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Friday, 15 Jul 2011

Devisenmärkte schließen die Handelswoche am Freitag mit einem großen Paket Wirtschaftsdaten

Aufgrund der für Freitag erwarteten Bekanntgabe vielfältiger Wirtschaftsdaten können sich Dollar-Händler auf spannende Währungsbewegungen einstellen, die durch gesteigerte Liquidität herbeigeführt wird. Um 13:30 MGZ werden in den USA die Daten für die nominelle und die Kernrate des Verbraucherpreisindex veröffentlicht, welche die Verbraucherseite des Inflationsberichts dieser Woche beleuchten. Kurz darauf werden Berichte wie der regionale Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York, die Kapazitätsauslastungsquote, der Bericht über die Industrieproduktion wie auch der vorläufige Bericht über das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan als auch die Inflationserwartungen bekannt gegeben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.655081.500.87551.10100.9075
1.45001.632080.500.85501.08900.8950
1.42801.621079.600.83601.07900.8870
Support1.41101.607078.500.82751.06600.8720
1.38401.578076.110.80801.05100.8630
1.37401.56501.03900.8530

Wirtschafts News

USD - US Dollar verzeichnet Kursgewinne nachdem Bernanke das Thema einer möglichen Lockerung der Geldmarktpolitik vertagt

Der US Dollar handelte gestern im Plus als Händler begannen den jüngsten Einbruch beim Dollarkurs, aufgrund der Bekanntgabe der US Notenbank sie würde eine neue Runde der Lockerung der Geldmarktpolitik einläuten, neu zu bewerten. Die EUR/USD-Paarung fand gestern Widerstand bei 1,400 und fiel beim späten Handel auf 1,4055 zurück. Äußerungen des US Notenbankchefs Ben Bernanke deuteten darauf hin, dass die Notenbank doch noch nicht bereit sei weitere Lockerungen der Geldmarktpolitik durchzuführen, da die Bedingungen nicht schwerwiegend genug seien um einen solchen Schritt zu rechtfertigen.

Die gestrigen Daten des Erzeugerpreisindex (PPI) und der Einzelhandelsumsätze zeichneten ein ziemlich schwaches Bild des Wachstums der US Wirtschaft, wobei Wachstum trotz allem stattfindet. Beide Berichte verzeichneten Abweichungen von ihren Nominalwerten zu den entsprechenden Kerndaten. Der nominelle PPI schrumpfte um 0,4% wohingegen die Kernrate eine Ausweitung um 0,3% verzeichnete. Ähnlich verhielt es sich bei den Einzelhandelsumsätzen deren Nominalwert einen Zuwachs um 0,1% verzeichnete, wohingegen die Kernrate mit 0% gegenüber dem Vormonat unverändert blieb.

Aufgrund der für Freitag erwarteten Bekanntgabe vielfältiger Wirtschaftsdaten können sich Dollar-Händler auf spannende Währungsbewegungen einstellen, die durch gesteigerte Liquidität herbeigeführt wird. Um 13:30 MGZ werden in den USA die Daten für die nominelle und die Kernrate des Verbraucherpreisindex veröffentlicht, welche die Verbraucherseite des Inflationsberichts dieser Woche beleuchten. Kurz darauf werden Berichte wie der regionale Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York, die Kapazitätsauslastungsquote, der Bericht über die Industrieproduktion wie auch der vorläufige Bericht über das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan als auch die Inflationserwartungen bekannt gegeben.

EUR - EUR Kurs rückläufig da US Notenbank eine Lockerung der Geldmarktpolitik vertagt

Angesichts des Statements der US Notenbank sie würde für eine neue Runde der Lockerung der Geldmarktpolitik eine abwartende Haltung einnehmen, handelte der Euro gestern im Minus. Nach dem gestrigen Bericht über den Verbraucherpreisindex der Eurozone scheinen sich Händler mehr auf die Nachrichten aus den USA zu konzentrieren, um die Kurse zu bestimmen. Als Resultat dieser Stimmung konnten wir eine Rückführung des USD zu seinen Haupt-Währungspartnern beobachten.

Während in der vergangenen Woche die Unterschiede bei den Leitzinssätzen zwischen den USA und Europa in den Vordergrund des Interesses rückten, scheinen die höhere Erträge erzielenden Anlagen wie das GBP und der EUR erheblich an Wert zu verlieren, da Händler ihren Fokus auf Wachstumsbedenken und Staatsschulden richteten. Die zunehmende Risikovermeidung dürfte dazu geführt haben, dass viele Investoren in geringere Erträge erzielende Währungen wie den USD und den JPY investierten.

Am heutigen Freitag könnte der Euro eine Bewertung seines jüngsten Abschwungs zu den anderen Hauptwährungen erfahren, wobei eine leichte Tendenz nach unten vorherrscht. Aus der Eurozone werden heute nur wenige Wirtschaftspublikationen veröffentlicht. Allerdings sollten Händler die wichtigen Bekanntgaben aus der US Wirtschaft im Auge behalten, von denen heute Nachmittag eine ganze Reihe veröffentlicht wird.

JPY - JPY im Aufschwung da Händler nach Wertesicherung streben

Der japanische Yen (JPY) handelte gestern im Plus zu den meisten anderen Währungen, nachdem aufgrund der jüngsten Berichte viele Händler sich wieder Safe-Hafen-Anlagen zuwandten. Der Yen erwies sich in den vergangenen Monaten als Top Performer wenn man bedenkt, dass in Zeiten verstärkter Risikofreudigkeit viele Händler auf japanische Carry Trades setzen und sie sich in Zeiten der Risikovermeidung dem JPY zuwenden. Angesichts vieler negativer Wirtschaftsberichte in jüngster Zeit macht das den Yen zu einer attraktiven Währung.

Der JPY konnte gestern erhebliche Kursgewinne verzeichnen, nachdem US Notenbankchef Ben Bernanke verlauten ließ die Notenbank werde eine weitere Runde der Lockerung der Geldmarktpolitik aussetzen. Die Zuwendung zu riskanteren Währungen fand jedoch nicht statt, da eine Reihe von Berichten über die Konjunkturaussichten und Inflation in der Eurozone viele Investoren dazu veranlassten sich aus der Region zurückzuziehen und in Safe-Hafen-Anlagen zu investieren. Demzufolge erwarten Händler noch vor Wochenschluss einen leichten Aufwärtsknick beim JPY.

Rohöl - Der Rohölpreis fällt unter $ 96 pro Barrel

Der Rohölpreis verzeichnete gestern einen Rückgang und fiel beim späten Handel bis auf $ 95,60 pro Barrel. Die unterschiedlichen Leitzinssätze rückten aus dem Mittelpunkt des Interesses, während Industrieproduktion und Inflationsdaten auf eine leichte Schwäche in Europa hindeuteten, was viele Großinvestoren und Analysten dazu veranlasste sich vom EUR und physischen Anlagewerten zurückzuziehen im Austausch für die Sicherheit des USD und des JPY.

Während Investoren die Sicherheit suchten fiel der Preis für Rohöl, der den größten Teil der Woche über relativ stabil gewesen war, auf ein Wochen-Tief von $ 95,60 pro Barrel. Der plötzliche Anstieg der Dollarkurse aufgrund der Risikostimmungslage in dieser Woche führte dazu, dass sich viele Investoren zögerlich von Anlagen wie dem Rohöl abwandten. Sollte die Stimmungslage beim Rohöl noch für den Rest der Woche anhalten, könnte es sein, dass der Preis vor Wochenschluss noch weitere Einbussen hinnehmen muss.

Technische News

EUR/USD

Nach einem unechten oberen Ausbruch vom Dreiecks-Chart-Muster nähert sich die EUR/USD-Paarung der steigenden Unterstützungslinie von dem Mai-Tief bei 1,4160. Der sinkende Stochastic auf dem Tages- und Monats-Chart lässt darauf schließen, dass die nächste Bewegung wieder rückläufig sein wird. Bei einem Durchbruch hier findet sich der nächste Haupt-Unterstützungswert bei 1,3970. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3905 könnte sich ebenfalls als unterstützend erweisen. Unterhalb dieses technischen Schlüsselwerts findet sich die steigende Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,3710, was Händlern den Kauf bei diesem Wert schmackhaft machen dürfte. Andererseits dürfte sich das Hoch vom 7. Juli bei 1,4370 als unterstützend erweisen, wie auch der sinkende Widerstandswert von den Hochs in Mai und Juli bei 1,4530. Ein Handelsschluss über dem Juni-Hoch von 1,4700 könnte darauf hinweisen, dass sich das Momentum umkehrt.

GBP/USD

Die Paarung ist in einer 220-Pips-Bandbreite verhaftet, während sie sich abmüht über ihrem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt und erstem Unterstützungswert von 1,5910 zu bleiben. Bei einer Bewegung darunter findet sich die nächste Unterstützung bei 1,5750, dem Tief vom vergangenen Januar, nicht weit von der 38% Fibonacci Rückführung der Bewegung von Mai 2010 bis April 2011. Unterstützung findet sich auch bei 1,5650, einem Wert der im Oktober und Dezember des vorigen Jahres sowohl als Unterstützung als auch Widerstand diente. Das Konsolidierungsmuster ist bei 1,6140 der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation gedeckelt. Für Händler, die bislang nicht verkauft haben, könnte das der Wert sein von dem sich ein möglicher Aufschwung erzielen ließe. Eine Umkehr des Chart-Musters der Kopf-Schulter-Formation zeigt eine maßvolle Bewegung, die die GBP/USD-Paarung nach unten bis auf 1,5370 drücken könnte.

USD/JPY

Die Folge steigender Hochs und sinkender Tiefs hat auf dem Tages-Chart einen bullischen Channel gebildet, doch die Paarung wird sich voraussichtlich weiterhin in einer Handelsspanne bewegen, in der sich die USD/JPY seit Anfang Juni befindet. Eine Reihe von Widerstandswerten wird hinreichend Gelegenheiten eröffnen profitabel zu verkaufen, was dem langfristigen Trend entsprechen würde. Der Spitzenwert des Channel findet sich bei 81,50 und liegt nahe dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Mai-Hoch von 82,20 und der fallenden Trendlinie von Hoch in 2007, das bei 82,80 liegt. Der Tiefpunkt des Channel könnte sich bei 80,45 als unterstützend herausstellen, wobei ein Durchbruch hier sich am Mai-Tief von 79,50 versuchen könnte.

USD/CHF

Das Tages-Chart vermittelt ein interessantes technisches Bild für den Schweizer Franken. Die Paarung liebäugelt mit dem 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8550, einem technischen Indikator, den die Paarung seit Februar nicht erzielt hat. Möglicherweise bildet sich auch eine Umkehr des Tiefpunkts der Kopf-Schulter-Formation, deren Halslinie von den Mitte-Juni-Hochs und dem Hoch vom 1. Juli abfällt. Eine maßvolle Bewegung des Musters deutet auf potentielle Kursgewinne von 260 Pips hin, wobei eine Umkehr wahrscheinlich die Mai-Tiefs von 0,8755 zum Ziel haben dürfte, sowie den Tiefststand vom 16. März, der auch ein Fibonacci Rückführungswert von 0,8845 ist.

Die Wild-Card

Gold

Die Entwicklungen in Europa und die Drohungen das Kredit-Rating der USA herabzusetzen haben dem Safe-Hafen-Reiz des Goldes einen kräftigen Schub verliehen. Nach einem 8 Tage andauernden Anstieg erzielte der Goldpreis gestern, knapp unter dem psychologischen Widerstandswert von $ 1.600, ein neues Rekordhoch bei $ 1.594 pro Feinunze, fiel dann allerdings wieder leicht ab. Forex-Händler sollten diesen Preis im Auge behalten, da der nächste Unterstützungswert bei $ 1.558 pro Feinunze liegt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 08:28 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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