutigen Handelstag werden deutlichere Bewegungen am Devisenmarkt erwartet. Eventuell ergibt sich ein ähnlicher Trend wie zum Ende der vergangenen Handelswoche.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznononononono
Wochentendenzupupdowndowndownno
Resistance1.36751.520098.001.11750.76500.9075
1.36501.517597.751.11500.76250.9050
1.36251.515097.501.11250.76000.9025
Support1.35501.507597.001.10500.75500.8950
1.35251.505096.751.10250.75250.8925
1.35001.502596.501.10000.75000.8900

Wirtschafts News

USD - Dollar-Volatilität nimmt ab - Märkte schwanken

Gestern erlebte der Dollar einen gemäßigten Handel. Für die US-amerikanische Währung ergab sich ein eher flauer Handelstag. Gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen konnte der Dollar kleinste Gewinne verbuchen, mit Ausnahme des japanischen Yen. In den USA blieb es gestern insgesamt ruhig, da keine Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurden. In einer Ansprache ‚äußerte sich jedoch der Präsident der amerikanischen Notenbank, Ben Bernanke, gestern über die Lage der US-Wirtschaft und den gerade durchgeführten Banken-Stresstest. In einer Konferenz im Bundesstaat Georgia, betonte Bernanke am Montag ausdrücklich, dass er mit dem Ergebnis der Bankenprüfung zufrieden sei. Die Investoren seinen optimistisch, sagte er, dass zusätzliches Kapital, wenn benötigt, von der Notenbank bereitgestellt werde.

Trotz positiver Worte Bernankes, verzeichneten die Aktienmärkte in den USA und weltweit gestern heftige Verluste. Grund dafür könnte der Beginn einer Korrektur des starken Anstiegs der globalen Aktienmärkte in den letzten Wochen sein. Als Ergebnis dessen, konnte der Dollar gegenüber den meisten Hauptwährungen Boden gutmachen. 70 Punkte legte der USD zum EUR zu und schloss bei 1,3591. Zum Britischen Pfund verbuchte die amerikanische Währung zusätzliche 125 Punkte, um schlussendlich bei 1,5095 zu notieren. Lediglich zum JPY verlor der Dollar 100 Punkte und setzte seinen Abwärtstrend gegenüber Japans Währung fort. Es ist deutlich zu erkennen, dass der USD bei einer zunehmend stabileren Wirtschaftslage Kursgewinne erreicht.

Heute kann von Kursschwankungen für den USD und seine Crosse ausgegangen werden, da einige wichtige Wirtschaftsdaten sowie die Umsetzung des ehrgeizigen Rettungsplans von US-Präsident Barack Obama auf der Agenda stehen. Um 14:30 Uhr werden die Ergebnisse zur US-Handelsbilanz im Monat März präsentiert, um 16:00 Uhr der IBD/TIPP-Index zum US-Verbrauchervertrauen und um 20:00 Uhr das US-Haushaltssaldo für den Monat April. Positive Zahlen könnten zu einer weiteren Markterholung beitragen. Gleichzeitig könnte der Dollar einen neuen Abwärtstrend einschlagen, sobald sich die Ängste der Investoren zerschlagen und sich die globale Wirtschaft langsam aber sicher erkenntlich zu erholen beginnt.

EUR - EUR gerät gegenüber Dollar ins Schleudern

Die europäische Währung geriet am Montag gegenüber dem Dollar ins Schleudern und beendete ihre dreitägige Gewinnsträhne zum USD. Diese Entwicklung konnte beobachtet werden, nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean Claude Trichet, bekannt gab, dass die Industrienationen erste Anzeichen von wiederkehrendem Wirtschaftswachstum zeigten. Beispielsweise hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erst vor kurzem neueste Daten veröffentlicht, nach denen die Wirtschaft in Großbritannien, Frankreich und Italien in den vergangenen Monat einen leichten Anstieg verzeichnete. Deutschland wiederum scheint hinterherzuhinken, was für den EUR bedeuten könnte, dass zunächst kein langfristiges Anlegervertrauen aufgebaut werden kann. Solange Deutschland als größte Industrienation in Europa rote Zahlen schreibt, wird der Druck, der derzeit auf der Eurozone und ihrer Währung lastet, weiterhin anhalten.

Der EUR rutschte zum Ende des gestrigen Handelstages um 70 Punkte gegen den Dollar ab und schloss bei 1,3591. Dramatische 200 Punkte Verlust verbuchte der EUR zum JPY und notierte hier bei 132,23. Diese Kursverluste lassen sich zum einen auf einen "überkauften" Preis des Kurspaares EUR/JPY zurückführen. Darüber hinaus gibt sich der JPY aktuell als "sichere" Anlage äußerst zinsbullisch. Nachdem die Rezessionsängste wieder zu steigen scheinen, verhielt das Britische Pfund sich ähnlich gegenüber dem JPY. Der Kurs für EUR/GBP stieg um mäßige 30 Punkte an. Die Marktteilnehmer sind nach wie vor unsicher, wie ernst die Lage um Großbritanniens Wirtschaft und die der Eurozone ist.

EUR-Anleger sollten ihr Augenmerk heute auf wichtige Veröffentlichungen aus der Eurozone und Großbritannien richten. Die Ergebnisse der Daten werden die Trends des Pfunds und des EUR bestimmen. Um 10:30 Uhr werden aus England sowohl die Zahlen zur Industrieproduktion des Monats März, als auch die Handelsbilanz für März ausgegeben. Wichtigste Wirtschaftsdaten aus der Eurozone werden heute um 08:00 Uhr Daten zu den Deutschen Verbraucherpreisen (endgültig) im Monat April veröffentlicht. Des Weiteren spricht um 17:00 Uhr in einer Sitzung des Wirtschaftsbeirats in München, Bundesbankpräsident Weber zum Thema: " Die globale Finanzmarktkrise aus der Perspektive Deutschlands". Darüber hinaus könnten sich heute ebenfalls US-Präsident Obama und US-Notenbankchef Bernanke zu Wort melden, was großen Einfluss auf den Devisenhandel nehmen würde.

JPY - JPY gewinnt gegen Dollar an Boden

Der JPY erzielte gestern mäßige Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar. Die globalen Aktienmärkte befanden sich auf Talfahrt, während das Bankensystem weiterhin instabil bleibt. Der Yen verstärkte sich angesichts schwacher japanischer Wirtschaftsdaten, die Investoren prompt dazu veranlassten, in den Yen zu investieren. Wieder einmal steht der Yen an der Spitze der so genannten "Safe-Haven-Währungen". Zuvor hatte der britische Bankkonzern HSBC verkündet, dass das anstehende Jahr, trotz höherem Vorsteuergewinn des 1. Quartals im Vergleich zum Vorjahr, schwierig werden wird. Dies wiederum drückte die Aktienkurse anderer Banken sowie Sony, Toyota und Mitsui, die während des gestrigen Handels Verluste hinnehmen mussten.

Um 100 Punkte kletterte der Yen zum Dollar in die Höhe und schloss um plus 1% bei 97,29. Darüber hinaus machte der JPY deutliche Gewinne gegenüber dem EUR. Er stieg um 200 Punkte und notierte hier bei 132,23. Gegenüber dem GBP war die Kurssteigerung noch deutlicher: um 250 Punkte auf 147,08. Nach wie vor leiden die Devisenmärkte unter einer hartnäckigen Unsicherheit der Marktteilnehmer. Sollte sich folglich in den kommenden Wochen eine Korrektur an den Aktienmärkten ergeben, stehen die Chancen gut, dass der Yen seinen zinsbullischen Trend mittelfristig fortsetzen wird. Sollte dies der Fall sein, könnte der Kurs für USD/JPY in den kommenden Tagen bis unter die 96,00-Marke gelangen. Um 01:50 Uhr heute Nacht sollten JPY-Anleger die Veröffentlichung der Daten zur Leistungsbilanz und zu den Kreditvergaben aufmerksam verfolgen.

Rohöl - Ölpreise erreichen $60-Marke nicht

Wieder einmal erreichten die Ölpreise die $60-Marke nicht. Am Montag ergab sich auch für diesen Rohstoff ein verhältnismäßig flauer Handel. Zumindest stieg Rohöl um 30 Punkte auf $58,31 pro Barrel an. Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte gestern weltweit Verluste erleiden mussten, kann dies als positives Ergebnis angesehen werden. Ein Grund für die anhaltend stabilen Ölpreise der letzten Zeit, könnte das erneuerte Anlegervertrauen sein, das sich seit den ersten Anzeichen einer Erholung der Wirtschaftslage weltweit, entwickelt hat. Dieser Trend könnte zu Wachstum und einem gesteigerten Bedarf an Rohöl führen.

Damit sich der zinsbullische Trend der Ölpreise fortsetzt, müssten die Industrienationen weiterhin positive Wirtschaftsdaten liefern. Sollte sich eine Erholung der Wirtschaftslage bis zum 3. Quartal des Jahres nicht abzeichnen, könnten die Ölpreise wieder bis unter die $50-Marke pro Barrel abrutschen. In der Zwischenzeit bleibt es ratsam, bei Wirtschaftsdaten aus den USA, Japan und China genau hinzuschauen, um sich ein präziseres Bild davon zu verschaffen, in welche Richtung die globalen Wirtschaft aktuell strebt.

Technische News

EUR/USD

Aktuell bewegt sich der Preis dieses Paares im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine Abwärtsausrichtung gedeutet werden. Das sich ankündigende rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD

Die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Dennoch zeigt der RSI der Tages-Chart, dass das Paar im "überkauften" Bereich schwankt. Ihr Slow Stochastic weist ein neues rückläufiges Cross aus. Bald könnte sich ein deutlicher Abwärtstrend ergeben. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.

USD/JPY

Die jüngsten Abwärtstendenzen dieses Paares könnten ein Ende finden. Aktuell verdeutlicht ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass ein Aufwärtstrend unmittelbar bevorstehen könnte. Der Kurs bewegt sich für USD/JPY bereits im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Da ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart immer deutlicher wird, könnte bei diesem Währungspaar Kaufen die richtige Wahl für heute lauten.

USD/CHF

Dieses Paares schwankt derzeit im "überkauften" Bereich des RSI Oszillators auf der 4-Stunden- sowie der Tages-Chart. Sobald die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart beginnen werden, sich zu verdichten, könnte die bevorstehende volatile Bewegung eine Aufwärtsausrichtung sein. Kaufen ist für den heutigen Handelstag eventuell eine gute Entscheidung bei USD/CHF.

Die Wild-Card

Rohöl

Nach einigen Tagen anhaltender Aufwärtstendenzen, scheint sich der Preis dieses Rohstoffs mittlerweile im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden, der Tages- sowie der Wochen-Chart zu bewegen. Eine Abwärtskorrektur des Kurses ist demnach schon lange überfällig. Darüber hinaus haben sich neue rückläufige Crosse für den Slow Stochastic der Tages-Chart gebildet, die Forex -Anlegern eventuell die Gelegenheit bieten, bei dem bevorstehenden Abwärtstrend zu einem günstigen Einstiegspreis zu investieren, um bei diesem Rohstoff heute auf fallende Kurse zu setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 08:21 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen